Hallo,
durch ein Missgeschick eines Familien-Mitgliedes hat sich heute eine
Lampe aus der Verankerung gelöst. Die Lampe war an einem Schraubhaken
(ca. 6 cm Schraubenlänge, davon ca. 3 cm Gewinde) aufgehängt, der jetzt
leider auch nicht mehr fest in der Wand sitzt, sondern ordentlich Spiel
hat. Es ist so einer wie auf diesem Bild:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/71dHV2jYHdL._SL1500_.jpg
Wir möchten jetzt etwas verstzt ein neues Loch bohren und dort einen
neuen Haken befestigen. Die Wand ist ca. 3 cm dick und dahinter befindet
sich, wenn ich das richtig erkennen konnte, irgendein weiches
Dämm-Material. Die Lampe dürfte nicht mehr als 5 KG wiegen.
Bevor ich mir jetzt von einem "Experten" im Baumarkt etwas aufschwatzen
lasse, würde ich gerne mal eure Meinung hören, welche Dübel in dieser
Situation etwas taugen? Ich habe z.B. von Hohlraum-Dübeln aus Metall
gehört, die man ohne Bohren einfach in die Gipswand eindreht und in die
dann der Wandhaken eingeschraubt wird. Gibt es da keine Risse in der
Wand?
Und wie viel cm weiter versetzt sollte der Dübel angebracht werden? Der
Stromanschluss lässt hier keinen großen Spielraum zu, von daher könnte
ich das neue Loch maximal 10 cm weiter oben bohren. Ist das von den
Hebelkräften her ausreichend weit vom alten Loch mit inzwischen ca. 2 cm
Durchmesser entfernt?
Grüße...TJ
Such mal nach Klappdübel.
Du musst dazu aber irgendwie etwas Dämmmaterial wegkriegen (schieben,
rauskratzen), aber noch nicht mal ein neues Loch bohren.
Udo Schmitt schrieb:> Such mal nach Klappdübel.> Du musst dazu aber irgendwie etwas Dämmmaterial wegkriegen (schieben,> rauskratzen), aber noch nicht mal ein neues Loch bohren.
Ich nehem an Du meinst Kippdübel. Die halten bombe bei Rigips und
Fermacell.
Geht dann auch sicher in das alte Loch wenns nicht eventuell zu groß
ausgebrochen ist.
Oder Spreizdübel (aber die für Hohlraum), falls das Loch nicht zu weit
ist. Da gibt es auch kein Problem mit dem Dämmmaterial, denn das wird
einfach nach hinten gedrückt. Ich bin übrigens erstaunt, daß die
Schraube ohne Dübel überhaupt gehalten hat. Diese Einschraubdübel ohne
vorbohren funktionieren auch, aber da drauf achten, daß das
Eindrehwerkzeug ("Schwert") dabei ist.
temp schrieb:> Dann nimm das alte Loch und einen ordentlichen Hohlraumdübel. Sowas> z.B:>> http://www.amazon.de/Fischer-Hohlraum-D%C3%BCbel-Hartmetall-37-Hk/dp/B0002YYRFS
Wenn der Dübel nicht mehr fest im Gipskarton sitzt besteht da aber die
Gefahr, dass sich das Vorderteil mitdreht und der Dübel nicht mehr
sauber verknotet.
Was ich auch schon gemacht habe (Altbau, man bohrt ein 6er Loch und
endet in einer Mörtelfuge mit einem 20 x 40mm Loch, weil der Mörtel nur
noch Sand ist) ist Heisskleber ins Loch Dübel rein und evt noch mehr
Heisskleber in den Dübel.
Da dann ne Spax rein hält bombenfest.
Aber der Kipp/Klapp und evt der Spreizdübel sind bei Rigips klar besser,
weil sie den Zug auf ein größeres Stück der Platte verteilen.
Hohlraumdübel und spezielle Rigisdübel siehe:
http://www.fischer.de/PortalData/1/Resources/service/sales-documents/documents/2012-05-31-Hohlraumduebel_512371-de.pdf
Noch ein Tipp für den Hohlraumdübel aus Metall. Am Anfang wird eine
relativ hohe Kraft benötigt um den Dübel zu spreizen. Dabei dreht er
sich dann in der Regel mit. Normalerweise gibt's dafür (teure) Werkzeuge
um die Schraube oder den Haken erst mal soweit aus dem Düber zu ziehen,
dass er sich spreizt. Man kann auch erst mal eine lange Schraube mit
einer Mutter eindrehen. Dann mit einem Schlüssel die Schraube halten und
mit einem 2. die Mutter soweit eindrehen, dass der Dübel anfängt
ordentlich zu fassen. Damit hat man verhindert, dass eine Kraft in
Drehrichtung auf den Dübel wirkt. Dann die Schraube wieder raus drehen
und das Orginal wieder rein.
temp schrieb:> Man kann auch erst mal eine lange Schraube mit> einer Mutter eindrehen. Dann mit einem Schlüssel die Schraube halten und> mit einem 2. die Mutter soweit eindrehen, dass der Dübel anfängt> ordentlich zu fassen. Damit hat man verhindert, dass eine Kraft in> Drehrichtung auf den Dübel wirkt.
