Gerade wieder bei 'ner Bekannten im Haus: Mieter dreht den Wasserhahn in der Wanne auf, schläft ein, wacht erst auf als die Feuerwehr seine Tür einbricht - 3 Stockwerke geflutet und für's erste unbewohnbar. Gesamtes Wassernetz im Haus war gerade neu. Da stellt sich mir die Frage: Gibt es eigentlich keine Sicherheitseinrichtungen, die dafür sorgen dass nicht mehr als - ich sag mal 1.5 Badewannen - Wasser ohne Unterbrechung gezapft werden können? Technisch doch eigentlich trival - Durchflusszaehler, Mikrokontroller, Sperrventil und Schrittmotor. Wenn doch mal der Pool gefüllt werden soll muss halt öfter mal der Schlauch zu gedreht oder der 'Freigabe' Knopf gedrückt werden... Gibt's sowas wirklich nicht kommerziell zu kaufen, oder such ich nur nach den falschen Begriffen. Falls es existiert, warum verpflichten die Versicherungen nicht hierzu? Gruss FloF
Was ist denn, wenn ich für 2 Badewannenfüllungen duschen möchte? :-) Gruß Max
Florian F. schrieb: > Gibt's sowas wirklich nicht kommerziell zu kaufen, > oder such ich nur nach den falschen Begriffen. > > Falls es existiert, warum verpflichten die Versicherungen nicht hierzu? Bei mir an der Badewanne und am Waschbecken gibt es einen Überlauf als "Sicherheitseinrichtung". Das ist glaube ich nicht nur bei mir so, sondern Standard. Das ist sehr sicher, funktioniert ohne Mikrocontroller und sonstige Sperrsysteme. OK- je nach dem wie lange man pennt wird die Wasserrechnung etwas hoch.
man kann sich auch in Räumen "mit Wasseranschluss" (Küche, Bad, Keller) eine Piepser auf den Boden legen ... ist möglicherweise auch ein Mikrocontroller drin ;-) z.B. ebay 251368353039
Florian F. schrieb: > Gibt es eigentlich keine Sicherheitseinrichtungen, Da gibt es jede Menge Sachen zu kaufen. Aber manchmal versagen auch diese (z.B. die sog. Überläufe), oder die Zusatzgeräte werden erst garnicht montiert. > Falls es existiert, warum verpflichten die Versicherungen nicht hierzu? Müssen wir denn wirklich den Menschen in allen Dingen das Denken abnehmen?
Florian F. schrieb: > Gerade wieder bei 'ner Bekannten im Haus: Mieter dreht den Wasserhahn in > der Wanne auf, schläft ein, wacht erst auf als die Feuerwehr seine Tür > einbricht - 3 Stockwerke geflutet und für's erste unbewohnbar. Ich möchte nicht wissen, wie der Mieter danach aussah... > Da stellt sich mir die Frage: Gibt es eigentlich keine > Sicherheitseinrichtungen, die dafür sorgen dass nicht mehr als - ich sag > mal 1.5 Badewannen - Wasser ohne Unterbrechung gezapft werden können? > > Technisch doch eigentlich trival - Durchflusszaehler, Mikrokontroller, > Sperrventil und Schrittmotor. Viel zu kompliziert. > Falls es existiert, warum verpflichten die Versicherungen nicht hierzu? Weil ein Überlauf das auch schaffen sollte. Und viel einfacher.
Reinhard S. schrieb: > Ich möchte nicht wissen, wie der Mieter danach aussah... naja, das Wasser ist ja nach unten abgeflossen, das hatte wohl keine Auswirkungen auf den Mieter. Er wird aber ein zerknautschtes Gesicht gehabt haben (Als ihm der Schaden bewußt wurde)
Florian F. schrieb: > Gesamtes Wassernetz im Haus war gerade neu. Er wollte halt einen größeren Funktionstest machen :) Florian F. schrieb: > Technisch doch eigentlich trival - Durchflusszaehler, Mikrokontroller, > Sperrventil und Schrittmotor. Was ist daran noch trivial? So ein Gerät würde doch alleine schon von den Bauteilen 50-100€ kosten. Und das bei JEDEM Wasserhahn. Florian F. schrieb: > warum verpflichten die Versicherungen nicht hierzu? Warum verpflichten dich Versicherungen nicht dazu: * dass du beim kacken nicht zu fest drückst? (Hämorrhoiden) * dass du nur in feuerfesten Räumen rauchst/kochst? (Zigaretten & vergessenes Essen sind häufig Ursache für Zimmerbrände) * dass du nur zwischen 6 und 22 Uhr mit dem Auto fährst? (nachts sehen viele schlecht) * dass du deine Wohnungsfenster nur kippen kannst? (immer wieder fallen Leute aus dem Fenster) * usw. Manchmal sollte man sich schon überlegen, was man fordert...
