Mit HobbyCi kann man auf einfacher Art und Weise Schaltpläne entwickeln.
Ziel ist es, ein Programm zur Hand zu haben, welches relativ leicht zu
verwenden ist. Es soll auf jeden Fall nicht mit "professionellen"
Programme konkurrieren.
In der Vorversion habe ich schon einige Schaltpläne entworfen. Im Bild
seht ihr einer der eher größeren Schaltungen.
HobbyCi kann auf meiner Homepage heruntergeladen werden:
http://www.oltzen.de/hobbyci.html
Ich habe auch schon zwei von vier geplanten Tutorials erstellt und auf
Youtube gestellt:
http://youtu.be/A0tRuPsbcGUhttp://youtu.be/HbQJGcrKAIE
Beachtet bitte, dass das HobbyCi immer noch im Beta Stadium ist und noch
die ein und andere Unzulänglichkeit hat.
Trotzdem freue ich mich auf euer Feedback.
Kompatibel zu KiCAD oder gEDA?
Und wie lange bist Du schon dabei?
Bei mir sind es rund 1400 Stunden schätze ich mal -- noch 400 brauche
ich wohl, bis es benutzbar ist. Ja die Zeit vergeht...
Stefan schrieb:> Und wie lange bist Du schon dabei?
Und wie viele Zeilen Quelltext?
Ich habe wohl so um die 5k, das ist eigentlich ganz gut. Gtk3, Cairo,
Ruby. Kennst Du wahrscheinlich. Aber mach besser die Tippfehler von
deiner Startseite weg, sonst nimmt dich keiner erst. In deinem Posting
hast Du auch einige drinnen, kannst Du womöglich noch korrigieren.
Also die Art, wie die Leitungen verlegt werden ist ganz anders, als ich
es jetzt kenne. Aber ich finde das einen klasse Ansatz!
Was ich schon lange vermisse ist ein (Online) Editor, den man dazu
benutzen kann, (kleine) Schaltungen für Foren oder ähnliches zu
erstellen, um Tipps zu geben, oder zu diskutieren. Könnte man das Tool
später vielleicht in die Richtung erweitern ?
Himbeerkuchen schrieb:> (Online) Editor,
Online gibt es aber schon -- von Mouser oder Digikey oder so. War auch
hier im Forum. Und da ist wohl eben der Vorteil, dass es alle Bauteile
gibt. Das ist das wesentliche unlösbare Problem im FOSS-Bereich.
Geht ja auch noch. Nun werden sicher wieder Leute über Java meckern, das
ist unvermeitlich. Bei mir genauso über Ruby -- das habe ich nicht
installiert, kann dein Programm daher nicht testen...
Was meinst Du mit "Verbindungen selbst ziehen"? So Rubberbands beim
Verschieben der Bauteile? Das fehlt mir noch, bzw. ich weiss noch nicht
genau wie sich die Verbindungen bewegen sollen. Bei gschem gefiel mir
das nicht wirklich gut.
Wenn in Java entwickelt, kannst du dann auch das Java Programm zum
Download anbieten zusätzlich zur *.exe? Dann kann man es evtl. auch
unter Linux nutzen.
Gruß
Gerhard
Also ich arbeite mit KiCad und konnte mich da auch schnell einarbeiten.
Vor allem was den Schaltplan angeht. Wird das von dir noch als zu
aufwendig bewertet oder was spricht sonst für dein Programm? Hat sich
mir noch nicht ganz erschlossen. Freue mich auf deine Beweggründe :-)
Gruß Max
Max B. schrieb:> Wird das von dir noch als zu> aufwendig bewertet oder was spricht sonst für dein Programm? Hat sich> mir noch nicht ganz erschlossen.
Na nun mecker nicht! Er ist einer der Wenigen, der wenigstens mal etwas
macht, statt immer nur zu meckern. Und die Idee gefällt mit -- ein
kleines, einfach zu bedienendes schönes Tool um Schaltpläne zu
erstellen. Aber ich denke es sollte dann schon wirklich schön sein, und
Export zu KiCAD/gEDA, SVG ist notwendig, sonst macht es keinen Sinn.
