Hallo!
Ich habe die HTL für Elektronik absolviert und habe seit meinem
Abschluss dieses Jahr im Familienbetrieb gearbeitet. Jetzt will ich aber
meine Karriere vorantreiben. Ein Verwandter meint ein Studium wäre klug,
ich bin davon aber eher weniger überzeugt. Vor allem wenn man sich so
umhört in der Arbeitgeberwelt...
Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren
Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
Was lernt man eigentlich an der Uni was man in der HTL nicht tagein
tagaus hineingedrückt bekommt (Pflichtpraktikum nicht zu vergessen)?
Wozu studieren? Oder ist das nur für Leute, die vorher ins Gymnasium
oder in die Handelsschule gegangen sind?
Ich habe dazu noch mit einem geredet der 2500 netto im Monat verdient
und einigen Akademikern in der Firma praktisch sagt was zu tun ist. Der
meint auch, dass das nur Titelsammler wären.
Servus,
Schrauber schrieb:> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
Das erzählen maximal HTLer.
Schrauber schrieb:> Ich habe dazu noch mit einem geredet der 2500 netto im Monat verdient> und einigen Akademikern in der Firma praktisch sagt was zu tun ist. Der> meint auch, dass das nur Titelsammler wären.
Ist aber die Ausnahme, nicht die Regel.
Schrauber schrieb:> Was lernt man eigentlich an der Uni was man in der HTL nicht tagein> tagaus hineingedrückt bekommt (Pflichtpraktikum nicht zu vergessen)?
Dinge hinterfragen, hinter den Vorhang schauen, man bekommt eine Ahnung
vom wissenschaftlichen Arbeiten.
Wenn Dich das Studium nicht interessiert - lass es.
Dann wirst Du es höchstwahrscheinlich nicht schaffen.
lg
Markus
Markus B. schrieb:> Schrauber schrieb:>> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren>> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.>> Das erzählen maximal HTLer.
Und die Lehrer welche dort ihre Propaganda verbreiten müssen um ihre
Arbeitsplätze zu sichern. Die Dödel welche ich dort von der Uni
rumlaufen gesehen habe sind aber im Grunde auch zu nichts zu gebrauchen
- und da ist es egal ob es ein Doktor oder nur ein normaler Dipl. Ing.
war.
Lustigerweise kann ich sagen das wir in der Hauptschule motiviertere
Lehrer hatten und dort effizienter programmieren gelernt haben als in
der HTL, das aber auch nur da wir dort auf dem Land vor langer Zeit sehr
motivierte Lehrer hatten.
Man muss sich ja nur die Diplomarbeiten ansehen, die sind allesamt
nichts besonderes.
Zudem schwankt die Qualität der verschiedenen HTLs in Österreich auch
extrem.
Martin schrieb:> Die Dödel welche ich dort von der Uni> rumlaufen gesehen habe sind aber im Grunde auch zu nichts zu gebrauchen
Also Uni bringt keinen praktischen Mehrwert oder?
In Deutschland wirste mit htl in den meisten Firmen mit Facharbeitern
gleichgesetzt und hast damit fast keine Chancen auf die richtig
interessanten Stellen.
Traurig ist aber so: Studium ist zumeist die Eintrittskarte
@Schrauber
Dein Verwandter hat recht, ein Studium wäre klug...
Auch wenn es sicher stellen geben wird, wo dein jetziges wissen
ausreicht... Du hinkst jenen die Studiert haben, meilenweit hinterher
auch wenn du das nicht siehst, oder nicht sehen willst...
Ob Studien das richtig für dich wäre, ist wiederum eine andere frage...
Schrauber schrieb:> Martin schrieb:>> Die Dödel welche ich dort von der Uni>> rumlaufen gesehen habe sind aber im Grunde auch zu nichts zu gebrauchen>> Also Uni bringt keinen praktischen Mehrwert oder?
Schau dir einfach auf Youtube einige Vorlesungen von der Universität an,
dann wirst du das schon sehen. Irgendwo kann man so einige Themen von
der Universität immer wieder unterbringen.
Ich habe eine HTL Ausbildung bereue sie aber aus dem Grund da es
eigentlich nichts mit dem zu tun hat was ich in der Wirtschaft benötige
obwohl ich eigentlich die richtige Spate gewählt hatte, die Jahre hätte
ich einfach besser investieren können.