Guter Hinweis, geht leider nur bei Dübel mit metrischem Gewinde.
Solche Klappdübel aus Metall hab ich auch gerade gekauft, gleicher
Zweck, leichte Lampe in abgehängter Gips/Schilfrohrmatten-Decke.
Mir fällt vor allem auf, dass man den Dübel nicht mehr herausziehen
kann. Und am Ende ist die M4-Gewindestange einfach offen, dreht man
etwas zu weit heraus, dann liegt die Klappe unerreichbar unter dem Gips.
Mit zwei Muttern oben kontern scheint mir eine zweckmäßige
Gegenmaßnahme.
Das Loch muss ziemlich groß sein, in meinem Fall steht 14mm auf der
Packung.
Christoph Kessler (db1uq) schrieb:> Mit zwei Muttern oben kontern scheint mir eine zweckmäßige> Gegenmaßnahme.
Das Gewindeende kurz in den Schraubstock oder einen Körnerhieb drauf
erfüllen den gleichen Zweck.
TJ schrieb:> Die Lampe dürfte nicht mehr als 5 kg wiegen.
Klapprige Klappdübel würde ich da nicht unbedingt wählen. Schöner sind
die speziellen Plast-Fischer-Dübel für Gipskaron zum eindrehen (wie oben
im Link) für diesen Zweck. In der Packung ist ein Eindrehwerkzeug für
den Akkuschrauber. Man steckt den Dübel auf das Eindreh-Bit! Dann bohrt
das Bit ein Loch und der Plastedübel wird dann eingedreht bis er mit der
Gipskartonplatte sauber abschließt. Nun kannst Du 5er Haken oder besser
eine Spaxschraube eindrehen und auch problemlos wieder entfernen.
oszi40 schrieb:> Klapprige Klappdübel würde ich da nicht unbedingt wählen.
Daran ist nichts Klappriges. Die werden mittels Mutter richtig
"angebrummt"
und dann kannst Du daran Klimmzüge machen. der einzige Nachteil: Sie
sind teuer.
"Nicht übel",
sprach der Dübel
und verschwand
in der Wand.
mfG Paul
Paul Baumann schrieb:> Daran ist nichts Klappriges.
Kommt darauf an. Nachdem ich schon zahlreiche GK-Plastedübel mit dem
Akkuschrauber eingedreht habe würde ich diese vorziehen, solange keine
superschweren Sachen angehängt werden. Sonst wäre ein Brett dahinter
auch eine haltbare Lösung.
oszi40 schrieb:> ommt darauf an. Nachdem ich schon zahlreiche GK-Plastedübel mit dem> Akkuschrauber eingedreht habe würde ich diese vorziehen, solange keine> superschweren Sachen angehängt werden.
Die GK Dübel von Fischer haben eine max. Lastempfehlung von max. 70N
(einfach beplankt 9,5mm) bis 110N (zweifach beplankt)
Die Metallspreizdübel HM haben eine Lastempfehlung von max. 300N
Siehe Link:
http://www.fischer.de/PortalData/1/Resources/service/sales-documents/documents/2012-05-31-Hohlraumduebel_512371-de.pdf
Sogar die PD haben höhere Lasten als die GK
Udo Schmitt schrieb:> die GK Dübel von Fischer haben eine max. Lastempfehlung von max. 70N
Für eine Lampe sollten 2 GK-Dübel reichen. Kippdübel halten auch nicht
besser wenn der Gips schon gerissen ist und riesengroße Löcher nötig
sind.
oszi40 schrieb:> Kippdübel halten auch nicht> besser wenn der Gips schon gerissen ist und riesengroße Löcher nötig> sind.
Für Kippdübel müsste dann schon ein Teil der Platte rausbrechen, für die
GK Schraubdübel nur der kleine Teil der Platte in die sie eingeschraubt
sind. Und genau bei dem Teil der Platte ist der Gips schon angebröselt
weil er spröde ist und das Gewinde ja irgendwo hin muss und die Pappe,
die einen guten Teil der Haltekraft bringt ist da auch schon gelocht und
geritzt.
