Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik NE555 Schaltung ändern ?


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von Bastler (Gast)


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Hallo
ist die vorliegende Timer Schaltung so zu verändern dass das Relais auch 
irgendwann mal wieder in Ruhestellung geht ??
jetzt zieht es nach anlegen der Versorgungsspannung und Ablauf der 
eingestellten Zeit ( bis ca. 10Sec.) an und bleibt dann auch angezogen.

gruß























hallo

von (prx) A. K. (prx)


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Das ist offenbar eine Einschaltverzögerung. Was genau willst du statt 
dessen erreichen?

von Peter D. (peda)


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Spezial-ICs können immer nur das, wofür sie entwickelt wurden.

Will man weitere Funktionen hinzufügen, sollte man besser einen MC 
einsetzen.

von Bastler (Gast)


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Das Relais soll auch wieder abfallen,
am besten wäre wenn die Zeit dafür auch einstellbar ist.
vllt. so wie eingezeichnet ?

gruß

von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Schau einfach ins Datenblatt vom NE555, da findest du im Kapitel "One 
shoot" alles was du brauchst.

@Peter: Du hast zwar grundsätzlich recht, aber genau für solche Aufgaben 
ist der NE555 gemacht. Warum also einen µC verwenden?

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von Bastler (Gast)


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nennt sich sowas "Astabile Kippstufe (Multivibrator)-mit einstellbarer 
Ein-/Aus-Zeit" ?
Da die Platinen schon vorhanden sind wäre es schön es mit so wenig 
zusätzlichen Bauteilen wie möglich zu ändern!

von (prx) A. K. (prx)


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Bastler schrieb:
> nennt sich sowas "Astabile Kippstufe (Multivibrator)-mit einstellbarer
> Ein-/Aus-Zeit" ?

Wenn es zyklisch blinken soll, dann schon.

von Bastler (Gast)


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Thorsten Ostermann schrieb:
> Schau einfach ins Datenblatt vom NE555, da findest du im Kapitel "One
> shoot" alles was du brauchst.

Der NE555 wird ja von vielen hergestellt, gibt es einen Link zu dem 
Datenblatt oder welcher Hersteller ist gemeint ?

von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Let me google this for you:
http://www.mikrocontroller.net/articles/NE555#Kippstufen

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von MaWin (Gast)


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Bastler schrieb:
> jetzt zieht es nach anlegen der Versorgungsspannung und Ablauf der
> eingestellten Zeit ( bis ca. 10Sec.) an und bleibt dann auch angezogen.

Na ja, dafür ist die Schaltung gebaut.

EINE Zeitverzögerung, EIN NE555. Willst du eine zweite Zeit, brauchst du 
einen zweiten NE555.

von (prx) A. K. (prx)


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Oder einen NE556, der hat zwei 555er drin.

von Bastler (Gast)


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die Schaltung "Astabile Kippstufe" beweist anscheinend das Gegenteil !
mehr möchte ich mit meinen vorhandenen Platinen ja auch nicht erreichen.
ich suche hier nur nach einem Tipp wie ich die vorh. Schaltung mit 
möglichst wenigen zus. Bauteilen / Schaltungsänderungen dementsprechend 
abändern kann !

Gruß

von Markus F. (markusfu)


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Hi, ich klinke mich mal ins Thema ein.
Ich hab denke ähnliches vor mit dem gleichen Teil.
@Bastler: Um was geht es genau bei dir?
Was willst du damit schalten?

Ich möchte meine Außenspiegel entweder mit ein-\ausschalten der Zündung 
aus-\ bzw. anklappen und\oder per FB bei zweimaligen drücken.

