Retro Projekt: 68000

#3944491
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Hallo,

ich wollte nochmals was mit dem 68k machen. Habe endlich 2 Stück im 
Baukasten gefunden.

Meine Idee wäre:

68000
DRAM (2 MB, 30 pin SIMMs)
CPLD für DRAM Controller (XC9572)
Propeller als boot ROM und video controller, irgendwie :), (leider hat 
den Propeller so wenig PINs :()
#3944529
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Ich würde eher die 683XX nehmen: 68331/332, 68340, 68EN360. Die sind 
viel angenehmer zu handhaben, haben eine Debugschnittstelle, eingebaute 
Peripherie, DRAM-Controller und Chip-Select-Logik.

Sagt Dir die Zeitschrift ELRAD noch was? Schau mal in die Ausgabe 
3/1994.

Oder hier:
http://www.mct.net/product/mega332.html
Da gibts auch Schaltpläne fürs Ideen sammeln.

Statt EPROMs nimmst Du heutzutage natürlich Flashes, zB AMD 29F800 oder 
so.

Und wenn Du aus der Retro-Ecke raus willst:
http://www.freescale.com/webapp/sps/site/prod_summary.jsp?code=MCF5227X

Coldfire ist die RISC-Version vom 68k, bei der seltene Befehle und 
Adressierungsarten weggelassen und Microcode durch Hardware ersetzt 
wurde. Das geht dann hoch bis 400 MHz.

fchk
#3944663
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- Für PALs/GALs habe ich kein Programmer. Ein 9572 ist auch nicht sehr 
high-end... oder neu, ein programmer habe ich da. Nur mit TTL habe ich 
schon was gemacht (68008-Basiert).

- Ein 683xx habe ich nicht dabei -> Muss eins holen und Platine machen 
lassen...
- Coldfire: Ich habe vor 3 Jahre was versucht. MFC5206e mit SRAM, Flash 
und eigene BDM. Aus irgendweche Grund hat nicht richtig funktioniert: 
Man konnte Per BDM alles machen, aber als ich Reset von 0 auf 1 
umgeschaltet habe, hat den Prozessor nicht gestarted, ich meine hat kein 
Fetch durchgeführt. Das Problem habe ich nie rausgefunden :(, Ich habe 
gesucht aber keine Antwort gekrigt, die Leute haben sich mit so was 
nicht mehr beschäftigt... Diese BDM protocol war nicht besonders gut 
beschrieben :(

- SRAM: Ja, geht es auch, meine Bauteile sind nur für 3,3 V, und die 5 V 
brauchen sind in SOJ gepackt.

Ich habe es nicht geschrieben aber, ich will es in eine 
Lochrasterplatine machen :).
Gast #3944790
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Als Anregung Schaltpläne eines schönen 68000-Systems, das ohne 
programmierbare Logik auskommt (lediglich einige simple PROMs zur 
Decodierung von Adressbereichen und function codes) - die original 
SUN-CPU, die von verschiedenen Herstellern (u.a. Codata und Cisco) 
lizensiert wurde und Basis für die Entwicklung der ersten 
Sun-Workstations war:

http://bitsavers.informatik.uni-stuttgart.de/pdf/codata/05-0004-01_Codata_CPU_Board_Manual_Jul83.pdf

http://sun1.sunhelp.org/198302_sun_68000_board_users_manual_revb.pdf

http://bitsavers.trailing-edge.com/pdf/stanford/sun/SUN_CPU_Rev_D_Feb82.pdf

Das System hat ein paar nette Besonderheiten, wie z.B. eine mit 
schnellen SRAMs aufgebaute MMU und einen in Software realisierten 
DRAM-Refresh.

Allerdings verwendet das System leider ein paar heute recht exotische 
Komponenten wie z.B. einen AMD9513 Timer, einen NEC uPD7201 UART (=intel 
8274) und Multibus als Bussystem. Dafür gibt's auch source code zum 
Firmware-ROM 
(http://bitsavers.trailing-edge.com/bits/Sun/sun1/sunmon.tar.Z).

-- Michael
Gast #3944893
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Es gibt übrigens noch neue 68000er zu kaufen - den 68SEC000 von 
Freescale, der offiziell bis 20 MHz verfügbar ist (und von Besitzern des 
Minimig bis 50 MHz übertaktet worden ist), zu haben z.B. bei Digikey ab 
rund 7 Eur.

Der Vorteil des 68SEC000 ist, dass er mit 3,3V Signalpegeln funktioniert 
(neuere CPLDs), aber 5V-tolerant ist. Und als QFP64 braucht er nicht so 
viel Platz auf der Platine wie ein DIL64 68000, ist aber noch angenehm 
zu löten. Für Lochraster bringt's natürlich keinen Vorteil...

-- Michael
Gast #3944946
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MaWin schrieb:
> Welchen Sinn macht ein Computer ohne Programme?
>
> Bau was sinnvolles nach, für den es kostenlose Software im Source gibt.