Aber wie gesagt, so etwas kann man nicht in wenigen hundert Stunden
machen, auch mit Java nicht. Naja, ich denke mal bis zum Frühjahr werde
ich mein Programm fertig machen, ist im wesentlichen nur noch
langweilige Aufräumarbeit. Und eigentlich ist es auch mit Ruby schnell
genug, die Geschwindigkeit wird eher durch Cairo begrenzt. Zugegeben,
eine Portierung nach Nim würde mich schon reizen, aber das ist doch
wieder mit einiger Arbeit verbunden.
Aber sehe ich das richtig, das obiger nur eine Binärdatei zur Verfügung
stellt? Oder ist der Source im Exe enthalten? Nicht das mich der Source
wirklich interessieren würde, aber OpenSource ist ja wohl Vorraussetzung
für Interesse?
Stefan S. schrieb:> Na nun mecker nicht!
Das wollte ich auch gar nicht. Meine Frage (und Verwirrung) ist ernst
gemeint. :-) Ich habe an "mein" KiCad gedacht und mich dann gefragt
warum jemand so viel Zeit in die Entwicklung eines Schaltplaneditors
stecken sollte.
Gruß Max
Max B. schrieb:> warum jemand so viel Zeit in die Entwicklung eines Schaltplaneditors> stecken sollte.
Ja, das frage ich mich auch...
Ich hatte vor gut drei Jahren angefangen...
Die Bedienung und das Aussehen von gschem konnten mich auf Dauer nicht
wirklich überzeugen, und Verbesserung von gschem ist durch zwei Dinge
limitiert: Einige "alte Hasen" wollen keinerlei Veränderung, und es ist
in C gschrieben, was alles sehr Aufwendig macht. Dann fängt man an mit
eiem eigenen kleinen Tool, zunächst geht es auch gut voran. Aber dann
will man dies noch schöner machen, dann jenes, dann ist die Bedienung
noch nicht ausgereift genug... Ab und zu hat man mal einen Bug, den man
einen ganzen Tag sucht. Und schon sind drei Jahre Vergangen -- man hat
ja auch nicht jedes Wochenende Lust daran zu arbeiten... Aber ist schon
ein schönes Programm geworden. Ob es auf Windows laufen würde weiss ich
aber nicht. GTK3 und Windows ist ja etwas heikel. Und um gEDA ist es ja
in den letzten Jahren auch sehr ruhig geworden, da ich derzeit nur
gschem Format unterstütze, wird es dann wohl eh niemand mehr verwenden
wollen... Übrigens, KiCad wäre für mich auch nicht wirklich eine
Alternative -- all seine Probleme sind bekannt, u.a 1M lines of code, 1h
Compilierzeit. Das Manual hatte ich mir mal angesehen, dick und nicht
gerade einfach. wxWidgets und C++ liebe ich auch nicht gerade. Aber
KiCad export könnte man natürlich in mein Programm einbauen -- momentan
hätte ich aber keinerlei Lust dazu.
Stefan S. schrieb:> erstellen. Aber ich denke es sollte dann schon wirklich schön sein, und> Export zu KiCAD/gEDA, SVG ist notwendig, sonst macht es keinen Sinn.
Ein SVG Export hatte ich schon integriert, aber das Ergebnis war einfach
zu schlecht. Wenn wirklich Interesse an so ein Export besteht, würde ich
mich nochmal dransetzen. Obwohl Vektorgrafik schon Sinn macht.
Ob ein Exporter für KiCAD/gEDA in einem akzeptablen Zeitrahmen zu
implementieren ist, muss ich erst noch prüfen.
> Aber sehe ich das richtig, das obiger nur eine Binärdatei zur Verfügung> stellt? Oder ist der Source im Exe enthalten? Nicht das mich der Source> wirklich interessieren würde, aber OpenSource ist ja wohl Vorraussetzung> für Interesse?
Die Exe soll halte den Einstiegsschwelle möglichst gering halten. Und
ich denke, dass Linux User nicht die Zielgruppe für HobbyCi sind. Aber
ich kann auch das jar Paket ins Netz stellen.
G. Thomas
Dein Programm hat einen guten Ansatz.
Um auf die "Schnelle" mal einen Plan zu zeichnen verwende ich bisher
das hier: http://www.suigyodo.com/online/e/
Solltest Du Dir evt. einmal anschauen.
Hat gerade bei der Bauteiledefinition einige interessante und gute
Ansätze.
Weiterhin viel Erfolg!
Thomas Oltzen schrieb:> Ein SVG Export hatte ich schon integriert, aber das Ergebnis war einfach> zu schlecht.
