Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Processing oder andere IDE _für_ (nicht auf) Raspberry Pi?


von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Ja, die Überschrift sagt eigentlich Alles. Ich habe schon Stunden im Web 
gesucht und bin nicht fündig geworden. Also, meine Frage lautet:

Gibts die Möglichkeit, einen Raspberry von einem PC aus (Mac oder Win) 
mittels Processing oder einer anderen Arduino-artigen IDE zu 
programmieren, quasi wie einen besonders großen oder schnellen Arduino?

Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache, 
sondern um die Methode: Dev/Edit auf PC und dann per Klick auf Raspi 
"beamen".

Alles was ich hundertfach gefunden habe, waren Anleitungen, wie man die 
IDEs auf dem Raspberry installiert - das will ich aber garnicht.

Danke für Tips!

von Peter II (Gast)


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Frank Esselbach schrieb:
> Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache,
> sondern um die Methode: Dev/Edit auf PC und dann per Klick auf Raspi
> "beamen".

mache einfach eine Freigabe (Samba) und schreibe dort ein perl Script. 
Schon kannst du es mit deinem Liblingsedtor programmieren.

von Andreas G. (andreasgs)


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Nimm Eclipse als IDE und konfiguriere dort die Cross compiler toolchain 
für das rasperry. Dort kannst du dann mit hilfe eines DGB Servers am 
rasperry deinen Code auf das Board schieben und auch Remote debuggen.

von (prx) A. K. (prx)


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von Klaus (Gast)


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Frank Esselbach schrieb:
> Gibts die Möglichkeit, einen Raspberry von einem PC aus (Mac oder Win)
> mittels Processing oder einer anderen Arduino-artigen IDE zu
> programmieren, quasi wie einen besonders großen oder schnellen Arduino?

Kann das daran liegen, daß der Pi eigentlich eher selbst ein PC als ein 
Arduino ist?

MfG Klaus

von c-hater (Gast)


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Frank Esselbach schrieb:

> Gibts die Möglichkeit, einen Raspberry von einem PC aus (Mac oder Win)
> mittels Processing oder einer anderen Arduino-artigen IDE zu
> programmieren, quasi wie einen besonders großen oder schnellen Arduino?

Ja klar. Auf dem RasPi läuft doch Linux. Also kannst du entweder eine 
der von der Linux-Installation unterstützen Interpretersprachen 
verwenden oder auch eine "richtige" Programmiersprache mit 
entsprechendem Cross-Compiler für das Zielsystem.
Für beide Ansätze kannst du z.B. Eclipse als IDE verwenden. Es 
existieren aber auch noch andere "generische" IDEs, die sich hierfür 
verwenden ließen.

> Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache,
> sondern um die Methode: Dev/Edit auf PC und dann per Klick auf Raspi
> "beamen".

Genau das geht damit. Ein wenig hakelig ist allerdings die Konfiguration 
einer solchen Umgebung, um das ganz alleine hinzubekommen, benötigt man 
schon einiges an Erfahrung und eine Menge Zeit. Insbesondere, wenn man 
auch Wert auf ein funktionsfähiges Remote-Debugging legt.

Es würde mich allerdings sehr wundern, wenn es nicht bereits Dutzende 
fertiger(*) Lösungen für das Problem im Netz gäbe.

(*) "fertig" ist leider ein ziemlich dehnbarer Begriff...

von Karl H. (kbuchegg)


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Ich denke, hier wird aneinander vorbei geredet.


Was er NICHT will:
Er will NICHT die Arduino Entwicklungsumgebung auf dem Pi installieren.

Was er will:
Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein 
Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi.

von Peter II (Gast)


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Karl Heinz schrieb:
> Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein
> Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi.

oder auch nicht:

> Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache,

also auch Perl was auf die IO Ports zugreift.

von Karl H. (kbuchegg)


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Peter II schrieb:
> Karl Heinz schrieb:
>> Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein
>> Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi.
>
> oder auch nicht:

Ich setz ein 6-er Tragerl Bier deiner Wahl.
Hast du schon einmal einen 'Arduino-Frager' hier im Forum gesehen, der 
sich so ausdrückt, dass man ihn auf Anhieb versteht ohne zwischen den 
Zeilen lesen zu müssen?

von Andreas G. (andreasgs)


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Er könnte auch einen xmbc sever am Pi installieren, sich per Remote 
Desktop drauf verbinden und dann am Pi die IDE installieren. Hätte den 
Charme, dass er sofort die IDE dabei hat, wenns mal wo hackt, die auch 
schon fertig konfiguriert ist. Jedem nach seinem Geschmack.