Hab bisher versucht das ganze mit normalen Relais, aber das haut nicht 
so ganz hin.

von Bastler (Gast)


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Hi Markus

Zufall, auch fürs Auto,
für den Heckwischer mit fest eingestelltem Intervall !
( der läuft jetzt leider immer im Dauerbetrieb )

Gruß

von Markus F. (markusfu)


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Zumindest weis ich jetzt das dieses Relais angezogen bleibt. Hatte vor 
das gleiche zu kaufen.
Mit µC und sowas kenn ich mich null aus, würde aber gerne meinen 
Horizont erweitern.

von Sili (Gast)


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Ich greife das Thema ebenfalls auf. Wie schon erwähnt ist es aktuell 
eine Einschaltverzögerung. Ich habe das Ding schon vor einer Weile für 
meinen Sohn gekauft, damit er beim Einschalten seine Zuges rechtzeitig 
bis zu Weiche laufen kann :).

Da ich noch ein paar diese Platinen übrig habe, würde ich auch gern 
wissen ob ich daraus auch eine Abfallverzögerung machen kann?

von L. H. (holzkopf)



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Bastler schrieb:
> Das Relais soll auch wieder abfallen,
> am besten wäre wenn die Zeit dafür auch einstellbar ist.

Hallo Bastler,

erst mal vorab:
Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir sagen könntest, wie Du Deine 
Schaltpläne, so wie präsentiert, darstellen kannst.
Denn ich habe keine Ahnung davon, wie sich das bewerkstelligen läßt.
Würde das aber auch ganz gern so tun können.

Zu Deinem Anliegen:
Jüngst baute ich mir auch eine PWM, die auf meine Anforderungen 
"zugeschnitten" ist.
Schaltplan im Anhang. (Könnte sein, daß es nicht die ist, die ich an 
sich hochladen wollte. Blöd, daß man das hier in der Vorschau nicht 
sieht)
Egal - ich kann ja die gemeinte noch nachtragen.

Im Wesentlichen basiert die Schaltung darauf, daß zwei 555er eingesetzt 
werden.
Der erste gibt dem zweiten Puls-/Pausen-Zeiten vor.
Innerhalb von denen der zweite eine frei wählbare Anzahl von Impulsen 
erzeugen kann.
Beide 555er lassen sich in ihrem Verhalten durch entspr. zuschaltbare 
C's beeinflussen.

Die Schaltung hat auch den Vorteil, daß sich der erste 555 "wegschalten" 
läßt, wodurch der zweite als reiner Rechteck-Impulsgeber verwendbar ist.

Ich habe sie nur geringfügig modifiziert:
a) an Stelle des BUZ einen 2N 3055 eingesetzt.
Und dabei den R 820 weggelassen.

b) beim linken 555 eine Kontrolldiode eingesetzt (von Pin 3 gegen (-) 
(Vorwiderstand 470 Ohm))

c) beim rechten ebenfalls eine Kontrolldiode eingesetzt.
Aber nicht so, wie Du das (in der Strecke zum Schalt-Transistor) 
machtest.
Sondern "nach" dem Transistor.
Im Prinzip "gegenläufig" zur Freilaufdiode.
Was m.E. den Vorteil hat, daß diese Diode im Prinzip das 
"Durchschalt-Vermögen" des Transistors kontrolliert.
Und damit auch gleichzeitig die ordentliche Funktion des zweiten 555.
Weil der Transistor nicht durchschalten KANN, wenn der zweite 555 nicht 
funktioniert.

d) bei der Zuschaltungsmöglichkeit der jeweiligen C's gefiel mir die 
alternative Zuschaltung nicht.
Weshalb ich die per Kippschaltern machte.
Die es erlauben, auch Parallel-Zuschaltungen der C's machen zu können.
Ob das erheblich oder wirklich nützlich ist, weiß ich offengestanden 
nicht so genau, weil PWM's völliges "Neuland" für mich sind.

Die Schaltung funktioniert einwandfrei.
Ich denke, durch entspr. Zuschaltung von C's kannst Du auch Dein Relais 
abfallen lassen, wie es Dir zusagt.

Meine ersten Versuche fuhr ich mit der C-Zuschaltung:
1. 555: 47 µF
2. 555: 10 µF
Hätte ich bald vergessen:
Den zweiten 555 "bestückte" ich (wahlweise) mit genau den gleichen C's 
wie den ersten.
Weil ich den auch völlig separat einsetzen können will.

