Forum: Ausbildung, Studium & Beruf HTL vs Studium


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von Schrauber (Gast)


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Hallo!

Ich habe die HTL für Elektronik absolviert und habe seit meinem 
Abschluss dieses Jahr im Familienbetrieb gearbeitet. Jetzt will ich aber 
meine Karriere vorantreiben. Ein Verwandter meint ein Studium wäre klug, 
ich bin davon aber eher weniger überzeugt. Vor allem wenn man sich so 
umhört in der Arbeitgeberwelt...

Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren 
Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
Was lernt man eigentlich an der Uni was man in der HTL nicht tagein 
tagaus hineingedrückt bekommt (Pflichtpraktikum nicht zu vergessen)?
Wozu studieren? Oder ist das nur für Leute, die vorher ins Gymnasium 
oder in die Handelsschule gegangen sind?

Ich habe dazu noch mit einem geredet der 2500 netto im Monat verdient 
und einigen Akademikern in der Firma praktisch sagt was zu tun ist. Der 
meint auch, dass das nur Titelsammler wären.

von думлихер троль (Gast)


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Titelsammler .. solange es die Lohntuete fuellt, ist ja gut.

von Schrauber (Gast)


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Dh du gibst uns da recht?

von Markus B. (russenbaer)


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Servus,

Schrauber schrieb:
> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.

Das erzählen maximal HTLer.

Schrauber schrieb:
> Ich habe dazu noch mit einem geredet der 2500 netto im Monat verdient
> und einigen Akademikern in der Firma praktisch sagt was zu tun ist. Der
> meint auch, dass das nur Titelsammler wären.

Ist aber die Ausnahme, nicht die Regel.

Schrauber schrieb:
> Was lernt man eigentlich an der Uni was man in der HTL nicht tagein
> tagaus hineingedrückt bekommt (Pflichtpraktikum nicht zu vergessen)?

Dinge hinterfragen, hinter den Vorhang schauen, man bekommt eine Ahnung 
vom wissenschaftlichen Arbeiten.

Wenn Dich das Studium nicht interessiert - lass es.
Dann wirst Du es höchstwahrscheinlich nicht schaffen.

lg
Markus

von Martin (Gast)


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Markus B. schrieb:
> Schrauber schrieb:
>> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
>> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
>
> Das erzählen maximal HTLer.

Und die Lehrer welche dort ihre Propaganda verbreiten müssen um ihre 
Arbeitsplätze zu sichern. Die Dödel welche ich dort von der Uni 
rumlaufen gesehen habe sind aber im Grunde auch zu nichts zu gebrauchen 
- und da ist es egal ob es ein Doktor oder nur ein normaler Dipl. Ing. 
war.
Lustigerweise kann ich sagen das wir in der Hauptschule motiviertere 
Lehrer hatten und dort effizienter programmieren gelernt haben als in 
der HTL, das aber auch nur da wir dort auf dem Land vor langer Zeit sehr 
motivierte Lehrer hatten.

Man muss sich ja nur die Diplomarbeiten ansehen, die sind allesamt 
nichts besonderes.
Zudem schwankt die Qualität der verschiedenen HTLs in Österreich auch 
extrem.

von Schrauber (Gast)


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Martin schrieb:
> Die Dödel welche ich dort von der Uni
> rumlaufen gesehen habe sind aber im Grunde auch zu nichts zu gebrauchen

Also Uni bringt keinen praktischen Mehrwert oder?

von beginner (Gast)


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In Deutschland wirste mit htl in den meisten Firmen mit Facharbeitern 
gleichgesetzt und hast damit fast keine Chancen auf die richtig 
interessanten Stellen.
Traurig ist aber so: Studium ist zumeist die Eintrittskarte

von David (Gast)


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@Schrauber
Dein Verwandter hat recht, ein Studium wäre klug...
Auch wenn es sicher stellen geben wird, wo dein jetziges wissen 
ausreicht... Du hinkst jenen die Studiert haben, meilenweit hinterher 
auch wenn du das nicht siehst, oder nicht sehen willst...
Ob Studien das richtig für dich wäre, ist wiederum eine andere frage...

von Martin (Gast)


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Schrauber schrieb:
> Martin schrieb:
>> Die Dödel welche ich dort von der Uni
>> rumlaufen gesehen habe sind aber im Grunde auch zu nichts zu gebrauchen
>
> Also Uni bringt keinen praktischen Mehrwert oder?