Je nachdem was er konkret mit dem käschtli vorhat, ist hald die eine 
oder andere Lösung eleganter...

von ndb (Gast)


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Eine Moeglichkeit waere sich per SSH einzuloggen und direkt auf dem Pi 
mit nano  Vi  Vim zu coden und dann zu compilieren. Fuer GCC gibts ja 
die wiringPi library, womit das Ansteuern der GPIOs zum Kinderspiel 
wird.

Falls einem das Terminal nicht so genehm ist, man aber dennoch nicht 
immer das Projekt nach jeder Änderung wieder per Hand auf den Pi 
uebertragen moechte, dann liesse sich z.B. auch direkt auf dem Pi 
programmieren indem man auf diesem einen FTP Server aufsetzt und mit 
einem der diversen IDEs, welche live FTP edits erlauben, dann die Files 
zu editieren. - Und dann noch schnell ein make per SSH ausführen.

von c-hater (Gast)


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Karl Heinz schrieb:

> Was er NICHT will:
> Er will NICHT die Arduino Entwicklungsumgebung auf dem Pi installieren.

Das kann man, denke ich, bedenkenlos insofern erweitern, daß er 
überhaupt keine IDE auf dem RasPi haben will. Diesbezüglich war das 
Posting ziemlich eindeutig.

> Was er will:
> Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein
> Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi.

Das ist allerdings keinesfalls so eindeutig dem Posting zu entnehmen, 
das stellt höchstens deine eigene Spekulation zu dessen Sinngehalt dar.

Genau genommen läßt sich im Posting sogar ein deutlicher Hinweis finden, 
der dieser Spekulation wiederspricht (Originalzitat):

> Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache

Wenn schon die Programmiersprache für den TO nicht sehr relevant ist, 
kann er wohl kaum einen 1:1-Port der Arduino-Umgebung im Sinn gehabt 
haben, oder?

von Karl H. (kbuchegg)


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c-hater schrieb:

>> Was er will:
>> Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein
>> Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi.
>
> Das ist allerdings keinesfalls so eindeutig dem Posting zu entnehmen,
> das stellt höchstens deine eigene Spekulation zu dessen Sinngehalt dar.

Mag sein.
Warten wir seine Klarstellung ab.

> Wenn schon die Programmiersprache für den TO nicht sehr relevant ist,
> kann er wohl kaum einen 1:1-Port der Arduino-Umgebung im Sinn gehabt
> haben, oder?

Wenn das alles für ihn nicht relevant wäre, was hindert ihn daran, sich 
in 5 Sekunden per Google eine Crosscompile-IDE für den Pi zu ersuchen?
Richtig. Er programmiert einen Arduino und will den Pi als 
leistungsstärkeren Arduino einsetzen.

> einer anderen Arduino-artigen IDE zu programmieren, quasi wie einen
> besonders großen oder schnellen Arduino?

von Peter II (Gast)


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Karl Heinz schrieb:
> Wenn das alles für ihn nicht relevant wäre, was hindert ihn daran, sich
> in 5 Sekunden per Google eine Crosscompile-IDE für den Pi zu ersuchen?

naja wenn er bei Google eine Anfrage wie den Betreff von dem Thread 
verwendet, wird ihm auch Google nicht helfen können.

von c-hater (Gast)


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Karl Heinz schrieb:

> Wenn das alles für ihn nicht relevant wäre, was hindert ihn daran, sich
> in 5 Sekunden per Google eine Crosscompile-IDE für den Pi zu ersuchen?

Vielleicht die simple Tatsache, daß er das Prinzip eines CrossCompilers 
nicht kennt oder nichtmal den Begriff selber?

Der Mann ist Arduino-Anwender...

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Frank Esselbach schrieb:
> Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache,
> sondern um die Methode: Dev/Edit auf PC und dann per Klick auf Raspi
> "beamen".

Allein dafür gibts eine Menge Möglichkeiten, die alle mächtiger (und 
generischer) sind, als das Arduino-Bootloaderprotokoll oder ISP.

Wenn der Raspi am Netz hängt, dann kann man Programme/Skripte direkt 
hochladen:

- per SSH (scp)
- per FTP (FTP-Server auf dem Pi)
- per Netzwerk-Share (Samba/NFS auf dem Pi)
- per HTTP-Upload (Webserver auf dem Pi)

Oder der Pi holt sich das Zeug selber:

- wie oben, nur mit vertauschten Rollen zwischen Pi und PC

Man kann die Daten auch auf einen mobilen Speicher tun (z.B. einen 
USB-Stick) wo sie der Pi runtersaugt. Wenn man den Pi ausschaltet, kann 
man die SD-Karte rausnehmen, am PC mounten und die Datei drauf kopieren.

von Hellmut K. (hkohlsdorf)


