Hallo, ich möchte die Anzahl der Umrehungen einer Gewindestange zählen mit so wenig Hardwareaufwand wie möglich. Das Szenario lautet folgendermaßen: eine Gewindestange (M10) wird per Hand "gedreht" und ein µC soll nachhalten wie viele Umdrehungen gemacht wurden. Ich habe "Brainstorming" in den Titel geschrieben, um einfach mal Ideen von Euch zu sammeln, wie man das löst. Viele Grüße, Rainer
Du könntest unten an die Stange eine Art Hebel oder so anbauen der dann jedesmal eine Lichtschranke triggert oder einen Button drückt.
Rainer M. schrieb: > Hallo, > > ich möchte die Anzahl der Umrehungen einer Gewindestange zählen mit so > wenig Hardwareaufwand wie möglich. > > Das Szenario lautet folgendermaßen: eine Gewindestange (M10) wird per > Hand "gedreht" und ein µC soll nachhalten wie viele Umdrehungen gemacht > wurden. > > Ich habe "Brainstorming" in den Titel geschrieben, um einfach mal Ideen > von Euch zu sammeln, wie man das löst. > > Viele Grüße, > Rainer Mach ein Zahnrad dran und zähl die Zähne. Dann teilst du die gezählte Anzahl durch die Anzahl der Zähne des Zahnrades und hast deine Umdrehungen. Zählen kann man z.B. mit einem induktiven Sensor.
Rainer M. schrieb: > Ich habe "Brainstorming" in den Titel geschrieben, um einfach mal Ideen > von Euch zu sammeln, wie man das löst. Bevor hier Gehirne gestürmt werden, solltest du erstmal die Bedingungen erklären. Kann z.B. etwas an die Gewindestange angebaut werden? Kann sie markiert werden? Welche Umgebungsbedingungen bestehen? etc etc
Angenommen, der Fehlertoleranzbereich ist unendlich groß, reicht eine Digitalanzeige mit zum Beispiel "5", oder?
Rainer M. schrieb: > so wenig Hardwareaufwand wie möglich. Magnet ankleben und Reedkontakt in der Nähe montieren.
Rainer M. schrieb: > Das Szenario lautet folgendermaßen: eine Gewindestange (M10) wird per > Hand "gedreht" und ein µC soll nachhalten wie viele Umdrehungen gemacht > wurden. Am Ende mit zwei Muttern eine Kodierscheibe draufsetzen, zwei Lichtschranken mit Phasenversatz dran und als 2-Bit Gray-Code auswerten. Dann hast du auch gleich die Drehrichtung.
Bei meiner Wickelvorrichtung für Spulen habe ich das wie folgt gelöst: Auf die Achse habe ich eine PVC-Scheibe mit 80mm Durchmesser montiert. In die Scheibe habe ich einen kleinen Dauermagnet eingeklebt. Dieser kommt bei jeder Umdrehung an einem Hallsensor vorbei. Dieser Hallsensor ist mit der Ergebnistaste ( = ) eines 99 Cent Taschenrechner verbunden. Wenn es losgeht, dann gebe ich in den Taschenrechner eine 1 und + ein. Durch den Hallsensor wird nun bei jeder Umdrehung plus eins aufaddiert. War für mich die billigste Lösung und funktioniert wunderbar. Wichtig ist, dass man vor dem Kauf eines Taschenrechners prüft, ob dieser diese Art der Addition unterstüzt. Die meisten tun es. Bin gespannt auf die anderen Ideen.
