Bei sehr leistungsschwachen Signalquellen (Mikrofon, moving
coil-Aufnehmer) nimmt man die Leistungsanpassung, denn da steht man vor
dem Problem, dass die überall entstehende Rauschleistung an die
Siganlstärlke herankommt.
Argument: Bei Leistungsanpassung wird die höchstmögliche Leistung
übertragen. Dann wird die relative Störung durch das Rauschen ein
Minimum.
Wenn die Signalquelle "beliebig" viel Leistung liefern kann. (z.B.
Ausgang einer Verstärkerstufe), nimmt man Spannungsanpassung.
Der Vorteil ist: Übergabe an mehrere Eingänge ist ohne gegenseitige
Störung möglich.
Extremfall: Stromnetz: beliebig Verbraucher anschließbar, ohne
wesentliche gegenseitige Beeinflussung.
In Sonderfällen Stromanpassung: Beispiel Kristall(Keramik)-Tonaufnehmer.
Der hat Megaohm Innenwiderstand. Bei Anschluss an niederohmige Last
(47kOhm) verhält sich das Kristall nicht als Wegeaufnehmer (u
proportional Auslenkung) sondern als Geschwindigkeitsaufnehmer (u prop.
zur Geschwindigkeit der Auslenkung).
Bei Lautsprechern, wenn Auslenkung der Spannung genau folgen sollte:
Widerstände zwischen Lautsprecher und Verstärker-Ausgangssspannung
"trennen" dann den Lautsprecher vom Verstärker. Also muss Ri des
Verstärkers und R der Zuleitungen möglichst niedrig sein.
Also: Bei Eingängen: Leistungsanpassung bei sehr schwachen Signalquellen
Spannungsanpassung bei stärkeren Signalquellen. Bei besonderen
Signalquellen (Tonaufnehmer von Plattenspielern 47kOhm) Stromanpassung.
Bei Ausgängen: normalerweise Spannungsanpassung, in Extremfällen
Stromausgänge.