Gast
#3966040
Hallo, wenn ich ein Messgerät kaufe, dann bekommt man z.B. bei HP/Agilent/Keysight eine Angabe zur Genauigkeitsnangabe z.B. über ein Jahr bei 23 °C +-/5 °C. Beispiel: 100 mV --> 0,005 % vom Messwert + 0,0004 % vom Messbereichsendwert (100 mV). Macht also: 0,009 mV. Dann kann sich der 100 mV-Messwert über ein Jahr gesehen in einem Bereich von 100,009-99,991 mV "bewegen". Nun lasse ich mein Messgerät von einem akkreditierten Kalibrierlabor kalibrieren. Ich erhalte z.B. bei 100 mV eine Anzeige von 99,999. Die Abweichung liegt dann bei 0,001 mV. Die erweiterte Messunsicherheit gibt das Labor mit 0,003 mV an. Die Frage ist nun, wie man nun mit den Angaben umgeht, wenn man die Messwerte des Multimeters bei Unsicherheitsbetrachtungen mit einbeziehen muss. Sollte man mit den Werten des Herstellers arbeiten und die DAkKS-Kalibrierung als Bestätigung ansehen oder mit den Werten des Labors arbeiten? Wenn ich letzteres mache, dann müsste man ja eventuell ein Driftverhalten, welches aus einer Kalibrierhistorie abgeleitet werden kann, berücksichtigen. mfg FrageZeichen