Pumpen für Vergussanlage

Gast #3974140
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Guten Morgen zusammen,

ich bin gerade dabei eine Vergussanlage zu bauen.
Zur Anlage habe ich keine Fragen, nur zu den Pumpen.
Ich hatte schon welche bestellt gehabt, aber dann wieder storniert.
Der Preis von 950 netto-euro pro Zahnradpumpe (ich brauche 2 Stk) war 
mir doch zu viel.

Ich suche einfach pumpen, die diesen Medium transportieren können: siehe 
Anhang. Da steht auch Viskosität usw. drin.

Die Fördermenge ist sehr gering. es reichen 200ml/min völlig aus.
Wer weiß, welche Pumpe ich nehmen kann?

Am Besten wäre eine, wo der Motor schon montiert ist. Dann entfällt die 
Motorsuche und das Basteln.

Eine fertige Anlage kostet in allerbilligster Ausführung 5k Euro. Also 
für mich etwas zu teuer.

Vielen Dank
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Gast #3974283
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Vielen Dank für die Antworten!
Der Kopf aus dem 3D Drucken ist was anderen. Mein Zeug ist ja flüssig.
Ja, ich wollte Harz und Härter getrennt pumpen und erst bei Ausgießen 
per Statischem Mischer mischen.

Hilti Hit Injektionsmörtel. Das geht leider nicht. Vielen Dank für den 
Vorschlag.

Ebay-billigpumpen sind leider gar nicht so billig :)
Dabei habe ich Angst, dass ich den Mischverhältnis von 100:30 nie 
eingestellt bekomme, bzw es immer schwanken wird.
im schlimmsten Fall wird der Harz noch in den Härterbehälter reingepumpt 
:)

Gruß Alex
Gast #3974372
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Wir haben bei uns in der Firma eine Maschine, die genau diese 
Vergussmasse und diesen Härter verarbeitet.
Die Maschine war eine Einzelanfertigung, wegen ganzen anderen Funktionen 
usw.
Die ist schon fast 10 Jahre im Einsatz und läuft 1A. Wird ca. 1-2 Mal 
pro Woche benutzt.
Die Pumpen sind immer mit Vergussmasse und Härter gefüllt. Aus diesem 
Grund kristaliesiert sich der Härter nicht in der Pumpe, sondern nur im 
Behälter. Also in Verbindung mit Luft.

Nun brauche ich für mich so eine Maschine, die aber nicht so aufwändig 
und teuer sein muss. Die soll einfach nur pumpen und mischen.

Finde die Schlauchpumpe irgendwie als letzten Mist. Riesen Verschleiß.
Gast #3974481
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Wo hast du denn eine Misch / Dosieranlage für 2K-Harze für 5k gesehen? 
Ich habe mal Angebote von bekommen, die lagen eher bei 25k...Ich bin 
auch auf der Suche nach sowas bzw. spiele mit dem Gedanken eines 
Eigenbaus.

Das Kristallisieren des Härters ist meist eine Folge der 
Luftfeuchtigkeit, nicht des Sauerstoffes.

Zu den Pumpen: Peristaltikpumpen werden in dem Viskositätsbereich 
vermutlich nicht funktionieren. Sie beruhen ja auf den elastischen 
Rückstellkräften durch den Schlauch. Das funktioniert bei so zähen 
Medien nicht mehr zufriedenstellend.

Bleiben also Zahnradpumpen oder Exzenterschneckenpumpen (Viscotek 
benutzt sowas, schätze ich). Ich habe leider keine Empfehlung für dich, 
habe selber schonmal nach sowas gesucht.

Ein anderes Konzept sind zwei mechanisch gekoppelte Kolbenpumpen, deren 
Durchmesser das Mischungsverhältniss einstellen. Damit stimmt das 
Verhältniss immer, aber es ist keine kontinuierliche Förderung möglich. 
Scheugenpflug macht das so. Betätigung kann dann z.B. pneumatisch sein.

Wieviel Material wird pro Tag  Woche  Monat verarbeitet? Aus welchem 
Voratsbehälter willst du denn dosieren? Ansaugen aus Hobbok, oder 
eigener Voratsbehälter? Ist ein Vorwärmen der Kompenenten vorgesehen?

