Ja, die Überschrift sagt eigentlich Alles. Ich habe schon Stunden im Web gesucht und bin nicht fündig geworden. Also, meine Frage lautet: Gibts die Möglichkeit, einen Raspberry von einem PC aus (Mac oder Win) mittels Processing oder einer anderen Arduino-artigen IDE zu programmieren, quasi wie einen besonders großen oder schnellen Arduino? Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache, sondern um die Methode: Dev/Edit auf PC und dann per Klick auf Raspi "beamen". Alles was ich hundertfach gefunden habe, waren Anleitungen, wie man die IDEs auf dem Raspberry installiert - das will ich aber garnicht. Danke für Tips!
Frank Esselbach schrieb: > Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache, > sondern um die Methode: Dev/Edit auf PC und dann per Klick auf Raspi > "beamen". mache einfach eine Freigabe (Samba) und schreibe dort ein perl Script. Schon kannst du es mit deinem Liblingsedtor programmieren.
Nimm Eclipse als IDE und konfiguriere dort die Cross compiler toolchain für das rasperry. Dort kannst du dann mit hilfe eines DGB Servers am rasperry deinen Code auf das Board schieben und auch Remote debuggen.
Frank Esselbach schrieb: > Gibts die Möglichkeit, einen Raspberry von einem PC aus (Mac oder Win) > mittels Processing oder einer anderen Arduino-artigen IDE zu > programmieren, quasi wie einen besonders großen oder schnellen Arduino? Kann das daran liegen, daß der Pi eigentlich eher selbst ein PC als ein Arduino ist? MfG Klaus
Frank Esselbach schrieb: > Gibts die Möglichkeit, einen Raspberry von einem PC aus (Mac oder Win) > mittels Processing oder einer anderen Arduino-artigen IDE zu > programmieren, quasi wie einen besonders großen oder schnellen Arduino? Ja klar. Auf dem RasPi läuft doch Linux. Also kannst du entweder eine der von der Linux-Installation unterstützen Interpretersprachen verwenden oder auch eine "richtige" Programmiersprache mit entsprechendem Cross-Compiler für das Zielsystem. Für beide Ansätze kannst du z.B. Eclipse als IDE verwenden. Es existieren aber auch noch andere "generische" IDEs, die sich hierfür verwenden ließen. > Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache, > sondern um die Methode: Dev/Edit auf PC und dann per Klick auf Raspi > "beamen". Genau das geht damit. Ein wenig hakelig ist allerdings die Konfiguration einer solchen Umgebung, um das ganz alleine hinzubekommen, benötigt man schon einiges an Erfahrung und eine Menge Zeit. Insbesondere, wenn man auch Wert auf ein funktionsfähiges Remote-Debugging legt. Es würde mich allerdings sehr wundern, wenn es nicht bereits Dutzende fertiger(*) Lösungen für das Problem im Netz gäbe. (*) "fertig" ist leider ein ziemlich dehnbarer Begriff...
Ich denke, hier wird aneinander vorbei geredet. Was er NICHT will: Er will NICHT die Arduino Entwicklungsumgebung auf dem Pi installieren. Was er will: Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi.
Karl Heinz schrieb: > Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein > Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi. oder auch nicht: > Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache, also auch Perl was auf die IO Ports zugreift.
Peter II schrieb: > Karl Heinz schrieb: >> Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein >> Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi. > > oder auch nicht: Ich setz ein 6-er Tragerl Bier deiner Wahl. Hast du schon einmal einen 'Arduino-Frager' hier im Forum gesehen, der sich so ausdrückt, dass man ihn auf Anhieb versteht ohne zwischen den Zeilen lesen zu müssen?
Er könnte auch einen xmbc sever am Pi installieren, sich per Remote Desktop drauf verbinden und dann am Pi die IDE installieren. Hätte den Charme, dass er sofort die IDE dabei hat, wenns mal wo hackt, die auch schon fertig konfiguriert ist. Jedem nach seinem Geschmack. Je nachdem was er konkret mit dem käschtli vorhat, ist hald die eine oder andere Lösung eleganter...