Schau dir einfach auf Youtube einige Vorlesungen von der Universität an, 
dann wirst du das schon sehen. Irgendwo kann man so einige Themen von 
der Universität immer wieder unterbringen.
Ich habe eine HTL Ausbildung bereue sie aber aus dem Grund da es 
eigentlich nichts mit dem zu tun hat was ich in der Wirtschaft benötige 
obwohl ich eigentlich die richtige Spate gewählt hatte, die Jahre hätte 
ich einfach besser investieren können.

Damals hat man uns noch schön gesagt wie groß doch der Fachkräftemangel 
2010 sein würde da ja so viele alte Ingenieure in Rente gehen würden.
Die Lehrer hatten irgendwie nicht all zu viel drauf und nur ihren Stoff 
durchgezogen.
Der praktische Teil ist aber gut wenn man Entwicklungshilfe in Afrika 
oder so machen möchte.
Beim Elektronikteil (dem praktischen Teil) wurde z.B stundenlang die 
Zeit mit Löten totgeschlagen.. Flussmittel? Das Wort hab ich dort nie 
gehört.
Ich arbeite in der Software und Elektronikentwicklung.
Gymnasium (ein Jahr weniger) und nebenbei den Rest selber lernen davon 
halte ich mehr, HTLs haben vom Wissensstandpunkt her einfach nicht genug 
zu bieten.

von Marx W. (Gast)


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beginner schrieb:
> In Deutschland wirste mit htl in den meisten Firmen mit Facharbeitern
> gleichgesetzt und hast damit fast keine Chancen auf die richtig
> interessanten Stellen.
Techniker, Meister und Absolventen von Fachakademien.
> Traurig ist aber so: Studium ist zumeist die Eintrittskarte

von Antimedial (Gast)


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Schrauber schrieb:
> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.

Man kann sicherlich kollegial auf gleicher Ebene zusammen arbeiten. Die 
meisten Firmen machen keine so hoch anspruchsvollen Sachen, dass alle 
Entwickler ein Studium haben müssen. Die Unterschiede in der 
Arbeitsweise sind eher subtil und in der meisten Zeit nicht sichtbar. 
Dazu kommt, dass viele Studenten (vor allem von der Uni) denken, sie 
werden später für das Lösen von schweren Mathematikaufgaben bezahlt und 
laufen so auch durch das Studium. Die praxisrelevanten Dinge gehen dann 
eher unter.

Die Frage ist eher: Kannst du von einem Studium profitieren? Hast du 
überhaupt Interesse, eine Menge neue Dinge zu lernen? Wenn das nicht der 
Fall ist, wirst du von einem Studium kaum profitieren.

Schrauber schrieb:
> Jetzt will ich aber
> meine Karriere vorantreiben.

Für die Karriere ist ein Studium wichtig, weil viele Ingenieure einen 
Chef ohne Studium nicht ernst nehmen. In größeren Firmen ist der Doktor 
Pflicht.

von P. M. (o-o)


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Schrauber schrieb:
> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.

Der Präsident der ETH Zürich (Technische Uni) sagte heute in den Medien, 
die ETH wolle nicht Menschen ausbilden, die bestehendes Wissen 
wiedergäben, sondern solche, die neues schaffen könnten. Genau das ist 
der Unterschied zwischen einem Uni-Studium und einer FH/HTL. In der 
Wirtschaft braucht es sehr viele Leute vom ersten Typ fürs 
"Tagesgeschaft" und einige wenige vom zweiten Typ um neues zu erforschen 
und zu entwickeln. Der erste Typ fährt mit einer HTL/FH vermutlich nicht 
schlecht, der zweite Typ sollte an die Uni. Man muss selbst wissen, was 
man tun möchte, wobei die Uni natürlich theoretisch-mathematisch 
deutlich anspruchsvoller ist.

von Marx W. (Gast)


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Antimedial schrieb:
> Für die Karriere ist ein Studium wichtig, weil viele Ingenieure einen
> Chef ohne Studium nicht ernst nehmen.
Ja.
> In größeren Firmen ist der Doktor
> Pflicht.