Interessant! Deshalb hatte ich Cairo verwendet, da hat man SVG und PDF
export praktisch ohne weiteren Aufwand in sehr guter Qualität. (Ja,
fehlt bei mir noch, ist aber trivial...) Dafür ist Cairo nicht sehr
schnell -- ich habe für jedes grafische Element eine Bounding-Box und
zeichne immer nur das, was sich verändert hat. Mit OpenGl könnte ich
einfach immer alles zeichnen, das wäre einfacher. Aber die Bounding-Box
braucht man ja eh um Elemente zu selektieren.
Hast Du schon Cubic Bezier Curves? Habe ich kürzlich gemacht, der Editor
dafür kostet auch etwas Zeit. Macht aber Spaß.
gschem Export/Import ist recht einfach -- Export zu gEDA oder KiCad
musst Du machen, sonst macht es wirklich keinen Sinn. Und SVG/PDF
natürlich.
Und was hällst Du von meiner Idee mit den Schatten? Also mir gefällt das
immer wieder gut. Man ist aber mit den Farben dadurch etwas
eingeschränkt, man braucht einen hellen Hintergrund...
So, ich muss erst mal weg...
Thomas Oltzen schrieb:> Die Exe soll halte den Einstiegsschwelle möglichst gering halten. Und> ich denke, dass Linux User nicht die Zielgruppe für HobbyCi sind. Aber> ich kann auch das jar Paket ins Netz stellen.
Hallo nochmal,
also ich habe eben tatsächlich mal Dein erstes Video gestartet, und drei
Minuten geguckt. Wobei ich eigentlich nie welche ansehe, bisher das
einzige war das zum KiCad Push&Shove...
Ich denke mal das geringe Interesse hier tut dir in der tat etwas
unrecht -- aber das kenne ich. Aber es ist natürlich auch Dein Fehler,
die vielen Tippfehler gleich zu Anfang, nur Exe, nur Windows, nur Video,
Java, keine englische Dokumentation. Da denkt man natürlich, da hat sich
ein Kid mal die Sommerferien hingesetzt und etwas hingeschmiert, was
dann auch noch zu Github hochgeladen wird und da dann ewig vor sich
hingammelt.
Wie gesagt, Export zu KiCad oder gEDA/gschem ist wichtig, ebenso
PDF/SVG. Und wenn schon Java, dann kannst Du ja auch andere OS
unterstützen, das ist ja gerade einer der wenigen Vorteile von Java. Mit
dem KiCad/gschem Export -- nun ja, ich hatte geschrieben einfach -- ist
es, wenn man die Bauteile gleich so spezifiziert wie die Programme
selber. Sonst is es vielleicht doch etwas schwieriger. Ich habe eben
gleich von Anfang an das gEDA File-Format verwendet.
Das mit den Verbindungslinien automatisch anordnen ist natürlich
interessant -- mir ist klar, wenn das gut arbeitet, dann hast Du da viel
Arbeit reingesteckt. So etwas habe ich noch nicht. Aber wirklich perfekt
wird das nie, man braucht also auch einen manuellen Modus. Hast Du
eigentlich eine grafische Vorschau für die Symbole? Ich überlege noch,
wie man das am besten machen könnte, bzw. wo das Vorschaubildchen
erscheinen sollte...
Kennst Du eigentlich meinen Topologischen PCB-Router? Daran hatte ich
2013 gearbeitet. In die Richtung könntest Du ja auch gehen, also keinen
Export zu KiCad, sondern gleich Platinenlayout.
Na ja, ich muss weiter arbeiten...
Hmm,
ich arbeite seit Jahren mit S-Plan (inzwischen V7), simpel, kost fast
nix und kann alles was ich je gebraucht habe. Oben im Beispiel fallen
mir die vielen unnötigen Verbindungsknoten auf. Die Farbe ist auch
nichts für mich. Schwarz auf weis ist noch immer am besten ;)
Dennoch: Viel Erfolg!
Old-Papa
Gerhard schrieb:> Wenn in Java entwickelt, kannst du dann auch das Java Programm zum> Download anbieten zusätzlich zur *.exe? Dann kann man es evtl. auch> unter Linux nutzen.
Braucht er gar nicht: Unter Linux tut "java -jar
./HobbyCiBeta20141130.exe" um das Programm zu starten. Die
HobbyCiBeta20141130.exe ist auch nur ein zip Archiv.
