Mein Kumpel hat einen von mir aus Altteilen zusammengebautem Computer
mit einem Core2Quad, Medion-Board :-( , 4G DDR2-RAM, Nvidia GT430 und
einer normalen SATA-Platte. Lief bisher auch recht gut und halbwegs
flott unter Linux Mint (hab den Kumpel von seinem ständig verseuchten XP
entwöhnt). Letztens war wohl das Netzteil hinüber (war auch echt ein
Chinakracher, mehr Luft als Netzteil), hab ein neues gebrauchtes
eingebaut und gleich auf Mint 17.1 upgegraded. PC wieder zum Kumpel
gebracht, angesteckt. Normaler Piep, dann das Intel-Logo. Mehr passierte
nicht. Nach etwa 30s mit langen Gesichtern auf den Monitor starren tat
sich auf einmal doch was: der eigentliche Award-Bios-Screen erschien,
also Award, was für ein Prozessor bei welchem Takt, wieviel RAM etc.
Nach weiteren ~ 20s erscheint dann was er so an Laufwerken erkennt und
so. Wieder einige Zeit später erscheint dann die Interrupt Tabelle,
wieder etwas später "Verifying DMI Pool Data" , wieder etwas später von
welchem Medium er dann bootet. Die einzelnen Bios-Statusmeldungen, die
bei einem normalen Rechner innerhalb von einigen Sekunden durchrattern,
brauchen hier 3-4min. Sobald aber das OS die Kontrolle übernimmt, geht
der Bootvorgang mit einer normalen Geschwindigkeit von statten, auch das
OS selber läuft flüssig. Sowas habe ich noch nie gesehen. Auch ein
Reboot half nicht.
Hat hier jemand sowas schonmal gehabt und kennt eine Lösung dafür?
Ob der das alles anzeigen soll oder nicht kannst in BIOS einstellen.
Schau mal in die Abteilung "Boot Optionen" oder so ähnlich rein...ganz
früher wurde auch noch die Speichergröße gezählt...:-)lang is her.
michael_ schrieb:> Vielleicht ist der Lüfter nicht richtig drauf und die CPU regelt> herunter.
Und wenn das Betriebssystem dann aktiv wird, springt der Lüfter wieder
auf die CPU und dadurch läuft sie wieder schneller... ;-)
Sascha schrieb:> Sobald aber das OS die Kontrolle übernimmt, geht> der Bootvorgang mit einer normalen Geschwindigkeit von statten, auch das> OS selber läuft flüssig.
Gugg mal im USB, hatte auch mal einen aehnlichen Fall, da war was im
USB und das Bios versuchte ob es ein Bootbares Medium ist oder nicht
also alles was nicht benoetigt wird raus aus dem USB und nochmal
testen
auch kann es sein das eine Platte am sterben ist, die brauchen dann
u.U. auch sehr lange bis sie das OK ans Mainboard senden
so, war viel hellseherei, viel erfolg mit den Tips
vlG
Charly
npn schrieb:> Und wenn das Betriebssystem dann aktiv wird, springt der Lüfter wieder> auf die CPU und dadurch läuft sie wieder schneller... ;-)
Dem würde ich es aber zeigen... in meinem Rechner word nicht
gehüpft...;-)
Hallo
das Problem hatte ich mal als die Li-Batterie leer war.
Solange das Netzteil lief ( nur heruntergefahren ) war alles gut, aber
nach Stromausfall trat das Problem auf.
Stimmt, die Batterie auf dem Mainboard würde ich mir auch mal ansehen,
da bekommt man die unmöglichsten Fehlerbilder, wenn die leer ist. (von
einfacher Fehlermeldung bis hin zu garkeinem Boot).
Wäre die Batterie leer, würde der Rechner eine Meldung machen bzw. Das
Bs gar nicht booten sondern automatisch ins Bios wechseln....und das bei
jedem Start....bis sich der User erbarmt und eine neue einsetzt.
npn schrieb:> michael_ schrieb:>> Vielleicht ist der Lüfter nicht richtig drauf und die CPU regelt>> herunter.>> Und wenn das Betriebssystem dann aktiv wird, springt der Lüfter wieder> auf die CPU und dadurch läuft sie wieder schneller... ;-)
Was ist daran schlimm, das zu kontrollieren?
Ich dachte auch, ich hätte den Lüfter sorgfältig montiert.
Es ging immer ins BIOS und dann Neustart.
Einmal konnte ich schnell noch die Temperaturwerte einsehen, und da
standen 85°C.
Solange das BIOS läuft, hat die CPU Vollast. Erst danach greifen die
Stromsparmechanismen.
Memtest hab ich vor der Installation von Mint 17.1 laufen lassen, keine
Probleme.
Batterie könnte ich mal tauschen. Hatte sie auch mal draussen um das
BIOS wieder auf Grundeinstellung zu bringen.
Einen geblähten Elko habe ich gesehen, der war in der Nähe des
PCIe-Slots.
Der CPU-Lüfter läuft mit normalem Tempo, kein Vollgas. Im OS liegt die
CPU-Belastung im einstelligen %-Bereich.
Obwohl das Board eigentlich von USB booten können müsste (BIOS-Optionen
legen das nahe) funktionierts nicht. Ich werd trotzdem mal nur die
Platte und das Laufwerk in die Bootreihenfolge reintun.
herbert schrieb:> Wäre die Batterie leer, würde der Rechner eine Meldung machen bzw. Das> Bs gar nicht booten sondern automatisch ins Bios wechseln....und das bei> jedem Start....bis sich der User erbarmt und eine neue einsetzt.
Ich kenn das so, das ganz normal gebootet wird, halt mit Datum von 1970
oder ähnlich...
Reinhard S. schrieb:> Ich kenn das so, das ganz normal gebootet wird, halt mit Datum von 1970> oder ähnlich...
Kommt drauf an ob dein Rechner ohne im Bios was einstellen zu müssen
normal startet. Wenn nicht dann meldet er sich beim start mit dem Bios.
Mein alter SCSI Rechner mir ASUS Brett war von dieser Sorte. Es mag auch
spezifische Unterschiede geben. Funktioniert halt nicht alles nach einem
Schema F. Das uralte Datum und die falsche Uhrzeit sind auch ein Hinweis
auf bestimmte Umstände.
Sascha schrieb:> Einen geblähten Elko habe ich gesehen, der war in der Nähe des> PCIe-Slots.
Es wird nicht der einzige mit mit mehr oder weniger sichtbarem
Dachschaden sein.
Solange also das Problem der instabilen Energieversorgung nicht
beseitigt wurde, wird sich nichts ändern am Verhalten.
1. CMOS resetten: BIOS-Batterie raus und beide Kontakte mittels 1M-Ohm
Widerstand verbinden und 20 Sekunden warten
2. ggf. neue BIOS-Batterie einsetzen, BIOS einstellen
PC starten, wenn keine Verbesserung ->
3. Festplatte abziehen, erneut prüfen