Die Lampe wiegt 5kg. Wenn die jetzt relativ flach ist und die Halterung
ein ungünstiger Hebel, dann hast du ganz schnell ein Vielfaches des
Gewichts der Lampe als Zugkraft an deiner Schraubverbindung.
Beispiel:
X
X |S
X |__________SP___
X
X = Wand, S = Schraube, SP Schwerpunkt der Lampenkonstruktion
Die GK Dübel sind eine Super Sache und 100 mal besser als nur eine Spax
in der Gipskartonplatte, aber die anderen Dübel haben eine bessere max.
Belastbarkeit.
Udo Schmitt schrieb:> X |__________SP___
Sorry, ich bin von einer flachen Lampe OHNE Hebelwirkung ausgegangen.
Um die Haltbarkeit zu testen, habe ich vor Jahren einen Deckenventilator
an solch einem GK in einem Abstellraum aufgehangen. Er hängt heute noch
ohne Probleme. Man sollte sie nur fachgerecht hineindrehen oder vorher
üben.
oszi40 schrieb:> Um die Haltbarkeit zu testen, habe ich vor Jahren einen Deckenventilator> an solch einem GK in einem Abstellraum aufgehangen. Er hängt heute noch> ohne Probleme.
Wie gesagt, die Dinger sind ok und halten meist auch mehr als das was
Fischer angibt. Wie die Lampe aussieht weiss nur der TO.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die anderen Dübel mehr halten.
Rigips ist einfach ein Mistzeugs, der Gips ist völlig spröde, das
einzige was das Gebrösel zusammenhält ist die Kartonage.
oszi40 schrieb:> Man sollte sie nur fachgerecht hineindrehen oder vorher> üben.
Fachgerecht ist das nur möglich indem man vorher einen Thread bei
mikrocontroller.net eröffnet und fragt, wie man das macht. Anschließend
ist ein Studium der Datenblätter von den mindestens 100 verschiedenen
empfohlenen Dübelsorten erforderlich. Danach wird das Layout angefertigt
und die EMV zur diskusion gestellt und bewertet. Danach wird gefragt,
was man beim eindrehen alles beachten muss. Natürlich wird die Frage
nach der Kühlung und Schmierung (Bristol, Spiritus oder doch billiges WD
40) ausführlich erörtert. Nachdem dann der Anbauvorgang erfolgreich
angeschlossen ist, geht es an die Montage der Lampe. Hier dürfen dann
die Hinweise auf die Gefährlichkeit von Strom und der ruf nach einem
Elektriker nicht fehlen. Abschließend wird bekundet, dass der Dübel
überhaupt nicht den Anforderungen der VDE entspricht, womit auch der
Versicherungsschutz zwangsläufig erlischt. Um diesem vorzubeugen wird
der frustrierte TO die Lampe demontieren und durch eine Kerze ersetzen.
Somit wäre das Problem dann in für alle Teilnehmer zufriedenstellender
Weise erledigt.
Für im Gipskarton was festzumachen nehm ich oft nur Schnellbauschrauben
mit Grobgewinde. Kleiner Kerndurchmesser und viel Schneide.
Mit etwas Druck reindrehen, ohne Dübel oder Bohren.
Hat bisher immer gehalten, hab noch keinen Auszugstest gemacht, kommt
mir aber sehr stabil vor.
Scraube schrieb:> Mit etwas Druck reindrehen, ohne Dübel oder Bohren.
Das ist wenigstens mal ehrlicher Pfusch. Chapeau!
(Muss gestehen, so etwas ähnliches auch mal gemacht zu haben, da war es
eine Rabitz-Wand, die im wesentlichen nur aus Putz besteht. Die mit zwei
Spax-Schrauben an der Wand befestigte Lampe hängt dort noch immer.
Pfusch und übler Murks ist es trotzdem)
Nimm die Klappdübelhaken. Ich hab mit 2 Klappdübeln (aber die
Schraubversion, 4.Posting) meine Leinwand (ca. 20kg) an der einfach (mit
dünnem Gipskarton) beplankten Decke befestigt. Hält nun seit über einem
Jahr Bombenfest.