Habe jetzt damit etwas herum gespielt. Eigentlich ganz nett.
Ausbaufähig! Java ist doch ok, so läuft es auf allen wichtigen
Plattformen. Wie wär's mit
- Open Source?
- Bussen?
- Den Bauteile Editor erweitern um Footprints anlegen zu können um
- auch PCBs erstellen zu können
Muss ja nicht gleich Push-n-Shove, differentielle Leitungen und
Autorouter sein. Wenn es Open Source wäre, dann würden da sicher ein
paar mithelfen.
6500 LOC ist auch noch überschaubar. Java können viele, zumindest mehr
als C++ und irgend welche Toolkits. Der Grundstein + rudimentärer Keller
ist schon gelegt, das ist schon weit mehr, als viele andere schaffen.
Und selbst wenn du nur ein Schaltplan-Tool möchtest, könnte zumindest
das von Open Source profitieren.
Hallo,
als erste: Danke für die Rückmeldung.
Das Programm befindet sich immer noch in einer Beta-Phase und hat auch
kein Anspruch professionell zu sein. Ich hoffe natürlich Anregungen,
Tipps oder Änderungswünsche zu bekommen, damit ich nicht so ganz im
eigenen Saft schmore.
Ich fasse mal ein paar Anregungen zusammen, bzw gebe einen Ausblick:
- SVG Export
Mir ist nicht klar warum das so wichtig sein soll, aber nach einer
weiteren Analyse scheint der Aufwand erträglich zu sein.
- PDF Export
Wenn man eine SVG-File hat, und ein PDF-Drucker, kann man leicht ein PDF
selbst erzeugen.
- KiCad/gschem/gEDA Export
Dazu müsste ich schon etwas Zeit aufwenden. Als Idee ist es jetzt erst
einmal aufgenommen.
- Verbindungslinien manuell anpassen
Eine Grundidee ist es grade keine manuelle Anpassung der Verbindungen
durchzuführen. Auch wenn dies bedeutet, dass der Schaltplan nicht
perfekt ist. Hier gilt das Motto "Lieber einen Schaltplan, als gar
keinen". Denn der Aufwand ein Schaltplan zu erstellen sollte klein
bleiben.
- Farben
Es ist durchaus geplant, dass die Farben für den Export geändert werden
können.
- grafische Vorschau für die Symbole
Das ist in Arbeit (und fast fertig)
- Bus
Das Bündeln von Leiterbahnen ist ein Feature was für große Projekte
fehlt.
- Nachladen von Standardbauteile
In der nächsten Version werden die Standardbauteile aus dem Netz
nachgeladen.
- Internationalisierung
Aktuell ist das Programm in Englisch, wobei einige Bauteile ins Deutsche
übersetzt werden.
- Handbücher
Wenn etwas nicht gelesen wird, sind das Handbücher. Wenn das Programm
nicht intuitiv ist, oder wenigstens nach ein YouTube Video nicht
verstanden wird, hat es das Ziel verfehlt. Im Übrigen sollen später
auch englische Videos erstellt werden.
- Open Source
Ich stehe dem Open Source nicht abgeneigt gegenüber, aber es ist kein KO
Kriterium um ein Programm zu publizieren oder zu testen.
Thomas
Noch ein paar Anregungen:
- Ansicht vergrößern/verkleinern
- Kontextmenu, wenn Bauteil durch draufklicken aktiviert: rotate (eher
nicht "turn" nennen), remove, value
- "tip" eher unter info, und eher "help" nennen. Kurze Hilfe: Select
part and place it with the right mouse button. Ich habe zumindest
etwas gesucht, wie ich ein Bauteil platzieren kann...
Wie verwaltest du intern die Daten?
Thomas Oltzen schrieb:> - Handbücher> Wenn etwas nicht gelesen wird, sind das Handbücher. Wenn das Programm> nicht intuitiv ist,
richtig
>oder wenigstens nach ein YouTube Video nicht> verstanden wird, hat es das Ziel verfehlt.
Das ist falsch. Eine gute Beschreibung habe ich 10mal schneller
erfasst, als ein popeliges Video.
Videos sind manchmal kaum zum Aushalten, bis es zur Sache geht.
