Beschleunigung eines Sensorsignals

#3979811
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Hat von euch jemand einen Tipp für mich wie ich das Messsignal eines 
Sensors elektronisch oder softwareseitig beschleunigen kann?
Nehmen wir mal an ich habe einen Drucksensor, der hat einen Messbereich 
von 0-1bar.
Nun gebe ich auf den Sensor einen "idealen" Druckimpuls von 0 auf 1 bar 
(ohne Verzögerung). Das Sensorsignal am Ausgang hat allerdings einen 
Verzögerung und erreicht erst nach ca. 500ms den 1 bar Wert.
Nehmen wir mal an der Sensor hat eine Anstiegszeit T10-T90 von 300ms.
Das ist alles gegeben und kann nicht beeinflusst werden.
Meine Frage ist nun, gibt es eine Möglichkeit aus diesen 400ms 
Anstiegszeit über eine Schaltung oder über Software z.B 200ms zu machen.

Gruß
Christian
Gast #3979832
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Chris S. schrieb:
> Meine Frage ist nun, gibt es eine Möglichkeit aus diesen 400ms
> Anstiegszeit über eine Schaltung oder über Software z.B 200ms zu machen.

Woher soll die Schaltung zum Zeitpunkt 200ms wissen, wie der Druck zum 
Zeitpunkt 400ms aussehen wird? Dazu müßte sie in die Zukunft schauen. 
Bei 400ms kann der Druck das zehnfache betragen, kann aber auch schon 
wieder auf Null gesunken sein.
Also: Nein, das geht nicht.
Gast #3980444
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Henrik V. schrieb:
> Wenn das Verhalten des Sensors bekannt ist, ( z.B. PT1 ) kann man anhand
> der Steilheit des Anstiegs Vorhersagen treffen.

auch wenn das verhalten des sensors bekannt ist, muß das noch nicht 
heissen, dass auch der verlauf der temperatur bekannt ist. wenn das so 
wäre bräuchte man den sensor nicht mehr...
in die glaskugel kann keine schaltung schauen. keine schaltung kann 
vorhersehen, ob die temperatur weiter steigt oder wieder sinkt...
Gast #3980452
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Chris S. schrieb:
> gibt es eine Möglichkeit aus diesen 400ms
> Anstiegszeit über eine Schaltung oder über Software z.B 200ms zu machen.

Durch Entfaltung mit der Übertragungsfunktion deines Sensors läßt sich 
das hin kriegen. Dafür brauchst du ein akausales Filter, d.h. du 
bekommst das rekonstruierte Signal nicht in Echtzeit. Voraussetzung ist, 
dass die Daten ausreichend rauscharm sind.
#3980504
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Über die Steigung kann man in Grenzen die Trägkeit des Sensors 
ausgleichen. Allerdings setzt man dabei für das Tatsächliche Signal 
voraus, das keine großen Anteile mit sehr hohen Frequenzen enthalten 
sind. Das ist gerade das zusätzliche Verstärkung von Hochfrequentem 
Rauschen.

Bei einem Beliebigen Eingangssignal kann man wegen der Kausalität nicht 
in die Zukunft schauen.  Mit der oft angebrachten Annahme das sich das 
tatsächliche Signal nur begrenzt schnell ändern kann, kann man sich 
schon etwas in die Zukunft wagen. Die Vorhersage bzw. Korrektur des 
Sensors ist natürlich nicht perfekt, kann aber schneller als das Signal 
direkt vom Sensor sein. Das ist so etwa das, was auch der PID Regler 
macht.

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