Hallo, ich möchte von einem Bereich 150cm x 20cm mit einer Entefernung von ca 1-15cm Fotos aufnehmen. Eine "normale" Kamera ist dafür ungeeignet, weil wenn diese in der "Mitte" plaziert wird ist der Rand 75cm von der Kamera entfernt und die Mitte nur wenige cm. Deshalb habe ich überlegt ein Array von mehreren Kameras nebeneinander anzuordnen. Auflösung ist nicht ganz so wichtig. Habt ihr dafür Ideen?
Ist das, was Du da aufnehmen möchtest, etwas, was sich schnell verändert? Wenn nicht: Denke über eine mechanisch bewegte Zeilenkamera mit Projektionsoptik nach -- so etwas findet sich in nicht-CIS-Flachbettscannern (die "LiDE"-Modelle von Canon fallen daher aus). Allerdings ist die Schärfentiefe auch bei Scannern mit Projektionsoptik beschränkt; was genau ist das, was Du da aufnehmen möchtest? Etwas flaches, oder etwas mit Vorsprüngen? Warum muss der Aufnahmeabstand so extrem gering sein?
cam schrieb: > Habt ihr dafür Ideen? Einige Kameras mit Weitwinkel suchen und zu Panoramafoto montieren lassen? Problem dabei sind optische Verzerrungen, die leider erst mit höherer Brennweite abnehmen. Genau deshalb hatten übliche Fotoapparte ein 50mm-"Normalobjektiv". Bei 20mm-Objektiv waren alle geraden Linien total verbogen. Heute rechnen gute Kameras die optischen Fehler etwas heraus.
cam schrieb: > Habt ihr dafür Ideen? Kannst du diese Fragestellung etwas präzisieren? Was schwebt dir als Antwort vor? - Welche prinzipiellen Lösungsmöglichkeiten es gibt (Prinzip Zeilenkamera, Kompaktkamera, USB Webcam, ...) - Welche Kameras (Hersteller/Modell) dafür taugen?
Nochwas: - Müssen die Bilder aller Kameras gleichzeitig geschossen werden oder geht auch nacheinander? - Wieviele Bilder pro Minute/Sekunde? - Wieviel Licht ist vorhanden?
cam schrieb: > Auflösung ist nicht ganz so wichtig. Habt ihr dafür Ideen? Dafür komm ich in die Hölle: Nimm mehrere HD-USB-Webcams, lese sich gleichzeitig/sequenziell unter Linux aus und füge die Bilder mittels der Panorama Tools (http://panotools.sourceforge.net/) zusammen. Die Panotools suchen automatisch übereinstimmungen zwischen den Bildern und füttern damit den Stitcher. Das funktioniert, bei meiner Digicam, selbst mit übelst verrauschten und unscharfen Bildern extrem zuverlässig. Müsstest du halt noch die Kameras an ein Gerüst schrauben, bzw. eine Kamera an einen alten ausrangierten A3 bzw. A2 Plotter.
bvf schrieb: > Nimm mehrere HD-USB-Webcams, Die muss man für die extrem kurze Focusdistanz (1 bis 15 cm) allerdings noch umbauen.
oszi40 schrieb: > Heute rechnen gute Kameras die optischen Fehler etwas heraus. Heute rechnen gute Ingenieure die Verzeichnung aus dem Objektiv raus... Kein Objektiv >200€ hat noch nennenswerte Verzeichnungen - Fisheye ausgenommen.
Danke schonmal, hier noch etwas präziser: im Prinzip möchte ich so etwas wie Kinect, LeapMotion, NimbleSense bauen, also MotionTracking für Hände/Finger. Aufgrund der Anforderungen 150x20cm und Abstand 1-15cm brauche ich etwas "flächiges". Samplingrate 10-100Hz, was mechanisches Fällt raus. Außerdem sollte die "Kamera" auch nicht all zu tief sein (Baugröße), d.h. ein große/lange Objektive fallen ebenfalls raus.
cam schrieb: > Aufgrund der Anforderungen 150x20cm und Abstand 1-15cm brauche ich etwas > "flächiges". Ah ... Geht es um 88 virtualisierte Tasten, möglicherweise?
