Harald Wilhelms schrieb:
>
> ACK. Grundsätzlich sollte man m.E. für Temperaturmessung PT-Sensoren
> vermeiden, wenn man nicht die damit mögliche Genauigkeit bis in den
> mK-Bereich oder die problemlose Austauschbarkeit benötigt.
Messungen im Bereich +/- 1°C sind schon mit PT-Sensoren nur mit gewissem
Aufwand erst erreichbar.
> Selbst eine gewöhnliche Diode als Sensor ist für
> eine Genauigkeit von 1Grad da besser geeignet.
Das möchte ich nun echt bezweifeln. Ich hatte mir vor x-Jahren mal
selber einen Temperatursensor, basierend auf zwei Transistoren (sprich:
PN-Übergänge) gebastelt. Da waren sagenhafte Auflösungen machbar. Bei
Frost konnte man die Wärmestrahlung einer Person detektieren. Nur als es
darum ging die Sensoren abzugleichen war die Überraschung gross, bzw.
die Verwirrung perfekt. Die Wiederholbarkeit der Messung war nicht
gegeben!
Siehe Seite 5, heraeus-sensor-technology allgemeine Informationen:
Wiederholbarkeit
Platin-Dünnschichtsensoren von Heraeus Sensor Technology
zeichnen sich durch eine hohe Wiederholbarkeit des
Signals aus.
Genauigkeitstoleranzklassen
Heraeus Sensor Technology liefert Platin-Dünnschichtsensoren
nach DIN EN 60751 in den Genauigkeitstoleranzklassen
B und darüber hinaus in A und 1/3 DIN.
Langzeitstabilität
Alterungseffekte von Temperatursensoren infolge von
Dauereinsatz oder Temperaturschock können die Genauigkeit
und Reproduzierbarkeit des Sensorsignals negativ
beeinflussen. Die Langzeitstabilität ist daher von größter
Bedeutung.
Dabei gehe ich davon aus, dass nicht nur heraeus gute PT-Sensoren
herstellt.
http://heraeus-sensor-technology.com/de/produkte_1/allgemeineinformationen/infromations.aspx
Nebenbei, die Wahl eines PT100 ist hier etwas ungünstig. Ein PT1000 hat
wenigstens ca. 3,85 Ohm/°C. Er sollte zwar je nach Bauart wegen der
Eigenerwärmung nicht mit mehr als 300µA angesteuert werden, aber es
wären immerhin 1,155 mV/°C.
(Siehe Seite 8, heraeus-sensor-technology allgemeine Informationen)
heraeus PT-Sensoren liefert auch Conrad.
mfg klaus