Nein, aber es wird geglaubt.

von Martin (Gast)


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P. M. schrieb:
> Schrauber schrieb:
>> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
>> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
>
> Der Präsident der ETH Zürich (Technische Uni) sagte heute in den Medien,
> die ETH wolle nicht Menschen ausbilden, die bestehendes Wissen
> wiedergäben, sondern solche, die neues schaffen könnten. Genau das ist
> der Unterschied zwischen einem Uni-Studium und einer FH/HTL. In der
> Wirtschaft braucht es sehr viele Leute vom ersten Typ fürs
> "Tagesgeschaft" und einige wenige vom zweiten Typ um neues zu erforschen
> und zu entwickeln. Der erste Typ fährt mit einer HTL/FH vermutlich nicht
> schlecht, der zweite Typ sollte an die Uni. Man muss selbst wissen, was
> man tun möchte, wobei die Uni natürlich theoretisch-mathematisch
> deutlich anspruchsvoller ist.

Der disqualifiziert sich doch schon mit seiner eigenen Aussage.
Diese Traumtänzer aus den Unis kenne ich zu genüge, neues schaffen dort 
aber vielleicht maximal 1%, der Rest geht irgendwelchen Jobs nach die 
auch jene machen könnten welche keinen Abschluss haben.

Gerade in der IT sind sehr viele Uni Abgänger unterwegs.
Um etwas schaffen zu können benötigt man durchaus auch Wissen auf das 
man aufbauen kann.
Da gab's erst vor einiger Zeit ein Video von Studenten der ETH die einen 
Kuka Roboter angesteuert haben um etwas abzufangen, Kuka Roboter sind 
hochpräzise.

Was ich damit meine ist eigentlich es gibt auch auf der Uni gute und 
schlechte Leute, genau so gibt's in der Wirtschaft (auch durch eine 
normale Ausbildung) gute und schlechte Leute.

von Alex (Gast)


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Martin schrieb:
> Lustigerweise kann ich sagen das wir in der Hauptschule motiviertere
> Lehrer hatten und dort effizienter programmieren gelernt haben als in
> der HTL, das aber auch nur da wir dort auf dem Land vor langer Zeit sehr
> motivierte Lehrer hatten.
>
> Man muss sich ja nur die Diplomarbeiten ansehen, die sind allesamt
> nichts besonderes.
> Zudem schwankt die Qualität der verschiedenen HTLs in Österreich auch
> extrem.

Martin schrieb:
> Gymnasium (ein Jahr weniger) und nebenbei den Rest selber lernen davon
> halte ich mehr, HTLs haben vom Wissensstandpunkt her einfach nicht genug
> zu bieten.

Da würde mich doch tatsächlich interessieren welche HTLs das bitte 
waren? Wenn das ganze so aussieht müssen das ja schreckliche Schulen 
gewesen sein, meine HTL Ausbildung war phantastisch, fast alle Lehrer 
top motiviert und sehr erfahren, die meisten meiner Lehrer hatten 
relativ hohe Positionen in Firmen. Was ich in der Zeit dort gelernt habe 
zusammen mit dem was ich mir selbst angeeignet habe(großteils Dinge die 
ich sonst in einem Studium hätte lernen müssen) hilft mir immens bei der 
Arbeit. Ebenso sind die Diplomprojekte in unserer HTL jedes Jahr 
phantastisch, gewinnen etliche Preise und erfinden ständig neues.