bvf schrieb: > Nimm mehrere HD-USB-Webcams, lese sich gleichzeitig/sequenziell unter > Linux aus Vergiss es, denn... cam schrieb: > Samplingrate 10-100Hz, was mechanisches Fällt raus. Das heißt: Gewünscht ist wohl eine mehr oder minder Gleichzeitigkeit der Aufnahme. Mehrere USB Cams gleichzeitig am gleichen Bus - das wird mit hoher wahrscheinlichkeit nicht funktionieren, da die Übertragungskapazität von USB endlich ist. Im Extremfall kann man nichtmal 2 Logitech C270 gleichzeitig an einem Bus betreiben (Suchstichwort: "No space left on device").
cam schrieb: > Aufgrund der Anforderungen 150x20cm und Abstand 1-15cm brauche ich etwas > "flächiges". Was ist der Grund für die 1 bis 15cm Abstand. Die sind nämlich dein Hauptproblem und genau da würde ich versuchen den Hebel anzusetzen.
Es gab mal Vorsatzlinsen nach Art der Gleitsichtbrille. Ich finde leider im Moment nichts, nur normale Nahlinsen wie hier: http://www.fotolinsen24.de/nahlinsen/index.php http://www.schneiderkreuznach.com/photo-imaging/produktbereiche/b-w-fotofilter/produkte/filtertypen/nahlinsen/
Ja, es geht darum Tasten, bzw die Hände / Finger wie bei einer Klaviatur aufzunehmen.
Fürs Klavier könnte eine Kamera mit ausreichend Auflösung und ausreichend Abstand schon ein Ansatz sein. Je mehr Kameras, desto mehr Rechenzeit wird nötig sein, um alles zu einem Panorama zusammenzufügen.
oszi40 schrieb: > Fürs Klavier könnte eine Kamera mit ausreichend [...] Abstand schon ein Ansatz sein. Prinzipiell ja, aber: - Anforderung: geringer Abstand von "Sensor/Kamera" zu Objekt (Finger) = 1cm-15cm
Läuft nicht! Schon allein die 1cm zu 150cm Relation geht nicht - Fisheye. Dazu kommt noch, dass Dir die Erleuchtung fehlt - oder wie soll das Ganze, möglichst auch noch homogen Erhellt werden?
Amateur schrieb: > Läuft nicht! > > Schon allein die 1cm zu 150cm Relation geht nicht - Fisheye. Ich denke, das wird noch nicht mal mit einem Fisheye gehen. > Dazu kommt noch, dass Dir die Erleuchtung fehlt - oder wie soll das > Ganze, möglichst auch noch homogen Erhellt werden? Dazu kommt dann auch noch die optische Abschattung durch 'davor' liegende Finger. Auch stelle ich es mir optisch relativ schwer vor, eine tatsächlich gedrückte Taste zu detektieren und von durchs Bildfeld huschenden Fingern zu unterscheiden. Pro Oktave eine Kamera. Und zwar nicht auf der Tastenseite sondern im inneren, die die jeweiligen Hämmer im Auge behält?
Ist doch wieder völliges Rumgestrampel weil nur eine vermeintliche Lösung und nicht das Problem selbst beschrieben wird. Erst waren es nur Bilder aufnehmen, dann sollten (schnelle) Bewegungen detektierbar sein, am Ende sollen die auch noch dreidimensional ausgewertet werden(Tastendruck) Für mich ist das ein Trollthread solange nicht massiv Butter bei die Fische gebracht wird, und zwar vom TO in Form von konkreten (auch quantitativen) Aussagen.
qwertzuiopü+ schrieb: > Heute rechnen gute Ingenieure die Verzeichnung aus dem Objektiv raus... Kannst du mir erklären, wie man bei einer Aufnahme von 150 cm Breite aus 1cm Entfernung die Tatsache, dass man den grössten Teil unter einem sehr kleinen Winkel von der Seite sieht, den Teil vor der Kamera aber von oben, "aus dem Objektiv rausrechnet"? Mal abgesehen davon, dass man überhaupt nur soweit sehen kann, wenn das Aufnahmefeld völlig flach ist (z.B. keine Finger auf einer Tastatur) - aber dafür haben deine "findigen Ingenieure" sicher auch einen Algorithmus parat, die Sichthindernisse werden halt einfach weggerechnet. Oder man muss transparente Finger haben. Georg
Ich habe den alten Prospekt gefunden, den Link zum Hersteller der Reihe "B+W" hatte ich oben schon genannt. Irgendwann aus den Siebzigern. Hama nennt das anscheinend "Split-Linse", ebay-Preise um 20€.