Mit den gen. Werten ist das per den LED's auch noch ganz gut (optisch) 
"überblickbar".

von L. H. (holzkopf)


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L. H. schrieb:
> Schaltplan im Anhang. (Könnte sein, daß es nicht die ist, die ich an
> sich hochladen wollte. Blöd, daß man das hier in der Vorschau nicht
> sieht)

Die hochgeladete Schaltung "paßt" so weit.
Wenn Du den ganzen Sums mit den (rechtsseitigen) Rohren einfach außer 
Betracht läßt:
Es geht nur darum, daß der Transistor eine Last zuschalten (und auch 
wieder wegschalten) KANN.

Ob diese Last ein Relais oder die Erregung einer Lima oder die 
Primärwicklung einer Zündspule oder die Aktivierung von bifilaren Spulen 
ist, spielt dabei an sich keine Rolle:
Nur der Zweck der x-beliebigen (zeitlichen) Zuschaltungs-Möglichkeit ist 
dabei relevant.

von Thomas S. (thom45)


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L. H. schrieb:
> Jüngst baute ich mir auch eine PWM, die auf meine Anforderungen
> "zugeschnitten" ist.

Könntest Du bitte schön erklären was Du da ansteuerst?

Oder geht das vielleicht nicht,
weil dies ein Top-Secret-NSA-like-Project ist? :-)

Gruss
Thomas

von Praktiker (Gast)


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Bastler schrieb:
> Der NE555 wird ja von vielen hergestellt, gibt es einen Link zu dem
> Datenblatt oder welcher Hersteller ist gemeint ?

Folge einfach dem Bauteil-Link in Posting. Das IC heißt überall ..555, 
weil es von der Funktion bei allen Herstellern gleich ist. Unterschiede 
bestehen allenfalls bei elektrischen Details.

von Sili (Gast)


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Keiner eine Idee ob ich die Schaltung zu einer Abfallverzögerung umbauen 
kann?

von Old P. (Gast)


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Peter Dannegger schrieb:
> Spezial-ICs können immer nur das, wofür sie entwickelt wurden.
>
> Will man weitere Funktionen hinzufügen, sollte man besser einen MC
> einsetzen.

Hallo Peter, Du solltest das aber besser wissen ;-)
Der 555 ist einer der universellsten ICs überhaupt.

Wozu sich mit µC-Programmierung befassen, wenn es ein paar R und C auch 
tun?

Old-Papa

von Thomas S. (thom45)


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Sili schrieb:
> Keiner eine Idee ob ich die Schaltung zu einer Abfallverzögerung umbauen
> kann?

Wie bereits angedeutet, Du kannst nicht mit einem einzigen NE555 (oder 
CMOS-Version LMC/TLC555) beides realisieren, - eine Einschalt- und eine 
Ausschaltverzögerung.

Es wurde auch bereits angedeutet, dass zwei 555er für beide Funktionen 
benötigt werden, oder ein Doppel-555er, den NE556. Dazu gibt es 
Applicationnotes in den Datenblättern.

Steuere mit dem Ausgangssignal der ersten 555er-Schaltung 
(Einschaltverzögerung) eine zweite 555er-Schaltung, die als Monoflop 
realisiert ist (siehe App.-Notes), so dass das Monoflop am Schluss der 
Einschaltverzögerung auf den HIGH-Pegel geht. Dieser Pegel schaltet die 
Lampe (oder sonst was) ein. Mit dem RC-Glied beim Monoflop 
dimensionierst Du die HIGH-Pegel-Dauer. Wenn die Dauer erreicht ist, 
geht das Signal wieder auf den LOW-Pegel und schaltet damit die Lampe 
aus.

So hast Du beides, Einschalt- und Ausschaltverzögerung. Die 
Ausschaltverzögerung ist eigentlich eine Einschaltdauer.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

Gruss
Thomas

von Axel R. (Gast)


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Warum Zwei 555er?
Wenn sich der 100µF Kondensator über die VCC/3 Schwelle aufgeladen hat, 
entlädt man ihn über einen Widerstand über PIN7 (DIS). warum der wohl 
(DIS) heisst? Dann fällt das relais weider ab und unterbricht die 
Stromversorgung.

von F. F. (foldi)


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Ach Thomas, du hast doch keine Ahnung! grins

Ist aber fein, dass du ihm nicht dein Buch empfohlen hast.