Wenn die Absolventen einer HTL so etwas nicht sagen können war die HTL 
die sie besucht haben tatsächlich einfach schlecht. Das wird bestätigt 
leider die Aussage über die Qualität der verschiedenen HTLs, man sollte 
schon die richtige besuchen wenn man gute Ausbildung will..

von Daniel V. (voda) Benutzerseite


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Alex schrieb:
> Da würde mich doch tatsächlich interessieren welche HTLs das bitte
> waren?

Mich würde interessieren warum Du die Totenruhe störst? ;)

Beitrag #5116122 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Votzuan (Gast)


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In der HTL lernst Du etwas durchzuführen. Auf der Hochschule lernst Du 
etwas zu beweisen.

Wenn Dir die intellektuelle Leidenschaft fehlt, dann genügt die HTL. 
Wenn Dich die Erkenntnissehnsucht quält, dann studiere.

Nur Maschinenbau studiere nicht, denn die sind antiintellektuell.

Können zählt in Firmen nur bedingt, denn irgendein Präsentator und 
Persönlichkeitsbildner wird sich mit Deinen Federn schmücken,  weil Dir 
keine Zeit fürs Intrigieren bleibt.


 Marktwirtschaft = Gacki
 Rossäpfel = eine andere Art Gacki

von Moiiin (Gast)


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Welche hauptschule unterrichtet programmieren?

Beitrag #6053134 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cyblord -. (cyblord)


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Zocker_55 schrieb im Beitrag #6053134:
> Was ist eine HTL ?

Oberstufe welche auf mysteriöse Art und Weise "Ingenieure" produziert.

>
> Wo gibt es sowas in Deutschland.

Gibts nur beim kleinen räuberischen Bergvolk.

Beitrag #6053148 wurde von einem Moderator gelöscht.
von 3tageflieger (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Zocker_55 schrieb im Beitrag #6053134:
>> Was ist eine HTL ?
>
> Oberstufe welche auf mysteriöse Art und Weise "Ingenieure" produziert.
>
>>
>> Wo gibt es sowas in Deutschland.
>
> Gibts nur beim kleinen räuberischen Bergvolk.

Dann sollte man viele Fachhochschulen auch unterstellen, dass die 
mysteriöse Art und Weise "Ingenieure" produzieren.
In der BRD gab es auch mal solche Schulen waren Ingenieurschulen und es 
reichte aus, um Ingenieur zu werden.
Dann gab es noch Diplom Ingenieure aus echten Hochschulen, bis dann die 
Fachhochschulen kamen und das Diplom für jedermann erreichbar wurde.

Heute ist so mancher Bachelor locker gleichwertig mit der HTL 
Ausbildung.
Warum wird das wohl so nieder geredet? Die Leute sind sinnlos und 
grundlos Neidisch.

von Qwertz (Gast)


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beginner schrieb:
> Traurig ist aber so: Studium ist zumeist die Eintrittskarte

Was ist daran traurig? Ich finde das gut und richtig so. Von einem 
Schmalspur-Studium halte ich nämlich gar nichts, mir ist da schon der 
Bachelor ein Dorn im Auge. Also entweder Diplom oder Master sollte es 
schon sein, um eine fundierte theoretische Ausbildung vorweisen zu 
können.

von MiWi (Gast)


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3tageflieger schrieb:
> Cyblord -. schrieb:

>>
>> Gibts nur beim kleinen räuberischen Bergvolk.
>

> Warum wird das wohl so nieder geredet? Die Leute sind sinnlos und
> grundlos Neidisch.

Du kennst Cyblord noch nicht, der ist so. Seine Fähigkeiten liegen darin 
ungefragt Sand ins Getriebe zu schütten und zu meinen das das einzig 
richtige sei. Du brauchst ihn in diesem Thread nicht weiter ernst 
nehmen.

von Dd S. (ddstmk)


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Es gibt in jedem Unternehmen verschiedene Positionen. Ein HTL-Techniker 
ist ganz gut für diverse Zwecke einzusetzen und die Absolventen sind 
überwiegend auch lernwillig. Natürlich müssen die auch erst Erfahrung 
sammeln.

