Aktive Lärmkompensation

Gast #3963563
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Sowas gibt's ja schon in speziellen Kopfhörern, das ist soweit klar.

Hat das jemand schon im Freien probiert? Ich würde gerne eine Balkon - 
Fläche von einigen m² etwas "beruhigen". Logisch, dass da reihenweise 
Effekte auftreten, die es bei Kopfhörern nicht gibt, Reflexionen seien 
als Beispiel genannt. Verfügt jemand bereits über einige Erfahrungen?
Gast #3963581
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thomas s schrieb:
> Ich würde gerne eine Balkon - Fläche von einigen m² etwas "beruhigen".

Das läuft drauf hinaus, dass du mit deiner Lärmkompensationseinrichtung 
beliebige Schallfelder auf deinem Balkon erzeugen können mußt und diese 
auch noch in Echtzeit anhand dem gemessenen Umgebungsschallfeld 
berechnen mußt. Für Kopfhörer funktioniert das, weil der Umgebungsschall 
mehr oder weniger nur an einem Punkt kompensiert werden muss.
Gast #3963642
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Die humanoide Lärmquelle ist als annähernd punktförmig betrachtbar, sie 
befindet sich in etwa 20 m Entfernung und sondert, besonders bei 
schönem, windstillem Wetter, ein dauerndes Geblubber mir einem gewissen 
Nervfaktor aus. Nein, es ist nicht meine Frau. Andere Störquellen sind 
kaum vorhanden, alles sehr ruhig hier.
Gast #3963728
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thomas s schrieb:
> Die humanoide Lärmquelle ist als annähernd punktförmig betrachtbar

einfach mitquatschen und das Geblubber lautstark komentieren. Irgendwann 
lassen die Störungen nach.

Abhöngig vom Alter der Störquelle könnte man es auch mit Mutantenstadel 
oder Tokio-Hotel versuchen.

Als Luxusversion kann man auch ein Wespennest neben der Lärmquelle 
platzieren. Das Geblubber lässt dadurch erfahrungsgemäß rasch nach.
Gast #3963758
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thomas s schrieb:
> Ich würde gerne eine Balkon -
> Fläche von einigen m² etwas "beruhigen". Logisch, dass da reihenweise
> Effekte auftreten, die es bei Kopfhörern nicht gibt, Reflexionen seien
> als Beispiel genannt.

Die "Beruhigung" beruht auf Auslöschung durch ein um 180° 
phasengedrehtes (gegenphasiges), gleichstarkes Signal. Bei 
Audiofrequenzen geht es um Wellenlängen von 1,7cm...17m. Da kann man 
keine überall wirksame, stabile Phasendrehung um 180° auf einer Fläche 
von einigen qm erreichen.

Daher geht das nur so:
> Sowas gibt's ja schon in speziellen Kopfhörern
weil dort die Wege kurz genug sind.

Es gibt Anwendungen mit "großflächiger" Körperschallkompensation, weil 
die Schallgeschwindigkeit (und damit die Wellenlänge) in metallischen 
Festkörpern größer als in Luft ist.
Gast #3963769
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Keine Chance,
tieffrequente tonale Geräusche in einem eingeschränkten Raumbereich 
könnte gehen. Gequassel, geblubber auf keinen Fall. Wenn das Gequassel 
nur durch einen engen Bereich (z.B. Rohr) eingekoppelt würde ginge es 
evtl. auch. Aber bei deinem geschilderten Szenario hast du keine Chance.

Bei den Kopfhörern muss nur ein extrem kleines Volumen kontrolliert 
werden. Da kann die Schallausbreitung vernachlässigt werden. In 
Fahrzeuginnenräumen und in Abgasanlagen werden nur tonale Komponenten, 
die synchron zur Drehzahl sind, behandelt. Und da ist's schon schwer 
genug. Stochastisches Gequassel ist noch einmal eine ganz andere 
Baustelle.

Gerhard

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