Hat von euch jemand einen Tipp für mich wie ich das Messsignal eines Sensors elektronisch oder softwareseitig beschleunigen kann? Nehmen wir mal an ich habe einen Drucksensor, der hat einen Messbereich von 0-1bar. Nun gebe ich auf den Sensor einen "idealen" Druckimpuls von 0 auf 1 bar (ohne Verzögerung). Das Sensorsignal am Ausgang hat allerdings einen Verzögerung und erreicht erst nach ca. 500ms den 1 bar Wert. Nehmen wir mal an der Sensor hat eine Anstiegszeit T10-T90 von 300ms. Das ist alles gegeben und kann nicht beeinflusst werden. Meine Frage ist nun, gibt es eine Möglichkeit aus diesen 400ms Anstiegszeit über eine Schaltung oder über Software z.B 200ms zu machen. Gruß Christian
Nein, das geht nicht, da das dann ein nicht mehr kausales System wäre. Einfach gesagt: Du weisst vor deinem Sensor, was für ein Wert er erreichen wird.
Die Sprungantwort kannst Du beschleunigen, wenn Du einen Schmitttrigger hinter den Sensor schaltest und den auf den Spannungswert dimensionierst, der T15 entspricht.
Chris S. schrieb: > Meine Frage ist nun, gibt es eine Möglichkeit aus diesen 400ms > Anstiegszeit über eine Schaltung oder über Software z.B 200ms zu machen. Woher soll die Schaltung zum Zeitpunkt 200ms wissen, wie der Druck zum Zeitpunkt 400ms aussehen wird? Dazu müßte sie in die Zukunft schauen. Bei 400ms kann der Druck das zehnfache betragen, kann aber auch schon wieder auf Null gesunken sein. Also: Nein, das geht nicht.
Doch, man kann die Flanke steiler machen, gegen etwas zusaetzliche Verzoegerung. Man kann zB warten bis das Signal stabil ist, und dann als Schritt ausgeben. Wuerd ich aber nicht so machen.
Yoschka schrieb: > Die Sprungantwort kannst Du beschleunigen, wenn Du einen > Schmitttrigger > hinter den Sensor schaltest und den auf den Spannungswert > dimensionierst, der T15 entspricht. Und was kommt aus dem Schmitttrigger raus? Ein fester Wert. Er will aber den Druck messen, also den Wert, der vom Sensor kommt und der dem Druck entspricht.
icke schrieb: > Nein, das geht nicht, da das dann ein nicht mehr kausales System wäre. Das stimmt so nicht. Es war ja nicht gefordert daß die Wirkung vor der Ursache eintritt, sondern nur die Sprungantwort zu verbessern. Das geht oft schon mit einem Hochpass. Gewöhnlich nimmt dabei allerdings auch das Rauschen, also die Messunsicherheit, zu.
Jetzt Nicht schrieb: > Doch, man kann die Flanke steiler machen, gegen etwas zusaetzliche > Verzoegerung. Gerade die Verzögerung möchte er ja vermeiden...
Nun, er schrieb, er möchte das Signal beschleunigen, nicht die Wandlung Druck in Spannung oder Strom...
Chris S. schrieb: > Hat von euch jemand einen Tipp für mich wie ich das Messsignal eines > Sensors elektronisch oder softwareseitig beschleunigen kann? Nimm einen Beschleunigungssensor ;-))))) SCNR, Frank
Yoschka schrieb: > Nun, er schrieb, er möchte das Signal beschleunigen, nicht die > Wandlung > Druck in Spannung oder Strom... Da kann sich Chris ja nochmal dazu äußern, wie er das wirklich gemeint hat.
Es gibt durchaus soetws... Wenn das Verhalten des Sensors bekannt ist, ( z.B. PT1 ) kann man anhand der Steilheit des Anstiegs Vorhersagen treffen. das war mal was in den EDN design ideas ...
Das geht schon. Man muss dazu die Ableitung des Signals addieren. Joe
Henrik V. schrieb: > Wenn das Verhalten des Sensors bekannt ist, ( z.B. PT1 ) kann man anhand > der Steilheit des Anstiegs Vorhersagen treffen. auch wenn das verhalten des sensors bekannt ist, muß das noch nicht heissen, dass auch der verlauf der temperatur bekannt ist. wenn das so wäre bräuchte man den sensor nicht mehr... in die glaskugel kann keine schaltung schauen. keine schaltung kann vorhersehen, ob die temperatur weiter steigt oder wieder sinkt...
Chris S. schrieb: > gibt es eine Möglichkeit aus diesen 400ms > Anstiegszeit über eine Schaltung oder über Software z.B 200ms zu machen. Durch Entfaltung mit der Übertragungsfunktion deines Sensors läßt sich das hin kriegen. Dafür brauchst du ein akausales Filter, d.h. du bekommst das rekonstruierte Signal nicht in Echtzeit. Voraussetzung ist, dass die Daten ausreichend rauscharm sind.
Hi, ich denke das macht der D-Anteil eines PID-Reglers was da gefragt ist. Einfach ausgedrückt: Wenn man das System kennt, kann aus der Ableitung des Signals erahnen, wo die Reise hingeht. Das hat natürlich seine Grenzen. Gruß, Norbert
Über die Steigung kann man in Grenzen die Trägkeit des Sensors ausgleichen. Allerdings setzt man dabei für das Tatsächliche Signal voraus, das keine großen Anteile mit sehr hohen Frequenzen enthalten sind. Das ist gerade das zusätzliche Verstärkung von Hochfrequentem Rauschen. Bei einem Beliebigen Eingangssignal kann man wegen der Kausalität nicht in die Zukunft schauen. Mit der oft angebrachten Annahme das sich das tatsächliche Signal nur begrenzt schnell ändern kann, kann man sich schon etwas in die Zukunft wagen. Die Vorhersage bzw. Korrektur des Sensors ist natürlich nicht perfekt, kann aber schneller als das Signal direkt vom Sensor sein. Das ist so etwa das, was auch der PID Regler macht.
Wahnsinn! Vor lauter Code, "Projekten", "Ein"- und "Auslesen" hat es oben manchmal Nebel. Ich mach mal einen Vorschlag: Graphisches aufzeichen eine nichtidealen Rechtecksignals (typischer Sprung des Druckes auf einen Wert, anschliessend wieder auf Null), darunter bitte das "beschleunigte" Signal.
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