Vielleicht können wir ja was zusammen machen?
Gast #3974500
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Alex schrieb:
> Finde die Schlauchpumpe irgendwie als letzten Mist.

Sind sie ja auch. Ist allenfalls was, wenn man nur ganz selten mal was 
Hochaggressives pumpen will.

Alex schrieb:
> Ebay-billigpumpen sind leider gar nicht so billig

Bei Pollin gibt es eine zu 3 Euro oder so. Also wenn das nicht billig 
ist. Und halten tut die auch noch...bei Wasser immerhin länger als der 
Motor, habe schon eine in monatelangem Dauerlauf abgenuddelt.
Gast #3974506
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Ich hab so Dinger schon gebaut, aber groesseres Volumen.

>Ein anderes Konzept sind zwei mechanisch gekoppelte Kolbenpumpen, deren
>Durchmesser das Mischungsverhältniss einstellen
Bei mir einstellbar ueber die Hebellaengen zu den Kolben.

>Ansaugen aus Hobbok,
Da war nichts mit saugen, die Viskositaet ist viel zu gross. Die 
Komponenten sind in einem Druckbehaelter (etwa 20l) bei 2 bar. Harz wird 
geruehrt, da mit einem Fuellstoff versetzt.
Gast #3974659
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@ butsu
ich habe auch geschrieben, dass es die allerbilligste primitivste Anlage 
für 5k war. Sah eher wie in der Wertstunde der 7. Klasse Realschule 
zusammengebaut.
Ich denke ich habe eine interessante Pumpe gefunden:
XV-0p/0.17 ist gemeint.
http://www.hydrobar.de/cms/upload/pdf/Produkte/Pumpen/Zahnradpumpenuebersicht-010-000.pdf
Hoffe der Link funktioniert.
Warte auf das Angebot, aber die Pumpe soll ca. 90-100 euro kosten.
Damit auch total akzeptabel vom Preis, sieht solide verarbeitet aus.

Die Pumpe wird dann vom Schrittmotor angetrieben. wenn man die Drehzahl 
von den Schrittmotoren ca. 3:1 hält, soll das Mischverhältnis auch 
passen.

Bleibt dann noch ein "Teil", was 2 Anschlüße an die 2 Komponente und ein 
(Schraub)Anschluß für den statischen Mischer besitzt.
Hat jemand sowas fertig kaufbares gesehen?

Gruß Alex
Gast #3974681
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heinz schrieb:
>>Ansaugen aus Hobbok,
> Da war nichts mit saugen, die Viskositaet ist viel zu gross. Die
> Komponenten sind in einem Druckbehaelter (etwa 20l) bei 2 bar. Harz wird
> geruehrt, da mit einem Fuellstoff versetzt.

Ansaugen geht bei großen Viskositäten natürlich nicht, habe ich 
mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte eher "pumpen aus Hobbock" und 
dachte an sowas:
http://www.scheugenpflug.de/index.php?option=com_k2&view=itemlist&layout=category&task=category&id=26&Itemid=404&lang=de

Hattest du die Kolbenpumpen selbst konstruiert? Magst du Details zu 
verwendeten Dichtmaterialien und Ventilen nennen?
Gast #3974717
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Alex schrieb:
> Ich denke ich habe eine interessante Pumpe gefunden:
> XV-0p/0.17 ist gemeint.
> 
http://www.hydrobar.de/cms/upload/pdf/Produkte/Pumpen/Zahnradpumpenuebersicht-010-000.pdf
> Hoffe der Link funktioniert.
> Warte auf das Angebot, aber die Pumpe soll ca. 90-100 euro kosten.
> Damit auch total akzeptabel vom Preis, sieht solide verarbeitet aus.

Die Viskositäten passen nicht wirklich: Dein Harz hat eine kinematische 
Viskosität von ca. 1500 mm2/s, das ist lt. Datenblatt der Pumpe die 
zulässige Höchstviskosität beim Anlassen. Die höchste Betriebsviskosität 
ist aber 100mm2/s. Es sind halt Pumpen für Hydrauliköl. Vielleicht 
funktioniert es trotzdem(?)...


