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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik passives mischpult bauen


Autor: Vile Kipke (Gast)
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es geht um folgendes:
ich habe ein mikrofon-set (für's schlagzeug) und will ein mischpult
bauen, das 8 mikrofoneingänge unabhängig voneinander in der lautstärke
und balance regelt (eins zu kaufen wäre mir zu kostspieleig).
ich weiß aber nicht, wie so ein regler für die lautstärke/balance
aussehen könnte, da es sich ja um wechselstrom handelt. dazu sollen
alle 8 kanäle übereinander gelegt werden (=ein mikro soll den linken
und auch rechten kanal besetzen); reicht hier eine einfache
entstörfilterspule am ende?
ich kenne mich nur grob in der elektronik aus, daher bitte darum, dass
ihr einfache lösungen vorschlagt. dazu sollte der preis der materialien
ca unter 50 € bleiben.
ich bedanke mich im voraus!

Autor: TravelRec. (Gast)
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Passiv geht mal gar nicht. Mikrofonsignale müssen aufwändig und genau
linear verstärkt werden, sonst bekommst Du am Ende nur Mist heraus.
Wenn Du auf den Sound Wert legst, kommst Du um
Instrumentations-Verstärker in den Eingangsstufen nicht herum. Ein
typischer Kandidat dafür ist der INA217. Sehr rauscharm, Symmetrie ist
lasergetrimmt und überhaupt der Audio-Verstärker schlechthin. So, dann
brauchst Du je ein Poti für die Lautstärke, das machst Du am INA217
direkt. An dessen Ausgang muß noch ein Poti (z.B. 10k-linear) über das
Du das erhaltene Signal auf den Bus für den linken und rechten Kanal
schickst, also die Balance einstellst. Auf dem Bus treffen sich alle
Signale von allen Kanälen, es findet die eigentliche Mischung statt. Je
nachdem, wohin Du Dein Poti drehst, erscheint das Signal auf dem linken
Kanal, in der Mitte oder auf dem rechten Kanal; natürlich stufenlos. Am
Ende des Busses brauchst Du nun noch je eine Enstufe für rechts und
links, die das gemischte Signal noch einmal verstärkt und symmetriert.
Ein TL072 pro Kanal wäre da ein Vorschlag. Natürlich kommen dann noch
jede Menge Widerstände, einige Kondensatoren und eine sauber
stabilisierte symmetrische Versorgungsspannung (+-15V) hinzu. Ganz
abgesehen von den XLR-Buchsen und Steckern und einem vernünftigen
Leiterplattenlayout. Vergiß das mit den 50 Euro, die reichen nicht mal
für´s Material. Oder kauf Dir für´n Hunni ein fertiges Behringer-Teil
beim Musikhaus um die Ecke. Sorry für die ernüchternden Fakten...

Autor: mmerten (Gast)
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Selbstbau kann man hier getrost vergessen, wird wesentlich teuerer als
nen Low Cost Teil vom Chinamann oder Behringer. 8 Mic In jeweils mit
Pegel- und Panoramaregler gibt`s preiswerter fertig beim Händler um die
Ecke, mit 100 - 200 euro bist du in der Einsteiger-/Hobbykategorie
dabei.

Autor: tf1973 (Gast)
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Hallo,

völlig richtig, allein die Buchsen für Ein- und Ausgänge (was anderes
als Neutrik ist sowieso nicht brauchbar g) sowie die zu fertigende
Platine als Einzelstück machen das vorgegebene Budget schon aus.
Kauf dir was fertiges !!

Thomas

Autor: Vile Kipke (vile)
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ich hatte eigentlich gehofft, dass ich ohne platinen auskomme. die neuen
geräte haben dazu einen verstärker; meins sollte weder mit batterie noch

mit netztstrom funktionieren, also passiv, weil danach ein 4-spurgerät
angeschlossen wird. im anhang ist ein kleiner, zwar von den
schaltzeichen her falscher, schaltplan, aber um die idee zu zeigen
reichts!

Autor: ??? (Gast)
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...naja fürn Schaltplan zuwenig. Die Idee ist ja klar, aber soll das nur
mal auf dem Küchentisch funktionieren oder zuverlässig im
Bühneneinsatz...
Für alles was den Küchentisch verlässt brauchst Du schonmal richtige
Buchsen und Stecker und die kosten bei 8 Eingängen schonmal mehr als
50€

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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na und passiv sowieso nicht. willst du die micros mit potis
zusammenklemmen??? das gibt ne gnadenlose fehlanpassung an alles, was
dahinter kommen soll, um vom pegel mal gar nicht zu reden. die
geräusche vom schleifer werden lauter sein als alles andere.
nene, das mußte schon mit verstärkern machen, da hilft alles nix!

Autor: tf1973 (Gast)
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Mischpulte, so was hat man früher mal gebaut, zu Zeiten der Schuldisco
inerinnerungschwelg

Aber heute sind doch wirklich für wenig Geld halbwegs brauchbare
Einstiegs-Geräte erhältlich, so das ein Nachbau teurer kommt.


Thomas

Autor: Vile Kipke (vile)
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na gut, trotzdem vielen dank für die tipps... muss dann wohl noch ein
bisschen sparen um mir so ein gerät kaufen zu können.
mfg vile

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