HTL Techniker verdienen in etwa 24-36K beim Einstieg, PhDs deutlich 
darüber. Und wer sich im Job meistert verdient auch bald mal mehr. Kommt 
halt auch darauf an was man macht.
Nicht unbedingt die Ausbildung entscheidet wie viel jemand verdient.
Ein Nachbar (ein ehemaliger Tischler) verdient z.B über 100k/Jahr durch 
China Importe und hat sich erst vor kurzem eine Lagerhalle gebaut da das 
Geschäft so anwächst. Der braucht dazu weder Abitur noch ein 
abgeschlossenes Studium und schiebt einfach nur Pakete auf eigene 
Rechnung.

Es gibt bei HTLs in Österreich auch ein paar Qualitätsunterschiede, ich 
war selber in einer die nicht so gut war.
Gut dann kann ich halt den praktischen Teil in die Tonne kloppen, die 
Theorie wie im Gymnasium ist immer noch eine gute Grundlage und es gibt 
dort auch so ziemlich nichts das ich im Nachhinein im Job nicht benötigt 
hätte.

Nach dem Studium wird's spezieller dieses Wissen benötige ich zwar auch 
aber nicht so häufig und nicht in dem Umfang. Und ehrlich gesagt hab ich 
nicht mal das Wissen von der HTL permanent im Kopf ich weiß halt wo ich 
nachschauen muss wenn ich wiedermal was brauche.

Wer als Master bzw. PhD etwas gegen HTLs hat muss wohl selber ein 
Schmalspurakademiker sein und versteht nicht mal was diese 
Ausbildungsform darstellt. Sie hat ihre Berechtigung und ist auch für 
Unternehmen eine gute Quelle für brauchbares technisches Personal 
(welches nicht mal zu teuer ist).

z.B Wenn ich Leiterplatten zu entwickeln habe dann setze ich genau so 
eine Person neben eine erfahrene Person und der HTL Techniker wird dann 
selber auch zurecht kommen. Der bleibt mir dann hoffentlich 3-6 Jahre 
bis er weiterzieht und spart mir schlussendlich 30.000 EUR/Jahr.
Aber natürlich steigen dort auch die Gehälter bzw. wenn man diese Leute 
länger halten möchte sind die dann auch irgendwann über 50K.
Wenn man dann rechnet dass eine Person mit Studium mehrere Jahre nicht 
arbeitet kann es durchaus auch vorkommen das ein HTL Abgänger sogar 
besser dran ist als ein PhD.
Kommt halt wirklich auf das Unternehmen an.

von c r (Gast)


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Schrauber schrieb:
> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.

Ich weiß nicht, was HTL ist und kann das nicht einschätzen. (Google sagt 
iwas in Österreich)

Es spielt aber auch keine Rolle, was zählt ist was der, der dir den Job 
anbietet davon hält.

Was ein UNI/FH Abschluss ist wissen die alle und zwar international.
Wie ein "HTLer mit 5 Jahren BE" einzustufen ist eben nicht.

von Dd S. (ddstmk)


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c r schrieb:
> Was ein UNI/FH Abschluss ist wissen die alle und zwar international.
> Wie ein "HTLer mit 5 Jahren BE" einzustufen ist eben nicht.

Das sollte aus den Bewerbungsunterlagen ersichtlich sein.

Gymnasium mit technischem Hintergrund, dementsprechend sind auch die 
Gehälter.
Einstiegsgehälter so zwischen 24-36K (die meisten eher am unteren Ende, 
aber dort bleiben die wenigsten).
Wenn sich ein Diplom Ingenieur/Bachelor oder Master angegriffen fühlt 
dann kann er nicht wirklich viel drauf haben.
Mit einschlägiger Berufserfahrung kommt ein HTLer locker an nen Bachelor 
ran (damit meine ich wemm der HTL Absolvent berufsbedingt auch diverses 
Wissen erworben hat, von selbst und durch nichts tun erlangt ein HTL 
Absolvent natürlich auch nicht mehr Wissen).