Ich hab auch einiges Vorher gelesen. Aber gemäß Datenblatt kann so ein
Dübel um die 25kg Tragen. 1,5-fache Sicherheit hat mir gereicht :)
Schnellbauschrauben sind dazu gedacht, Gipskarton an ein dahinter
befindliches Ständerwerk aus Blech zu montieren, nicht um damit
irgendwas an Gipskarton zu befestigen -> Pfusch
Christian B. schrieb:> Aber gemäß Datenblatt kann so ein Dübel um die 25kg Tragen.
Der Dübel kann sicherlich noch wesentlich mehr tragen, die Frage
eher, wieviel trägt der Gipskarton? An Deiner Stelle würde ich
regelmäßig die Festigkeit der Schraubverbindung überprüfen.
Gruss
Harald
Christian B. schrieb:> Schnellbauschrauben sind dazu gedacht, Gipskarton an ein dahinter> befindliches Ständerwerk aus Blech zu montieren, nicht um damit> irgendwas an Gipskarton zu befestigen -> Pfusch
Die oben gezeigte Schraube mit Grobgewinde ist nicht für
Blechständerwerk, sondern für Holzständer oder sowas.
Aber in Gipskarton halten nur Dübel halbwegs anständig, wenn hinter dem
Gips nicht schon in weiser Voraussicht eine Holzplatte angebracht wurde.
Harald Wilhelms schrieb:> wieviel trägt der Gipskarton?
Das ist kein Problem, Fischer würde sonst keine Ausziehkräfte angeben.
Solange die Pappeschicht nicht geritzt ist und die Luftfeuchte nicht
länger sehr hoch passiert da nichts.
Scraube schrieb:> Für im Gipskarton was festzumachen nehm ich oft nur Schnellbauschrauben> mit Grobgewinde.
Das ist im Prinzip die gleiche Gewindeform wie die GK Dübel. Durch den
kleineren Durchmesser ist die Tragkraft entsprechend niedriger, aber vor
allem bei doppelt beplanktem Gipskarton hat das durchaus eine
ordentliche Zuglast.
Das Problem hier ist, dass man die Schraube nur einmal reindrehen darf.
Sobald man sie raus und wieder reindreht wird der Karton zusätzlich
geschädigt und der Gips zerbröselt völlig und dann ist die maximale
Zugkraft nur noch ein Bruchteil des ersten Reindrehens.
Das Gleiche wenn man zu grobmotorisch ist und die Schraube im Gipskarton
überdreht (Akkuschrauber ohne Drehmomentbegrenzung)
Dann kann man die Schraube mit 2 Fingern rausziehen.
3 cm Gipskarton kenne ich nicht nur Fermacell wegen Brandschutz.
Plastik GK Dübel in Fermacell geht fast nicht da das Plastikgewinde die
Kräfte beim eindrehen nicht aushält.
Nimm
Federklappdübel [1] oder einen Spreizdübel [2] wie timhe vorgeschlagen
hat.
Gruss Chris
TJ schrieb:> Die Wand ist ca. 3 cm dick und dahinter befindet> sich, wenn ich das richtig erkennen konnte, irgendein weiches> Dämm-Material.
Hhhhmmmmhhh, das hört sich nach einem Wandaufbau vom Fertighaus an. Ca.
10mm Gipskarton und darunter ca. 20mm OSB.
http://www.fertighaus-sachsenheim.de/portal/cms/upload/fertighaus/Aufbau_Thermowand_neu.png
Bei kleiner Last reicht evtl. die OSB Platte, sonst ein Hohwanddübel,
der in beide Platten reicht.
AAAAA bbbbb eeeee rrrrr bei einer Aussenwand darfst die Dampfbremse
nicht schädigen!!!
Kommst nicht klar?
Ich schon, da hängen sogar Regale dran (doppelte 12mm-Wand).
Die roten "Knotendübel" gehen bei Gipskarton garnicht. Um die Verknotong
zu erreichen, muss der Dübel sehr fest in der Wand klemmen. Bei
Gipskarton schaffst Du das nicht. Der dreht sich am Kopf weg, es
entsteht eben kein Knoten. Woher ich das weiß? No woher wohl...? ;-)
Old-Papa
"ca. 3cm dick" können auch doppelt beplankte Gipskartonwände sein.
Dass die Einschraub-Dübel für Gipskarton nicht in Fermacell 'reinwollen
ist klar, aber in Gipskartonplatten geht's doch kaum einfacher?!
Mit einem Kreuzschraubendreher bekommt man die zugegebenerweise nicht
anständig gesetzt, aber mit dem normalerweise mitgelieferten
Setz-Schwert-Bit und ein wenig Druck beim Eindrehen gehen die Biester
normalerweise prima in die Platte.
