Hallo, ich bin auf dieses Forum über den Eintrag über "Hydraulik wird warm" gestossen und wollte nochmals das Thema mit einer spezielleren Frage aufgreifen. Ich muss mich allerdings direkt als kompletter Laie outen. Leider kenne ich mich sowohl mit Hydraulik, wie auch mit generellen physikalischen Prozessen sehr wenig aus. Dennoch interessiert mich brennend ein Thema und ich hoffe, dass Sie mir hier mit Ihrem Wissen weiterhelfen können. Ich frage mich schon seit langem, ob man mit der Wärme, die in hydraulischen Prozessen entsteht Wasser soweit erhitzen kann, dass man damit Kaffee kochen kann. Und wenn ja, wie diese Prozesse aussehen würden und wieviel Kraftaufwand man dafür brauchen würde. Ich gehe davon von der Idee aus, wenn ich mit einer Fahrradpumpe einen Reife aufpumpe, die Pumpe selbst sehr warm wird. Deshalb war meine Idee über automatisierte Prozesse ein hydraulisches Pumpsystem (auf dem Papier) zu entwickeln, dass so viel Wärme produziert, um Wasser zum Kochen zu bringen und somit für die Herstellung von Kaffee zu verwenden. Woher stammt denn generell die Wärme beim "pumpen"... hab schon in einigen Beiträgen gelesen, dass es dabei um die Ölmoleküle geht, die bewegt werden-- das möchte ich auch nicht noch einmal thematisieren, bitte aber nochmals bestätigt bekommen.. :) Vielen Dank für Ihre Antworten und liebe Grüße, Hadrian
Generell gibt es Unterschiede beim Verdichten von Luft ( Komprimierungswärme) und Öl. Öl kriegt man warm indem man es durch ein Drosselventil strömen lässt. Da wird dann die reingesteckte Energie zum Pumpen in Reibungswärme umgewandelt. Der Klassiker hierfür ist ein zu niedrig eingestellte Überdruckventil, dass schon bei Betriebsdruck anfängt zu leiten. Da kannste sehr schnell fühlen wo das Öl überströmt. Axel
Hadrian Hammer schrieb: > Ich gehe davon von der Idee aus, wenn ich mit einer Fahrradpumpe einen > Reife aufpumpe, die Pumpe selbst sehr warm wird. Wenn man Luft komprimiert, dann erwärmt sie sich dabei. Bei einer Hydraulik ist das etwas anders, weil sich Öl nicht komprimieren lässt.
Jan Hansen schrieb: > Wenn man Luft komprimiert, dann erwärmt sie sich dabei. … und beim Dekomprimieren holt sie sich diese Wärme zurück. Eigentlich sollte man sowas im Physikunterricht gehabt haben.
Jörg Wunsch schrieb: > Jan Hansen schrieb: >> Wenn man Luft komprimiert, dann erwärmt sie sich dabei. > > … und beim Dekomprimieren holt sie sich diese Wärme zurück. > > Eigentlich sollte man sowas im Physikunterricht gehabt haben. Man kann sich aber aussuchen wo :)
Wenn Du deine Hände aneinander reibst, entsteht auch Wärme. Die gleiche Reibungswärme wie bei der Hydraulik. Es wäre also einfacher, die Kaffeekanne solange auf dem Teppich zu reiben, bis das Wasser kocht. Das ist biliger als eine Hydraulikanlage. Warum willst du ausgerechnet mit Hydraulik Kaffee kochen?
Stefan M. schrieb: > Warum willst du ausgerechnet mit Hydraulik Kaffee kochen? Darum: Hadrian Hammer schrieb: > Ich muss mich allerdings direkt als kompletter Laie outen. Leider kenne > ich mich sowohl mit Hydraulik, wie auch mit generellen physikalischen > Prozessen sehr wenig aus. Wenn man keine Ahnung hat, kommt man auf solch krude Ideen :)
H.Joachim Seifert schrieb: > Weil es kaum einen ineffizienteren Weg gibt? Man könnte die Hydraulik-Abwärme noch mit einem Peltier Richtung Wasser pumpen... scnr :)
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