> (Stundenlohn Professor + Stundenlohn Doktorand + etc.) * Arbeitsstunden
> + Materialkosten + Gerätekosten (falls Anschaffung notwendig) = Kosten
> für Projekt
Leider nicht richtig. Zumindest in Bayern ist es so, dass zu Vermeidung
einer unfairen Konkurrenzsituation (Uni-MAs als billige Arbeitskraft für
Industrieprojekte missbraucht) jetzt auf Vollkostenbasis gearbeitet
werden muss. D.h. neben den offensichtlichen Arbeitgeberkosten (RV, KV,
PV) kommen noch Infrastrukturkosten dazu (Strom, sonstige Energie, Büro,
Verwaltung, ...). Zusätzlich wird dazu oft noch von der Verwaltung ein
Overhead (10-20%) vorgeschrieben, was dem Uni-Etat allgemein
zugutekommt. Damit kommt man dann für einen Doktoranden tatsächlich auf
die scheinbar unglaublichen 100kEUR/Jahr (typischer Ansatz für
Projektanträge). Davon sieht der Doktorand selbst nur ca. 40kEUR.
Desweiteren sind die Unis vom Rechnungshof jetzt auch gehalten, auf
positive Verwertung durch die Uni zu achten. D.h. die juristischen
Randbedingungen (Erfindungen, Patente, Lizenzen, etc.) werden ziemlich
anstrengend. An der TUM geht kein Projektvertrag mehr ohne die sehr
ausführliche und penibelste Begutachtung durch die Juristen der
zentralen Verwaltung durch. Früher waren die Lehrstühle da ja teilweise
recht blauäugig.