Die Tox-Teile krallen sich am Rand nicht besonders fest in die Platte,
da habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie Old-Papa. Aber von Stabilit
(Bauhaus-Eigenmarke) gibt's welche mit stärkeren Rippen am Kragen, die
gehen auch.
Old Papa schrieb:> Die roten "Knotendübel" gehen bei Gipskarton garnicht.Old Papa schrieb:> Bei> Gipskarton schaffst Du das nicht. Der dreht sich am Kopf weg, es> entsteht eben kein Knoten. Woher ich das weiß? No woher wohl...? ;-)
nun rate mal warum ich weiss das ich das mit den TOX geschafft habe?
Da hängt jetzt ein 19" Monitor über meinem Werktisch für Datenblätter in
PDF oder Schaltplan.
Derselbe Versuch mit den Fischerteilen, der Dübel dreht durch wenn ich
eine Schaube reindrehen will, dabei löst sich der Gipskarton in Pulver
auf.
Na egal, es gibt für jeden eine Lösung, was dem einen sein Fischer ist
dem anderen sein TOX
Die Plastik GK Dübel sind der übelste Murks! Wenn man Pech hat und einen
Metallsteher dahinter erwischt, oder manchmal einfach auch nur aus
unerfindlichen Gründen zerplatzen die Dinger beim Eindrehen mit dem
"Spezialwerkzeug". Danach hat man so ein A***loch in der Wand, das man
an der Stelle garantiert nichts mehr fest bekommt!
Es gibt die Dinger auch noch in Profiqualität aus irgendwelchem
Metalldruckguss.
TJ schrieb:> Bevor ich mir jetzt von einem "Experten" im Baumarkt etwas aufschwatzen> lasse, würde ich gerne mal eure Meinung hören
Da würde ich mich aber eher im Baumarkt, als in diesem Forum beraten
lassen.
Etwas Menschenverstand und google helfen auch weiter. Aber es wurde hier
ja schon alles geschrieben was man durch 2 Minuten google-Nutzung ganz
leicht selber rausfinden kann.
Joachim B. schrieb:> aber doch nur auf das Ständerwerk dahinter, in der Platte alleine ist> Pfusch!
Die vom "Bauarbeiter" verlinkten sind tatsächlich für die Befestigung
von Gipskartonplatten an Gipskartonplatten gedacht.
Aber nicht für die Befestigung anderer Gegenstände (die andere Belastung
mit sich bringen; wenn Gipskartonplatten miteinander verbunden werden,
dann geschieht das flächig und mit vielen dieser Schrauben).
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Die vom "Bauarbeiter" verlinkten sind tatsächlich für die Befestigung> von Gipskartonplatten an Gipskartonplatten gedacht.
OK
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Aber nicht für die Befestigung anderer Gegenstände (die andere Belastung> mit sich bringen; wenn Gipskartonplatten miteinander verbunden werden,> dann geschieht das flächig und mit vielen dieser Schrauben).
aber dann ist es trotzdem Pfusch wenn man anderes damit montiert als
eine Gipskartonplate.
Gerald B. schrieb:> sind der übelste Murks!
Kommt ganz darauf an, wie geschickt man damit umgeht?
1.Wer GK-Dübel ohne das beiliegende Werkzeug versucht hineinzudrehen,
wird verzweifeln! Das Üben mit dem Akkuschrauber schadet nicht! Die in
diese Dübel eingedrehten Schrauben können mehrfach herausgedreht werden.
Das ist ein Vorteil!
2.Knotendübel wie der Typ UV sind auch nur dann erfolgreich WENN man
eine Schraube benutzt, die länger als der Dübel ist (80er Schraube)!
Allerdings sind mir GK-Dübel trotzdem lieber, weil kurze Schrauben
weniger Schaden hinter der Wand anrichten (Dampfsperre durchöchern).
Vergleicht selbst!
oszi40 schrieb:> Gerald B. schrieb:>> sind der übelste Murks!>> Kommt ganz darauf an, wie geschickt man damit umgeht?
Ich habe den beiliegenden Eindreher benutzt und peinlich darauf
geachtet, das er ganz drinsteckte. Arbeitet man mit zu viel Drehmoment,
gehen die Dinger kaputt, nimmt man die Drehmomentsperre rein, dann sorgt
das Überschnappen und Ruckeln ebenfalls zum Sprengen der Dübel. Und wenn
sie halb drin sind, hat man keine Option mehr einen 6mm Knotendübel zu
benutzen, da zu diesem Zeitpunkt das Loch schon zu groß ist.
Da heißt es dann nur noch Augen zu und durch.