Damals hat man uns noch schön gesagt wie groß doch der Fachkräftemangel
2010 sein würde da ja so viele alte Ingenieure in Rente gehen würden.
Die Lehrer hatten irgendwie nicht all zu viel drauf und nur ihren Stoff
durchgezogen.
Der praktische Teil ist aber gut wenn man Entwicklungshilfe in Afrika
oder so machen möchte.
Beim Elektronikteil (dem praktischen Teil) wurde z.B stundenlang die
Zeit mit Löten totgeschlagen.. Flussmittel? Das Wort hab ich dort nie
gehört.
Ich arbeite in der Software und Elektronikentwicklung.
Gymnasium (ein Jahr weniger) und nebenbei den Rest selber lernen davon
halte ich mehr, HTLs haben vom Wissensstandpunkt her einfach nicht genug
zu bieten.
beginner schrieb:> In Deutschland wirste mit htl in den meisten Firmen mit Facharbeitern> gleichgesetzt und hast damit fast keine Chancen auf die richtig> interessanten Stellen.
Techniker, Meister und Absolventen von Fachakademien.
> Traurig ist aber so: Studium ist zumeist die Eintrittskarte
Schrauber schrieb:> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
Man kann sicherlich kollegial auf gleicher Ebene zusammen arbeiten. Die
meisten Firmen machen keine so hoch anspruchsvollen Sachen, dass alle
Entwickler ein Studium haben müssen. Die Unterschiede in der
Arbeitsweise sind eher subtil und in der meisten Zeit nicht sichtbar.
Dazu kommt, dass viele Studenten (vor allem von der Uni) denken, sie
werden später für das Lösen von schweren Mathematikaufgaben bezahlt und
laufen so auch durch das Studium. Die praxisrelevanten Dinge gehen dann
eher unter.
Die Frage ist eher: Kannst du von einem Studium profitieren? Hast du
überhaupt Interesse, eine Menge neue Dinge zu lernen? Wenn das nicht der
Fall ist, wirst du von einem Studium kaum profitieren.
Schrauber schrieb:> Jetzt will ich aber> meine Karriere vorantreiben.
Für die Karriere ist ein Studium wichtig, weil viele Ingenieure einen
Chef ohne Studium nicht ernst nehmen. In größeren Firmen ist der Doktor
Pflicht.
Schrauber schrieb:> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
Der Präsident der ETH Zürich (Technische Uni) sagte heute in den Medien,
die ETH wolle nicht Menschen ausbilden, die bestehendes Wissen
wiedergäben, sondern solche, die neues schaffen könnten. Genau das ist
der Unterschied zwischen einem Uni-Studium und einer FH/HTL. In der
Wirtschaft braucht es sehr viele Leute vom ersten Typ fürs
"Tagesgeschaft" und einige wenige vom zweiten Typ um neues zu erforschen
und zu entwickeln. Der erste Typ fährt mit einer HTL/FH vermutlich nicht
schlecht, der zweite Typ sollte an die Uni. Man muss selbst wissen, was
man tun möchte, wobei die Uni natürlich theoretisch-mathematisch
deutlich anspruchsvoller ist.
Antimedial schrieb:> Für die Karriere ist ein Studium wichtig, weil viele Ingenieure einen> Chef ohne Studium nicht ernst nehmen.
Ja.
> In größeren Firmen ist der Doktor> Pflicht.
Nein, aber es wird geglaubt.
P. M. schrieb:> Schrauber schrieb:>> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren>> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.>> Der Präsident der ETH Zürich (Technische Uni) sagte heute in den Medien,> die ETH wolle nicht Menschen ausbilden, die bestehendes Wissen> wiedergäben, sondern solche, die neues schaffen könnten. Genau das ist> der Unterschied zwischen einem Uni-Studium und einer FH/HTL. In der> Wirtschaft braucht es sehr viele Leute vom ersten Typ fürs> "Tagesgeschaft" und einige wenige vom zweiten Typ um neues zu erforschen> und zu entwickeln. Der erste Typ fährt mit einer HTL/FH vermutlich nicht> schlecht, der zweite Typ sollte an die Uni. Man muss selbst wissen, was> man tun möchte, wobei die Uni natürlich theoretisch-mathematisch> deutlich anspruchsvoller ist.
