Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Stromversorgung und Ansteuerung Modellbauservo


von Dillen (Gast)


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Hallo

ich habe eine Frage zu dem Wikieintrag:

http://www.mikrocontroller.net/articles/Modellbauservo_Ansteuerung

Da steht " Unter Umständen ist hier auch eine Mischung aus kleinen 
schnellen Kondensatoren (100nF) und etwas größeren, aber dafür auch 
langsameren Kondensatoren (einige µF) notwendig. "

Was versteht man unter langsamen und schnellen Kondensator?

ist damit die lade/Entladezeit gemeint?

nach der Formel:
t = C * U / I

Gerade da habe ich je einen 470µF Folien-Elektrolytkondensator und einen 
22µF Tantal-Kondensator. Wäre das schon ausreichend um die Stromspitzen 
abzufangen und dadruch Störungen rückwirkend auf den µC zu verhindern?

Müssten diese Kondensatoren parallel oder in reihe geschaltet werden? 
Durch die Parallelschaltung hätte ich doch im Grunde einen größeren 
Kondensator in der Summe?


Ebenso steht da "Diese 20ms sind nicht besonders kritisch und sind ein 
Überbleibsel von der Technik mit der mehrere Kanäle über die Funkstrecke 
einer Fernsteuerung übertragen werden."

kann mir das jemand erklären? Ich finde nichts zu dem Thema servo und 
20ms das irgendwie diesen punkt erklären würde. Es wird wohl irgendwie 
mit den 50Hz zusammen hängen, aber in Verbindung mit den mehreren 
Kanälen und der Funkstrecke bin ich etwas ratlos :(

Cheers

von Wolfgang A. (Gast)


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Dillen schrieb:
> ist damit die lade/Entladezeit gemeint?

Nein. Es geht um die Zeit, die der Kondensator benötigt, um eine 
bestimmte Ladung nachzuliefern. Die Zeit wird durch die Induktivität 
(inkl. Zuleitungen und den ESR bestimmt.

> kann mir das jemand erklären?
Was verstehst du daran nicht?
Früher war das Summensignal einer Funkfernsteuerung so ausgelegt, dass 
es eine Periode von 20ms hatte. Damit bekam jeder Servo alle 20ms einen 
neuen Steuerpuls. Den Servos ist es aber ziemlich egal, wie oft sie 
einen neuen Steuerpuls bekommen.

von Kurt H. (Firma: KHTronik) (kurtharders)


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Hallo,
zur Frage nach den 20ms:
die ersten Fernsteuerungen mit PWM-Signal, so um 1965, hatten eine 
Wiederholrate der Steuerimpulse von 20ms und eine Impulslänge von 1-2ms. 
Mit der erforderlichen Synchronpause von mehr als 2ms konnte man also 
bequem 6 Kanäle übertragen und die Synchronisation war mit einfachen 
Mitteln machbar. Um im Servo Störungen auszublenden, wurden Impulse, die 
früher als 20ms nach dem vorherigen Impuls eintrafen ignoriert. Damit 
das alles nicht zu kritisch wurde, funktionieren die heutigen 
Analogservos ab ca. 12-15ms Taktrate problemlos. Eine längere Taktzeit 
stört nicht, und wird auch in Fernsteuerungen für höhere Kanalzahlen 
verwendet. Bei Digitalservos ist die nidrigste Wiederholrate deutlich 
kleiner im Bereich einiger ms.
Grüße, Kurt

von Dillen (Gast)


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Wolfgang A. schrieb:
> ESR bestimmt

Dann liege ich mit den Tantal Kondensatoren nicht so verkehrt. Laut 
Forum und Datenblatt haben die einen gutne ESR Wert

Kurt Harders schrieb:
> die ersten Fernsteuerungen mit PWM-Signal, so um 1965, hatten eine
> Wiederholrate der Steuerimpulse von 20ms

Also durch die Summe der Signale und Technik begrenzt auf 20ms.
Wie hat man sowas Syncronisiert? Die Signale wurden doch innerhalb 
dieser 20ms quasi aufgeteilt. Oder ist hier die Syncronisation zwischen 
den einzelnen 20ms Blöcken gemeint? Während den ganzen 20ms gibt es ja 
nicht mal ein High-Bit, welche den Anfang kennzeichnet.


Cheers

von Max H. (hartl192)


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Dillen schrieb:
> Wie hat man sowas Syncronisiert?
Wenn für 2.5ms kein Servoimpuls kommt ist das das Ende des Datenrahmens.

von Kurt H. (Firma: KHTronik) (kurtharders)


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Hallo,
die Signale sind keine Bits. Die Übertragung erzeugte einen kurzen 
"Channel Sync" pro Kanal und den längeren Frame--Sync von ca. 4ms am 
Ende eines Frames.
Grüße, Kurt

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