Hallo alle miteinander, ein Dozent hat mir in relativ großer Hektik gesteckt, dass man bei IC's, welche verschiedene Massen haben (z.B. eine analoge und eine digitale) man den Sternpunkt der Massen unter das IC legen sollte. Wollte hier mal fragen, ob mir dafür jemand einen genauen Grund nennen kann. Hier mein genauer Fall: Ich habe einen Cirrus CS42448 Audio Codec, dessen analoger Teil mit 5V aus einem LDO versorgt wird und der digitale Teil mit 3.3V (auch aus LDO). Die Kondensatoren am Ausgang der LDOs sind an die entsprechende Masse angeschlossen bzw. die restlichen noch an die Massen vom Netzteil. (z.B. 5V LDO: Der Kondensator am Ausgang hängt zwischen 5V und AGND, während alle anderen Kondensatoren zwischen x und GND hängen. Neben dem LDO befindet sich dann auch der Punkt, wo AGND und GND zusammen geführt werden). Wenn ich jetzt den Sternpunkt unter das IC bringen soll, währe die geschilderte Variante ja kaum noch durchstezbar und der Sternpunkt würde sich weit weg von den LDOs bilden. Dadurch würde aber doch auch die Koppelimpedanz stark ansteigen oder? Kurz um: Kann mir jemand mit etwas mehr Erfahrung hier vielleicht einen Tipp geben, wie und wo der Sternpunkt hin sollte? Würde mich sehr über einige Tipps freuen. Die gelernte Theorie ist in der praxis doch irgendwie nur bedingt brauchbar :( Beste Grüße, Lenni
Bei Google suchen nach: "Cirrus CS42448 layout" und dort der erste Link. Dort auf Seite 39 im Hersteller PDF. Man bezieht sich da auf das Layout vom Musterboard. Dies gibt es mMn wohl auch beim Hersteller zum runterladen. Ist jedenfalls oft der Fall.
Hi Lüsterklemme, schön das du mich drauf aufmerksam machst, genau eben dieses Layout macht mich nämlich so richtig fertig. Ich habe diesbezüglich auch schon den Support von Cirrus angeschrieben, aber wie das mal davor auch: keine Antwort erhalten. Bei dem Cirrus Layout findet man unter dem IC tatsächlich einen sternförmigen Massepunkt, allerdings hat dieser keinerlei Verbindung zu irgendeiner Masse. Alle Massepins (bis auf einen) sind unter dem IC zusammengeführt und gehen von da aus nirgendwo hin. Keine Vias, kein Verbindung an die obere Massefläche, kein nichts. Leider stellt Cirrus keine richtig *.brd Datei zur Verfügung, sondern zeigt lediglich top und bottom Layer vom Eval Board :( Edit: Ich realisiere grade, das auf dem Evalboard tausende Masseinseln ohne Anschluss sind. Ich gehe demnach mal davon aus, dass die Massevias einfach nicht mit abgedruckt wurden? Kann man davon ausgehen, dass da noch ne Menge Vias auf ein Masselayer sind und demnach die Massen einfach garnicht wirklich getrennt behandelt werden????
Keiner sonst ein paar Erfahrungswerte? Irgendwelche praktische Literatur zum Thema oder Ähnliches? Würde mich wirklich freuen :(
Habe da grade was schönes gefunden, für den Fall das noch jemand das selbe Problem hat. Aussage in kurz: Wenn der Sternpunkt unter dem IC nicht realisierbar ist, einfach DGND an die analoge Massefläche anschließen und glücklich werden: http://www.analog.com/library/analogDialogue/Anniversary/12.html
Lennart G. schrieb: > Ich gehe demnach mal davon aus, dass die Massevias > einfach nicht mit abgedruckt wurden? Ich denke, die Massefläche überdeckt einfach die Vias. Man kann deshalb nur diejenigen Vias erkennen, die freigestellt/mit thermals angebunden wurden, die meisten Massevias sieht man wohl nicht. Lennart G. schrieb: > Kann man davon ausgehen, dass da > noch ne Menge Vias auf ein Masselayer sind und demnach die Massen > einfach garnicht wirklich getrennt behandelt werden???? Im Schaltplan scheint mir nur ein Massenetz vorhanden zu sein. Wenn dann im Layout mit Masseflächen garbeitet wird, dürfte es dort auch keine getrennten Massen geben.
Ahhh so verblomte/aufgefüllte Vias. Ja das könnte tatsächlich der Grund für die Ratlosigkeit sein. Das mit der Massefläche ist mir auch noch garnicht aufgefallen. Stimmt aber tatsächlich. Kann ich aber irgendwie nicht dran glauben. Den Codec mit einem FPGA auf die selbe Masse legen klingt für mich eher Kontraproduktiv...
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