Eine Moeglichkeit waere sich per SSH einzuloggen und direkt auf dem Pi mit nano Vi Vim zu coden und dann zu compilieren. Fuer GCC gibts ja die wiringPi library, womit das Ansteuern der GPIOs zum Kinderspiel wird. Falls einem das Terminal nicht so genehm ist, man aber dennoch nicht immer das Projekt nach jeder Änderung wieder per Hand auf den Pi uebertragen moechte, dann liesse sich z.B. auch direkt auf dem Pi programmieren indem man auf diesem einen FTP Server aufsetzt und mit einem der diversen IDEs, welche live FTP edits erlauben, dann die Files zu editieren. - Und dann noch schnell ein make per SSH ausführen.
Karl Heinz schrieb: > Was er NICHT will: > Er will NICHT die Arduino Entwicklungsumgebung auf dem Pi installieren. Das kann man, denke ich, bedenkenlos insofern erweitern, daß er überhaupt keine IDE auf dem RasPi haben will. Diesbezüglich war das Posting ziemlich eindeutig. > Was er will: > Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein > Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi. Das ist allerdings keinesfalls so eindeutig dem Posting zu entnehmen, das stellt höchstens deine eigene Spekulation zu dessen Sinngehalt dar. Genau genommen läßt sich im Posting sogar ein deutlicher Hinweis finden, der dieser Spekulation wiederspricht (Originalzitat): > Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache Wenn schon die Programmiersprache für den TO nicht sehr relevant ist, kann er wohl kaum einen 1:1-Port der Arduino-Umgebung im Sinn gehabt haben, oder?
c-hater schrieb: >> Was er will: >> Er will seinen Pi als Arduino Ersatz einsetzen. Was er sucht, ist ein >> Port der Arduino Laufzeitumgebung für einen Pi. > > Das ist allerdings keinesfalls so eindeutig dem Posting zu entnehmen, > das stellt höchstens deine eigene Spekulation zu dessen Sinngehalt dar. Mag sein. Warten wir seine Klarstellung ab. > Wenn schon die Programmiersprache für den TO nicht sehr relevant ist, > kann er wohl kaum einen 1:1-Port der Arduino-Umgebung im Sinn gehabt > haben, oder? Wenn das alles für ihn nicht relevant wäre, was hindert ihn daran, sich in 5 Sekunden per Google eine Crosscompile-IDE für den Pi zu ersuchen? Richtig. Er programmiert einen Arduino und will den Pi als leistungsstärkeren Arduino einsetzen. > einer anderen Arduino-artigen IDE zu programmieren, quasi wie einen > besonders großen oder schnellen Arduino?
Karl Heinz schrieb: > Wenn das alles für ihn nicht relevant wäre, was hindert ihn daran, sich > in 5 Sekunden per Google eine Crosscompile-IDE für den Pi zu ersuchen? naja wenn er bei Google eine Anfrage wie den Betreff von dem Thread verwendet, wird ihm auch Google nicht helfen können.
Karl Heinz schrieb: > Wenn das alles für ihn nicht relevant wäre, was hindert ihn daran, sich > in 5 Sekunden per Google eine Crosscompile-IDE für den Pi zu ersuchen? Vielleicht die simple Tatsache, daß er das Prinzip eines CrossCompilers nicht kennt oder nichtmal den Begriff selber? Der Mann ist Arduino-Anwender...
Frank Esselbach schrieb: > Dabei gehts mir nicht so sehr um die konkrete Programmiersprache, > sondern um die Methode: Dev/Edit auf PC und dann per Klick auf Raspi > "beamen". Allein dafür gibts eine Menge Möglichkeiten, die alle mächtiger (und generischer) sind, als das Arduino-Bootloaderprotokoll oder ISP. Wenn der Raspi am Netz hängt, dann kann man Programme/Skripte direkt hochladen: - per SSH (scp) - per FTP (FTP-Server auf dem Pi) - per Netzwerk-Share (Samba/NFS auf dem Pi) - per HTTP-Upload (Webserver auf dem Pi) Oder der Pi holt sich das Zeug selber: - wie oben, nur mit vertauschten Rollen zwischen Pi und PC Man kann die Daten auch auf einen mobilen Speicher tun (z.B. einen USB-Stick) wo sie der Pi runtersaugt. Wenn man den Pi ausschaltet, kann man die SD-Karte rausnehmen, am PC mounten und die Datei drauf kopieren.
