Hochstrom - OP gesucht

Gast #3952149
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Hallo, ich möchte eine bisher diskret aufgebaute Lösung (Ein Teil einer 
bipolaren Stromquelle) deutlich kompakter realisieren.

Betriebsspannungen   ± 15 V

Ausgangsspannungshub > ± 10 V

Ausgangsstrom        >= 10 A dc permanent möglich

Verlustleistung      >= 150 W permanent möglich (Kühlung ist gegeben)

Slew-Rate            laangsam tut es

Stabil bei Verstärkung 1


Ich habe was bei Apex gefunden, aber der Preis ist atemberaubend. 
Vielleicht gibt es eine weitere voll oder teilintegrierte, bezahlbare 
Lösung.
Gast #3952208
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Wenn die Stromquelle an einer rein resistiven Last in ca. 10 ms auf 0,01 
% des Nennstroms einschwingt, soll es recht sein. Dazu wird um den OP 
herum nocht "etwas" Elektronik notwendig sein, so dass die Eigenschaften 
des OP nicht ausschließlich das finale Produkt bestimmen. Daher sage ich 
mal, das alles im Bereich 1....10 V/µs völlig ausreicht, zumal der 
notwendige Spannungshub im eingeschwungenen Zustand recht gering ist (< 
20 mV), für induktive Lasten sieht das natürlich anders aus.
#3952318
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Michael Köhler schrieb:
> thomas s schrieb:
>> Vielleicht gibt es eine weitere voll oder teilintegrierte, bezahlbare
>> Lösung.
>
> Eine Komplementärstufe hinter einem handelsüblichen OPV (Beispiel siehe
> Anhang) ist keine Lösung? Auf dieser Basis arbeitet so gut wie jedes
> halbwegs vernüftige Labornetzteil.

Welcher Transistortyp kann schon die geforderten 150W?
Mir fällt da keiner ein.
#3952359
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> deutlich kompakter realisieren.

Entweder diskret und klotzig, wobei die Kuehlung moeglicherweise sogar 
den groessten Teil des Volumens einnehmen kann, oder integriert.
Integriert waere eben APEX, weil die Hybriden bauen, dh ein Keramik 
Substrat fuer die Isolation, die Chips drauf und bonden. Die deutlich 
geringeren Stueckzahlen rechtfertigen deren hoeheren Preise.

wie immer waere der Zweck vielleicht noch interessant ... man braucht 
gute Gruende ein Lineares Supply/Amp dieser Groesse zu wollen.
Gast #3952373
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Der PA03 von Apex ist atemberaubend was seine technische Daten angeht. 
Aber leider auch der (Neu)Preis der dafür abgerufen wird.
Das weist Du ja schon...
Wenn er nich neu sein muß könnte Dir evtl geholfen werden!

Www
#3952437
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thomas s schrieb:
> @Michael: Eine Komplementärendstufe mit 5 parallelen Transistoren ist
> die momentane Lösung. Läuft super, es muss aber für die nächste
> Gerätegeneration kompakter werden.

Tja, dann bleibt nur noch die technisch anspruchsvolle Lösung: Eine 
geschaltete Stromquelle. Sprich #schaltregler

Da Du das bipolar und einigermaßen schnell möchtest und mit geringem 
Ausgangsripple (s.o.): Wird aber auch nicht billig.

Dafür kompkater und vor allem kühler da sicher deutlich weniger als 150W 
Verlustleistung .-)
Gast #3952490
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Von billig war nie die Rede, aber atemberaubend ist halt nochmal 
anders...

An eine Class-D Endstufe traue ich mich nicht heran, da auch komplexe 
Lasten auftreten können. Keine Ahnung, wie die Kiste reagiert.

Es läuft wohl wieder auf eine diskrete Lösung hinaus. Möglicherweise 
kann ich mit einem Schaltnetzgerät die Leistungstransistoren in 
Abhängigkeit von der Bürdenspannung versorgen (Etwa U = Ub + 5 V), was 
die Verlustleistung etwas reduziert. Schauen wir mal, was in Summe die 
beste Lösung ist.

Danke an die Leute mit den konstruktiven Beiträgen!
#3952516
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thomas s schrieb:
> Vielleicht gibt es eine weitere voll oder teilintegrierte, bezahlbare
> Lösung.

Vollintegriert will man das nicht, weil man die entstehende 
Verlustleistung auf möglichst viele Gehäuse verteilen will
(Stichwort: R_th_jc).

Such das Datenblatt zum LH0002 und schau dir die Innenschaltung an.
Kann man einfach diskret nachbauen, auch mit mehreren Endstufen- 
transistoren parallel.

thomas s schrieb:
> Eine Komplementärendstufe mit 5 parallelen Transistoren ist
> die momentane Lösung. Läuft super, es muss aber für die nächste
> Gerätegeneration kompakter werden.

Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Das Volumen wird ja
wohl nicht von den Bauteilen bestimmt, sondern vom Kühlkörper.
#3952518
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thomas s schrieb:
> Es läuft wohl wieder auf eine diskrete Lösung hinaus. Möglicherweise
> kann ich mit einem Schaltnetzgerät die Leistungstransistoren in
> Abhängigkeit von der Bürdenspannung versorgen (Etwa U = Ub + 5 V), was
> die Verlustleistung etwas reduziert.

Delta Elektronik /NL Zieriksee hat dafür z.B geeignete Modul-SMPS im 
Programm.
So habe ich das für meine Laboranwendung gelöst.
Gast #3952525
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thomas s schrieb:
> Vielleicht gibt es eine weitere voll oder teilintegrierte, bezahlbare
> Lösung.

Nein, natürlich nicht, 150W kann kein IC dauerhaft abführen.

Da braucht man schon Einzeltransistoren.

http://www.servowatt.de/download/dcp_130_datenblatt.pdf

Die OpAmps OPA548 und OPA549 zeigen in ihren Datenblättern 
Labornetzteile
bis 25V/5A manuell oder digital einstellbar

Leistungsopamps: LM675 (3A) L165 (3A) OPA547T (60V 2A) eventuell 
parallelschaltbar über Ausgleichswiderstände.

Normale Audioverstärker sind meist nicht gleichstromgekoppelt und teilen 
die Verlustleistung zwischen 2 usgangstransistoren - bei nur einseitiger 
längerer Belastung liefern sie also maximal die Hälfte.
#3952629
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Bei der großen Verlustleistung sollte es auch die Halbleiter bei der 
Baugröße eher nicht ankommen. Den meisten Platz nehmen die Kühlkörper 
ein. Es gibt schon Transistoren die bis 150 W vertragen können (z.B.SC 
2922 und ähnliche Bauformen). Für den Basisstrom könnte dann ein etwas 
stärkerer OP bis vielleicht 0,5 A oder 1 A nötig sein.
#3953115
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Jetzt Nicht schrieb:
> Die gezeigt Schaltung ist unguenstig, zieht zuviel Basisstrom. Es gibt
> eine Bessere, dort werden die Basen von der OpAmp Speisung angesteuert.
> Die haengt wiederum mit Widerstaenden an der Speisung. Braucht halt
> alles mehr Headroom...

Der LH0002 zeigt, wie man es richtig macht: die Treiber vor der Endstufe 
werden einfach mit einer höheren Spannung (ca. 5V mehr auf jeder Seite) 
betrieben. Der OPV davor ebenfalls.

Wenn man ein 150W Netzteil aufbaut, werden zwei kleine Hilfsspannungen 
ja wohl noch drin sein. Im Gegenzug kommt man mit weniger "Headroom" 
über den Endstufentransistoren aus, was weniger Verlust bedeutet.

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