Hallo Zusammen,
ich suche ein Bauteil oder eine Schaltung, mit dem/der ich ungefähr 1
bis 2A schalten kann. Der Spannungsbereich ist eher im
Niedervoltbereich, also unter 100V. Das Problem besteht darin, dass ich
das Ganze mit ca. 5MHz veranstalten möchte und am Ausgang noch ein
einigermaßen Rechteck (mit 1A Strom) brauche.
Ich weiß, dass das keine ausführliche Projektbeschreibung ist. Daher
bitte nicht meckern, dass ich doch mal mein Problem beschreiben soll:
Oben steht es (Hier nochmal die Stichworte: "1A, <100V, 5MHz,
Rechteck")!
Hmm 5 MHz warum will man das tun? Die Periodendauer liegt dann bei
200ns. Fet und IGBT würde ich bei der Frequenz ausschließen. Die
Kapazität des Gates verhindert in der Regel so schnelle Schaltvorgänge.
Bei Transistoren könntest du hingegen noch fündig werden.
Bitte keine EMV-Belehrungen. An dieser Stelle ist mir klar was passiert,
ich möchte es trotzdem. :-)
Um die ausgesendeten Störungen muss ich mich natürlich auch kümmern.
Chris N. schrieb:> Bei Transistoren könntest du hingegen noch fündig werden.
Und genau dort stehe ich jetzt und stehe und stehe und ...
Ich wollte auf den Erfahrungsschatz der Allgemeinheit zurückgreifen, da
in diesem speziellen Fall meiner nicht ausreicht.
Nur mal kurz für mich => deine Spannungsversorgung ist ein 5MHz Sinus /
Rechteck?
Oder: Du möchtest mit einem 5MHz Signal etwas schalten, um ein Bauteil
mit 100V zu versorgen?
Wie sieht welches Signal aus?
Gruß
Pat Wat schrieb:> Nur mal kurz für mich => deine Spannungsversorgung ist ein 5MHz Sinus /> Rechteck?>> Oder: Du möchtest mit einem 5MHz Signal etwas schalten, um ein Bauteil> mit 100V zu versorgen?>> Wie sieht welches Signal aus?>> Gruß
Im Prinzip habe ich ein Rechteck mit 5 MHz und würde dieses gerne
verstärken,
so dass ich zum Schluss ein Leistungssignal (immernoch ein Rechteck) mit
kleiner 100V, ca. 1A und 5MHz habe.
Ein Leistungsmosfet mit entsprechendem Treiber ist schon eine gute Wahl.
Ist halt etwas schneller als in den Üblichen Schaltwandlern, aber auch
nicht so viel.
Die Störungen sind aber heftig, und darum muss man sich gleich von
Anfang an kümmern - oder besser einen anderen Weg suchen, der gar nicht
erst so viel Leistung braucht.
Ja, das waere dann ein Breitband RF Verstaerker, mit einer Bandbreite
von sagen wir 200MHz oder mehr. 100V 1A kann man aus einem 50 Ohm system
ziehen. Was waere denn die Impedanz der Last ? Was ist die Last ?
Was auch immer, 100Vp an 50 Ohm waeren dann 200Wp. Solche komponenten
gibt's.
Noch eine Frage : Ist die Anwendung Puls mit DC Anteil, oder CW ?
Brummm schrieb:> Bitte keine EMV-Belehrungen.
Dir ist aber schon klar, dass du mit dem Signal und etwas passender
Verkabelung weltweit zu hören bist? Wenn du auch nur annähernd die EMV
Vorschriften einhalten möchtest, brauchst du eine sehr gut geschirmte
Kammer. Mit einer Handvoll Kondensatoren und Spülchen ist da nichts zu
machen. Wenn du eine EMV Meßzelle hast, kennst du dich aber auch mit der
Erzeugung von HF aus oder hast einen Kollegen, der sich auskennt.
Insofern ist dein Post etwas "eigenartig".
Definiere welche Anstiegs und Abfallzeiten für Dich noch zu tolerieren
sind.
Bei 5Mhz hast Du 200ns Zykluszeit, in dem eine ansteigende und eine
abfallende Flanke vorkommen die sicher um einiges kleiner sein sollen
als die high bzw, low Zeit.
Sagen wir mal Du landest bei 20ns Anstiegs- bzw. Abfallzeit, was schon
eher ein Trapez als ein Rechteck ist.
Das sind dann 100V in 20ns => 5GV pro Sek. Anstiegsgeschwindigkeit.
Jetzt nimmst Du reale Bauteile und einen realen Schaltungsaufbau der
eine Kapazität und eine Induktivität hat.
Alleine das Umladen der Kapazität, und seien es pF, zieht richtig
Leistung.
Die Energie die in Deinem parasitären Schwinkreis steckt ist da nicht
mehr trivial.
Du hast da in jeder Schaltungsstufe einen gigantischen Sack an Problemen
die es zu lösen gilt.