Und das, wozu man einen Text braucht, ist im Video sowieso kaum
darzustellen...
icklun (Gast) schrieb:
> Videos sind manchmal kaum zum Aushalten, bis es zur Sache geht.> Und das, wozu man einen Text braucht, ist im Video sowieso kaum> darzustellen...
Nur gilt das nicht für Schaltplaneditoren/Platinenlayout. Hier entlarvt
ein Video sofort gnadenlos die falschen/umständlichen Gedankengänge des
Designers schon beim einfachen Platzieren und Verbinden von
Bauelementen, wie hier bei HobbyCi.
- die Bauteile hängen nach der Selektion nicht am Cursor
- es wurde die rechte Maustaste anstatt der linken Maustaste zum
platzieren verwendet.
- es gibt keinen Fangmodus beim Bauteile verbinden
- die Bauelemente in der Liste sind unsortiert (unnötiger Suchaufwand)
- das Searchpattern rückgängig zu machen ist umständlich
- die Leitungsknotenpunkte sind zu unscheinbar
- Verbindungen zwischen Bauelementen herstellen sollte prinzipiell an
JEDER Stelle einer Leitung möglich sein
dazu DEIN Kommentar im Video nach dem Verbinden: "Die Schaltung sieht
zwar nicht hübsch aus" Richtig! Kann auch nicht, da dein Programm
demjenigen, der die Bauteile platziert, die eigene Entscheidung abnimmt,
wo er Verbindungslinien entstehen lassen möchte => unnötig und schlecht!
- Bauteile anklicken bringt zur Überraschung kurzzeitig neue
Verbindungen zutage. Wozu das? Verwirrt doch nur. Um ein Bauteil
hervorzuhaben ist das schlicht ungeeignet!
Stichwort "hier anklicken, dass er fett wird" ???
Wird ER aber nicht bzw. kaum. Er (der Kondensator C2) sollte statt
dessen lieber die Selektion DEUTLICH anzeigen, z.B. durch eine
Farbveränderung oder umlaufende Ziehpunkte.
Beachte auch den kleinen Leitungsfehler rechts an C2 danach! Bug.
Bis hierhin ging's ja noch einigermaßen. Aber die Sache mit dem "PUNKT
hineinpflanzen", um die wilden Leitungen wieder "auf Linie zu drücken"
bzw. auszurichten ist einfach nur blöd erdacht (da war ich geneigt das
Video abzubrechen; sowas habe ich zuvor noch nie gesehen in einem
Schaltplaneditor). An dieser Stelle zeigt sich ein grundsätzlicher
Designfehler im Programm, der mit einem schrägen Hilfskonstrukt (dem
"Punkt") ausgebügelt werden soll. Quatsch mit Soße!
Was ansatzweise schon mal gut ist, die Bauteile hängen beim Verschieben
zueinander weiter an ihren Leitungen.
Aber mal was Grundsätzliches, was mir immer wieder auffällt an solchen
Diskussionen und hier wieder besonders. Anstatt die einfachen Dinge
wenigstens so gut zu gestalten, wie das andere (ähnliche) Programme
längst können, wird schon gleich nach den Sternen gegriffen (Stichwort
Push&Shove, Import-Exportfilter, usw.). Damit ist der Grundstein gelegt
um sich garantiert zu verzetteln und am Ende etwas zu haben, was nichts
richtig kann, voller Bugs ist, dafür aber offene Baustellen und
Ungereimtheiten an jeder Ecke des Programms. Am Ende benutzt das dann
keiner.
Einer hier schrieb bereits dazu:
" Und wie lange bist Du schon dabei?
Bei mir sind es rund 1400 Stunden schätze ich mal -- noch 400 brauche
ich wohl, bis es benutzbar ist. Ja die Zeit vergeht... "
Rechne doch mal ein wenig. Wenn du pro Woche 3 mal 3h = 9h Zeit hast
(was schon viel wäre), um an deinem Programm zu schreiben, ergibt das
bei 52 Wochen im Jahr 468h. Bezogen auf die 1400h aus dem Zitat oben
sind das 3 Jahre Entwicklungszeit (1 Mann) und das ist für so einen
Software schlicht gar nichts, wenn man mal mit anderen vergleicht, wo
ein ganzes Team professionell (d.h. in Regelarbeitszeit) rund 10 Jahre
entwickelt und dann langsam erst ein Produkt hat, das überhaupt mal
vernünftig einsetzbar ist und Interesse erweckt. Bis dahin sind die
anderen aber auch nicht stehen geblieben und haben ihr Produkt weiter
verbessert.
