Hallo!
Freilaufdiode schrieb:
> Der Schalter wird nach 2ms geschlossen. Dann entsteht am Schalter ein
> zunehmendes Potenzial, das nach meinem Verständnis bis 5.7 V zunimmt.
nicht beim schließen, beim öffnen.
Freilaufdiode schrieb:
>Wenn ich allerdings die Spannung am Widerstand und an der Induktivität
>simuliere, so strebt die Induktivität auf die 5 V zu und der Widerstand
>liegt auch an einer Spannung von 5 V. Wie kann das denn sein? Die
>Spannung muss sich doch irgendwie aufteilen.
Deine Messpunkte sind komisch. Du misst nicht über den Bauteilen sondern
nur an einem Punkt, bezogen auf Masse. Beim Widerstand misst du an der
oberen Verbindung, diese ist fest mit 5V verbunden und wird daher immer
diese 5V messen. Bei der Induktivität misst du auch nur den oberen
Anschluss, also der zwischen Widerstand und Induktivität.
Hier ist was passiert:
Der Schalter ist geschlossen. Im eingeschwungenen Zustand fließt ein
konstanter Strom durch den Widerstand, Induktivität und Schalter. An der
Induktivität fällt keine Spannung ab. Nehmen wir den Schalter als
verlustfrei an ist das Potenzial am Schalter 0V, sowie an dem Punkt
zwischen Induktivität und Widerstand ebenfalls 0V. Das siehst du auch in
der Simulation. Nach 2ms öffnest du den Schalter. Wie du schon gesagt
hast steigt jetzt das Potenzial am Schalter so hoch an dass die Diode
eingeschaltet wird, etwa 5.7V. Da der Strom jetzt langsam sinkt, wird
auch der Spannungsabfall am Widerstand kleiner, das Potenzial an den
Punkt steigt also.
>Ist das so weit vom Verständnis her korrekt?
Jep, du misst nur am falschen Punkt.