Dann mach ich das mal: 
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/timer-555

von Thomas S. (thom45)


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Axel R. schrieb:
> Warum Zwei 555er?

> Wenn sich der 100µF Kondensator über die VCC/3 Schwelle aufgeladen hat,

Meinst Du nicht Vcc*2/3-Schwelle?

> entlädt man ihn über einen Widerstand über PIN7 (DIS).

> warum der wohl (DIS) heisst?

Jomaiau, das isch jo wahnsinnig schwär. :-)))

> Dann fällt das relais weider ab und unterbricht die
> Stromversorgung.

Das wäre eine Variante. Allerdings muss man dafür sorgen, dass der 
IC-interne Transistor eingeschaltet bleibt, wenn die C-Entladung die 
Vcc*1/3-Schwelle unterschreitet, weil ohne eine solche Massnahme öffnet 
dieser DISCHARGE-Transistor bei Unterschreitung der Vcc*1/3-Schwelle und 
das Aufladen beginnt von Neuem, wenn der Timing-R noch immer an Vcc 
hängt.

Der astabile MV lässt grüssen oder Freude am Basteln... :-)

von Thomas S. (thom45)


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F. Fo schrieb:

> Ach Thomas, du hast doch keine Ahnung! *grins*

Ich weiss, dass ich nichts weiss mega_grins


> Ist aber fein, dass du ihm nicht dein Buch empfohlen hast.
>
> Dann mach ich das mal:
> http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/timer-555

Oh, das ist aber sehr nett von Dir. Allerdings macht das wenig Sinn, 
weil das Problem, um das es hier geht, gibt es weder im Buch noch in den 
555er-Minikursen eine explizite Anwendungsbeschreibung.

Dazu kommt, wenn ich in einem Thread etwas empfehle, ist es selektiv ein 
allfällig passender Minikurs und nicht grad das ganze Buch. Das wäre das 
selbe, wie wenn ich sogleich alle meine 555er-Minikurse auf einmal 
empfehlen würde.

So, und damit wäre dieses Thema meinerseits vom Tisch. Weitere Antworten 
folgen aus Zeitgründen nicht.

Gruss
Thomas

von F. F. (foldi)


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Das ist schon richtig, aber wenn man versteht wie etwas funktioniert, 
dann kann man auch leicht seine eigenen Sachen daraus ableiten.

von Sili (Gast)


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Ich wollte auch wie erwähnt keinen Ein- und Ausschaltverzögerung sondern 
nur wissen ob es mit der im allerersten Post geposteten 
Einschalteverzögerung möglich ist, diese in eine Ausschaltverzögerung 
umzubauen. Ich will nur eine Ausschaltverzögerung.

von F. F. (foldi)


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Sili schrieb:
> Ich will nur eine Ausschaltverzögerung.

Ist möglich.

von L. H. (holzkopf)


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Thomas Schaerer schrieb:
> Könntest Du bitte schön erklären was Du da ansteuerst?
>
> Oder geht das vielleicht nicht,
> weil dies ein Top-Secret-NSA-like-Project ist? :-)

Was man mit dieser PWM alles tun kann, hatte ich bereits umrissen:

L. H. schrieb:
> Es geht nur darum, daß der Transistor eine Last zuschalten (und auch
> wieder wegschalten) KANN.
>
> Ob diese Last ein Relais oder die Erregung einer Lima oder die
> Primärwicklung einer Zündspule oder die Aktivierung von bifilaren Spulen
> ist, spielt dabei an sich keine Rolle:
> Nur der Zweck der x-beliebigen (zeitlichen) Zuschaltungs-Möglichkeit ist
> dabei relevant.