OldMan schrieb: > Wichtig ist, dass man vor dem Kauf eines Taschenrechners prüft, ob > dieser diese Art der Addition unterstüzt. Und wie schnell die Impulsfolge sein darf... Hab ich auch schon probiert, bei einigen Taschenrechnern ist bei ca. 10Hz Schluß, dann verzählt er sich :-(
OldMan schrieb: > Dieser Hallsensor > ist mit der Ergebnistaste ( = ) eines 99 Cent Taschenrechner > verbunden. Für diese Idee gibts auf jeden Fall meine uneingeschränkte Anerkennung :)
npn schrieb: > Hab ich auch schon probiert, bei einigen Taschenrechnern ist bei ca. > 10Hz Schluß, dann verzählt er sich :-( Das ist richtig. Meine Wickelvorrichtung ist für Handbetrieb! Da passt die Geschwindigkeit ;-)
OldMan schrieb: > Das ist richtig. Meine Wickelvorrichtung ist für Handbetrieb! Da passt > die Geschwindigkeit ;-) Na dann ist es kein Problem :-)
Gewindesteigung -> Umdrehungen. Gefällt der Ansatz? An meinem RC-Heli ist für die Pitch einstellen genau so eine Vorrichtung angebracht ...
npn schrieb: > OldMan schrieb: >> Das ist richtig. Meine Wickelvorrichtung ist für Handbetrieb! Da passt >> die Geschwindigkeit ;-) > > Na dann ist es kein Problem :-) Na schon. Gerade da wird man etwas gegen Verzähler durch "Juckelei" auf der Schaltflanke bzw. Prellen tun müssen, also z.B. zweiphasige Detektion und Auswertung nach Art eines Drehencoders oder flache Flanken (Analogdetektor) mit großzügiger Hysterese. Auch die Grenzfrequenz eines Taschenrechners hilft sonst nicht zuverlässig gegen Zappelei und damit Mehrfachzählung, falls der Detektor an der Schaltschwelle steht.
WOW! So viele Antworten :-) Gehirnsturm schrieb: > erstmal die Bedingungen > erklären. Kann z.B. etwas an die Gewindestange angebaut werden? Kann sie > markiert werden? Welche Umgebungsbedingungen bestehen? etc etc Das Alles ist noch frei bestimmbar. Bisher gibt es nur die Gewindestange mit "Griff" zum drehen. Kampfstiefel schrieb: > Angenommen, der Fehlertoleranzbereich ist unendlich groß, reicht eine > Digitalanzeige mit zum Beispiel "5", oder? Ist er leider nicht. Also, wenn ich das richtig verstehe, läuft es auf etwas "Optisches" heraus. Eine rotierende Scheibe mit einer Markierung versehen und an der Gewindestange befestigt. Über einen Phototransistor - einen GP1S58VJ000F [1] habe ich letztens aus einem alten Drucker ausgebaut - kann man dann detektieren wie oft das Muster vorbei gekommen ist. Also kann man die Umdrehungen ablesen und fertig. Viele Grüße, Rainer [1] http://sharp-world.com/products/device/lineup/data/pdf/datasheet/gp1s58v_e.pdf
>Das Alles ist noch frei bestimmbar. Nein ist es nicht. >Ist er leider nicht. Siehste? Also: Bitte die BEDINGUNGEN beschreiben.
vernünftiger Encoder dran und am besten mit Hardwaredecodern auswerten. http://www.ebay.de/itm/Encoder-600P-R-Incremental-Rotary-Encoder-AB-phase-encoder-6mm-Shaft-W-coupling-/191168670515?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item2c828a6b33 Dazu z.B. den hier, der hat Hardware-Quadratur-Eingänge: http://www.ebay.de/itm/ARM-Cortex-M3-STM32F103c8t6-STM32-Core-Board-Module-Mini-Development-Plate-Modul-/181553012412?pt=Wissenschaftliche_Ger%C3%A4te&hash=item2a45671ebc
Ein Magnet und ein iC ist alles was notwendig ist. Hier sind mehrere Möglichkeiten beschrieben: http://www.ichaus.de/upload/pdf/ei08_07_030.pdf .
Rainer M. schrieb: > ich möchte die Anzahl der Umrehungen einer Gewindestange zählen mit so > wenig Hardwareaufwand wie möglich. mit einem mechanischen Bandzählwerk aus einem alten Kasettenrekorder!