Also wie anfangs geschrieben möchte ich "flächig" aufnehmen, also NICHT eine Kamera in der Mitte sondern irgendwie etwas verteiltes.
cam schrieb: > Also wie anfangs geschrieben möchte ich "flächig" aufnehmen, also NICHT > eine Kamera in der Mitte sondern irgendwie etwas verteiltes. Da bleiben mehrere/viele Kameras als einziges - aber um die 100 x pro Sekunde zusammenzu"stitchen" und dazu noch die Verzerrungen rauszurechnen brauchst du wohl einen massiven Parallelrechner. Du könntest die Bilder festmontiert und mit eigener Software aneinanderfügen, aber da wirst du beim Einstellen wahnsinnig und verzerrungsfrei ist das Ergebnis auch nicht. Georg
Georg schrieb: > cam schrieb: >> Also wie anfangs geschrieben möchte ich "flächig" aufnehmen, also NICHT >> eine Kamera in der Mitte sondern irgendwie etwas verteiltes. > > Da bleiben mehrere/viele Kameras als einziges - aber um die 100 x pro > Sekunde zusammenzu"stitchen" Wobei ich mal in Frage stelle, ob zur Identifikation der Fingerakrobatik eines Pianisten überhaupt ein Stitchinig notwendig ist. So wie ich das sehe: Wenn überhaupt, dann die Klaviatur in Bereiche aufteilen, wobei es pro Bereich eine Kamera PLUS eine entsprechende Auswertung dieses Bereichs gibt. Erst die Ergebnisse dieser Einzelbewertungen werden dann zusammengeführt. Aber: ob das alles in Summe einfacher, zuverlässiger und/oder günstiger als eine entsprechend modifizierte Klaviatur ist, bei der irgendwie anders jede einzelne der 88 Tasten bzw. Hämmer überwacht werde ... ich hab da meine Zweifel.
Vielen Dank schonmal für die Anregungen. Von Stitching etc. war nie die Rede, außerdem geht es auch nicht um die Klaviatur, d.h. mit Hammerköpfen erfassen hat das überhaupt nichts zu tun, deshalb habe ich davon auch im Eingangspost nichts geschrieben. Es geht mir um die Bild-ERFASSUNG eben dieses angegebenen Bereichs. Stichting / Verzerrungskorrektur ist KEINE Anforderung. Es geht lediglich darum den Bereich überhaupt mal "flächig" zu erfassen. D.h. ich suche im Prinzip irgend eine Art von Sensor/Kamera-Array mit geringer Bautiefe und Fokus im Bereich 1-15cm. Damit wären wir übrigens wieder beim Eingangspost angekommen... :-)
cam schrieb: > Von Stitching etc. war nie die Rede Irgendwie musst du ja aus den Einzelbildern ein Gesamtbild machen, wie stellst du dir das denn vor? cam schrieb: > Damit wären wir übrigens wieder beim Eingangspost angekommen Eben, und da wäre es am besten sich dazu garnicht mehr zu äussern, bringt ja eh nichts. Georg
Also erst mal möglichst hell (und gleichmäßig) beleuchten, dann kann die Blende schmal werden, das erhöht die Tiefenschärfe. Dann könnte eine spezielle "Gleitsichtlinse" passen, die in der Mitte "kurzsichtig" und zu beiden Seiten "weitsichtig" ist. Die dürfte irgendwie zylindrisch geformt sein. Edmundoptics ist zwar eine Apotheke aber zumindest zum Schmökern geeignet: http://www.edmundoptics.de/optics/optical-lenses/cylinder-lenses/pcx-cylinder-lenses/2110 Solche Linsen gibts auch als Leselineal
cam schrieb: > D.h. ich suche im Prinzip irgend eine Art von Sensor/Kamera-Array mit > geringer Bautiefe und Fokus im Bereich 1-15cm. > > Damit wären wir übrigens wieder beim Eingangspost angekommen... :-) Damit sind wir wieder dort angekommen, dass auch du die Physik nicht überlisten kannst. Geht es anderen auch so, dass man sich hinterher ärgert, sich überhaupt Gedanken gemacht zu haben, nur weil der Frager nicht erkennt, dass der von ihm angedachte Weg in ein Sackgasse führt, aus der es kein Entkommen gibt?
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