Gast
#3962909
Hi Leute, was haltet ihr hiervon:
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Vielen Dank für Eure Einschätzung!
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Praktikumszeugnis Bewertung
Gast
#3962909
Hi Leute, was haltet ihr hiervon:
Vielen Dank für Eure Einschätzung! Wenn man so ein Zeugnis ließt, fragt man sich warum am Ende nicht steht, dass man auch in Zukunft zusammenarbeiten möchte.
Gast
#3962981
War ein Praktikumszeugnis, bin danach weiter als Hiwi beschäftigt worden, das war aber zum Ausstellungszeitpunkt noch nicht klar, ob die Mittel frei werden
Gast
#3963012
Der letzte Satz ist wenig professionell. "viel Spaß" ist nichtssagend und danach wird dir für deinen "Lebensweg" viel Erfolg gewünscht. Üblicherweise gibt des die Abstufung "für die berufliche Zukunft" und "für die persönliche und berufliche Zukunft" oder so. Und abschließend sollte noch ein Satz kommen dass die dich gerne wieder anstellen würden, das ist übrigens unabhängig von der aktuellen Arbeitsmarktsiutation. Da kann dann z.b. stehen dass du nach deinem Studium etc. wieder bei ihnen vorstellen sollst oder so etwas.
Gast
#3963018
Lies dich mal ein, es gibt dazu massig Informationen. Außerdem warst du stets auf "gute Leistungen" bedacht. Das ist "übersetzt" = "nicht sehr gut = du hast nicht die maximal mögliche Leistung erbingen wollen"
Gast
#3963416
Hier würde ich (fürs nächste Mal) auch sagen - selbst mal in die Thematik einlesen und einen Entwurf vorlegen, den die nur noch unterschreiben. Mir kommt das gut gemeint vor, jedoch nicht wirklich glücklich umgesetzt. Die letzten beiden Sätze heben die gute bis sehr gute Note von davor fast vollständig auf. Das würde ich nie akzeptieren. Ich würde nachfragen, ob sie den letzten Satz ändern kannst nach: "Wir würden Herrn X jederzeit wieder einstellen und wünschen Ihm für seine persönliche und berufliche Zukunft viel Erfolg." Ansonsten sieht man klar, dass der Ausstellende ein gutes Zeugnis ausstellen wollte. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Personaler da etwas negatives hineinliest - es ist ja hinlänglich bekannt, wie nichtssagend solche Arbeitszeugnisse sind. Arbeitszeugnisse haben heute noch knapp zwei Zwecke: 1. Bei wenig gebildeten Mitarbeitern kann man vielleicht noch die eine oder andere verklausulierte Warnung im Zeugnis unterbringen, weil diese nicht mit der Zeugnissprache vertraut sind. "War meistens bemüht, die ihm übertragenen Aufgaben..." Eine Person mit Fachausbildung aufwärts wird hier aber den Braten riechen und eine Änderung verlangen. 2. Falls man tatsächlich ein schlechtes Zeugnis kriegt, so zeigt es einfach an, dass irgend etwas im Argen war. Das sagt aber noch kaum etwas über den Bewerber aus. Eine echte Bewertungsfunktion hingegen haben Arbeitszeugnisse heute definitiv nicht mehr.
Gast
#3963603
P. M. schrieb: > Ich würde nachfragen, ob sie den letzten Satz ändern kannst nach: "Wir > würden Herrn X jederzeit wieder einstellen und wünschen Ihm für seine > persönliche und berufliche Zukunft viel Erfolg." Um inhaltlich zur Einleitung zu passen, wäre: Wir bedauern... o.ä. doch sinnvoll und üblich, oder? > Ansonsten sieht man klar, dass der Ausstellende ein gutes Zeugnis > ausstellen wollte. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Personaler da > etwas negatives hineinliest - es ist ja hinlänglich bekannt, wie > nichtssagend solche Arbeitszeugnisse sind. Problem ist, dass häufig Leute mit der Auswahl beschäftigt sind, die nicht oft Zeugnisse lesen müssen, halt weil der Bedarf nicht da war. Personalfachleute leistet sich nicht jedes Unternehmen. Welche Schlußfolgerung ein Leser fällt, wird ja in der Regel nicht diskutiert. > Arbeitszeugnisse haben heute noch knapp zwei Zwecke: > 1. Bei wenig gebildeten Mitarbeitern kann man vielleicht noch die eine > oder andere verklausulierte Warnung im Zeugnis unterbringen, weil diese > nicht mit der Zeugnissprache vertraut sind. "War meistens bemüht, die > ihm übertragenen Aufgaben..." Selbst Kleingeister können heute im Internet Informationen suchen und finden. > Eine Person mit Fachausbildung aufwärts > wird hier aber den Braten riechen und eine Änderung verlangen. Sehr wahrscheinlich, aber Änderungen müssen dann u.U. eingefordert werden und so mancher könnte sich damit überfordern. > 2. Falls man tatsächlich ein schlechtes Zeugnis kriegt, so zeigt es > einfach an, dass irgend etwas im Argen war. Das sagt aber noch kaum > etwas über den Bewerber aus. Eben, es fehlt die Objektivität. Als ich mal bei einem Akademiker angestellt war, musste ich das Zeugnis nachbessern lassen, weil der Arbeitsbereich, hier: Entwicklungsabteilung, im Zeugnis fehlte. Zeugnis schreiben war eben nicht so sein Ding gewesen. > Eine echte Bewertungsfunktion hingegen haben Arbeitszeugnisse heute > definitiv nicht mehr. Dann könnte man die ja weg lassen ohne Konsequenzen? LOL Besucher schrieb: >> Eine echte Bewertungsfunktion hingegen haben Arbeitszeugnisse heute >> definitiv nicht mehr. > > Dann könnte man die ja weg lassen ohne Konsequenzen? LOL Genau das könnte man, ja. Der eine Chef ist zu faul, ein Zeugnis zu schreiben, so dass er selbst dem grössten Depp ein perfektes Musterzeugnis unterschreibt. Der andere will einem guten Mitarbeiter noch persönlich eine reinbremsen und macht das Zeugnis so schlecht, dass man es gerade noch nicht anfechten kann. Und selbst bei gewissenhaft verfassten Zeugnissen können die Massstäbe so unterschiedlich sein - der eine schreibt grundsätzlich gute Zeugnisse, wenn keine grossen Probleme vorliegen. Der andere nimmt bewusste Abstufungen vor. Dann kommt noch das Problem der Codierung und Decodierung. Eine falsche Interpretation geschieht hier in nullkommanix.
Gast
#3964330
Sehr interessante Aspekte. Mein Chef, mit dem ich mich ausgezeichnet verstehe hat mit damals dieses Zeugnis ausgestellt und es soll definitiv ein gutes sein. Ich werde zusehen, dass der letzte Satz geändert wird, vielen Dank. Antwort schreibenBitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben. |
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