Der disqualifiziert sich doch schon mit seiner eigenen Aussage.
Diese Traumtänzer aus den Unis kenne ich zu genüge, neues schaffen dort
aber vielleicht maximal 1%, der Rest geht irgendwelchen Jobs nach die
auch jene machen könnten welche keinen Abschluss haben.
Gerade in der IT sind sehr viele Uni Abgänger unterwegs.
Um etwas schaffen zu können benötigt man durchaus auch Wissen auf das
man aufbauen kann.
Da gab's erst vor einiger Zeit ein Video von Studenten der ETH die einen
Kuka Roboter angesteuert haben um etwas abzufangen, Kuka Roboter sind
hochpräzise.
Was ich damit meine ist eigentlich es gibt auch auf der Uni gute und
schlechte Leute, genau so gibt's in der Wirtschaft (auch durch eine
normale Ausbildung) gute und schlechte Leute.
Martin schrieb:> Lustigerweise kann ich sagen das wir in der Hauptschule motiviertere> Lehrer hatten und dort effizienter programmieren gelernt haben als in> der HTL, das aber auch nur da wir dort auf dem Land vor langer Zeit sehr> motivierte Lehrer hatten.>> Man muss sich ja nur die Diplomarbeiten ansehen, die sind allesamt> nichts besonderes.> Zudem schwankt die Qualität der verschiedenen HTLs in Österreich auch> extrem.Martin schrieb:> Gymnasium (ein Jahr weniger) und nebenbei den Rest selber lernen davon> halte ich mehr, HTLs haben vom Wissensstandpunkt her einfach nicht genug> zu bieten.
Da würde mich doch tatsächlich interessieren welche HTLs das bitte
waren? Wenn das ganze so aussieht müssen das ja schreckliche Schulen
gewesen sein, meine HTL Ausbildung war phantastisch, fast alle Lehrer
top motiviert und sehr erfahren, die meisten meiner Lehrer hatten
relativ hohe Positionen in Firmen. Was ich in der Zeit dort gelernt habe
zusammen mit dem was ich mir selbst angeeignet habe(großteils Dinge die
ich sonst in einem Studium hätte lernen müssen) hilft mir immens bei der
Arbeit. Ebenso sind die Diplomprojekte in unserer HTL jedes Jahr
phantastisch, gewinnen etliche Preise und erfinden ständig neues.
Wenn die Absolventen einer HTL so etwas nicht sagen können war die HTL
die sie besucht haben tatsächlich einfach schlecht. Das wird bestätigt
leider die Aussage über die Qualität der verschiedenen HTLs, man sollte
schon die richtige besuchen wenn man gute Ausbildung will..
In der HTL lernst Du etwas durchzuführen. Auf der Hochschule lernst Du
etwas zu beweisen.
Wenn Dir die intellektuelle Leidenschaft fehlt, dann genügt die HTL.
Wenn Dich die Erkenntnissehnsucht quält, dann studiere.
Nur Maschinenbau studiere nicht, denn die sind antiintellektuell.
Können zählt in Firmen nur bedingt, denn irgendein Präsentator und
Persönlichkeitsbildner wird sich mit Deinen Federn schmücken, weil Dir
keine Zeit fürs Intrigieren bleibt.
Marktwirtschaft = Gacki
Rossäpfel = eine andere Art Gacki
Zocker_55 schrieb im Beitrag #6053134:
> Was ist eine HTL ?
Oberstufe welche auf mysteriöse Art und Weise "Ingenieure" produziert.
>> Wo gibt es sowas in Deutschland.
Gibts nur beim kleinen räuberischen Bergvolk.
Cyblord -. schrieb:> Zocker_55 schrieb im Beitrag #6053134:>> Was ist eine HTL ?>> Oberstufe welche auf mysteriöse Art und Weise "Ingenieure" produziert.>>>>> Wo gibt es sowas in Deutschland.>> Gibts nur beim kleinen räuberischen Bergvolk.
Dann sollte man viele Fachhochschulen auch unterstellen, dass die
mysteriöse Art und Weise "Ingenieure" produzieren.
In der BRD gab es auch mal solche Schulen waren Ingenieurschulen und es
reichte aus, um Ingenieur zu werden.