Die Knotendübel von TOX sind mir da wesentlich lieber. Außerdem sind
diese wesentlich universeller, was das Material der Wand betrifft.
Hilft dem TE zwar nicht, aber allen anderen potentiellen Rigips-Opfern:
Die einzige finale endgültige optimale Lösung ist Rigips (und Fermacell
und wie der Dreck auch immer heissen mag) konsequent zu vermeiden.
ich hab vor 6 Jahren mein Einfamilien-(Passiv-)Haus gebaut, und nicht
einen Quadratzentimeter Rigips drinnen. Für die paar Verbauungen die
unumgänglich sind, kann man ein paar Euro mehr in die Hand nehmen und
das in gutem alten Holz ausführen.
Vorher hatte ich in mehreren Wohnungen dieses Rigips-Zeug, und ich habe
es unzählige tausend mal verflucht. Fängt beim "Dübel rein" an: Woher
weiss dieser besch*ssene Steher dahinter, wo du bohren willst, um
blitzschnell und unbemerkt an genau diese Stelle zu springen?
Falls man den Steher überlisten konnte (Hint: zu dritt bohren, zuerst
zwei Blindlöcher, um die Steher zu verwirren, dann heimlich still und
leise das richtige Loch) kam das oben beschriebene Dilemma, dass der
Dübel mal sauber reinging, mal auch nicht.
richtig spannend wirds aber erst, wenn du den Düber wieder ausmachst,
und versuchtst das loch zuzuspachteln.
Meine ganz besondere Liebe gilt aber Vorsatzschalungen mit ~5cm Abstand
zur Ziegelwand, und dort eine Telefondose setzen.
Rigips = NoGo.
Gerald B. schrieb:> ehen die Dinger kaputt, nimmt man die Drehmomentsperre rein, dann sorgt> das Überschnappen und Ruckeln ebenfalls zum Sprengen der Dübel
Da würde ich mal mit einen anderen Akkuschrauber üben. Es gab
"Spielzeug-Akkuschrauber", die habe ich nach 5 Minuten Benutzung wieder
in den Baumarkt zurückgebracht weil die Rutschkupplung schon bei
kleinster Anstrengung ratterte. Leider merkt man sowas erst wenn man zu
Hause den leeren Akku geladen hat.
Michael Reinelt schrieb:> Die einzige finale endgültige optimale Lösung ist Rigips (und Fermacell> und wie der Dreck auch immer heissen mag) konsequent zu vermeiden.
Alles aus Holz erhöht die Brandlast. Einem Garagenfreund hat Gipskarton
viel Brandschaden erspart. Die Dachbeplankung hat ein hat einige Minuten
durchgehalten bis die Feuerwehr kam. Jedes Material am rechten Fleck.
:-)
oszi40 schrieb:> Die Dachbeplankung hat ein hat einige Minuten> durchgehalten bis die Feuerwehr kam.
Wenn man vernünftig baut, braucht man keine Dachbeplankung.
"Kniestock" ist übrigens auch ein "NoGo"
Nix Spielzeug. Ist ein grüner Bosch, den ich schon ca. 30 Jahre habe.
Inzwischen mit dem 2. Akku und dem 2. Ladegerät, aber den Schrauber kann
ich sicherlich noch vererben ;-)
Ich finde Rigips eigentlich recht angenehm. Man kann dahinter verkabeln,
ein Schalter oder Dose sind schnell gesetzt und verspachteln ist auch
nicht komplizierter, als bei einer normalen Wand. bei kleinen
Schraublöchern beim Tapezieren nehme ich auf die Schnelle meist Acryl
aus der Kartusche. Und wenn man wirklich das 5cm Tiefenproblem hat, dann
kann man ja immer noch eine AP Telefondose nehmen :-)
Wenn man nicht gerade eine Küchenzeile an Riegips hängen will, dann das
Zeug eigentlich recht paraktisch.
Gerald B. schrieb:> Ich habe den beiliegenden Eindreher benutzt und peinlich darauf> geachtet, das er ganz drinsteckte. Arbeitet man mit zu viel Drehmoment,> gehen die Dinger kaputt, nimmt man die Drehmomentsperre rein, dann sorgt> das Überschnappen und Ruckeln ebenfalls zum Sprengen der Dübel.
