Operationsverstärker UA748 Abgleichen?

#3934673
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Hallo zusammen.

Ich bin Student der Elektrotechnik und gerade dabei, eine etwas 
komplexere Schaltung mit einem Mikrocontroller aufzubauen.

Dabei bin ich auf folgendes Problem gestossen.

Ich möchte eine Operationsverstärker als Addierer mit zwei 
hintereinander geschalteten Umkehraddierern betreiben. Da die 
Ausgangsspannung insgesamt für mich recht komische, unerwartete Werte 
annimmt, habe ich den ersten OPV einzeln betrachtet.

Aufbau wie im Anhang, die Eingangsspannung ist mit 5V relativ genau und 
konstant. Die Versorgungsspannung des OPV beträgt +-12V. Der Verstärker 
ist jetzt mit V=-1 aufgebaut und somit erwarte ich am Ausgang eine 
Spannung von -5V.

Ich bekomme alerdings einen Wert von 6,9V am Ausgang und kann mir das 
nicht erklären.
Wo liegt das Problem?

Gruß,

WindyBoy.
#3934714
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Wenn der Eingang auf Masse gelegt ist, sollte der Ausgang 0,000 V 
ausgeben. in Wirklichkeit wird er den Offsetfehler von wenigen mV 
ausgeben.
Den zu beheben wäre dann Aufgabe eines Offsetabgleichs, mit 
entsprechender Beschaltung.

Die krasse Abweichung  auf -6,8V ist sicher auf einen Fehler beim Aufbau 
der Schaltung zurückzuführen.
 ( Opamp defekt, Widerstände falsch, Schwingen wegen fehlender 
Stützkondensatoren oder zu langer Zuleitungen,  Masse der Signalquelle 
nicht mit Masse der Versorgungsspannungen verbunden, ...)

Der OPamp verlangt lt. Datenblatt Frequenzgangkompensation. Ohne diese 
wird er in einer Schaltung mit v = 1 sicher schwingen.

Da gibts andre Opamps, die bei V = 1 nicht schwingen (mit interner 
Kompensation)
#3934721
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Also die Schaltung ist schon wie im Anhang aufgebaut.
Verwendte sind Präzisionswiderstände mit 1% Toleranz, die Widerstände 
haben laut Multimeter auch die angegebenen Werte.

Die OPVs waren noch lagernd, daher wurden sie verwendet.

Lege ich als Eingangsspannung 0V an, habe ich immer noch ca. -2V am 
Ausgang, das ist genau der Offset.
Aber warum ist der Offset so groß?

Die Versorgungsspannung direkt am OPV gemessen ist Us+=12,01V und 
Us-=-11,96V.

Gruß,
#3934734
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Michael Hohmann schrieb:
> Lege ich als Eingangsspannung 0V an, habe ich immer noch ca. -2V am
> Ausgang, das ist genau der Offset.
> Aber warum ist der Offset so groß?

-2V wären glaubhaft, wenn die Beschaltung einen Verstärkungsfaktor von 
1000 herstellen würde.

> das ist genau der Offset.

sicher nicht, der streut exemplarabhängig. Es werden nur die Grenzen des 
Streubereichs angegeben.

vermutlich schwingt der Opamp und "richtet gleich" sodass eine 
Gleichspannungskomponente am Ausgang entsteht.
Gast #3934745
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Michael Hohmann schrieb:
> Es soll eine reiche Gleichspannung verstärkt werden, daher sollte eine
> Frequenzgangkorrektur ja überflüssig sein.

Die Kompensation ist keine Frequenzgangkorrektur, sondern eine 
Bandbegrenzung, die für kleine Verstärkungen (und die hast du hier) 
notwendig ist, um Schwingen zu vermeiden / verhindern.
Gerade wenn man nur DC verstärken will, ist es sinnvoll, die 
Kompensation großzügig zu wählen.
#3934825
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programming schrieb:
> Helmut S. schrieb:
>> Hast du mal ein Oszilloskop angeschlossen um zu schauen ob der Opamp
>> schwingt?
>
> Er braucht nur mal sein DMM auf ACV zu stellen und am Ausgang zu messen.
> Aber das ist wohl zu viel verlangt. Lieber stellt man immer wieder die
> gleiche Frage. Einer der üblichen Trottel-Threads hier im Forum.

Also bitte, "Trottel-Thread"!
Ich habs doch geschrieben, vielleicht aber etwas undeutlich formuliert.

Die Ausgangsspannung ist eine reine Gleichspannung, kein Schwingen, nix. 
Das zeigt das Oszilloskop und das Multimeter auf AC zeigt 0,002V.
Gast #3934835
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Michael Hohmann schrieb:
> Also bitte, "Trottel-Thread"!
> Ich habs doch geschrieben, vielleicht aber etwas undeutlich formuliert.
>
> Die Ausgangsspannung ist eine reine Gleichspannung, kein Schwingen, nix.
> Das zeigt das Oszilloskop und das Multimeter auf AC zeigt 0,002V.

Vom Oszi hast du bisher nichts geschrieben.

Mit "Trottel-Thread" meinte ich im übrigen Threads, bei denen man erst 
durch mehrfaches Nachfragen die Informationen erhält, die man eigentlich 
freiwillig und zeitnah rausrücken sollte, damit andere nicht (wie 
meistens hier) erst mal in die Irre geleitet werden.
Moderator #3934867
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Michael Hohmann schrieb:
> Ich bekomme alerdings einen Wert von 6,9V am Ausgang

+6,9V oder -6,9V?

Michael Hohmann schrieb:
> Lege ich als Eingangsspannung 0V an, habe ich immer noch ca. -2V am
> Ausgang, das ist genau der Offset.

Aus dieser Formulierung entnehme ich, dass es beim ersten Versuch wohl
eher -6,9V waren?

Falls das stimmt, würde das daruf hindeuten, dass die Ausgangsspannung
unabhängig von der Eingangsspannung immer um 2V zu niedrig (zu negativ)
ist.

Ist der Ausgang der Schaltung unbelastet?

Welche Spannungen misst du für beide Fälle (Ue=+5V und Ue=0V) direkt an
den Opamp-Eingangspins (Pin 2 und Pin 3)?
#3936525
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Ich verwende an jedem OPV bei Uss einen 2,2uF Elko und einen 0,1uF 
Keramik parallel.
Der Ausgang der Schaltung war unbelastet.

Ich habe mir ein paar neue OPvs zugelegt, in die IC-Sockel eingesetzt.
Nun funktionierts tadellos, alles bestens und wie gewünscht.

Scheinen die drei getesteten 748 er wohl defekt zu sein.

Gruß und schönes Weihnachtsfest!

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