Horst H. schrieb: > Ein Magnet und ein iC ist alles was notwendig ist. Dachte ich auch erst, aber Wolfgang hat völlig recht, wenn er schreibt: Wolfgang A. schrieb: > Gerade da wird man etwas gegen Verzähler durch "Juckelei" auf > der Schaltflanke bzw. Prellen tun müssen, also z.B. zweiphasige > Detektion und Auswertung nach Art eines Drehencoders
Bernd schrieb: > Gewindesteigung -> Umdrehungen. Das dürfte der effizienteste mechanische Ansatz sein. Ich würd einfach eine leichlaufende Mutter mit einem Anschlaghebelchen versehen und das auf einem Maßstab hochlaufen lassen. Billig, einfach, Strom- und prellfrei.
Mist, ich hab den nachhaltigen µC überlesen.
neanderthaler schrieb: > Mist, ich hab den nachhaltigen µC überlesen. Was ist denn eigentlich ein "nachhaltiger µC"? ..
Ich hab sowas gerade mit einer Reflexlichtschranke gebaut. Einfch die Gewindestange am einen Ende bis zur Hälfte angefeilt. Dadurch erhält man pro Umdrehung 2 Impulse. Funktioniert bei mir bis 2000U/min fehlerfrei.
Rainer M. schrieb: > Ich habe "Brainstorming" in den Titel geschrieben, um einfach mal Ideen > von Euch zu sammeln, wie man das löst. Ha! In die Gewindestange eine Abflachung reinfeilen. Von einem befreundeten Schlagzeuger einen Drumstick und eine kleine Trommel erbitten. Den Drumstick drehbar lagern und zwar so, dass er von der Gewindestange in eine Hin und Her Bewegung versetzt wird. Mit einer Feder den Drumstick gegen die Gewindestange drücken. Den Drumstick dann auf die kleine Trommel prallen lasssen. Mit einem 'Beat per Minute' Messer wird dann die Frequenz festgestellt. GLeichzeitig wird mittels einer Stoppuhr, die mittels Akustik getrieben wird die Zeit gemessen, in der die Trommel geschlagen wird. Aus Beats per Minute und der Zeit kann man die Anzahl der Umdrehungen feststellen. Anderer Ansatz: Aus einem Auto den Kilometerzähler samt Geber ausbauen und anpassen. Vorzugsweise einer von den alten mechanischen. Entgegen dem Namen zählt der nämlich gar keine Kilometer sondern direkt Radumdrehungen. Nach entsprechender Adaptierung der Getriebestufe kann der dann auch Umdrehungen zählen. Man könnte auch an der Gewindestange 3 unterschiedliche Farbmarkierungen am Umfang anbringen. Mittels digitaler Kamera trainiert man dann ein neuronales Netzwerk darauf, die Umdrehungen zu zählen. Man könnte auch in einen Baumarkt seiner Wahl gehen und dort in die Elektroabteilung. Mit ein bischen Glück verkaufen die dort auch Kabel als Meterware. Am Umspultisch gibt es meistens eine Einrichtung, die mechanisch mittels Reibrad die abgespulte Kabellänge feststellt. Ok, ich gebe zu, dass ist im Grunde nur eine Variation des Auto-Kiloeterzählers. Im Sinne eines "Brainstormings" also nichts neues.
Ganz einfach. Länge messen und anhand der ja genormten Steigungen hast du schon die Windungszahl. Also brauchst du im Prinzip nur einen uC der die Eingabe einer Länge in Empfang nimmt und als Windungszahl ausspuckt. Dabei ist es ja völlig wurscht welchen Durchmesser das Biest hat. VG, DF
chris schrieb: > Dazu z.B. den hier, der hat Hardware-Quadratur-Eingänge: > Ebay-Artikel Nr. 181553012412 Einen ARM Cortex-M3 um ein paar Umdrehungen zu zählen. Das ist schon fast rekordverdächtig :-) Das ist ja wie einen 30t Bagger zu bestellen um einen Himbeerbusch zu pflanzen.
Mach das Beste aus den Ideen von OldMan und devynf: Messe die Länge des gekurbelten Stücks und teile es mit dem Taschenrechner durch die Steigung. Das geht dann auch mit jedem Taschenrechner und du brauchst nix entprellen.
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