Java Programme umschiffe ich unter Windows wo es nur geht. Anstatt Java
hättest du besser ein Framework das mehr Windows Akzeptanz hat nehmen
sollen wie beispielsweise QT oder vielleicht C# .NET/Mono.
Freie Schaltplaneditoren (deutlich bessere) gibt es bereits, z.B.
http://sourceforge.net/projects/tinycad/
Schau dir mal die Historie von TinyCAD an
http://sourceforge.net/p/tinycad/news/
TinyCAD begann einigermaßen benutzbar mit v1.6 im Jahre 2002,
das war vor 12 Jahren!!
Damit wird deutlich, über welche Zeiträume wir hier reden und das ist
kein 1-Mann Projekt.
Nimm diese Kritik sportlich! Ist nicht böse gemeint.
Kritiker schrieb:> - es wurde die rechte Maustaste anstatt der linken Maustaste zum> platzieren verwendet.> - es gibt keinen Fangmodus beim Bauteile verbinden> - die Bauelemente in der Liste sind unsortiert (unnötiger Suchaufwand)> - das Searchpattern rückgängig zu machen ist umständlich> - die Leitungsknotenpunkte sind zu unscheinbar
Diese Punkte sind wohl recht einfach änderbar.
> - die Bauteile hängen nach der Selektion nicht am Cursor> - Verbindungen zwischen Bauelementen herstellen sollte prinzipiell an> JEDER Stelle einer Leitung möglich sein
Ist natürlich etwas mehr Aufwand, aber auch machbar. Auch ich habe erst
mal suchen müssen, wie ein Bauteil zu platzieren ist. Mit links anwählen
und dann mit rechts platzieren ist ungewöhnlich.
[Kommentar zum Video]
Also, ich würde ihn bzw. das Tool nicht so runtermachen. Das sind alles
Dinge, die man mit kleinem Aufwand ändern kann. Grad die automatischen
Verbindungslinien sind doch nett. Das Hervorheben zu ändern ist kein
Problem. Klar kann man darüber nachdenken, in einer späteren Fassung die
Linien per Maus verschiebbar zu machen.
> Aber mal was Grundsätzliches, was mir immer wieder auffällt an solchen> Diskussionen und hier wieder besonders. Anstatt die einfachen Dinge> wenigstens so gut zu gestalten, wie das andere (ähnliche) Programme> längst können, wird schon gleich nach den Sternen gegriffen
Ja gute Güte: Solche Fragen kommen halt, um zu sehen, was der Autor vor
hat bzw. ob er überhaupt solche Dinge in Erwägung zieht. Exportfilter
währen irgendwann schon mal sinnvoll. Und Push&Shove wurde explizit als
"Träumerrei" angedacht.
> Damit ist der Grundstein gelegt um sich garantiert zu verzetteln und am> Ende etwas zu haben, was nichts richtig kann, voller Bugs ist, dafür> aber offene Baustellen und Ungereimtheiten an jeder Ecke des Programms.> Am Ende benutzt das dann keiner.
Ich sehe das gerade anders herum: Die meisten Projekte werden von
vornherein wegen Bedenkenträgern wie dir abgeschossen. Erstmal
runtermachen! Ganz toll, damit der Autor gleich die Lust verliert.
Es wird ja doch immer nur rumgenörgelt.
Damit da was Größeres entstehen könnte, müssten zwei Dinge passieren:
a) open source und b) Mitstreiter, die sich der Sache mit annehmen.
Und da finde ich Java gar nicht schlecht. Es läuft problemlos auf den
gängigen Platformen und genug Leute kennen sich damit (halbwegs) aus.
Java als Web-App ist tot, aber auf dem Desktop, warum nicht.
> Bis dahin sind die> anderen aber auch nicht stehen geblieben und haben ihr Produkt weiter> verbessert.
Du verwechselst da was. Viele werden sich in die Programmierung von
Monstern wie KiCad nie und nimmer einarbeiten wollen, haben aber
trotzdem Spaß daran, ab- und zu ein bisschen zu "coden". Es geht nicht
darum, mit anderen Produkten zu konkurrieren, sondern selbst was zu
"schaffen". Wenn das dann noch nützlich ist und einem bei Problemen
hilft, warum nicht.