Alex schrieb:
> Bleibt dann noch ein "Teil", was 2 Anschlüße an die 2 Komponente und ein
> (Schraub)Anschluß für den statischen Mischer besitzt.
> Hat jemand sowas fertig kaufbares gesehen?

Das Teil könnte man sehr günstig aus Polyamid lasersintern lassen. Das 
hat den Vorteil, dass man es einfach austauschen kann, falls es beginnt 
sich zuzusetzen.
Gast #3974759
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>Die Viskositäten passen nicht wirklich:
Ach Kacke!!! Ich habe da extra drauf geachtet, und wusste nicht, wie ich 
die Einheit mm²s in mPas umrechnen soll.
Habe einfach gehofft, dass es funktioniert.
Ich denke, ich werde das einfach ignorieren und ausprobieren :)
Mein Fördervolumen soll auch bei max. 300ml/min sein. Normalerweise 
wollte ich 100ml/min nehmen. Das ergibt sich ca. 70ml pro Minute für die 
Harz Pumpe.
Ich DENKE, das wird funktionieren. Wenn nicht, dann muss ich halt noch 
mal ran.
ich habe leider keine Zeit und Nerven mehr zum Suchen.
Alle Datenblätter muss man i.d.R anfragen, und Preise sowieso.
Die Anfragen werden meistens erst am nächsten Tag bearbeitet.
Das geht langsam auf den Sack :(
#3974783
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Alex schrieb:
> Ach Kacke!!! Ich habe da extra drauf geachtet, und wusste nicht, wie ich
> die Einheit mm²s in mPas umrechnen soll.

dynamische Viskosität [Pa s],[kg m-1 s-1] = dynamische Viskosität [m2/s] 
* Dichte [kg/m3]

Es ist WIRKLICH schwierig, eine geeignete Pumpe zu finden. Am liebsten 
wäre mir eine Exzenterschneckenpumpe gewesen, aber da habe ich überhaupt 
nix in klein gefunden.
Gast #3974801
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>Hattest du die Kolbenpumpen selbst konstruiert?
Ja.
30mm (40?) hartvercromte Wellen als Kolben. Als Plunger ausgefuehrt.

Dichtung war eine Forseal
www.fst.com/Products/Special-Sealing-Products/Forseal

Ansaug und Auslassventil Kugelventile pneumatisch angesteuert.

Wenn mir der Name des Kunden wieder einfaellt find ich auch die 
Zeichnungen.
Gast #3974825
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interessant, dass auf einmal so viele Leute eine Anlage bauen wollen :)
Ich kann sagen, dass in einer mir bekannten Maschine die Pumpe von 
Barmag drin ist.
Ich kann da nur barmag und 0,3cm³ und auf der anderen barmag 0,1cm³ 
erkennen.
Das ist wohl Fördervolumen pro Umdrehung.
Diese Pumpen sind 100% für Harz und Härter geeignet, und sind schon 10 
Jahre im Einsatz.
Leider konnte ich bei Barmag keine Pumpe finden, die so aussieht wie die 
in unserer Maschine.
Gast #3974855
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Also, ich war noch mal hin und konnte die Beschriftung identifizieren.
Pumpe für Harz:
Barmag
0,3cm³
0211333
A-786-6885

Pumpe für Härter:
Barmag
0,1cm³
0800132
A-416-6818


Das ist das, was 100% funktioniert.
Die Pumpen sind auch sehr klein und handlich.
Konnte leider mit diesen Bezeichnungen nichts brauchbares ergoogeln.
Vielleicht möchte jemand Barmag anfragen.

Gruß Alex
Gast #3974898
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Gast #3975171
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Alex schrieb:
> Hoffe der Link funktioniert.
> Warte auf das Angebot, aber die Pumpe soll ca. 90-100 euro kosten.
> Damit auch total akzeptabel vom Preis, sieht solide verarbeitet aus.
>
> Die Pumpe wird dann vom Schrittmotor angetrieben. wenn man die Drehzahl
> von den Schrittmotoren ca. 3:1 hält, soll das Mischverhältnis auch
> passen.
>
> Bleibt dann noch ein "Teil", was 2 Anschlüße an die 2 Komponente und ein
> (Schraub)Anschluß für den statischen Mischer besitzt.
> Hat jemand sowas fertig kaufbares gesehen?

