Enablingthefuture.org: Eure Gedanken über selbstgedruckte Prothesen

Gast #3962453
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Hallo,

ich bin im Netz auf eine Gemeinschaft gestoßen, die Leuten mit 
verlorenen Fingern/Händen/Armen hilft, indem sie preiswerte Prothesen 
auf Him-3D-Druckern anfertigt.
In Deutschland sollte die Krankenkasse sowas ja abfedern, aber in den 
USA und den meisten Ländern der Welt ist man mit so einer Behinderung 
erstmal am Ar***. Eine absolut geniale und noble Idee also.

Allerdings frage ich mich, wie das mit sowas in Deutschland aussieht. 
Rein rechtlich sind das ja Medizinprodukte. Kann man sich da aus der 
Haftung stehlen, wenn man sie verschenkt, oder durch Vertragsklauseln 
versucht sich aus der Verantwortung zu moglen? So wie die Ohrstäbchen, 
wo ja auch draufsteht, dass man sie nicht ins Ohr stecken soll ;-))?
Oder wird so eine Idee hierzulande gleich mal wieder durch Gesetze 
erdrückt?

Und wie sieht es aus, wenn das ganze nichtmehr rein mechanisch ist, 
sondern elektrisch wird, also zB Myographiesignale abgreift?

Das soll keine Rechtsberaturng werden, mich würden einfach mal Eure 
Meinungen zum Thema interessieren!
Gast #3962459
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Jim schrieb:
> Rein rechtlich sind das ja Medizinprodukte.

solange die nicht in Verkehr gebracht werden gibts keine Probleme.

Jim schrieb:
> Und wie sieht es aus, wenn das ganze nichtmehr rein mechanisch ist,
> sondern elektrisch wird, also zB Myographiesignale abgreift?

auch kein Problem, man darf die Teile nur nicht in Verkehr bringen.
Bei einer Prothese diese also nicht verschenken sondern dem Benutzer in 
spe erlauben mal was auszudrucken und ggf. bei der Montage helfen. Bei 
der Elektronik diese nicht für ihn zusammenbauen sondern ihm beim 
zusammenbau helfen.
Gast #3976780
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Hallo,

sowas ist prima für die Minenopfer in der Dritten Welt, aber kein Ersatz 
für eine vom Spezialisten angepasste Hitech-Prothese (kann der Drucker 
Kohlefaser? Nein? Dann ists schon nichts mit Olympia...).

Nur leider haben die dort nicht nur keinen Arzt, sondern auch keine 
3D-Drucker. Sollte aber machbar sein.

Ich habe übrigens mal die Fa. Otto Bock besucht, weltführend bei 
Prothesen. Bei uns trägt niemand mehr Holzbein, aber die fertigen so 
viele, dass sie die Späne mit Güterwagen abtransportieren, alles für 
Entwicklungsländer. Und die sagen auch, bei den Millionen von Minen 
gehen die Kunden nicht aus, im Gegenteil. Andere Länder andere Lösungen. 
Da wäre viel zu helfen.

Georg
#3977438
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Naja, also wenn man Hand oder Fuß verliert, ist man am Arsch, egal ob 
man dann eine Prothese bezahlt bekommt, oder sich erst selber was 
stricken muss.
Im Praktischen und ohne Prothese von der Krankenkasse finde ich es eine 
gute Idee, sich was auszudrucken, und anzupassen.
Wenn man das gut macht, könnte man ja einen Fachmann wegen der Anpassung 
bemühen. Da sind dann vielleicht sowas wie Abgüsse zu machen, oder 
Standards bei allen Arten von Kontaktwerkstoffen und Einstellungen 
einzuhalten.
Prothesenträger können in den meisten Fällen Ihren Kram selbst abnehmen, 
so das da nicht viel passieren kann.
Aber wenn Du Krücken verkaufst, die auf der Strasse kaputtbrechen, dann 
bist Du dran.
Meine Meinung.

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