ESD in Verbindung mit PCB

Gast #3907900
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ESDkämpfer schrieb:
> wie gefährlich ist ESD bei bspw. Mainboardplatinen, was sollte beachtet
> werden, sind günstige ESD Armbänder genauso gut wie teuere, oder wo
> liegt der explizite Unterschied?

ESD kann ein Mainboard zerstören - hatte den Fall tatsächlich. PC war 
eingeschalten, Funke auf die USB-Buchse. Rechner aus, Board tot (genau 
hab' ich mir nicht angesehen was kaputt war).

ESD Equipment für einen Arbeitsplatz der Elektronik ist (so denke ich) 
nach ISO 900x vorgeschrieben. Qualitätsunterschiede sollte es keine 
großen geben.
Ohne ESD-Schutz am industriellen Arbeitsplatz ist für mich ein NoGo.

rgds
Gast #3907905
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Es gibt qualitative Unterschiede. Die Dinger saugen sich mehr oder 
weniger schnell mit Schweiss voll und stinken dann. Wenn die Monteusen 
sie dann auswaschen, gammeln die Polymerfasern mehr oder weniger schnell 
vor sich hin und werden hochohmiger. Ausserdem verwandelt sich das Gummi 
darin mit der Zeit in klebrigen Schleim.

D.h. alle paar Wochen bis Monate müssen die Dinger getauscht werden. Ob 
billig kaufen und öfter tauschen oder teuer kaufen und länger nutzen für 
Dein Anwendungsprofil besser passt musst Du selbst entscheiden.
Gast #3907927
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Ja also mir geht es auch mehr um den privaten Bereich, durch die Arbeit 
habe ich bereits ESD Schuhe und will mir eben noch ein ESD Armband 
zulegen.
Habt ihr vielleicht gerade ein preis-/leistungstechnisches Produkt, 
welches ihr mir nennen könnt?
Gast #3908206
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Wie sieht es denn aus, wenn man Mainboard, Grafikkarte, etc. aus dem 
Gehäuse ausbauen muss (privat, nicht in der Firma), reicht es da 
wirklich schon, wenn man vorher kurz an die Heizung langt (an den nicht 
lackierten Teil), oder wäre für soetwas nicht ein ESD Armband gut?
Gast #3908254
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Mainboard ausbauen, wenn das Netzkabel eingesteckt ist? Es handelt sich 
um einen neuen PC, bei dem erst der Prozessorlüfter montiert werden 
muss, um das zu machen, muss sehr wahrscheinlich das Mainboard ausgebaut 
werden.
Gast #3908824
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Nochmal die Frage an die Computerbegabten, ich werde in den kommenden 
Tagen meinen frisch zusammengestellten PC erhalten und muss auf das 
Mainboard noch den Kühler anbringen. Um den Kühler zu montieren werde 
ich wohl nicht dran durchkommen das Mainboard auszubauen, wie würdet ihr 
das durchführen (rein esd-technisch)?
Varianten wären:
- Sich an der Heizung/Steckdose entladen
- ESD Armband verwenden
- Bei eingestecktem Netzstecker den Umbau durchführen
- ...
Gast #3908839
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1 reicht aus.
2 ist besser
3 bitte tue es nicht

ziehe dir Klammotten an die sich nicht so stark aufladen.
nakte Füßen auf Boden hilft auch.
pack die Heitzung an.
Immer den Netzstecker ziehen.
Wenn du dich damit besser fühlst,nimm nen Mega ohm Wiederstand den an 
den grünen PE Leiter und damit kannst du dich und alle andere erden.
aber bitte nicht direkt.
Auch ein PE leiter kann defekt sein.
Gast #3908855
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Das Problem ist, dass es ein Kühler mit einem Backplate ist (der 
Alpenföhn Brocken Eco), das bedeutet, dass man an beide Seiten des 
Mainbards "rankommen" muss, daher ist ein Ausbau sehr wahrscheinlich.

Das heißt ich werde wohl wie folgt vorgehen:
1. Entladen an Heizung
2. ESD Armband anlegen und an Erdung der Steckerleiste befestigen
3. ESD Schuhe anziehen (von der Arbeit) oder mit nackten füßen
4. PC auf einem Holztisch auseinander bauen

Somit dürfte dann ja eigentlich nichts mehr passieren.
Gast #3908858
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6A66 schrieb:
> ESDkämpfer schrieb:
>> wie gefährlich ist ESD bei bspw. Mainboardplatinen, was sollte beachtet
>> werden, sind günstige ESD Armbänder genauso gut wie teuere, oder wo
>> liegt der explizite Unterschied?
>
> ESD kann ein Mainboard zerstören - hatte den Fall tatsächlich. PC war
> eingeschalten, Funke auf die USB-Buchse. Rechner aus, Board tot (genau
> hab' ich mir nicht angesehen was kaputt war).
>
> ESD Equipment für einen Arbeitsplatz der Elektronik ist (so denke ich)
> nach ISO 900x vorgeschrieben. Qualitätsunterschiede sollte es keine
> großen geben.
> Ohne ESD-Schutz am industriellen Arbeitsplatz ist für mich ein NoGo.
>
> rgds

Der Rechner war eingeschaltet. Das erhöht die Chance der ESD-Zerstörung 
beträchtlich. Wahrscheinlich hat der Funken einen "latchup" getriggert" 
wobei das betreffende IC die Betriebsspannung kurzschließt.
Und wenn dann genug Strom geliefert wird, brennt das Teil auf.
Bei ausgeschaltetem Zustand muss der Funken die gesamte 
Zerstörungsenergie aufbringen, und dieser Fall ist eher 
unwahrscheinlich.

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