Dann gab es noch Diplom Ingenieure aus echten Hochschulen, bis dann die
Fachhochschulen kamen und das Diplom für jedermann erreichbar wurde.
Heute ist so mancher Bachelor locker gleichwertig mit der HTL
Ausbildung.
Warum wird das wohl so nieder geredet? Die Leute sind sinnlos und
grundlos Neidisch.
beginner schrieb:> Traurig ist aber so: Studium ist zumeist die Eintrittskarte
Was ist daran traurig? Ich finde das gut und richtig so. Von einem
Schmalspur-Studium halte ich nämlich gar nichts, mir ist da schon der
Bachelor ein Dorn im Auge. Also entweder Diplom oder Master sollte es
schon sein, um eine fundierte theoretische Ausbildung vorweisen zu
können.
3tageflieger schrieb:> Cyblord -. schrieb:>>>> Gibts nur beim kleinen räuberischen Bergvolk.>> Warum wird das wohl so nieder geredet? Die Leute sind sinnlos und> grundlos Neidisch.
Du kennst Cyblord noch nicht, der ist so. Seine Fähigkeiten liegen darin
ungefragt Sand ins Getriebe zu schütten und zu meinen das das einzig
richtige sei. Du brauchst ihn in diesem Thread nicht weiter ernst
nehmen.
Es gibt in jedem Unternehmen verschiedene Positionen. Ein HTL-Techniker
ist ganz gut für diverse Zwecke einzusetzen und die Absolventen sind
überwiegend auch lernwillig. Natürlich müssen die auch erst Erfahrung
sammeln.
HTL Techniker verdienen in etwa 24-36K beim Einstieg, PhDs deutlich
darüber. Und wer sich im Job meistert verdient auch bald mal mehr. Kommt
halt auch darauf an was man macht.
Nicht unbedingt die Ausbildung entscheidet wie viel jemand verdient.
Ein Nachbar (ein ehemaliger Tischler) verdient z.B über 100k/Jahr durch
China Importe und hat sich erst vor kurzem eine Lagerhalle gebaut da das
Geschäft so anwächst. Der braucht dazu weder Abitur noch ein
abgeschlossenes Studium und schiebt einfach nur Pakete auf eigene
Rechnung.
Es gibt bei HTLs in Österreich auch ein paar Qualitätsunterschiede, ich
war selber in einer die nicht so gut war.
Gut dann kann ich halt den praktischen Teil in die Tonne kloppen, die
Theorie wie im Gymnasium ist immer noch eine gute Grundlage und es gibt
dort auch so ziemlich nichts das ich im Nachhinein im Job nicht benötigt
hätte.
Nach dem Studium wird's spezieller dieses Wissen benötige ich zwar auch
aber nicht so häufig und nicht in dem Umfang. Und ehrlich gesagt hab ich
nicht mal das Wissen von der HTL permanent im Kopf ich weiß halt wo ich
nachschauen muss wenn ich wiedermal was brauche.
Wer als Master bzw. PhD etwas gegen HTLs hat muss wohl selber ein
Schmalspurakademiker sein und versteht nicht mal was diese
Ausbildungsform darstellt. Sie hat ihre Berechtigung und ist auch für
Unternehmen eine gute Quelle für brauchbares technisches Personal
(welches nicht mal zu teuer ist).
z.B Wenn ich Leiterplatten zu entwickeln habe dann setze ich genau so
eine Person neben eine erfahrene Person und der HTL Techniker wird dann
selber auch zurecht kommen. Der bleibt mir dann hoffentlich 3-6 Jahre
bis er weiterzieht und spart mir schlussendlich 30.000 EUR/Jahr.
Aber natürlich steigen dort auch die Gehälter bzw. wenn man diese Leute
länger halten möchte sind die dann auch irgendwann über 50K.
Wenn man dann rechnet dass eine Person mit Studium mehrere Jahre nicht
arbeitet kann es durchaus auch vorkommen das ein HTL Abgänger sogar
besser dran ist als ein PhD.
Kommt halt wirklich auf das Unternehmen an.
Schrauber schrieb:> Man hört von allen Seiten dass man als HTLer mit 5 Jahren> Berufserfahrung quasi so viel kann wie ein Uni oder FH Absolvent.