Auch wenn das Programm dann nicht zu den 1% (oder sinds nur 0,1%)
Projekten gehört, die Flagschiffe im Open Source Bereich werden, kann
das für die Programmierer doch als Hobby schön sein. Mein Gott, andere
sammeln Briefmarken oder hängen abends stundenlang vorm Fernseher. Ich
finde es toll, dass er das Projekt hier vorstellt, auch wenn es noch
diverse Mängel hat. Aber es tut schon was, viele Projekte kommen ja
nicht mal so weit.
> Nimm diese Kritik sportlich! Ist nicht böse gemeint.
Aber destruktiv.
Ich habe jetzt eine neue Version von HobbyCi ins Netz gestellt.
http://www.oltzen.de/hobbyci.html
Neben etlichen Verbesserungen in der Usability und Bugfixing sind
folgende Features hinzugekommen:
- Verkleinern/Vergrößern des Schaltplans per Mausrad
- SVG Export
- Schwarz/Weiß Modus bei der Anzeige und Export
- Knotenpunkte an den Pins kann ausgeblendet werden
- Symbole in der Teileliste anzeigen
- Neue Bauteile in der Standardauslieferung
- Zusätzlicher Modus beim Verbindungsziehen
- Vergrößerung per Mausrad beim Symboleditor
- arc Kurven im Symboleditor hinzugefügt
Viel Spaß beim Testen und ich bin auf Euer Feedback gespannt.
Thomas Oltzen schrieb:> ich habe jetzt eine neue Version von HobbyCi ins Netz gestellt.
Du bist ja echt fix. Ich werde es mir sicher auch ansehen, blos momentan
ist die Zeit sehr knapp...
Und mach doch bitte mal diesen hässlichen Tippfehler weg:
"Es soll die 'Leitungen selbst zeihen."
HobbyCi ist erneut aktualisiert worden.
Das sind die Verbesserungen:
- Bauteile werden jetzt per Doppelclick in den Schaltplan eingefügt.
- Beim Einfügen eines Bauteils wird nicht mehr nach der
Kategorie/Variante gefragt.
- 2 Pin Bauteile können die Pins getauscht werden. Dies kann z.B. bei
einer Diode sinnvoll sein.
- Routing der Linien wurde verbessert.
- Der Usability des Teileeditor wurde verbessert.
- Hilfetext im Teileeditor hinzugefügt.
Die Bedienung ist einfacher geworden. Schaut gut aus. Du könntest auf
der Homepage noch den Hinweis aufnehmen, dass es auch unter Linux laufen
könnte:
java -jar ./HobbyCiBeta20141215.exe
HobbyCi ist Heute aktualisiert worden. Hier die wichtigsten Änderungen:
* Busse könne jetzt erstellt werden
* Neue Bauteile
* IC Editoren vom Handling verbessert
* Zusammenführen von Bauteilen implementiert
* Importieren von Schaltplänen
und viele kleinere Änderungen.
Für das Importieren und Zusammenführen habe ich ein kleines Video
erstellt um die Vorgehensweise zu verdeutlichen.
http://youtu.be/iWf7SlGyEUI
Heute ist HobbyCi aktualisiert worden. Hier sind die wichtigsten
Änderungen:
* Nachrichtenzeile für fehlerhafte Linien hinzugefügt
* Dublizieren von Bauteilen implementiert
* Linien können mit Punkte erweitert werden, so dass die Linie immer
durch den Punkt geht. Dadurch ist es noch leichter, dass der Schaltplan
schön aussieht.
* Neue Symbole hinzugefügt
* Prefer Horizontal und Vertical Optionen gelöscht. Dieses Feature ist
durch das verbesserte Routing der Verbindungen nicht mehr nötig.
* Routingfehler beseitig
* Routing mit weniger Ecken
* Nummerierung gemäß Position neu sortieren. (Links nach rechts/ von
Oben nach unten)
* Wenn der Mode "Show Line Limits" gesetzt ist, zeigt die
Nachrichtenzeile "Message: Draw only x of y lines." an
* Das Menü "Spezial" in die Menüs "Spezial" und "Tools" aufgeteilt.
* Selektieren und verschieben von ganzen Bauteilgruppen
Ich würde mich auf ein konstruktives Feedback freuen.
