Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kondensator für den Quarz


von Dean (Gast)


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Hallo,

Ich habe ein Frage zu der Wahl des richtigen Kondensators für einen 
externen Quarz.

Ich möchte einen ATTiny 2313 und einen 7,3...MHz Quarz verwenden.

Im Datenblatt wird die empfohlende Größe der Kapazität zwischen 12 - 20 
pF angegeben.

Wenn man bei (ich hoffe man darf das hier sagen) Reichelt guckt dann 
steht das z.B. Lastkapazität 32 pF.

Was bedeutet das nun? Welche größe muss ich nun nehmen.

Vielen Dank für eure Hilfe.

Viele Grüße

von Falk B. (falk)


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Nimm 22pF, das ist ein Pi mal Daumen Wert, der meistens funktioniert.

von Günter Lenz (Gast)


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Dean schrieb:
>Was bedeutet das nun? Welche größe muss ich nun nehmen.
Nimm Trimmer, dann kanst du die Frequenz noch leicht
nach oben oder unten justieren.

von foo (Gast)


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Dean schrieb:
> dann
> steht das z.B. Lastkapazität 32 pF.
>
> Was bedeutet das nun?

Das bedeutet, dass der Hersteller den Quarz so geschliffen hat, daß mit 
dieser Kapazität genau die aufgedruckte Frequenz erreicht wird.
Funktionieren tuts aber auch mit anderen Kapazitätswerten und die daraus 
resultierenden Frequenzabweichungen sind minimal; vielleicht 0,5 
Promille.

Für die meisten Anwendungen ist ein solcher Fehler von weniger als 1 
Minute pro Tag vernachlässigbar, aber gelegentlich möchte man es doch 
genauer und dann muß man versuchen den Quarz mit den korrekten Werten zu 
betreiben.
Dann muß man allerdings auch die Kapazität der Leiterbahnen und der 
Kontakte, sowie die Interna der Oszillatorschaltung berücksichtigen.
Weil man dabei auf einige Unbekannte stößt, versieht man z.B. bei Uhren 
die Oszillatorschaltungen meist mit einem Abgleichkondensator, mit dem 
man dann die Frequenz ganz genau einstellen kann.

von Dean (Gast)


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Hallo,

vielen Dank für die Erklärungen und die Tipps. Das hat mir sehr 
geholfen.

Ich wünsche euch schöne Feiertage.

Viel Grüße

von Schreiber (Gast)


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foo schrieb:
> Weil man dabei auf einige Unbekannte stößt, versieht man z.B. bei Uhren
> die Oszillatorschaltungen meist mit einem Abgleichkondensator, mit dem
> man dann die Frequenz ganz genau einstellen kann.

...bei Uhren mit µC werden die Korrekturwerte einfach ins EEPROM 
geschrieben und per Software berücksichtigt

von Detlef _. (detlef_a)


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Die Lastkapazität hängt vom Quarz ab. Wenn man fett danebenliegt 
schwingt der Oszillator vllt. nicht an. Die genannten Werte haben bei 
mir noch nie nicht funktioniert.

Cheers
Detlef

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