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Ich bin auf die gleiche Fragestellung wie der Initiator dieses Thread 
gestoßen. Ich arbeite an einem größeren privaten Projekt wo der Raspi 
mir unter anderem dazu dient die Weise wie Mathematica und SystemModeler 
mit externer propietärer Hardware zusammen arbeiten kann. Da es dieses 
z. B. für den Raspi gibt, ja auch Mathematica und die Wolfram Sprache 
und der SystemModeler über das Protokoll Firmata kommuniziert habe ich 
beschlossen mich mit dem raspi intensiver zu beschäftigen! Das bedeutet 
ich muss hinreichend firm mit Linux werden und auch die darüber 
kennengelernte Sprache Python die für das Aufbereiten von Messdaten und 
die Übergabe an Mathematica durch die Fähigkeiten ihrer "regular 
expressions" gut geeignet sein müsste habe ich auch beschlosseb mich in 
diese Themen einzuarbeiten. Nun habe ich mir die IDE von Wingware, Wing 
Personal Edition geleistet da ich hier explizit die crossplatform 
Kompilierung und das Debuggen aus der PC Umgebung heraus unterstützt 
fand. Nun traf ich dabei sofort auf Begriffe wie ssh und Samba wovon ich 
zuvor nichts gehört hatte.
Bei Samba heisst es kann man Windows und Unix/Linux Rechner in einem 
Windows File- und Netzwerk einbinden und, wie auch hier geschrieben 
crosscompiling und debuggen. Meine Frage:
Wie sieht das konzept aus in welchen Samba und ssh mit einer 
crossplatform IDE, hier Wing von Wingware vom PC aus die gewünschten 
Ergebnisse für eine IDE erreichen?
Warum und wie arbeiten Samba und ssh mit der IDE zusammen um so das Ziel 
von crossplatform Entwicklung und debuggen zu erreichen. Ich bin mir 
bewußt, das Python ein Interpreter ist und wenn man die aktuelle Version 
von Python 3 verwendet den entstehenden Kode sowohl unter Windows wie 
auch unter Raspian ausführen kann. Auf dem Raspi verwendet man 
allerdings Bibliotheken, dort Pakete genannt, um zum Beispiel auf die 
GPIOs zu zugreifen. Gerade dabei wäre das Debuggen von Python Kode auf 
der Raspi ausgeführt vom PC aus wertvoll!

von Hellmut K. (hkohlsdorf)


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So, bin ein Stück weiter!
Habe die IDE Wing von Wingware als "Personal Edition" erworben, welche 
cross-platform Entwicklung ermöglicht. Gibt auch eine exakte 
Beschreibung wie man das system PC mit Windows und raspbian auf dem 
Raspi dafür anpassen muss!

Ich prüfe auch die IDE PyCharm. Hier verstehe ich inzwischen besser wie 
es getan wird. Die Lösung gefällt mir sehr, die Kosten der Lizenz 
allerdings nicht so! Habe aber auch bisher nicht komplett durch geblickt 
wie das mit der "Eternal Fallback License" funktioniert. Hinweisen 
möchte ich jedoch auf etwas, wo man von der deutschen Niederlassung eine 
falsche Antwort bekommt. Es gibt halt doch verschiedene Versionen, 
abweichend von der Antwort per Email und auf der Webseite wird auch 
darauf hingewiesen, das nur die "Professional Version" die Verwendung 
eines "Remote Interpreter" für Python 3 unterstützt.

Ich bin im Augenblick noch etwas ausgebremst, da ich noch am Lernen vin 
wie das mit der ssh-Kommunikation und dem "Public" und "Private" Key 
funktioniert. lerne zum Thema VNC. Der VNC TeamViewer ist zwar ein 
tolles Werkzeug, die Unterstützung zur zeit im wesentlichen auf x86 
Systeme begrenzt! Habe vom Rheinwerk Verlag den aktuellen Kofler für 
Linux, das "Umfassende Handbuch RaspBerry Pi", die "Linux 
Kommando-Referenz" und das Buch zu "Computer-Netzwerke" von Harald 
Zisler. So lerne ich gerade Linux und Python, was aber durch meine 
gesundheitlichen Probleme viel langsamer geht als erhofft!

von Rainer V. (Gast)


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Guten Abend,

Also ich habe meinen PI schlicht und einfach per VNC mit meinem Linux-PC 
verbunden. War etwas frimmelig, hat aber dann prima geklappt. Einfacher 
kann man mit dem PI wohl nicht "herumspielen" - mein ich.

Gruß Rainer

von Rasputin (Gast)


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Bei Netbeans kann man einfach den Raspberry als Build Host mit IP, 
Benutzername und Passwort konfigurieren. Netbeans nutzt dann SSH und den 
integrierten SFTP-Server um den Quellcode zum Raspi zu transferieren, zu 
kompilieren und zu starten. Die Ausgabe sieht man dann auch in Netbeans.

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