"Strengstens geheimstens" ist daran gar nichts.:)
Technisch sehr interessant ist m.E. bei der Kombination von zwei 555 die 
Möglichkeit, das durch den ersten 555 "freigegebene Arbeitsintervall" 
durch die f des zweiten 555 wieder unterbrechen zu können.
Was im Endeffekt dazu führt, daß dadurch ausgangsseitig die Stromzufuhr 
in einem weiten Bereich frei gestaltbar ist.

Um mich mit den Möglichkeiten dieser PWM erst mal vertraut zu machen, 
schloß ich ausgangsseitig eine KFZ-Lampe, 12 V, 21 W an.
Die ließ sich ohne weiteres - nur über die Anzahl der Ausgangsimpulse - 
von beginnender Rotglut bis zur Weißglut ihres "Glühfadens" treiben.
Und ich denke, das ist letztlich auch der Sinn und Zweck der Kombination 
von zwei 555.

Natürlich läßt sich das auch ganz anders bewerkstelligen - es gibt ja 
(fast) immer mehrere Möglichkeiten.

Old Papa schrieb:
> Hallo Peter, Du solltest das aber besser wissen ;-)
> Der 555 ist einer der universellsten ICs überhaupt.
>
> Wozu sich mit µC-Programmierung befassen, wenn es ein paar R und C auch
> tun?

Das sehe ich genau so:
Der Zweck "heiligt" die Mittel.
Womit ich die einfachsten meine.;)

von F. F. (foldi)


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L. H. schrieb:
> Old Papa schrieb:
>> Hallo Peter, Du solltest das aber besser wissen ;-)
>> Der 555 ist einer der universellsten ICs überhaupt.
>>
>> Wozu sich mit µC-Programmierung befassen, wenn es ein paar R und C auch
>> tun?
>
> Das sehe ich genau so:
> Der Zweck "heiligt" die Mittel.
> Womit ich die einfachsten meine.;)

... womit man nun wieder einen Glaubenskrieg starten könnte.

Die Zeit die das Löten für die zusätzlichen Teile beim NE555 gebraucht 
hätte, könnte man nutzen um die paar Zeilen zu schreiben.

(ich weiß, ich hätte einen Timer nehmen können)
1
 
2
 
3
#include <avr/io.h>
4
#include <util/delay.h>
5
6
//#define F_CPU 1000000UL
7
#define PowerOn  PB2
8
#define Relais  PB1
9
#define Led    PB4
10
11
12
13
14
15
int main(void)
16
{
17
  
18
  DDRB |= (1<<Relais) | (1<<Led);
19
  DDRB &= ~ (1<<PowerOn);
20
  PORTB &= ~ (1<<Relais);
21
  unsigned long time = 0;
22
23
  
24
    for(;;)
25
    {
26
    
27
    
28
    if ((time <= 15000) && (PINB & (1<<PowerOn)))
29
  
30
      {
31
        _delay_ms(30);
32
        PORTB |= (1<<Relais);
33
        time++;
34
      }
35
      
36
37
    if ((time >=15001) && (PINB & (1<<PowerOn)))
38
    
39
    {
40
      PORTB &= ~ (1<<Relais);
41
      PORTB |= (1<<Led);
42
    }
43
    
44
  }
45
return 0;
46
}

von L. H. (holzkopf)


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Praktiker schrieb:
> Folge einfach dem Bauteil-Link in Posting. Das IC heißt überall ..555,
> weil es von der Funktion bei allen Herstellern gleich ist. Unterschiede
> bestehen allenfalls bei elektrischen Details.

Ja - im Prinzip gibt es kaum Unterschiede.
Obacht geben muß man nur bzgl. des jeweiligen Temperatur-Bereiches, in 
dem der verwendete 555 zuverlässig arbeiten können soll.
Hier eine Übersicht dazu: 
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0206115.htm

von Thomas S. (thom45)


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Sili schrieb:
> Ich wollte auch wie erwähnt keinen Ein- und Ausschaltverzögerung sondern
> nur wissen ob es mit der im allerersten Post geposteten
> Einschalteverzögerung möglich ist, diese in eine Ausschaltverzögerung
> umzubauen. Ich will nur eine Ausschaltverzögerung.

