Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Reaktionszeiten KSQ


von Kei N. (mckalle)


Lesenswert?

Hallo,

Ich möchte drei LEDs in Reihe am Ausgang des LDD-300L von Meanwell 
betreiben (Datenblatt: 
http://www.meanwell.com/search/LDD-L/LDD-L-spec.pdf). Was micht jetzt 
interessiert ist die Zeit, die die KSQ benötigt, um bei Überbrückung 
einer oder zwei der drei LEDs dafür zu sorgen, dass der Strom wieder 
beim Sollwert liegt und wie groß die Stromspitze ist.
Die Schaltfrequenz ist mit 40kHz-100kHz angegeben. Im ungünstigsten Fall 
liegt die Zeit, bis das Netzteil reagiert also bei mindestens 25µs. Für 
mindestens diese Zeit liegt an der verbleibenden LED also die 3-fache 
Spannung und der Stromfluss wächst zumindest kurzzeitig auf ein 
vielfaches des Sollwertes.
Natürlich wird die in der KSQ gespeicherte Ladung währenddessen abgebaut 
und das Maximum bei "echter" 3-facher Spannung wird nicht erreicht. Kann 
die LED trotzdem schaden nehmen?
Lt. Datenblatt der LEDs, die verwendet werden sollen, liegt die max. 
zulässige Strom Ifp bei 1A, falls die Puls-Länge <10ms und der duty 
cycle < 10% ist.

Ich bin für jede Hilfe dankbar :)

von ArnoR (Gast)


Lesenswert?

Kei Ner schrieb:
> Die Schaltfrequenz ist mit 40kHz-100kHz angegeben. Im ungünstigsten Fall
> liegt die Zeit, bis das Netzteil reagiert also bei mindestens 25µs.

Nö, es sind 40kHz...1MHz. Es scheint so, als ob die Schaltung den Strom 
mittels Frequenzänderung auf konstante Stromwelligkeit nachregelt. 
Vermutlich schaut sich ein Komparator mit Hysterese (-> Stromwelligkeit) 
den Strom an (Spannungsabfall über Shunt) und betätigt an den 
Schaltschwellen jeweils den Schalter. Also einfach ein Schalter mit 
variabler Frequenz und Drossel (und Freilaufdiode) in Reihe zur Last.

Für den Überstrom beim (Teil-) Kurzschließen der Last heißt das, dass 
der Strom ab dem Schaltmoment wegen der höheren Spannung an der Drossel 
steiler ansteigt, aber an der oberen Schaltschwelle ganz normal vom 
Komparator erkannt wird, der daraufhin abschaltet und nun mit anderer 
Frequenz weiterläuft. Eine echte Überstromspitze sollte es nicht geben, 
wenn keine Ausgangskapazität an den LEDs hängt (Wicklungskapazität der 
Drossel mal vernachlässigt).

von Kei N. (mckalle)


Lesenswert?

ArnoR schrieb:
> Eine echte Überstromspitze sollte es nicht geben, wenn keine Ausgangskapazität 
an den LEDs hängt (Wicklungskapazität der Drossel mal vernachlässigt).

Das klingt gut. Dann wäre auch ein schnelles an- und ausschalten mit pwm 
kein problem (-> max. 1 kHz)?

von oszi40 (Gast)


Lesenswert?

Selbst WENN es elektrisch schön funktioniert, sollte man mal genauer 
über EMV und Störstrahlung über die Anschlussleitungen nachdenken. 
Steile Schaltimpulse erzeugen auch Oberwellen.

von ArnoR (Gast)


Lesenswert?

Kei Ner schrieb:
> Das klingt gut.

Die Beschreibung basiert nur auf Vermutungen von mir.

> Dann wäre auch ein schnelles an- und ausschalten mit pwm
> kein problem (-> max. 1 kHz)?

Wenn es so funktioniert wie beschrieben, dann klingt der Strom beim Ein- 
bzw. Ausschalten am PWM-Eingang einfach entsprechend der durch die 
Spannung, Last und Drossel gegebenen Verhältnisse auf und ab, springt 
also nicht.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.