Hi Leute, ich möchte anfangen Schaltungsentwurf und- aufbau zu lernen. Und zwar wirklich von Grund auf...Ich hatte erst überlegt mir ein Arduino Board anzuschaffen und dann damit loszulegen (überleg ich auch immer noch, habe damit mal in meiner Diplom-Arbeit gearbeitet), aber eigentlich hat mir das schon zu viele integrierte Funktionen. Um das wirklich "richtig" zu verstehen, ist es glaube ich sinnvoll z.B. einen AD-Wandler etc. mal selbst zu bauen und programmieren. Ich hatte im Studium minimal damit zu tun, ich kenn also die gängigen Funktionen der gängigen Bauteile an sich schon. Jetzt würde ich von euch gerne wissen, wie und womit ich damit am besten anfange ? - Was benötige ich alles um loslegen zu können ? - Was wird mich das letztendlich kosten ? - Macht ein Arduino vielleicht trotzdem Sinn bzw. ist möglich damit auch von ganz unten anzufangen ? Danke für eure Tipps und Meinungen !
Schaltungsentwurf und Arduino sind erstmal zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Du kannst dein Leben lang Schaltungen entwerfen, ohne jemals auch nur in die Nähe eines Mikrocontrollers zu kommen. Andererseits gibt es auch Schaltungsdesigner, die nie etwas anderes als MC Boards entwerfen. Die meisten von uns liegen irgendwo dazwischen. Ein Arduino ist lediglich ein MC auf einem Board, der ohne extra Programmiergerät über eine Schnittstelle wie USB programmiert werden kann. Meist werden dazu MC der AVR Serie von Atmel genutzt, es gibt mittlerweile aber auch Arduino mit anderen Controllerfamilien. Einen 'jungfräulichen' MC kannst du meist nur mit einem Programmiergerät beschreiben, die Arduinos haben dazu einen sogen. 'Bootloader', der das Programmieren auch ohne dieses Gerät ermöglicht. Das haben sich auch viele andere abgeguckt. Die Discovery Boards von ST z.B. kommen auch ohne einen Progger aus, ebenso z.B. das Xplained A1 Board von Atmel. Arduino steht also nicht mehr alleine da, sondern hat mittlerweile erhebliche Konkurrenz bekommen. Arduino haben optional noch eine vereinfachte Programmiersprache basierend auf eigenen Funktionen, die das Schreiben von Programmen vereinfachen soll. Ob das gut ist oder nicht, musst du selber entscheiden: http://www.arduino.cc
Der Arduino ist als Einstieg schon nicht schlecht. (Huh, Frevel... Natürlich gibt es 200 andere Boards die AUCH gut sind) So kannst Du simpel anfangen ohne Dich mit vielen Details zu beschäftigen. Nach und nach steigt dann Dein Verständniss der ganzen Sache und die Beschränkungen des Arduinos fangen an zu nerven. Auf der gleichen Hardware kannst Du dann mit einem 'echten' Programmer / Debugger unter AVR Studio weiterarbeiten bis Dir der AVR nicht mehr reicht. So erfährst Du auch aus erster Hand das Simplifizierung mit Performance bezahlt wird und um wie viel Dinge man sich kümmer muß wenn man die Hardware direkt kontrolliert. Bist Du auch da nicht mehr glücklich, bist Du schon so weit fortgeschritten das der Wechsel auf eine andere MCU ein Klacks für Dich ist. Mit einem selbst gebauten AD Wandler anzufangen ist in etwa so als wenn Du Zahnräder feilen willst um irgendwann mal Fahrad zu fahren. Um die integrierte Hardware wirklich auszunutzen mußt Du die sehr gut verstehen so daß der Lerneffekt ausreichend sein sollte. Das 'wirklich richtige' verstehen finde ich zwar sehr gut, aber wenn Du das zu weit treibst verlierts Du Dich in Details. Wichtiger ist m.E. die Fähigkeit einen gegeben Baustein über das Datenblatt so gut kennenzulernen das man den anwenden kann. Das ist Hardwarenah genug, wenn man nicht gerade in die Chip Entwicklung hineinwachsen will.
Hans Peter schrieb: > Jetzt würde ich von euch gerne wissen, wie und womit ich damit am besten > anfange ? > - Was benötige ich alles um loslegen zu können ? Schau z.B. mal hier: http://www.mikrocontroller.net/articles/Absolute_Beginner https://www.mikrocontroller.net/articles/Absolute_Beginner-AVR_Steckbrettprojekte https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-Tutorial
Zum Lernen könntest du ja einen 4 bit A/D Wandler bauen, der manuell gesteuert wird. Also im Grunde ein R2R Netzwerk, ein paar Kippschalter und einen Komparator. Dann kann man manuell durchspielen, wie das Ding grundsätzlich funktioniert. Das sollte fürs Verständnis der Funktion genügen.
Lehrer schrieb: > Zeit. Einige Jahre. Zum loslegen ? Loslegen kann er binnen Sekunden. Hat er auch gerade, weil er schon bei der Informationsbeschaffung ist. Alles zu lernen was man lernen kann ? 300 Menschenleben werden nicht reichen ... Irgendwo dazwischen liegt die Zeit die er brauchen wird.
Hi >Ich hatte erst überlegt mir ein >Arduino Board anzuschaffen und dann damit loszulegen (überleg ich auch >immer noch, habe damit mal in meiner Diplom-Arbeit gearbeitet), aber >eigentlich hat mir das schon zu viele integrierte Funktionen. Klingt danach, das du studiert hast. Dann sollte dir das Prinzip der Grundlagen durchaus klar sein. Na ja ,so denke ich, allerdings werde ich von Studenten immer wieder überrascht, was für Fragen sie stellen können.... Und auch hier frage ich mich, was du wirklich willst. Arduino ist dir zu komplex? Ist aber die zukunft. Kein Mensch will einen selbstgebauten Analogwandler mit Widerstandsnetzwerk und einem OP. Wozu auch. Wenn dir die Sprache C nicht tief genug geht, dann mach mal was in Assembler. z.B. wie hier im AVR Tutorial vorgestellt. Allerdings, dazu brauchst du wirklich keine Fragen stellen, zumindest nicht so. Diese sind zig mal bereits durchgekaut und aufgedröselt bis hin zum Endpreis in Kilo€. Sorry, das ich kein großes z verwende, aber ich stelle grad fest, das die Tastatur ein solches verweigert..??? Gruß oldmax
erstes sollte er lernen, Foren zu durchsuchen und damit eine x- mal schon gestellte Frage sich selbst zu beantworten.
Hans Peter schrieb: > wie und womit ich damit am besten > anfange ? Hi, habe mir vor 4 Wochen dieses Buch gekauft: http://www.amazon.de/Make-Programming-Learning-Software-Hardware/dp/1449355781/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1418574766&sr=8-1&keywords=make+avr Das Beste, was ich in Sachen MC jemals in der Hand hatte (ja, ja, ich weiß ...). OK, es geht nur um den AVR, das aber gründlich und imho didaktisch klug. Hab' ne Menge dazu gelernt. Just my 0.05$. HTH ps: nein, nein, weder bin ich mit dem Autor verwandt oder verschwägert, noch fliesst irgendeine Art von Tantieme. ;)
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