An kostenloser Software im Source für 68k mangelt es wirklich nicht. 
Natürlich muss man viel Programmierarbeit reinstecken, aber das macht ja 
auch den Spass an der Sache aus - ein 68k ist eben ein Rechner, den man 
noch bis ins letzte Bit verstehen kann. Für alles andere gibt's PCs ;-).

Nur ein paar Beispiele für frei verfügbaren Code:

* Betriebssysteme:

- Minix: http://lvogel.free.fr/minix.htm
- CP/M 68k: http://home.earthlink.net/~schultdw/cpm68/
- MiNT: http://en.wikipedia.org/wiki/MiNT
- uCLinux: http://mc68k.blogspot.de/2012/03/uclinux-part-i.html
... und einen ganzen Stapel kleiner Echtzeitsysteme

* Grafik:

- Apple QuickDraw und MacPaint source: 
http://www.computerhistory.org/atchm/macpaint-and-quickdraw-source-code/

...und jede Menge mehr aus der Atari ST- und Amiga-Ecke (und vielleicht 
auch Sinclair QL und 68k-Macs). Kommt halt drauf an, was das System im 
Endeffekt können soll.

-- Michael
#3944994
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Alejandro P. schrieb:

> - Ein 683xx habe ich nicht dabei -> Muss eins holen und Platine machen
> lassen...

Ja nu. Die Dinger gibts auch im PGA-Gehäuse, selten, aber es gibt sie.

> - Coldfire: Ich habe vor 3 Jahre was versucht. MFC5206e mit SRAM, Flash
> und eigene BDM. Aus irgendweche Grund hat nicht richtig funktioniert:
> Man konnte Per BDM alles machen, aber als ich Reset von 0 auf 1
> umgeschaltet habe, hat den Prozessor nicht gestarted, ich meine hat kein
> Fetch durchgeführt. Das Problem habe ich nie rausgefunden :(, Ich habe
> gesucht aber keine Antwort gekrigt, die Leute haben sich mit so was
> nicht mehr beschäftigt... Diese BDM protocol war nicht besonders gut
> beschrieben :(

Da saß das Problem wohl vor der Tastatur. Ich habe zu der Zeit beruflich 
industrielle Systeme mit 683xx und PPC entworfen (mit pSOS+/vxWorks als 
Echtzeitbetriebssystem), und BDM lief ganz problemlos mit dem Macraigor 
Wiggler, von denen wir in der Firma einige Exemplare da hatten. Ich weiß 
also, wovon ich da rede. Gut, mittlerweile ist das alles wirklich Retro.

> - SRAM: Ja, geht es auch, meine Bauteile sind nur für 3,3 V, und die 5 V
> brauchen sind in SOJ gepackt.

Aha, Resteverwertung ist also angesagt. Gut, viel Spaß mit Deinen 
Resten.

> Ich habe es nicht geschrieben aber, ich will es in eine
> Lochrasterplatine machen :).

So so.

fchk
#3945126
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@Frank:

Ich arbeite seit einige Zeit mit Lauterbach Trace32, die Dinger sind 
>3,4k E ein Stück. Und in der Firma gibts so wie 100s davon. Dort 
liefert alles wunderbar, so kosten die..
Was ich meinte und du irgendwie nicht verstanden hast es ist das für 
hobby zwecke, sind die Coldfire nicht so geeignet. Die BDMs Adapter, die 
ich gefunden habe, kosten schon eine Menge Geld. Und was für Parallel 
Port... kann man es heutzutage vergessen..

Noch was, 683xx BDM und Coldfire BDM sind nicht gleich... Und die BDM 
war nicht das Problem... habe ich doch geschrieben... aber du hast keine 
Ahnung... oder ?
#3945225
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Alejandro P. schrieb:

> Was ich meinte und du irgendwie nicht verstanden hast es ist das für
> hobby zwecke, sind die Coldfire nicht so geeignet. Die BDMs Adapter, die
> ich gefunden habe, kosten schon eine Menge Geld. Und was für Parallel
> Port... kann man es heutzutage vergessen..

Andere Leute halten sich Frauen - die sind deutlich teurer, wenn man die 
Folgekosten betrachtet. Ein originaler Wiggler kostet 150$ - für meinen 
AVR JTAGICE mkII habe ich 250€ bezahlt, mein ICD3 (Microchip PIC) hat 
damals fast 400€ gekostet. Von daher sind das normale Preise, was 
Macraigor für sein Zeugs verlangt. Ein USB Wiggler kostet 250$, liegt 
also auch noch im Rahmen.

> Noch was, 683xx BDM und Coldfire BDM sind nicht gleich... Und die BDM
> war nicht das Problem... habe ich doch geschrieben... aber du hast keine
> Ahnung... oder ?

Weiß ich doch. Wie gesagt, ich habe das vor 20 Jahren gemacht. Und was 
Dein Problem ist, kann ich nicht sagen. Ist ein PAL (Problem Anderer 
Leute).

fchk

PS: Bei Interesse: ebay# 191090551117. Solche Teile haben wir damals 
auch verwendet. Für CPU32 gabs die E3458A.

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