Ich weiß nicht, was HTL ist und kann das nicht einschätzen. (Google sagt
iwas in Österreich)
Es spielt aber auch keine Rolle, was zählt ist was der, der dir den Job
anbietet davon hält.
Was ein UNI/FH Abschluss ist wissen die alle und zwar international.
Wie ein "HTLer mit 5 Jahren BE" einzustufen ist eben nicht.
c r schrieb:> Was ein UNI/FH Abschluss ist wissen die alle und zwar international.> Wie ein "HTLer mit 5 Jahren BE" einzustufen ist eben nicht.
Das sollte aus den Bewerbungsunterlagen ersichtlich sein.
Gymnasium mit technischem Hintergrund, dementsprechend sind auch die
Gehälter.
Einstiegsgehälter so zwischen 24-36K (die meisten eher am unteren Ende,
aber dort bleiben die wenigsten).
Wenn sich ein Diplom Ingenieur/Bachelor oder Master angegriffen fühlt
dann kann er nicht wirklich viel drauf haben.
Mit einschlägiger Berufserfahrung kommt ein HTLer locker an nen Bachelor
ran (damit meine ich wemm der HTL Absolvent berufsbedingt auch diverses
Wissen erworben hat, von selbst und durch nichts tun erlangt ein HTL
Absolvent natürlich auch nicht mehr Wissen).
Ob dort jetzt Unkraut-Rupfer oder Ingenieur steht ist absolut egal, für
den Titel zahlen die wenigsten. Es ist nur eine Bestätigung dass die
Person ein paar Jahre in dem Bereich auch tätig war (wobei das soweit
ich weiß mittlerweile auch etwas aufgelockert wurde und schwammiger
ist).
Soweit ich weiß wird HTL-Ingenieur in Bayern auch anerkannt (eventuell
auch in BaWü).
Wer mehr darüber wissen will:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20009785
Alles nachlesbar, um Bildungslücken zu schließen.
Dd S. schrieb im Beitg #6065280:
> Ob dort jetzt Unkraut-Rupfer oder Ingenieur steht ist absolut egal, für> den Titel zahlen die wenigsten.
Das stimmt so nicht, der akademische Grad spielt sehr wohl eine wichtige
Rolle bei der Einstellung von Personal, ohne diesen hatte ich definitiv
meinen jetzigen Job als Entwicklungsingenieur nie bekommen.
Qwertz schrieb:> Dd S. schrieb im Beitg #6065280:>> Ob dort jetzt Unkraut-Rupfer oder Ingenieur steht ist absolut egal, für>> den Titel zahlen die wenigsten.>> Das stimmt so nicht, der akademische Grad spielt sehr wohl eine wichtige> Rolle bei der Einstellung von Personal, ohne diesen hatte ich definitiv> meinen jetzigen Job als Entwicklungsingenieur nie bekommen.
Bei Einstellungen nehme ich immer den billigsten Lohnsklaven
Vielleicht hilft da etwas Licht von jemandem wie mir:
* 1994-1999 HTL St. Pölten, Elektrotechnik
* 2000-2006 TU Wien Diplomstudium Elektrotechnik Fachrichtung
µElektronik, Diplomarbeit bei Infineon in Villach,
* 2006-2011 TU Wien, Doktorat Elektrotechnik.
Kurz gesagt: Ein HTL-Absolvent kann aufgrund seiner praxis- und
laborlastigen nahen Ausbildung in den ersten Jahren (!) immer mehr als
ein (frischer) Uni-Absolvent, auch was den praktischen Aufbau von
Elektronik angeht.
Jedoch muß in der HTL zwangsläufig "hemdsärmelig" unterrichtet werden,
da v.a. das mathematische Werkzeug, Physik und Mechanik erst langsam
dazukommen, jedoch solche Dinge wie die Lorenzkraft schon in der 1.
Klasse unterrichtet werden - man kann einem 16jährigen keine Formeln mit
Trigonometrischen Funktionen, Differentialen, Integralen, Kreuz- oder
Skalarprodukt vor die Nase knallen und muß sich mit einfacheren
Darstellungen behelfen (also z.B. "Felder stehen lotrecht zueinander")
In der Uni sind genau diese Voraussetzungen schon da, also geht man
sofort in die Vollen, auch in den Mathematik- und Physikvorlesungen
udgl. Man lernt also wie z.B. elektrische und magnetische Felder
berechnet werden und kann das Gelernte auf neue Probleme anwenden - die
HTL kann so was prinzipbedingt nicht lehren.