Florian F. schrieb: > Da stellt sich mir die Frage: Gibt es eigentlich keine > Sicherheitseinrichtungen, die dafür sorgen dass nicht mehr als - ich sag > mal 1.5 Badewannen - Wasser ohne Unterbrechung gezapft werden können? Braucht man eigentlich nicht; Badewannen haben --genauso wie Waschbecken-- deswegen einen Überlauf. Und vernünftig gebaute Badezimmer obendrein einen Bodenablauf. Wenn der allerdings verstopft ist ... dann wird eine elektronische Schutzeinrichtung erst recht weggerottet sein.
Neue Installation im Haus und der Überlauf schon verstopft. So einen Scheiß muss man sich erst mal andrehen lassen.
Hannes Jaeger schrieb: > Neue Installation im Haus und der Überlauf schon verstopft. Ja, zu allem Überfluß Das ist natürlich das Erste, was man testet: Schafft es der Überlauf der Badewanne, bei voll geöffneten Ventilen auch wirklich, die gesamte Wasser- menge abzuführen? (Der Beitrag enthält Spuren von Ironie und Haselnüssen) MfG Paul
Paul Baumann schrieb: > Das ist natürlich das Erste, was man testet: Schafft es der Überlauf der > Badewanne, bei voll geöffneten Ventilen auch wirklich, die gesamte > Wasser- > menge abzuführen? Dazu gibt es sicher eine Norm oder sonstige Landes-, Bundesverordnung...
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Braucht man eigentlich nicht; Badewannen haben --genauso wie > Waschbecken-- deswegen einen Überlauf. Begabte nicht nur polnische Schwarzarbeiter lassen den Wannenüberlauf schon mal einfach so unter der Wanne enden - das macht weniger Arbeit und kostet weniger Material.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Und vernünftig gebaute Badezimmer obendrein einen Bodenablauf. Meine Oma hatte eine Altbauwohnung, da war das genial gelöst. Der Fußboden hatte eine Neigung aus allen Ecken zum Abfluß unter der Badewanne. Man konnte einfach mit dem Duschschlauch das ganze Bad fluten und im Nu war alles wieder trocken. Heutzutage bauen die Bäder nur noch Idioten, das Wasser bleibt überall stehen. Manchmal hat der Ablauf sogar noch ne Kante oder der Fußboden ist willkürlich uneben, außer in Richtung Abfluß. Es ist schade, daß solches praktische Wissen verloren geht.
Peter Dannegger schrieb: > Es ist schade, daß solches praktische Wissen verloren geht. Die Waschküchen waren so konstruiert. Aber seit Textilien nicht mehr viel kosten und fast alle sich zu fein sind, ihre Klamotten von Hand zu waschen - was sehr deutlich viel schonender ist, als die vorsichtigste Maschinenwäsche - glaubt man derlei Wissensballast nicht mehr zu benötigen...
Florian F. schrieb: > Gibt es eigentlich keine > Sicherheitseinrichtungen Gibt es, sind in jeder Badewanne und jedem Waschbecken integriert. Nennt sich Überlauf. Wenn der nicht funktioniert hat, fällt das eher unter "Pfusch am Bau".
Abläufe im Boden kenne ich nur aus älteren Häusern, heute scheint das völlig unüblich zu sein, dabei könnte so ein Ablauf plus eine Türschwelle (1-2 cm) zum Bad so manches Unglück, oder auch Missgeschick glimpflich verlaufen lassen. Ich habe übrigens auch schon mal gedacht, man sollte, im Keller, ein großes Ventil in die Hauptleitung bauen, Wasser-Sensoren an geeigneten Stellen, und eine sichere Steuerung, die das Ventil, bei Bedarf, schließen kann. Bei elektrischem Strom, und Feuer wird so ein Geschiss gemacht, gefühlt eine Million Vorschriften ... und bei Wasser, das auch sehr große Schäden anrichten kann? Hier im Haus wurde mal eine Wasserleitung mutwillig zerstört (Der, an den Hausgang grenzende, Technik-Raum war wohl nicht abgeschlossen), danach ergoss sich eine gewaltige Menge Heißwasser in das Stockwerk unter mir (Glück gehabt :-)), und das ca. 2 Stunden, da keiner zu Hause war, und dann erst Jemand kommen musste, der an den Haupthahn kann. Da ist auch viel kaputtgegangen. Mit freundlichen Grüßen - Martin
K. Laus schrieb: > Möchten noch ein paar den Überlauf vorschlagen? Ja, mein Nachbar Erwin. Ich konnte ihn gerade noch davon abhalten. MfG Paul
Wir haben das Ding hier einbauen lassen. Nach einstellbarer Durchflußmenge oder nach x Minuten Dauerlauf dreht das Teil zu. http://www.syr.de/leckageschutz/ Hat bisher schon einige Male abgesperrt bei Schlauch im Garten laufen lassen usw.