Ich bin auf die gleiche Fragestellung wie der Initiator dieses Thread gestoßen. Ich arbeite an einem größeren privaten Projekt wo der Raspi mir unter anderem dazu dient die Weise wie Mathematica und SystemModeler mit externer propietärer Hardware zusammen arbeiten kann. Da es dieses z. B. für den Raspi gibt, ja auch Mathematica und die Wolfram Sprache und der SystemModeler über das Protokoll Firmata kommuniziert habe ich beschlossen mich mit dem raspi intensiver zu beschäftigen! Das bedeutet ich muss hinreichend firm mit Linux werden und auch die darüber kennengelernte Sprache Python die für das Aufbereiten von Messdaten und die Übergabe an Mathematica durch die Fähigkeiten ihrer "regular expressions" gut geeignet sein müsste habe ich auch beschlosseb mich in diese Themen einzuarbeiten. Nun habe ich mir die IDE von Wingware, Wing Personal Edition geleistet da ich hier explizit die crossplatform Kompilierung und das Debuggen aus der PC Umgebung heraus unterstützt fand. Nun traf ich dabei sofort auf Begriffe wie ssh und Samba wovon ich zuvor nichts gehört hatte. Bei Samba heisst es kann man Windows und Unix/Linux Rechner in einem Windows File- und Netzwerk einbinden und, wie auch hier geschrieben crosscompiling und debuggen. Meine Frage: Wie sieht das konzept aus in welchen Samba und ssh mit einer crossplatform IDE, hier Wing von Wingware vom PC aus die gewünschten Ergebnisse für eine IDE erreichen? Warum und wie arbeiten Samba und ssh mit der IDE zusammen um so das Ziel von crossplatform Entwicklung und debuggen zu erreichen. Ich bin mir bewußt, das Python ein Interpreter ist und wenn man die aktuelle Version von Python 3 verwendet den entstehenden Kode sowohl unter Windows wie auch unter Raspian ausführen kann. Auf dem Raspi verwendet man allerdings Bibliotheken, dort Pakete genannt, um zum Beispiel auf die GPIOs zu zugreifen. Gerade dabei wäre das Debuggen von Python Kode auf der Raspi ausgeführt vom PC aus wertvoll!
So, bin ein Stück weiter! Habe die IDE Wing von Wingware als "Personal Edition" erworben, welche cross-platform Entwicklung ermöglicht. Gibt auch eine exakte Beschreibung wie man das system PC mit Windows und raspbian auf dem Raspi dafür anpassen muss! Ich prüfe auch die IDE PyCharm. Hier verstehe ich inzwischen besser wie es getan wird. Die Lösung gefällt mir sehr, die Kosten der Lizenz allerdings nicht so! Habe aber auch bisher nicht komplett durch geblickt wie das mit der "Eternal Fallback License" funktioniert. Hinweisen möchte ich jedoch auf etwas, wo man von der deutschen Niederlassung eine falsche Antwort bekommt. Es gibt halt doch verschiedene Versionen, abweichend von der Antwort per Email und auf der Webseite wird auch darauf hingewiesen, das nur die "Professional Version" die Verwendung eines "Remote Interpreter" für Python 3 unterstützt. Ich bin im Augenblick noch etwas ausgebremst, da ich noch am Lernen vin wie das mit der ssh-Kommunikation und dem "Public" und "Private" Key funktioniert. lerne zum Thema VNC. Der VNC TeamViewer ist zwar ein tolles Werkzeug, die Unterstützung zur zeit im wesentlichen auf x86 Systeme begrenzt! Habe vom Rheinwerk Verlag den aktuellen Kofler für Linux, das "Umfassende Handbuch RaspBerry Pi", die "Linux Kommando-Referenz" und das Buch zu "Computer-Netzwerke" von Harald Zisler. So lerne ich gerade Linux und Python, was aber durch meine gesundheitlichen Probleme viel langsamer geht als erhofft!
Guten Abend, Also ich habe meinen PI schlicht und einfach per VNC mit meinem Linux-PC verbunden. War etwas frimmelig, hat aber dann prima geklappt. Einfacher kann man mit dem PI wohl nicht "herumspielen" - mein ich. Gruß Rainer
Bei Netbeans kann man einfach den Raspberry als Build Host mit IP, Benutzername und Passwort konfigurieren. Netbeans nutzt dann SSH und den integrierten SFTP-Server um den Quellcode zum Raspi zu transferieren, zu kompilieren und zu starten. Die Ausgabe sieht man dann auch in Netbeans.
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