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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf HTL vs Studium


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von Schrauber (Gast)


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Hallo!

Ich habe die HTL für Elektronik absolviert und habe seit meinem 
Abschluss dieses Jahr im Familienbetrieb gearbeitet. Jetzt will ich aber 
meine Karriere vorantreiben. Ein Verwandter meint ein Studium wäre klug, 
ich bin davon aber eher weniger überzeugt. Vor allem wenn man sich so 
umhört in der Arbeitgeberwelt...

Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren 
Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
Was lernt man eigentlich an der Uni was man in der HTL nicht tagein 
tagaus hineingedrückt bekommt (Pflichtpraktikum nicht zu vergessen)?
Wozu studieren? Oder ist das nur für Leute, die vorher ins Gymnasium 
oder in die Handelsschule gegangen sind?

Ich habe dazu noch mit einem geredet der 2500 netto im Monat verdient 
und einigen Akademikern in der Firma praktisch sagt was zu tun ist. Der 
meint auch, dass das nur Titelsammler wären.

von думлихер троль (Gast)


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Titelsammler .. solange es die Lohntuete fuellt, ist ja gut.

von Schrauber (Gast)


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Dh du gibst uns da recht?

von Markus B. (russenbaer)


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Servus,

Schrauber schrieb:
> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.

Das erzählen maximal HTLer.

Schrauber schrieb:
> Ich habe dazu noch mit einem geredet der 2500 netto im Monat verdient
> und einigen Akademikern in der Firma praktisch sagt was zu tun ist. Der
> meint auch, dass das nur Titelsammler wären.

Ist aber die Ausnahme, nicht die Regel.

Schrauber schrieb:
> Was lernt man eigentlich an der Uni was man in der HTL nicht tagein
> tagaus hineingedrückt bekommt (Pflichtpraktikum nicht zu vergessen)?

Dinge hinterfragen, hinter den Vorhang schauen, man bekommt eine Ahnung 
vom wissenschaftlichen Arbeiten.

Wenn Dich das Studium nicht interessiert - lass es.
Dann wirst Du es höchstwahrscheinlich nicht schaffen.

lg
Markus

von Martin (Gast)


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Markus B. schrieb:
> Schrauber schrieb:
>> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
>> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
>
> Das erzählen maximal HTLer.

Und die Lehrer welche dort ihre Propaganda verbreiten müssen um ihre 
Arbeitsplätze zu sichern. Die Dödel welche ich dort von der Uni 
rumlaufen gesehen habe sind aber im Grunde auch zu nichts zu gebrauchen 
- und da ist es egal ob es ein Doktor oder nur ein normaler Dipl. Ing. 
war.
Lustigerweise kann ich sagen das wir in der Hauptschule motiviertere 
Lehrer hatten und dort effizienter programmieren gelernt haben als in 
der HTL, das aber auch nur da wir dort auf dem Land vor langer Zeit sehr 
motivierte Lehrer hatten.

Man muss sich ja nur die Diplomarbeiten ansehen, die sind allesamt 
nichts besonderes.
Zudem schwankt die Qualität der verschiedenen HTLs in Österreich auch 
extrem.

von Schrauber (Gast)


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Martin schrieb:
> Die Dödel welche ich dort von der Uni
> rumlaufen gesehen habe sind aber im Grunde auch zu nichts zu gebrauchen

Also Uni bringt keinen praktischen Mehrwert oder?

von beginner (Gast)


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In Deutschland wirste mit htl in den meisten Firmen mit Facharbeitern 
gleichgesetzt und hast damit fast keine Chancen auf die richtig 
interessanten Stellen.
Traurig ist aber so: Studium ist zumeist die Eintrittskarte

von David (Gast)


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@Schrauber
Dein Verwandter hat recht, ein Studium wäre klug...
Auch wenn es sicher stellen geben wird, wo dein jetziges wissen 
ausreicht... Du hinkst jenen die Studiert haben, meilenweit hinterher 
auch wenn du das nicht siehst, oder nicht sehen willst...
Ob Studien das richtig für dich wäre, ist wiederum eine andere frage...

von Martin (Gast)


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Schrauber schrieb:
> Martin schrieb:
>> Die Dödel welche ich dort von der Uni
>> rumlaufen gesehen habe sind aber im Grunde auch zu nichts zu gebrauchen
>
> Also Uni bringt keinen praktischen Mehrwert oder?

Schau dir einfach auf Youtube einige Vorlesungen von der Universität an, 
dann wirst du das schon sehen. Irgendwo kann man so einige Themen von 
der Universität immer wieder unterbringen.
Ich habe eine HTL Ausbildung bereue sie aber aus dem Grund da es 
eigentlich nichts mit dem zu tun hat was ich in der Wirtschaft benötige 
obwohl ich eigentlich die richtige Spate gewählt hatte, die Jahre hätte 
ich einfach besser investieren können.

