Hallo, ich habe eine Frage zum Bipolaren Transistor dargestellt mit dem Ebers-Moll-Modell und zwar im Sättigungsbetrieb. Kann ich mithilfe des Modells beschreiben, wie ich vom "forward-mode" in den "saturation-mode" komme? Also aufgrund des Basisstroms fließt ja Strom aus die obere Stromquelle, der in dem Fall den gesamten Kollektorstrom darstellt. Wie bekomme ich denn so eine negative U_CB Spannung, damit die zweite Diode auch leitend wird? Was passiert denn dann mit der zweiten Stromquelle, die ja durch den Diodenstrom der oberen Diode Strom führt? Wirkt diese dem eigentlichen Emitterstrom entgegen und sorgt so dafür, dass die Stromverstärkung in der Sättigung abnimmt? Viele Grüße Paul
Paul Schmitz schrieb: > ich habe eine Frage zum Bipolaren Transistor dargestellt > mit dem Ebers-Moll-Modell und zwar im Sättigungsbetrieb. > Kann ich mithilfe des Modells beschreiben, wie ich vom > "forward-mode" in den "saturation-mode" komme? Kurze Antwort: Nein. Längere Antwort: Das Ebers-Moll-Modell besteht aus der Ebers-Moll-Ersatzschaltung und dem dazugehörigen Satz von Gleichungen. Das Ebers-Moll-Modell beschreibt formelmäßig einige Aspekte des technischen Verhaltens des Bipolartransistors. Es erklärt aber nicht, wie der Bipolartransistor physikalisch funktioniert . > Also aufgrund des Basisstroms fließt ja Strom aus die > obere Stromquelle, der in dem Fall den gesamten > Kollektorstrom darstellt. Hmm. Ja. > Wie bekomme ich denn so eine negative U_CB Spannung, > damit die zweite Diode auch leitend wird? Gar nicht. Das geht nicht. Das Ebers-Moll-Modell hat (mindestens) zwei physikalische "Fehler": Zum einen ist die Kollektor-Basis-Diode im Normalbetrieb zwar in Sperr-Richtung gepolt, aber sie sperrt nicht(!). Auf der veränderlichen "Leitfähigkeit" dieses pn-Überganges beruht der Bipolartransistor! Zum anderen ist es eigentlich nicht zulässig, von "der" Basisspannung zu reden. Das, was wir am Basisanschluss des Transistores außen messen, ist nicht unbedingt das, was in jedem Punkt des Basis-Gebietes physikalisch vorhanden ist. Das macht das Modell aber nicht wertlos, denn es ist ein Berechnungsmodell - keine physikalisch korrekte Erklärung!
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