Sorry. Dann habe ich Dich missverstanden. Das geht natürlich mit nur 
einem, dem selben 555.

von Thomas S. (thom45)


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L. H. schrieb:
> "Strengstens geheimstens" ist daran gar nichts.:)
> Technisch sehr interessant ist m.E. bei der Kombination von zwei 555 die
> Möglichkeit, das durch den ersten 555 "freigegebene Arbeitsintervall"
> durch die f des zweiten 555 wieder unterbrechen zu können.
> Was im Endeffekt dazu führt, daß dadurch ausgangsseitig die Stromzufuhr
> in einem weiten Bereich frei gestaltbar ist.

Ich meinte mit "Strengstens geheimstens" die vier Zylinder die 
angesteuert werden. Was ist das?

http://www.mikrocontroller.net/attachment/248432/dave-lawton-remake-of-stanley-meyer-dual-555-pwm.jpg

von Sili (Gast)


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Thomas Schaerer schrieb:
> Sili schrieb:
>> Ich wollte auch wie erwähnt keinen Ein- und Ausschaltverzögerung sondern
>> nur wissen ob es mit der im allerersten Post geposteten
>> Einschalteverzögerung möglich ist, diese in eine Ausschaltverzögerung
>> umzubauen. Ich will nur eine Ausschaltverzögerung.
>
> Sorry. Dann habe ich Dich missverstanden. Das geht natürlich mit nur
> einem, dem selben 555.

Ja das habe ich schon verstanden das das mit einem NE555 geht. Die Frage 
war ja kann ich die vorhandene Platine (siehe erstes Post) zu einer 
Ausschaltverzögerung umbauen? Und wenn ja, wie?

Ich habe eben noch 4 oder 5 solche Platinen da und würde gerne damit 
realisieren das bei einem Knopfdruck eine Pumpe pumpt und nach 6 
Sekunden wieder aufhört.

von Thomas S. (thom45)


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Sili schrieb:

> Ja das habe ich schon verstanden das das mit einem NE555 geht. Die Frage
> war ja kann ich die vorhandene Platine (siehe erstes Post) zu einer
> Ausschaltverzögerung umbauen? Und wenn ja, wie?

Ich habe jetzt eine kleine Schaltung gezeichnet, die das tut was Du 
willst. Die Umsetzung auf dem Print musst Du dann halt gut überlegen...

Ganz kurz: Wenn Schalter auf ON, ist CT noch entladen. Pin 3 geht sofort 
auf HIGH und schaltet über T1 Dein Relais ein. Ueber RT wird CT geladen, 
wenn Ub*2/3 erreicht, geht Pin 3 auf LOW, Relais fällt ab.

Dieser Zustand bleibt. CT ladet sich weiterauf bis max. +Ub.

Wenn Schalter auf OFF, entladet sich CT über Diode und R1. So 
dimensionieren, dass die Entladung rasch erfolgt, R1 aber nicht zu 
niederohmig, damit er nicht zu stark belastet wird im ON-Zustand.

Auf diese Weise arbeitet der NE555 als Schmitt-Trigger. Das IC-interne 
R-Netzwerk bildet die Hysterese.

Wenn Dich das Thema näher interessiert, empfehle ich Dir diesen 
Elektronik-Minikurs:

"230-VAC-Netzfrequenzsynchronisation mit
dem CMOS-555-Timer-IC als Schmitt-Trigger"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/st555.htm

Gruss
Thomas

: Bearbeitet durch User
von L. H. (holzkopf)


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Thomas Schaerer schrieb:
> Ich meinte mit "Strengstens geheimstens" die vier Zylinder die
> angesteuert werden. Was ist das?

Das soll vier Rohrpaare (konzentrisch zueinander fixierte Rohre) 
andeuten.
Auch mit solchen Rohrpaaren läßt sich das Wasser in seine Bestandteile 
aufspalten.
Man erhält dann im Endeffekt Knallgas, das sich z.B. einem 
Verbrennungsmotor zuführen läßt.