Damals hat man uns noch schön gesagt wie groß doch der Fachkräftemangel 
2010 sein würde da ja so viele alte Ingenieure in Rente gehen würden.
Die Lehrer hatten irgendwie nicht all zu viel drauf und nur ihren Stoff 
durchgezogen.
Der praktische Teil ist aber gut wenn man Entwicklungshilfe in Afrika 
oder so machen möchte.
Beim Elektronikteil (dem praktischen Teil) wurde z.B stundenlang die 
Zeit mit Löten totgeschlagen.. Flussmittel? Das Wort hab ich dort nie 
gehört.
Ich arbeite in der Software und Elektronikentwicklung.
Gymnasium (ein Jahr weniger) und nebenbei den Rest selber lernen davon 
halte ich mehr, HTLs haben vom Wissensstandpunkt her einfach nicht genug 
zu bieten.

von Marx W. (Gast)


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beginner schrieb:
> In Deutschland wirste mit htl in den meisten Firmen mit Facharbeitern
> gleichgesetzt und hast damit fast keine Chancen auf die richtig
> interessanten Stellen.
Techniker, Meister und Absolventen von Fachakademien.
> Traurig ist aber so: Studium ist zumeist die Eintrittskarte

von Antimedial (Gast)


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Schrauber schrieb:
> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.

Man kann sicherlich kollegial auf gleicher Ebene zusammen arbeiten. Die 
meisten Firmen machen keine so hoch anspruchsvollen Sachen, dass alle 
Entwickler ein Studium haben müssen. Die Unterschiede in der 
Arbeitsweise sind eher subtil und in der meisten Zeit nicht sichtbar. 
Dazu kommt, dass viele Studenten (vor allem von der Uni) denken, sie 
werden später für das Lösen von schweren Mathematikaufgaben bezahlt und 
laufen so auch durch das Studium. Die praxisrelevanten Dinge gehen dann 
eher unter.

Die Frage ist eher: Kannst du von einem Studium profitieren? Hast du 
überhaupt Interesse, eine Menge neue Dinge zu lernen? Wenn das nicht der 
Fall ist, wirst du von einem Studium kaum profitieren.

Schrauber schrieb:
> Jetzt will ich aber
> meine Karriere vorantreiben.

Für die Karriere ist ein Studium wichtig, weil viele Ingenieure einen 
Chef ohne Studium nicht ernst nehmen. In größeren Firmen ist der Doktor 
Pflicht.

von P. M. (o-o)


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Schrauber schrieb:
> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.

Der Präsident der ETH Zürich (Technische Uni) sagte heute in den Medien, 
die ETH wolle nicht Menschen ausbilden, die bestehendes Wissen 
wiedergäben, sondern solche, die neues schaffen könnten. Genau das ist 
der Unterschied zwischen einem Uni-Studium und einer FH/HTL. In der 
Wirtschaft braucht es sehr viele Leute vom ersten Typ fürs 
"Tagesgeschaft" und einige wenige vom zweiten Typ um neues zu erforschen 
und zu entwickeln. Der erste Typ fährt mit einer HTL/FH vermutlich nicht 
schlecht, der zweite Typ sollte an die Uni. Man muss selbst wissen, was 
man tun möchte, wobei die Uni natürlich theoretisch-mathematisch 
deutlich anspruchsvoller ist.

von Marx W. (Gast)


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Antimedial schrieb:
> Für die Karriere ist ein Studium wichtig, weil viele Ingenieure einen
> Chef ohne Studium nicht ernst nehmen.
Ja.
> In größeren Firmen ist der Doktor
> Pflicht.

Nein, aber es wird geglaubt.

von Martin (Gast)


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P. M. schrieb:
> Schrauber schrieb:
>> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
>> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
>
> Der Präsident der ETH Zürich (Technische Uni) sagte heute in den Medien,
> die ETH wolle nicht Menschen ausbilden, die bestehendes Wissen
> wiedergäben, sondern solche, die neues schaffen könnten. Genau das ist
> der Unterschied zwischen einem Uni-Studium und einer FH/HTL. In der
> Wirtschaft braucht es sehr viele Leute vom ersten Typ fürs
> "Tagesgeschaft" und einige wenige vom zweiten Typ um neues zu erforschen
> und zu entwickeln. Der erste Typ fährt mit einer HTL/FH vermutlich nicht
> schlecht, der zweite Typ sollte an die Uni. Man muss selbst wissen, was
> man tun möchte, wobei die Uni natürlich theoretisch-mathematisch
> deutlich anspruchsvoller ist.

Der disqualifiziert sich doch schon mit seiner eigenen Aussage.
Diese Traumtänzer aus den Unis kenne ich zu genüge, neues schaffen dort 
aber vielleicht maximal 1%, der Rest geht irgendwelchen Jobs nach die 
auch jene machen könnten welche keinen Abschluss haben.