Nur den Transistor so schnell auf und zu zu bekommmen und die
Verlustleistung abzuführen wird Dich schon fertig machen aber da gehen
die Problem gerade erst los.
Ich habe mal an einem Impulsprüfplatz mitgewirkt in dem wir 10KV in 10us
Anstiegszeit an den Prüfling bringen mussten. Das sind 1GV pro Sekunde
und Du machst Dir keine Vorstellung mit welchen finanziellen, zeitlichen
und hirnschmalzigen Einsatz wir das zuwege gebracht haben.
Falls die Anwendung denn CW waere gibt es venuenftige Transistoren,
schau unter LDMOS, von verschiedenen Herstellern, bis 500W bei
Speisungen bis 50V, da muesste man dann per Trafo hochtransformieren.
Der Gain ist dann bei etwa 20..30dB, dh man muesste noch eine
Treiberstufe hernehmen. Das gibt es aber auch.
Georg G. schrieb:> Brummm schrieb:>> Bitte keine EMV-Belehrungen.>> Dir ist aber schon klar, dass du mit dem Signal und> etwas passender Verkabelung weltweit zu hören bist?
Das ist ihm garantiert nicht klar.
> Wenn du eine EMV Meßzelle hast, kennst du dich aber> auch mit der Erzeugung von HF aus oder hast einen> Kollegen, der sich auskennt.> Insofern ist dein Post etwas "eigenartig".
Typische Deppenfrage. Mit einem Minimum an Ahnung
wüsste der Fragesteller, dass die Auswahl eines
geeigneten Transistors fast das geringste Problem
ist.
Je nach geplanter Anwendung spielt man das "beliebte"
Spiel "Der kleine Sprengmeister" schneller und öfter,
als einem lieb ist.
Michael Knoelke schrieb:> Jetzt nimmst Du reale Bauteile und einen realen> Schaltungsaufbau der eine Kapazität und eine> Induktivität hat.
Lösbar: Anpassung (Wellenwiderstand). Notfalls per
Dämpfungsglied.
> Alleine das Umladen der Kapazität, und seien es pF,> zieht richtig Leistung. Die Energie die in Deinem> parasitären Schwinkreis steckt ist da nicht mehr> trivial.
Das stimmt. Man sollte schon mal bedacht haben, was die
Endstufe bei Fehlanpassung macht. Sonst wird es teuer...
> Ich habe mal an einem Impulsprüfplatz mitgewirkt in dem> wir 10KV in 10us Anstiegszeit an den Prüfling bringen> mussten.
Naja, das ist aber schon eine andere Hausnummer als mickrige
100V.
> Das sind 1GV pro Sekunde und Du machst Dir keine> Vorstellung mit welchen finanziellen, zeitlichen> und hirnschmalzigen Einsatz wir das zuwege gebracht> haben.
:)
Michael Knoelke schrieb:> Siebzehn Für Fuenfzehn schrieb:>> per Trafo hochtransformieren>> 5Mhz Rechteck und am Ausgang als solches zu erkennen ?
Ja?! Warum nicht?
Breitbandtrafos im Kurzwellenbereich sind machbar. In der
gewünschten Leistungsklasse (200W) ist das aber sicher
nicht mehr trivial. Für ausgeschlossen halte ich das
jedoch nicht.
Possetitjel schrieb:> Für ausgeschlossen halte ich das> jedoch nicht.
In einem 11 dimensionalen Universum im Quantenschaum halte ich
prinzipiell nichts für unmöglich, auch nicht das mir gleich ein rosa
Einhorn über die Finger reitet.
Ich halte das aber für extrem unwahrscheinlich.
So unwahrscheinlich wie, das der TE auch nur 10% der Probleme seiner
Aufgabenstellung versteht.
Possetitjel schrieb:> Naja, das ist aber schon eine andere Hausnummer als mickrige> 100V.
Ja, das hat eine gewisse Würze, aber wenn man sich erst daran gewöhnt
hat wiegen die Anstiegsgeschwindigkeiten und alle daraus resultierenden
Probleme viel schwerer als eine hohe Spannung.
Alleine die induktionsfreien Kondensatoren mit 4uF / 15Kv hatten das
Format einer Babybadewanne.
Zerstörende Prüfung kann sich auch auf den Entwickler beziehen der nicht
zu jedem Zeitpunkt weis was er da tut.
Insofern ein gute Schule.
Chris N. schrieb:> Hmm 5 MHz warum will man das tun? Die Periodendauer liegt dann bei> 200ns. Fet und IGBT würde ich bei der Frequenz ausschließen. Die> Kapazität des Gates verhindert in der Regel so schnelle Schaltvorgänge.> Bei Transistoren könntest du hingegen noch fündig werden.
ja Hauptsache geschwollen schreiben? Natürlich funktioniert in dem Fall
auch ein Mosfet! Schau dir mal den irf510 für 40Cent an! Sorry aber
sowas regt mich auf.....