Wenn Dich das näher interessiert, kannst Du dazu unter 
"Wasserspaltungs-Zellen" o.ä. fündig werden.
Aus diesem Bereich stammt auch die gen. Schaltung.
Mir gefiel sie deshalb, weil sie (auch schon als Plan) recht klar und 
übersichtlich ist.

Diese Übersichtlichkeit behielt ich auch in der praktischen Ausführung 
von ihr bei.
Auch, weil mich interessierte, ob sie in diskreter Bauweise tadellos 
funktioniert.
Das tut sie.:)

von Sili (Gast)


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Thomas Schaerer schrieb:
> Sili schrieb:
>
>> Ja das habe ich schon verstanden das das mit einem NE555 geht. Die Frage
>> war ja kann ich die vorhandene Platine (siehe erstes Post) zu einer
>> Ausschaltverzögerung umbauen? Und wenn ja, wie?
>
> Ich habe jetzt eine kleine Schaltung gezeichnet, die das tut was Du
> willst. Die Umsetzung auf dem Print musst Du dann halt gut überlegen...

> Thomas

Ich glaub das kann ich nicht :)... :(. Ich bin leider kein Elektroniker 
und kann höchsten mit Lötkolben umgeben nach fertigen Schaltplänen oder 
Umbauplänen...

von Sili (Gast)


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Trotzdem danke :).

von Thomas S. (thom45)


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Sili schrieb:
> Thomas Schaerer schrieb:
>> Sili schrieb:
>>
>>> Ja das habe ich schon verstanden das das mit einem NE555 geht. Die Frage
>>> war ja kann ich die vorhandene Platine (siehe erstes Post) zu einer
>>> Ausschaltverzögerung umbauen? Und wenn ja, wie?
>>
>> Ich habe jetzt eine kleine Schaltung gezeichnet, die das tut was Du
>> willst. Die Umsetzung auf dem Print musst Du dann halt gut überlegen...
>
>> Thomas
>
> Ich glaub das kann ich nicht :)... :(. Ich bin leider kein Elektroniker
> und kann höchsten mit Lötkolben umgeben nach fertigen Schaltplänen oder
> Umbauplänen...

Kennst Du denn keinen Life-Kollegen, der wenigstens ein 
Hobbyelektronikbastler (ich meine das keineswegs abwertend) ist und Dich 
dabei unterstützen kann?

Gruss
Thomas

von Nitram L. (nitram)


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Sili schrieb:

> Ich habe eben noch 4 oder 5 solche Platinen da und würde gerne damit
> realisieren das bei einem Knopfdruck eine Pumpe pumpt und nach 6
> Sekunden wieder aufhört.

Das geht schon...
Du hast da eine Einschaltverzögerung. Auf der LP sitzt ein Relais mit 
einem Wechselkontakt.
Du brauchst noch ein zweites 12V Relais (2 Schließer) und gut ist. Das 
verschaltest du so, das es mit einem Taster in Selbsthaltung geht, die 
aber durch den Öffnerkontakt des Zeitmudules unterbrochen wird.

Ablauf: Taster drücken, Relais geht an und hält sich selbst, 
Einschaltverzögerung läuft.... Relais zieht nach 6sec an und unterbricht 
die Selbsthaltung des ersten Relais...


nitraM

von Hubert G. (hubertg)


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Die einfachste Lösung wäre doch D1 (LED) umdrehen und T1 auf einen 
pnp-Typ tauschen. Damit kehrt sich die Funktion um.
Das das Relais um etwa 0,7V weniger Spannung bekommt, sollte keine Rolle 
spielen.
Beim Transistor gehört natürlich Kollektor und Emitter vertauscht, bei 
SMD ein kleines Problem.

: Bearbeitet durch User
von Sili (Gast)


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Das hört sich schon besser und für mich machbar an ?

von Hubert G. (hubertg)


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Hab nur gerade gesehen, LED umdrehen wird nicht funktionieren. Die LED 
gehört überbrückt, da sonst die Spannung für das Relais noch weiter 
abgesenkt wird. Den Widerstand sollte man auch überbrücken.

: Bearbeitet durch User
von Sili (Gast)


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D1 und R5 kann ich natürlich durch 0 Ohm ersetzen.

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