Ob dort jetzt Unkraut-Rupfer oder Ingenieur steht ist absolut egal, für 
den Titel zahlen die wenigsten. Es ist nur eine Bestätigung dass die 
Person ein paar Jahre in dem Bereich auch tätig war (wobei das soweit 
ich weiß mittlerweile auch etwas aufgelockert wurde und schwammiger 
ist).

Soweit ich weiß wird HTL-Ingenieur in Bayern auch anerkannt (eventuell 
auch in BaWü).

Wer mehr darüber wissen will:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20009785

Alles nachlesbar, um Bildungslücken zu schließen.

von Qwertz (Gast)


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Dd S. schrieb im Beitg #6065280:
> Ob dort jetzt Unkraut-Rupfer oder Ingenieur steht ist absolut egal, für
> den Titel zahlen die wenigsten.

Das stimmt so nicht, der akademische Grad spielt sehr wohl eine wichtige 
Rolle bei der Einstellung von Personal, ohne diesen hatte ich definitiv 
meinen jetzigen Job als Entwicklungsingenieur nie bekommen.

von Wende 2.0 (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Dd S. schrieb im Beitg #6065280:
>> Ob dort jetzt Unkraut-Rupfer oder Ingenieur steht ist absolut egal, für
>> den Titel zahlen die wenigsten.
>
> Das stimmt so nicht, der akademische Grad spielt sehr wohl eine wichtige
> Rolle bei der Einstellung von Personal, ohne diesen hatte ich definitiv
> meinen jetzigen Job als Entwicklungsingenieur nie bekommen.

Bei Einstellungen nehme ich immer den billigsten Lohnsklaven

von Jürgen W. (Firma: MED-EL GmbH) (wissenwasserj)


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Vielleicht hilft da etwas Licht von jemandem wie mir:
* 1994-1999 HTL St. Pölten, Elektrotechnik
* 2000-2006 TU Wien Diplomstudium Elektrotechnik Fachrichtung 
µElektronik, Diplomarbeit bei Infineon in Villach,
* 2006-2011 TU Wien, Doktorat Elektrotechnik.

Kurz gesagt: Ein HTL-Absolvent kann aufgrund seiner praxis- und 
laborlastigen nahen Ausbildung in den ersten Jahren (!) immer mehr als 
ein (frischer) Uni-Absolvent, auch was den praktischen Aufbau von 
Elektronik angeht.

Jedoch muß in der HTL zwangsläufig "hemdsärmelig" unterrichtet werden, 
da v.a. das mathematische Werkzeug, Physik und Mechanik erst langsam 
dazukommen, jedoch solche Dinge wie die Lorenzkraft schon in der 1. 
Klasse unterrichtet werden - man kann einem 16jährigen keine Formeln mit 
Trigonometrischen Funktionen, Differentialen, Integralen, Kreuz- oder 
Skalarprodukt vor die Nase knallen und muß sich mit einfacheren 
Darstellungen behelfen (also z.B. "Felder stehen lotrecht zueinander")

In der Uni sind genau diese Voraussetzungen schon da, also geht man 
sofort in die Vollen, auch in den Mathematik- und Physikvorlesungen 
udgl. Man lernt also wie z.B. elektrische und magnetische Felder 
berechnet werden und kann das Gelernte auf neue Probleme anwenden - die 
HTL kann so was prinzipbedingt nicht lehren.

Also kann Dir ein Uni-Studium (bitte nicht nur Bacc) ein Rüstzeug geben, 
das Deine praktischen Kenntnisse aus der HTL mit dem theoretischen 
Grundwissen deutlich erweitert - die HTL-Vorbildung ist dabei übrigens 
hinsichtlich Jobauswahl durchaus von Vorteil - man braucht Leute, die 
sowohl die Theorie beherrschen als auch einen Lötkolben in der Hand 
halten können!