Der Link zur Anwendung: http://www.oltzen.de/hobbyci.html
Hallo Thomas,
Dein Programm funktioniert ganz gut. Ich benutze zwar eher Eagle, aber
es ist trotzdem ganz nett, mal was anders zu sehen. Was ich nicht heraus
gefunden haben, ob man bei den Widerständen auch einen Wert eintragen
kann.
Eventuell könnte Dein Programm ganz nützlich sein, wenn man
Blockschaltbilder damit zeichnen kann, z.B. mit Abstrakten Symbolen wie
dem Verstärkersymbol.
Vielleicht so wie die hier:
http://www.beis.de/Elektronik/DeltaSigma/DeltaSigma1BlockDiagram_D.GIFhttp://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/bilder/emg1_08.gif
Vielleicht gibt es für Blockschaltpläne auch eine Norm.
Wenn ein Widerstand selektiert wurde (grau hinterlegt) kann der Wert
rechts unten im Eingabefeld angegeben werden.
Neue Bauteile können unter dem Menüpunkt "Tools" hinzugefügt werden.
Dazu gehören auch die abstrakten Symbole, die über "New Part" erstellt
werden können.
Es ist auch möglich, dass ein Bauteil verschiedene Symbole(oder Normen)
hat. Dazu muss in der Maske von "New Part" das Eingabe Feld "Sub Name",
die entsprechende Norm zugeordnet werden.
Weil HobbyCi offiziell keine Normen unterstützt, steht bei den
mitgelieferten Bauteilen in der Regel "Standard".
HobbyCi startet nicht mehr unter Ubuntu Mate 20.04 nach Update vom
30.04.2021
1
Exception in thread "main" java.lang.UnsatisfiedLinkError: Can't load library: /usr/lib/jvm/java-11-openjdk-amd64/lib/libawt_xawt.so
Abhilfe:
1
apt-get install openjdk-11-jre
Schade dass das Programm nicht mehr weiterentwickelt wurde. Da es bei
einer großen Anzahl an Verbindungen sehr langsam wird, nutze ich es nur
noch gelegentlich für einfache Schaltungen und war gerade erschrocken,
als ich meine alten Dateien nicht mehr öffnen konnte. Jetzt wo es wieder
läuft, habe ich zur Sicherheit alles als JPG exportiert.
Danke für das Feedback. UnsatisfiedLinkError ist ein Fehler in der JVM.
Da kann ich leider nichts machen.
Bei sehr vielen Verbindungen oder wenn die Fläche sehr groß wird, wird
das Routing sehr langsam. Weil das Ziel eher kleine Schaltungen sind,
habe ich noch keine Lösung dazu entwickelt.
Es ist im Übrigen immer gut wenn die Schaltungen als Bild archiviert
werden. Man weiß ja nie.
Ich überlege mir, dass ich das Programm auf Github stelle. Dazu will ich
aber noch ein paar Kleinigkeiten anpassen, sodass es sinnvoller ist.
Thomas O. schrieb:> Danke für das Feedback. UnsatisfiedLinkError ist ein Fehler in der JVM.> Da kann ich leider nichts machen.>> Bei sehr vielen Verbindungen oder wenn die Fläche sehr groß wird, wird> das Routing sehr langsam. Weil das Ziel eher kleine Schaltungen sind,> habe ich noch keine Lösung dazu entwickelt.>> Es ist im Übrigen immer gut wenn die Schaltungen als Bild archiviert> werden. Man weiß ja nie.>> Ich überlege mir, dass ich das Programm auf Github stelle. Dazu will ich> aber noch ein paar Kleinigkeiten anpassen, sodass es sinnvoller ist.
Danke für Deine Antwort. Ich hatte Dir vor längerer Zeit auch mal eine
E-Mail geschrieben, weiß aber nicht ob die ankam. Darin ging es um das
Problem, dass man beim Erstellen von ICs Pins nicht einfach auslassen
kann, also die Felder dazu leer lassen. Ich habe die Zeichnung die ich
damals gemacht habe, hier mal hochgeladen.
Ich hatte mir erst mit einem Trick beholfen, in dem ich die json-Dateien
nachträglich per Hand bearbeitet habe, es aber bald aufgegeben, da diese
Methode sehr zeitraubend war.
Das Programm finde ich auch sehr nützlich, wenn ich Schaltungen auf
meiner Webseite präsentieren will. Die kann ich so einfach verständlich
darstellen und auch vor allem schnell und unkompliziert zeichnen.
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Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!
Groß- und Kleinschreibung verwenden
Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang