Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Sperdiode bei Motoren


von D a v i d K. (oekel) Benutzerseite


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Hi,
ich bräuchte diesmal wirklich recht DRINGEND Hilfe.
Es geht um die Induktionsspannung von einem Gleichstrommotor.

Es geht mir um D3 (siehen Anhang)

Im Ruhezustand liegt der Motor mit beiden Klemmen an V+.
Dann wird für Rechts/Linkslauf einer der beiden Relais angezogen und 
schaltet zum T6 durch, der wiederum bei Aktvierung zu GND 
weiterschaltet.

Nun geht es mir um den Auslauf des recht wuchtigen Motors und seine 
Induktion.
In jedem Fall schalte ich den T6 als letztes an und als erstes wieder 
aus, um  Funkenflug in den Relais zu vermeiden.

===============
Die Frage:
Sollte ich nun unmittelbar nach dem T6 die Relais auch wieder beide in 
Ruhezustand bringen (Beide auf V+ = Kurzschluss = Bremse = evtl. 
Funkenflug beim Schalten)?

Oder sollte ich die Relais in der letzten Stellung (wie der Motor auch 
bestromt wurde) stehen lassen und die Induzierte Leistung über D3 
fließen lassen?

Ist dies der Sinn von D3?

Zu welchem Vorgang könnt ihr mir raten?

Grüße Oekel

von D a v i d K. (oekel) Benutzerseite


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Ist das Problem evtl. hiermit zu erklären?
http://www.mikrocontroller.net/articles/Motoransteuerung_mit_PWM

T6=T1 (Wird in späterer Version als PWM ausgeführt)

von Max D. (max_d)


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Der Motor hat 2 Arten von "Induktion".
Die eine ist die "echte" Induktion (ie was man sich vorstellt wenn man 
induktion hört). Nämlich, dass das Magnetfeld beim Abschalten des 
Stromes zusammenbricht und eine recht hohe verpolte Spannung erzeugt.
Der andere Effekt wird auch oft Induktion gennant: Hier läuft der Motor 
getrieben von Masseträgheit weiter in einer Richtung und arbeitet als 
Dynamo (wenn auch mit schlechter Effizienz). Hier entsteht eine Spannung 
in der " gleichen Richtung " wie die Versorgung vorher geliefert hat.

Deine Frage klingt so als würdest über "Typ 2" nachdenken. Dazu sind in 
großen Maschinen oft Bremswiederstände enthalten die den Motor "sanft" 
belasten und nicht rabiat kurzschließen.
Welche der drei Verfahren (Auslaufen lassen, Bremsen, Kurzschließen) für 
dich das beste ist kann man so nicht beurteilen. Aber die Beschreibung 
als "wuchtig" klingt nicht als würde ich das ganze kurzschließen wollen 
....

von D a v i d K. (oekel) Benutzerseite


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Max D. schrieb:
> Welche der drei Verfahren (Auslaufen lassen, Bremsen, Kurzschließen) für
> dich das beste ist kann man so nicht beurteilen. Aber die Beschreibung
> als "wuchtig" klingt nicht als würde ich das ganze kurzschließen wollen
> ....

Letztendlich soll kein Bauteil beschädigt werden, da die Drehrichtung 
jede Minute geändert wird und das Gerät im Einsatz schon mal 4-6 Stunden 
am Tag läuft.
Das Verhalten des Motors ist zweitrangig.
Aber habe ich es richtig verstanden, wenn es über D3=Freilaufdiode 
geschaltet bleibt, dann läuft der Motor langsam aus (Namensgebung??).
Dies wäre ja dann vor einer Umpolung abzuwarten, um die Ströme in 
Gegenrichtung beim Anlauf zu reduzieren.
(Hinzu sollte ich wohl noch mit PWM langsam anlaufen lassen, doch der 
"geniale" Designer des Platinenlayouts, hat T6 nicht an einen 
Hardware-PWM-Port gelegt)

Grüße Oekel

von Max D. (max_d)


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D3 beschützt v.a. T6 vor der "ersten Induktion" wenn er den Motor 
schnell aus schaltet und frisst auch Teile von eventuellem EMV-Dreck von 
Bürstenfeuer & Co.
Du könntest die Diode um einen Snubber und einen Bremswiderstand 
erweitern. Damit könnte man dann mit minimalen Modifikationen eine 
gemächliche Bremsung erreichen und hätte trotzdem noch den Schutz.
Da müsste man halt etwas mit den Werten jonglieren damit man:
a) Immernoch das Flyback unterdrückt ohne zu schwingen und
b) ein befriedigende Bremsleistung erreicht.

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