Tipp #1: Warte nicht zu lange! Ich habe durch das "verlorene Jahr" mit 
dem Bundesheer leichte Startschwierigkeiten gehabt, weil man erst wieder 
ins Lernen hineinfinden muß, das wird mit den Jahren immer schwieriger; 
auch das Finanzielle wird sonst schwierig, weil Du fürs Studium das 
Arbeiten und damit das Gehalt reduzieren mußt.
Tipp #2: Wenn möglich, arbeite nebenher solange weiter, daß Du für 
insgesamt 4 Kalenderjahre 8580€ (brutto abzgl SV) vorweisen kannst - 
dann kannst Du ein Selbsterhalterstipendium beantragen - sind immerhin 
800 € im Monat.

von trapa trollinion (Gast)


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Scheinbar sind hier echt Leute, die nicht fähig sind zu googlen.
Ein HTL Abschluss ist ein halbes FH Studium wert, man kann den Dipl. 
Ing. (FH) innerhalb von 2 Jahren erreichen.

In Bayern wird der HTL Ingenieur anerkannt.
Oder frage ich mal so, der Betriebswirt FH oder IHK Akademie wird in der 
Wirtschaft auch quasi gleich gesetzt.
Leute mal ganz ehrlich wie viel Wissenschaft brauch man bei den meisten 
Stellen???

Das ist schwachsinn, da reicht der HTL Abschluss aus, sonst sollte man 
schon den Master oder Dipl. Ing. (TH, UNi...) haben. Also einer echten 
Universität.

Ich finde das Ingenieurgesetzt lächerlich, das soll nur dafür sorgen, 
dass man unnötig lange in der Schule rumgammelt.
Hatte vor 1969 auch alles prima geklappt mit der Ingenieurausbildung.

Wenn man schaut wo uns das hingeführt hat, jeder Idiot kann seinen 
Meister, Techniker schaffen mit ganz tollen Noten.
Das Abitur gibt es auch für tolle groß Schwatzer und Mathematiklegi's 
die nicht mal die Bruchrechnung verstehen können.
Aber solche Leute bekommen reihenweise einen Bätschläör und nennen sich 
Ingenieur.
Die hätte man damals durch die Lehre geprügelt und die wären anständige 
Gesellen geworden.
Heute sind das alles Meister, Techniker und Bätschlör, die nix können 
aber das perfekt gut Beschreiben in Worten...

Beitrag #6067017 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cyblord -. (cyblord)


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Looseralarm schrieb im Beitrag #6067017:
> Achtung Achtung mein looser Detektor ist auf Anschlag. Piupiupiu

Natürlich. Aber das ist meiner in diesem Forum praktisch immer. Für 
mindestens die Hälfte aller Dipl. Ing. hier hat es ja nur für die FH 
gereicht.
Da spielen ein paar HTL-Abiturienten die sich für Ings halten doch keine 
Rolle mehr. Auslachen, umdrehen, stehenlassen.

von trapa trollinion (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Looseralarm schrieb:
>> Achtung Achtung mein looser Detektor ist auf Anschlag. Piupiupiu
>
> Natürlich. Aber das ist meiner in diesem Forum praktisch immer. Für
> mindestens die Hälfte aller Dipl. Ing. hier hat es ja nur für die FH
> gereicht.
> Da spielen ein paar HTL-Abiturienten die sich für Ings halten doch keine
> Rolle mehr. Auslachen, umdrehen, stehenlassen.

Was meinst Du was Physiker über Dipl. Ing. egal welche Hochschule oder 
Akademie denken???

Für die sind das alles Techniker.
Einer meinte mal, warum machen die so lange an den Schulen rum?
Können doch nachher nur anwenden und haben ein wenig Grundlagenwissen.
Da hätte ich der Techniker von einer Technikerschule alle mal gereicht.

Die möchte gern Uni's haben nicht mehr Mathematik als in der Oberstufe, 
wenn ich dort schon meinen Techniker mache, ist der Ingenieur 
überflüssig.
Für die anwendungsbezogene Industrie reicht der HTL Ing. dicke aus.
Alles andere ist unnötiges Wissen, und das reicht wieder für Forschung 
nicht aus, ist also wie das Vordiplom.
So und ein Master von einer möchte gern Uni reicht nicht aus zum 
Forschen.