Also kann Dir ein Uni-Studium (bitte nicht nur Bacc) ein Rüstzeug geben,
das Deine praktischen Kenntnisse aus der HTL mit dem theoretischen
Grundwissen deutlich erweitert - die HTL-Vorbildung ist dabei übrigens
hinsichtlich Jobauswahl durchaus von Vorteil - man braucht Leute, die
sowohl die Theorie beherrschen als auch einen Lötkolben in der Hand
halten können!
Tipp #1: Warte nicht zu lange! Ich habe durch das "verlorene Jahr" mit
dem Bundesheer leichte Startschwierigkeiten gehabt, weil man erst wieder
ins Lernen hineinfinden muß, das wird mit den Jahren immer schwieriger;
auch das Finanzielle wird sonst schwierig, weil Du fürs Studium das
Arbeiten und damit das Gehalt reduzieren mußt.
Tipp #2: Wenn möglich, arbeite nebenher solange weiter, daß Du für
insgesamt 4 Kalenderjahre 8580€ (brutto abzgl SV) vorweisen kannst -
dann kannst Du ein Selbsterhalterstipendium beantragen - sind immerhin
800 € im Monat.
Scheinbar sind hier echt Leute, die nicht fähig sind zu googlen.
Ein HTL Abschluss ist ein halbes FH Studium wert, man kann den Dipl.
Ing. (FH) innerhalb von 2 Jahren erreichen.
In Bayern wird der HTL Ingenieur anerkannt.
Oder frage ich mal so, der Betriebswirt FH oder IHK Akademie wird in der
Wirtschaft auch quasi gleich gesetzt.
Leute mal ganz ehrlich wie viel Wissenschaft brauch man bei den meisten
Stellen???
Das ist schwachsinn, da reicht der HTL Abschluss aus, sonst sollte man
schon den Master oder Dipl. Ing. (TH, UNi...) haben. Also einer echten
Universität.
Ich finde das Ingenieurgesetzt lächerlich, das soll nur dafür sorgen,
dass man unnötig lange in der Schule rumgammelt.
Hatte vor 1969 auch alles prima geklappt mit der Ingenieurausbildung.
Wenn man schaut wo uns das hingeführt hat, jeder Idiot kann seinen
Meister, Techniker schaffen mit ganz tollen Noten.
Das Abitur gibt es auch für tolle groß Schwatzer und Mathematiklegi's
die nicht mal die Bruchrechnung verstehen können.
Aber solche Leute bekommen reihenweise einen Bätschläör und nennen sich
Ingenieur.
Die hätte man damals durch die Lehre geprügelt und die wären anständige
Gesellen geworden.
Heute sind das alles Meister, Techniker und Bätschlör, die nix können
aber das perfekt gut Beschreiben in Worten...
Looseralarm schrieb im Beitrag #6067017:
> Achtung Achtung mein looser Detektor ist auf Anschlag. Piupiupiu
Natürlich. Aber das ist meiner in diesem Forum praktisch immer. Für
mindestens die Hälfte aller Dipl. Ing. hier hat es ja nur für die FH
gereicht.
Da spielen ein paar HTL-Abiturienten die sich für Ings halten doch keine
Rolle mehr. Auslachen, umdrehen, stehenlassen.
Cyblord -. schrieb:> Looseralarm schrieb:>> Achtung Achtung mein looser Detektor ist auf Anschlag. Piupiupiu>> Natürlich. Aber das ist meiner in diesem Forum praktisch immer. Für> mindestens die Hälfte aller Dipl. Ing. hier hat es ja nur für die FH> gereicht.> Da spielen ein paar HTL-Abiturienten die sich für Ings halten doch keine> Rolle mehr. Auslachen, umdrehen, stehenlassen.
Was meinst Du was Physiker über Dipl. Ing. egal welche Hochschule oder
Akademie denken???
Für die sind das alles Techniker.
Einer meinte mal, warum machen die so lange an den Schulen rum?
Können doch nachher nur anwenden und haben ein wenig Grundlagenwissen.