Gerade in der IT sind sehr viele Uni Abgänger unterwegs.
Um etwas schaffen zu können benötigt man durchaus auch Wissen auf das 
man aufbauen kann.
Da gab's erst vor einiger Zeit ein Video von Studenten der ETH die einen 
Kuka Roboter angesteuert haben um etwas abzufangen, Kuka Roboter sind 
hochpräzise.

Was ich damit meine ist eigentlich es gibt auch auf der Uni gute und 
schlechte Leute, genau so gibt's in der Wirtschaft (auch durch eine 
normale Ausbildung) gute und schlechte Leute.

von Alex (Gast)


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Martin schrieb:
> Lustigerweise kann ich sagen das wir in der Hauptschule motiviertere
> Lehrer hatten und dort effizienter programmieren gelernt haben als in
> der HTL, das aber auch nur da wir dort auf dem Land vor langer Zeit sehr
> motivierte Lehrer hatten.
>
> Man muss sich ja nur die Diplomarbeiten ansehen, die sind allesamt
> nichts besonderes.
> Zudem schwankt die Qualität der verschiedenen HTLs in Österreich auch
> extrem.

Martin schrieb:
> Gymnasium (ein Jahr weniger) und nebenbei den Rest selber lernen davon
> halte ich mehr, HTLs haben vom Wissensstandpunkt her einfach nicht genug
> zu bieten.

Da würde mich doch tatsächlich interessieren welche HTLs das bitte 
waren? Wenn das ganze so aussieht müssen das ja schreckliche Schulen 
gewesen sein, meine HTL Ausbildung war phantastisch, fast alle Lehrer 
top motiviert und sehr erfahren, die meisten meiner Lehrer hatten 
relativ hohe Positionen in Firmen. Was ich in der Zeit dort gelernt habe 
zusammen mit dem was ich mir selbst angeeignet habe(großteils Dinge die 
ich sonst in einem Studium hätte lernen müssen) hilft mir immens bei der 
Arbeit. Ebenso sind die Diplomprojekte in unserer HTL jedes Jahr 
phantastisch, gewinnen etliche Preise und erfinden ständig neues.

Wenn die Absolventen einer HTL so etwas nicht sagen können war die HTL 
die sie besucht haben tatsächlich einfach schlecht. Das wird bestätigt 
leider die Aussage über die Qualität der verschiedenen HTLs, man sollte 
schon die richtige besuchen wenn man gute Ausbildung will..

von Daniel V. (voda) Benutzerseite


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Alex schrieb:
> Da würde mich doch tatsächlich interessieren welche HTLs das bitte
> waren?

Mich würde interessieren warum Du die Totenruhe störst? ;)

Beitrag #5116122 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Votzuan (Gast)


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In der HTL lernst Du etwas durchzuführen. Auf der Hochschule lernst Du 
etwas zu beweisen.

Wenn Dir die intellektuelle Leidenschaft fehlt, dann genügt die HTL. 
Wenn Dich die Erkenntnissehnsucht quält, dann studiere.

Nur Maschinenbau studiere nicht, denn die sind antiintellektuell.

Können zählt in Firmen nur bedingt, denn irgendein Präsentator und 
Persönlichkeitsbildner wird sich mit Deinen Federn schmücken,  weil Dir 
keine Zeit fürs Intrigieren bleibt.


 Marktwirtschaft = Gacki
 Rossäpfel = eine andere Art Gacki

von Moiiin (Gast)


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Welche hauptschule unterrichtet programmieren?

Beitrag #6053134 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cyblord -. (cyblord)


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Zocker_55 schrieb im Beitrag #6053134:
> Was ist eine HTL ?

Oberstufe welche auf mysteriöse Art und Weise "Ingenieure" produziert.

>
> Wo gibt es sowas in Deutschland.

Gibts nur beim kleinen räuberischen Bergvolk.

Beitrag #6053148 wurde von einem Moderator gelöscht.
von 3tageflieger (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Zocker_55 schrieb im Beitrag #6053134:
>> Was ist eine HTL ?
>
> Oberstufe welche auf mysteriöse Art und Weise "Ingenieure" produziert.
>
>>
>> Wo gibt es sowas in Deutschland.
>
> Gibts nur beim kleinen räuberischen Bergvolk.

Dann sollte man viele Fachhochschulen auch unterstellen, dass die 
mysteriöse Art und Weise "Ingenieure" produzieren.
In der BRD gab es auch mal solche Schulen waren Ingenieurschulen und es 
reichte aus, um Ingenieur zu werden.
Dann gab es noch Diplom Ingenieure aus echten Hochschulen, bis dann die 
Fachhochschulen kamen und das Diplom für jedermann erreichbar wurde.

Heute ist so mancher Bachelor locker gleichwertig mit der HTL 
Ausbildung.
Warum wird das wohl so nieder geredet? Die Leute sind sinnlos und 
grundlos Neidisch.

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