Mischventil gibts z.b. von nordson efd bei esska, auch statische 
Mischer.

Aber die Pumpe wird fürs Isocyanat nicht funktionieren, das Zeug 
schmiert schlecht, bei geringstem Druckaufbau verkanten sich die Wellen 
der Zahnräder in der Pumpe und schleifen die Lagerbrillen auf, die 
Dosiergenauigkeit ist dann total im Eimer, Druck bringt man auch keinen 
mehr zusammen...

Das Isocyanat ist ausserdem sehr hygroskopisch, und wird mit Wasser 
fest, dauerhaft funktionieren da nur (wenn überhaupt) Pumpen mit 
geeigneter Sperrflüssigkeit zwischen zwei Dichtungen.

Vernünftig funktionieren Pumpen aus Edelstahl oder Grauguss, wenns genau 
sein soll dann sollten es auch Dosierpumpen und keine Förderpumpen sein.

Schlauchpumpen schaffen vermutlich nicht genug Druck für das statische 
Mischrohr.

Ich würd eher in Richtung Kolbendosierung gehen, eventuell leere 
Einweg-Kartuschen im passenden Mischungsverhältnis besorgen und 
befüllen, die kann man dann mit einer einfachen Auspresspistole und 
statischem Mischer verwenden...
#3975662
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rmu schrieb:
> Ich würd eher in Richtung Kolbendosierung gehen, eventuell leere
> Einweg-Kartuschen im passenden Mischungsverhältnis besorgen und
> befüllen, die kann man dann mit einer einfachen Auspresspistole und
> statischem Mischer verwenden...

Das ist eine gute Idee. Funktioniert aber nur, wenn es die Kartuschen 
inclusive Pistole im gewünschten Verhältniss auch gibt. Und dann läßt 
sich damit nicht wirklich komfortabel dosieren und das blasenfreie 
Befüllen ist auch nicht ohne. Ich habe schon versucht, Einwegkartuschen 
mit vorgemischtem und im Vakkum entgasten PU zu füllen. Hat keinen Spass 
gemacht.

Schöner wäre da eine wirkliche Kolbenpumpe wie Heinz sie weiter oben 
beschrieben hat, oder wie Scheugenpflug sie baut.

Es gibt im Laborbereich Spritzenpumpen mit Mehrwegeventil und 
Schrittmotorantrieb. Die können aus einem beliebig großen 
Vorautsbehälter blasenfrei Medium ansaugen und dosieren. Natürich sind 
sie für die hier gewünschten Viskositäten nicht geeignet, weil die 
Querschnitte zu klein sind und die Drücke nicht ausreichen. Das Volumen 
ist auch zu klein. Aber sowas könnte man wahrscheinlich mit vertretbarem 
Aufwand und erträglichen Kosten aus Edelstahl bauen.

Kennt jemand ein kleines, elektrisch betriebenes 3-Wegeventil, das für 
solche Medien geeignet sein könnte?
#3975667
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Korbinian G. schrieb:
> Ginge es nicht, dass man zwei Kolbensysteme paralell setzt? Eins drückt,
> das andere lädt nach?

Es geht ja nicht so sehr um das kontinuierliche Fördern, sondern um das 
Mischen im richtigen Verhältniss. Natürlich sollte ein Dosiervorgang 
ohne Nachladen ablaufen, aber nach jedem Schuss nachzuladen ist 
zumindestens in meinen Anwendungen kein Problem, ich vermute bei Alex 
auch nicht.
#3975678
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Naja, der Schritt von zwei Kolben paralell zu 2x2 Kolben paralell ist ja 
nicht so groß. Je nach Größe bzw. Hubtiefe der Kolben lässt sich das 
Dosierverhältnis anpassen.

Bei der ganzen Geschichte stellt sich auch die Frage, wie sauber das 
Ausgangsmedium zum Mischen ist. Gibt es da keine Abfülltoleranzen bzw. 
Reinheitstoleranzen? Ich kenne das Zeugs jetzt nicht, aber es würde 
keinen Sinn machen, sich eine Abfüllanlage für 2k zu bauen, wenn das 
Ausgangsprodukt gewisse Toleranzen zulässt, die die der Abfüllanlage 
weit übertreffen.

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