K. Laus schrieb: > Möchten noch ein paar den Überlauf vorschlagen? Naja, die Geschichte ist schon komisch: Wegen Einschlafen beim Badewanne einlassen sollte keine Wohnung überschwemmt werden. Das schafft der Überlauf locker. Ein Bekannter hat sowas mal gebaut: Lichtschranke an die Unterwasseruhr (an die Hauptwasseruhr darfst Du ja nicht ran), Atmega, der Umdrehungen und Laufzeit zählt und dann entweder nach bestimmter Entnahmemenge (Swimmingpool volllassen) oder Entnahmedauer (Leckage mit geringer aber kontinuerlicher Entnahme) ein Motorventil schließt. Das lief auch ganz gut, aber letztlich hat das Motorventil im feuchten Wasseruhrenschacht aufgegeben. Wasseruhr deswegen, weil die viel empfindlicher als ein Paddelschalter reagiert und man die Durchflussmenge mitbekommt. Außerdem waren die zur Verbrauchsabrechnung der einzelnen Stränge eh drin. Jaja, die "Eichung" ist nach dem Einbau ungültig, geschenkt.
@Oliver: Das hoert sich ja genau richtig an. Was hat Dich das Teil ca gekostet? Zu der 'es gibt ja einen Überlauf'-Fraktion: Am Wohnungswassereingang würde mein Vorschlag auch vor Wasserrohrbruch schützen. Meine Idee war nicht an jeden Wasserhahn sondern in die Zuleitung zur Wohnung / Haus. Und kostet selbst DIY ca 50 EUR (15 EUR Wasserzaehler, 6-27.5 EUR Magnetventil normally closed, Arduino Nano 2 EUR, Lichtschranke 2 EUR...), da geht in Serie doch was^^. Wenn man lange duscht muss halt der Schwellenwert entsprechend hoch - 300l 'daneben' sind immer noch besser als 3 Kubikmeter. Die Versicherungen zahlen sicherlich einige Millionen im Jahr an Wasserschäden, die könnten sie niedriger halten.... Zur Geschichte: War von Anfang an nur Hoerensagen, nicht so als waere mein Mieter gewesen.
Florian F. schrieb: > 15 EUR Wasserzaehler, > 6-27.5 EUR Magnetventil Das kannste knicken. Da brauchst Du im MFH mindestens einen Qn 6 Wasserzähler und sicher kein Magnetventil aus der Waschmaschine. Ausserdem kostet normaly closed ständig Strom, und bei Stromausfall ist auch das Wasser weg. Also ein Motorventil, 1 1/2". Da biste mit 150 Eiern dabei.
Timm Thaler schrieb: > Wasseruhr deswegen, weil die viel empfindlicher als ein Paddelschalter > reagiert und man die Durchflussmenge mitbekommt. Es gibt Wasseruhren mit Impulsausgang, z.B. zur Ansteuerung einer Dosierpumpe.
Florian F. schrieb: > @Oliver: Das hoert sich ja genau richtig an. Was hat Dich das Teil ca > gekostet? Das Ding hat mit Einbau ca. 1000 Euro gekostet. Manche Haus-Versicherungen honorieren sowas auch weil Wasserschäden leider nicht so selten sind (Installateurpfusch) und schnell sehr teuer werden. Der Installateur der uns den Syr eingebaut hat, war allerdings mit der Konfiguration schon überfordert. Gaswasserscheisse eben... Wenn man sich kurz mit der Anleitung beschäftigt gehts aber. Per Email bekommt man auch schnell kompetente Hilfe wenns denn sein muß. Die Elektronik hat auch noch einen Eingang und einen Ausgang über den man sich noch pontentialfrei austoben kann :-) Hier die Anleitung: http://www.syr.de/daten_produkte/PDF/Bedienungsanleitung/Deutsch/9.2421.00_1121.pdf
Timm Thaler schrieb: > Ausserdem kostet normaly closed ständig Strom, und bei Stromausfall ist > auch das Wasser weg. Also ein Motorventil, 1 1/2". Da biste mit 150 > Eiern dabei. Dafür aber auch im Stromlosen Fall 'sicher'. Kann man natürlich drüber streiten, aber so rum fällt ein Defekt auf. Timm Thaler schrieb: > Das kannste knicken. Da brauchst Du im MFH mindestens einen Qn 6 > Wasserzähler und sicher kein Magnetventil aus der Waschmaschine. Fair enough, im MFH und mit 1 1/2 Zoll sind die nicht mehr 'günstig'. 1 Zoll kostet ca. 50 EUR. @Oliver: Danke.
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