Da hätte ich der Techniker von einer Technikerschule alle mal gereicht.
Die möchte gern Uni's haben nicht mehr Mathematik als in der Oberstufe,
wenn ich dort schon meinen Techniker mache, ist der Ingenieur
überflüssig.
Für die anwendungsbezogene Industrie reicht der HTL Ing. dicke aus.
Alles andere ist unnötiges Wissen, und das reicht wieder für Forschung
nicht aus, ist also wie das Vordiplom.
So und ein Master von einer möchte gern Uni reicht nicht aus zum
Forschen.
Somit ist das alles nur dazu da, dass man seine Förmlichkeiten auf dem
Papier hat.
Da jeder Techniker einen Master machen kann ohne Bätschlär, sollten die
abgeprüften Ings mal inne halten.
Im Ausland gibt es verschiedene Bätschlor, ich wäre dafür das Abi auf 12
Klassen zu beschränken, dort aber nur wirklich die besten zu zulassen,
die wirklich für eine Universität geeignet sind.
Die anderen bis zur 10. Klasse, wenn das Verhalten und die Reife in der
Prüfung passt.
Die anderen bis zur 8 Klasse, und dann Berufsfachschule und Job oder
gleich Ausbildung z. B. Mauer oder Erzieherin.
Die von der 10. Klasse kommen können dann zu einer möchte gern Uni um
dort in 3 Jahren den Ing. zu machen und in 2, wenn es in Mathe nicht
passt oder so den Techniker.
Alles andere ist reinste Zeit verschwendung von Steuergeldern.
Es ist doch Schwachsinn 5 mal das gleiche zu lernen und abzuprüfen, das
ist doch heutzutage lächerlich!
Das Geld kann man den Firmen geben, wenn die 18 Monate die Frischlinge
einarbeiten.
Würde man das so umsetzen, hätten wir in Deutschland wieder ein
Wirtschaftswunder, und viele zufriedene Fachkräfte.
Was heute gemacht wird, ist auf lange Sicht eine Züchtung von
Vollidioten.
Ein Masterabschluss ist der größte Blödsinn und der Bätschlor erst
recht.
Das heutige Abitur ist auch purer Müll, es wird künstlich gekürzt und
vereinfacht, nicht überall!
Aber wenn ich sehe das Erzieher Fachabi bekommen und mit Kuscheltieren
aufgaben rechnen, wo man erraten kann welche Ableitung gemacht wurde,
dann bekommt man doch eine Klatsche fürs Leben!
Schulen und Firmen sind so fremd zueinander teilweise, da brauch man
bald keine Schule mehr besucht haben...
trapa trollinion schrieb:> Was meinst Du was Physiker über Dipl. Ing. egal welche Hochschule oder> Akademie denken???
Noch studierende Physiker halten wenig von E-Technikern aller Art. Das
gibt sich bei den meisten im Beruf, da nur die wenigsten Physiker eine
Tätigkeit als Physiker finden. Man arbeitet entweder mit E-Technikern
zusammen oder der Chef sorgt für die Zwangstrenung per Entlassung.
HTLert sind was anderes. In Deutschland kennt man die praktisch nicht.
Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. In Österreich wissen die
Betriebe was sie bekommen. Daran, dass Uni- und FH-Ingenieure in
Österreich nicht ausgestorben sind kann man schon ableiten, dass die
HTLer nicht überall den Bedarf der österreichischen Industrie erfüllen.
ja wenn die Firmen das brauchen, können die ihre HTLer innerhalb von
zwei Jahren zu Dipl.-Ing. (FH) fern studieren lassen.
Gibt das schon wohl über 20 Jahre.
Für Techniker hier in Deutschland gibt es auch langsam solche
Möglichkeiten, damit man die Kassen wieder füllt und alle formel auch
schön akademisch ausgebildet sind.
Ich weiß nicht, warum die Firmen so Papiergeil sind, die Leute lernen
doch wieso erst in der praxies und nicht in den Schulen, aber für die
HTLer Aufbaustudiengänge hieße es, dass die Dozenten aus den Firmen
kämen und das anwendungsbezogen gelehrt wird.
Somit verstehe ich, dass die dort nicht nur Hochschul 08 15 Stoff
Grundlage anno 1982 lernen, sondern aktuellen Stand der technischen
Forschung???