Somit ist das alles nur dazu da, dass man seine Förmlichkeiten auf dem 
Papier hat.
Da jeder Techniker einen Master machen kann ohne Bätschlär, sollten die 
abgeprüften Ings mal inne halten.

Im Ausland gibt es verschiedene Bätschlor, ich wäre dafür das Abi auf 12 
Klassen zu beschränken, dort aber nur wirklich die besten zu zulassen, 
die wirklich für eine Universität geeignet sind.
Die anderen bis zur 10. Klasse, wenn das Verhalten und die Reife in der 
Prüfung passt.

Die anderen bis zur 8 Klasse, und dann Berufsfachschule und Job oder 
gleich Ausbildung z. B. Mauer oder Erzieherin.

Die von der 10. Klasse kommen können dann zu einer möchte gern Uni um 
dort in 3 Jahren den Ing. zu machen und in 2, wenn es in Mathe nicht 
passt oder so den Techniker.

Alles andere ist reinste Zeit verschwendung von Steuergeldern.
Es ist doch Schwachsinn 5 mal das gleiche zu lernen und abzuprüfen, das 
ist doch heutzutage lächerlich!

Das Geld kann man den Firmen geben, wenn die 18 Monate die Frischlinge 
einarbeiten.
Würde man das so umsetzen, hätten wir in Deutschland wieder ein 
Wirtschaftswunder, und viele zufriedene Fachkräfte.
Was heute gemacht wird, ist auf lange Sicht eine Züchtung von 
Vollidioten.

Ein Masterabschluss ist der größte Blödsinn und der Bätschlor erst 
recht.

Das heutige Abitur ist auch purer Müll, es wird künstlich gekürzt und 
vereinfacht, nicht überall!

Aber wenn ich sehe das Erzieher Fachabi bekommen und mit Kuscheltieren 
aufgaben rechnen, wo man erraten kann welche Ableitung gemacht wurde, 
dann bekommt man doch eine Klatsche fürs Leben!

Schulen und Firmen sind so fremd zueinander teilweise, da brauch man 
bald keine Schule mehr besucht haben...

Beitrag #6067145 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Wende 2.0 (Gast)


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trapa trollinion schrieb:
> Was heute gemacht wird, ist auf lange Sicht eine Züchtung von
> Vollidioten

100 % ack

von Marten Morten (Gast)


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trapa trollinion schrieb:
> Was meinst Du was Physiker über Dipl. Ing. egal welche Hochschule oder
> Akademie denken???

Noch studierende Physiker halten wenig von E-Technikern aller Art. Das 
gibt sich bei den meisten im Beruf, da nur die wenigsten Physiker eine 
Tätigkeit als Physiker finden. Man arbeitet entweder mit E-Technikern 
zusammen oder der Chef sorgt für die Zwangstrenung per Entlassung.

HTLert sind was anderes. In Deutschland kennt man die praktisch nicht. 
Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. In Österreich wissen die 
Betriebe was sie bekommen. Daran, dass Uni- und FH-Ingenieure in 
Österreich nicht ausgestorben sind kann man schon ableiten, dass die 
HTLer nicht überall den Bedarf der österreichischen Industrie erfüllen.

von trapa trollinion (Gast)


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ja wenn die Firmen das brauchen, können die ihre HTLer innerhalb von 
zwei Jahren zu Dipl.-Ing. (FH) fern studieren lassen.

Gibt das schon wohl über 20 Jahre.
Für Techniker hier in Deutschland gibt es auch langsam solche 
Möglichkeiten, damit man die Kassen wieder füllt und alle formel auch 
schön akademisch ausgebildet sind.

Ich weiß nicht, warum die Firmen so Papiergeil sind, die Leute lernen 
doch wieso erst in der praxies und nicht in den Schulen, aber für die 
HTLer Aufbaustudiengänge hieße es, dass die Dozenten aus den Firmen 
kämen und das anwendungsbezogen gelehrt wird.
Somit verstehe ich, dass die dort nicht nur Hochschul 08 15 Stoff 
Grundlage anno 1982 lernen, sondern aktuellen Stand der technischen 
Forschung???

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