Kann ich nicht nachvollziehen - zum Auseinanderspringen ist das
Dübelmaterial eigentlich viel zu weich. Kann es sein, dass du einige
Jahre überlagerte Exemplare erwischt hast? Dübel trocknen nämlich
gaaaanz laaaaangsam über die Jahre aus und werden brüchig, das könnte
das Verhalten bei deinem Akkuschrauber erklären. Übrigens kann man eine
einstellige Anzahl dieser Einschraubdübel auch problemlos manuell
eindrehen, da ist die Drehmomentsperre dann wesentlich feinfühliger...
Das spontan an der Lochposition auftauchende Ständerprofil ist ein
Ärgernis, klar, aber das Problem ist ganz einfach lösbar: Einfach mit
dem 6mm-Steinbohrer vorsichtig vorbohren. Wenn der auf das Blechprofil
trifft, entweder auf den Dübel verzichten und das zu Befestigende mit
einer Schnellbauschraube am Profil befestigen oder zum 6er Stahlbohrer
greifen, durchbohren und an dieser Stelle einen Knotendübel setzen. Wenn
da kein Profil ist, dann macht der Einschraubdübel normalerweise
keinerlei Probleme.
Matthias L. schrieb:> Kann es sein, dass du einige> Jahre überlagerte Exemplare erwischt hast? Dübel trocknen nämlich> gaaaanz laaaaangsam über die Jahre aus und werden brüchig, das könnte> das Verhalten bei deinem Akkuschrauber erklären.
Das ist gut möglich. Ich habe mir davon ein 100'er Pack geholt. Da
verarbeitet man einen Teil, der Rest reift dann ein paar Jahre in der
Werkzeugkiste, bis man mal eine Neuanschaffung aufhängt, renoviert oder
umzieht. Mit anderen Worten, die Dinger sind ein paar Jahre alt. Ich
habe aber kein MHD darauf gefunden und sie lagern auch dunkel (kein UV)
Matthias L. schrieb:> Dübel trocknen nämlich gaaaanz laaaaangsam über die Jahre aus und werden> brüchig,Hust. Aus was für einem Material sollen diese "Dübel" bestehen?
Also ich habe noch nie so ein Ding zerbröselt. Bei mir halten die immer
perfekt. Nur direkt auf einer Latte der Unterkonstruktion geht es
natürlich nicht.
Gerald B. schrieb:> Wenn man nicht gerade eine Küchenzeile an Riegips hängen will, dann das> Zeug eigentlich recht paraktisch
Ist auch kein Problem mit Hilti Hohlraumdübel M4 bis M8. Dafür braucht
man aber eine Montagezange. Brüstungskanäle montierte ich mit
Holzschrauben 5*40 ohne Dübel(Riegips doppelt beplankt). Mit dem
Akkuschrauber nicht ganz eindrehen und dann mit dem SchraubenZIEHER
festziehen;)
walTTer
Elektrikergeselle
Rufus Τ. Firefly schrieb:>> Nylon. Chemisch: Polyamid.> Und das trocknet aus?
Plaste enthält Weichmacher, der evtl. in seiner Wirkung nachlassen kann
weil er evtl. nach außen diffundiert. Bei Dübeln ist mir das aber noch
nicht aufgefallen. https://de.wikipedia.org/wiki/Kunststoff
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Nylon. Chemisch: Polyamid.>> Und das trocknet aus?
Ja.
Mensch, der Link war doch schon dabei, einfach mal draufklicken!
Zitat:
"Die mechanischen Eigenschaften hängen vom jeweiligen
Feuchtigkeitsgehalt des Materials ab. Ihre oft relativ hohe
Wasseraufnahme wirkt sich negativ auf die Maßhaltigkeit von Gefäßen und
Formteilen aus. **Im trockenen Zustand sind alle Polyamide hart und
spröde.**"
Und:
"Erst nach einer Konditionierung (mit Wasser bei erhöhter Temperatur in
Polyurethansäcken) werden sie zäh und verschleißfest."
Ja, man kann das gebundene Wasser weitgehend konservieren, aber über die
Jahre werden Nylondübel trotzdem trocken und spröde. Ich hab' bestimmt
solche hier, die noch nicht weggeworfen wurden, kannste ansehen...
oszi40 schrieb:> Kommt ganz darauf an, wie geschickt man damit umgeht?>> 1.Wer GK-Dübel ohne das beiliegende Werkzeug versucht hineinzudrehen,> wird verzweifeln! Das Üben mit dem Akkuschrauber schadet nicht!Joachim B. schrieb:> Derselbe Versuch mit den Fischerteilen, der Dübel dreht durch wenn ich> eine Schaube reindrehen will, dabei löst sich der Gipskarton in Pulver> auf.
kaum macht mans richtig funktioniert es, ich nehme alles zurück, dass
klappt.
