Aktive Gleichrichter

#3909620
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Hallo,

ich arbeite durch mein Studium momentan mit einem Energy Harvester 
ähnlich einer Schütteltaschenlampe (Magnet durch Spule).

Die Spannung hat eine max. Amplitude von 6V und eine schwankende 
Frequenz  von ca. 100 - 600Hz.(ganz grob geschätzt)
Diese Spannung möchte ich mit einem aktiven Gleichrichter gleichrichten 
und habe mir den tlc252 und den tlv342 bestellt.( Diese erschienen mir 
passend, da sie zum einen Single-Supply können, als auch mit einer 
kleinen Spannung laufen. Als Versorgungsspannung sind 3V vorgesehen.)

Bei multisim habe ich versucht dies zu simulieren, mit mäßigem Erfolg.
Also dachte ich, ich bau es einfach mal auf und beobachte das Verhalten 
auf dem Oszilloskop.
Ich habe allerdings das Problem, dass die neg. Halbwelle (siehe 
F0005TEK.png) abgeschnitten wird.


Habt ihr vielleicht eine Erklärung oder könnt ihr mir Tipps geben, wie 
ich die Schaltung verbessern könnte?

Vielen Dank schon mal.
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#3909704
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Karl Otto schrieb:
> Äh und was wundert Dich daran, dass bei dem Aufbau nur eine Halbwelle
> durchkommt?

Sorry, hab mich etwas undeutlich ausgedrückt.
Ich meine, dass ch1 (Eingangsspannung) nicht das Maximum der negativen 
Halbwelle erreicht, sondern vorher abgeschnitten wird. Sie ist deutlich 
kleiner als die pos. Halbwelle. Der Effekt wird größer, wenn ich die 
Spannung erhöhe.
Ich denke das liegt an einer z-Diode, aber ich kann mir nicht erklären 
warum das passiert.
#3909774
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Matthias Lipinsky schrieb:
> Paul P. schrieb:
>> wäre in diesem Fall also ein n-mos besser geeignet?
>
> Nein. Eine Gleichrichtung besteht aus zwei/vier Dioden. Bei einer
> aktiven Gleichrichtung werden diese durch Transistoren ersetzt. Also
> würde ich zwei/vier Transistoren erwarten...

Das wäre später auch mein Ziel. Einen Brückengleichrichter mit 4 
Mosfets.
Aber zum testen hatte ich gedacht, dass eine Einweg-Gleichrichtung, die 
nur eine Halbwelle durchlässt zum Verständnis besser geeignet sei.
Gast #3909779
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Paul P. schrieb:
> Aber zum testen hatte ich gedacht, dass eine Einweg-Gleichrichtung, die
> nur eine Halbwelle durchlässt zum Verständnis besser geeignet sei.

Hm.. Ich habe mir das damals so gedacht, das die 0,7..1V der 
Gleichrichterdioden wegsollen. Also statt denen je ein FET hin und 
gefragt, wann muss welcher an/aus sein?...
#3909794
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Matthias Lipinsky schrieb:

> Hm.. Ich habe mir das damals so gedacht, das die 0,7..1V der
> Gleichrichterdioden wegsollen. Also statt denen je ein FET hin und
> gefragt, wann muss welcher an/aus sein?...

Danke für den Link.

Das habe ich auch mal gemacht. Allerdings mit einem anderem OP, da die 
Simulation mit dem tlc252 nicht wirklich hingehauen hat.

Müsste ja quasi so aussehen, oder?
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Gast #3910850
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So, und jetzt häng' einen Sieb-Elko dahinter, wie man das bei 
Brückengleichrichtern ja so üblicherweise macht.

Schau dir wirklich mal den LT4320 an... Erspart viele, viele 
Kopfschmerzen.
Und eine Separate Spannungsversorgung für die OpAmps, wie sie deine 
Schaltung benötigt.
#3920273
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Ahab schrieb:

> Genau diese Schaltungen tun nicht mehr, sobald die Last dahinter mehr
> als eine Glühlampe oder eine LED ist.
>
> Als Verpolungsschutz OK, aber sobald z.B. ein Elko dahinter kommt,
> klappt's nicht mehr.

Kann ich das irgendwie simulieren, ob es dann nicht mehr klappt? Ich 
habe zum ausprobieren verschiedene RC-Kombinationen angeschlossen, aber 
in der Simulation sah die Ausgangsspannung eigentlich immer gut aus.
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#3920279
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Paul P. schrieb:
> Kann ich das irgendwie simulieren, ob es dann nicht mehr klappt?

Wo ist der Elko in deiner Simulation (dicker Glättungselko auf der 
Ausgangsseite).
hast du mal angeschaut was passiert wenn wirklich anfängt Strom durch D1 
bis D4 zu fliessen, was begrenzt den Strom?
Kann deine Spannungsquelle auch Strom aufnehmen? Dann schau dir dir 
Ströme an die fliessen (mit Kondensator am Ausgang).
Gast #3920295
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> Kann ich das irgendwie simulieren, ob es dann nicht mehr klappt?

mess den Strom hinter dem Gleichrichter.

Sh. Screenshot.
Geplottet ist der Strom durch den Shunt "R5". Dieser sollte nie negativ 
werden, also Strom in den Gleichrichter zurückfliessen.
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