Das hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe gestern geübt, dank oszi40
kann ich bestätigen das es genauso geht.
Ich hatte vorher immer ein Loch gemacht und versucht das so
reinzudrehen, aber wie beschrieben:
mit dem Werkzeug ohne vorher ein Loch zu machen klappt das.
Michael Reinelt schrieb:> Vorher hatte ich in mehreren Wohnungen dieses Rigips-Zeug, und ich habe> es unzählige tausend mal verflucht. Fängt beim "Dübel rein" an: Woher> weiss dieser besch*ssene Steher dahinter, wo du bohren willst, um> blitzschnell und unbemerkt an genau diese Stelle zu springen?>
Verstehe ich nicht. Es gibt doch nichts Besseres, als den Ständer zu
treffen. Schnellbauschraube oder Blechschraube rein und das hält.
Ich versuche eigentlich, Lampen etc. genau am Ständer zu befestigen.
Da braucht man gar keinen Dübel.
Gruss
Axel
Axel Laufenberg schrieb:> Ich versuche eigentlich, Lampen etc. genau am Ständer zu befestigen.
Da kommt dann aber wieder die inhärente Bösartigkeit aller Materie zum
Tragen: Woher weiß der Ständer dass du ihn treffen willst, und springt
blitzartig zur Seite? oder noch besser: er springt so dass dein Bohrloch
genau die Blechkante trifft. Und das natürlich immer beim zweiten oder
dritten loch, damit du möglichst alle Löcher 2cm nach rechts oder links
verschieben musst...
Mit einem ollen Festplattenmagneten lassen sich die Schnellbauschrauben
an der Wand ganz gut aufspüren - und wo die sind, ist der Ständer nicht
weit weg. So ein Metall- Balken- und Kabelsucher sollte auch hilfreich
sein.
Matthias L. schrieb:> Mit einem ollen Festplattenmagneten lassen sich die Schnellbauschrauben> an der Wand ganz gut aufspüren
och das Finden ist nicht das Problem, das Problem ist das der Ständer
nicht an die gewünschte Position hüpft.
Joachim B. schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Mit einem ollen Festplattenmagneten lassen sich die Schnellbauschrauben>> an der Wand ganz gut aufspüren>> och das Finden ist nicht das Problem, das Problem ist das der Ständer> nicht an die gewünschte Position hüpft.
Erstmal ging es ja um den Fall, dass der Ständer in den Weg hüpft. Der
ist ja noch relativ einfach zu handhaben, Ständer so schnell es geht
festschrauben.
Ansonsten muss man eben auf die diversen Dübel zurückgreifen, die
allerdings ausser zum Bilder aufhängen, bei mir noch nie was wirklich
festgehalten haben.
Gruss
Axel
Axel Laufenberg schrieb:> Ansonsten muss man eben auf die diversen Dübel zurückgreifen, die> allerdings ausser zum Bilder aufhängen, bei mir noch nie was wirklich> festgehalten haben.
am verknoteten TOX hängt über meiner Werkbank ein 19" Monitor
Joachim B. schrieb:> am verknoteten TOX hängt über meiner Werkbank ein 19" Monitor
Mach noch ein, zwei Durchkontaktierungen zwischen Board und der Wand,
dann ist es wirklich sicher fest.
;-)
MfG Paul
Joachim B. schrieb:> am verknoteten TOX hängt über meiner Werkbank ein 19" Monitor
Der so wie im Bild aber fast nicht auf Zug belastet wird. Die Schraube
würde wohl fast auch ohne Dübel halten weil sie rein auf Scherung
belastet wird.
Joachim B. schrieb:> am verknoteten TOX hängt über meiner Werkbank ein 19" Monitor
Was machst du mit dem Kalender aus 2007?
Oder ist das Bild schon so alt?
nitraM
Nitram L. schrieb:> Was machst du mit dem Kalender aus 2007?> Oder ist das Bild schon so alt?
das Bild war frisch von heute, der Kalender eine Erinnerung weil der
Fisch darauf von mir fotografiert wurde und im Kalender gelandet ist.
Udo Schmitt schrieb:> Der so wie im Bild aber fast nicht auf Zug belastet wird. Die Schraube> würde wohl fast auch ohne Dübel halten weil sie rein auf Scherung> belastet wird.
jetzt wo der Moni hängt stimmt, aber als ich den aufgehangen und
ausgerichtet hatte und die Ader verdrallt hatte ich schon recht
ordentlich an der Schraube gezogen, ich bin sicher der Gips wäre ohne
Dübel schon rausgebröselt.