Hallo Zusammen,
ich habe gelesen, dass aus Gründen von EMV der Prozessortakt möglichst
zu spreizen ist (Spread Spektrum). Allerdings fand ich bisher keine
genauere Erklärung, wie das gemeint ist. Also warum und wie
durchzuführen?
Ich kann es mir eigentlich nur so erklären: Steile Taktflanken an der
Clock -> hohe, potentiell störende Frequenzen im Spektrum. Um das
Spektrum nun zu spreizen und diese hohen Frequenzen einzudämmen, müsste
man also die Steilheit der Taktflanke reduzieren, soweit das eben
möglich ist.
Ist das so korrekt? Oder denke ich falsch?
Schönen Abend noch,
Thomy
Eine tolle Art der Verar*ung.
Hat man eine ordentliche Ladung Gift, und schüttet eine Menge Wasser
(wasserlöslich für die Erbsenzähler) hinzu, so ist das Zeug wesentlich
ungiftiger.
Eine Tonne radioaktives Material, auf die Länge des Rheins verteilt,
schadet der Wasserqualität nicht.
Bei der Störstrahlmessung geht es um den Bereich und das Maximum darin.
Moduliere ich aber die Grundfrequenz, so wird der Störbereich breiter
und was das Tolle ist: Niedriger.
Ein klarer Sieg der Messtechnik.
Nicht so schnell. Wenn ich eine Uebertragung bei f0 habe und und der
Stoerer sitzt genau da drauf, hat man ein viel schlechteres S/N. Wenn
der Stoerer sich auf eine Bandbreite ausserhalb verteilt, verbessert
sich der S/N, resp verschlechtert sich nicht so viel.
Der Ansatz ist daher hoechst pragmatisch.
Bei einem Analogradio ist es mir wurscht, ob die Störung gepulst ist
oder dauernd, Störung bleibt Störung.
Im Gegenteil, durch das Wobbeln steigt sogar die Warscheinlichkeit, mein
Nutzsignal zu treffen und ich kann die Störung auch schlechter
ausblenden.
Militärische Störsender werden absichtlich gewobbelt, um eine bessere
Störwirkung zu erzielen.
Nur bei Digitalradio kann durch Redundanz eine kurze Störung korrigiert
werden.
Aber eine Ende von UKW ist noch nicht abzusehen und eine flächendeckende
Versorgung mit DAB+ auch nicht.
Es geht erstens nicht nur um Radio. Wenn der Sender, sei das von der
Signal-Qualitaet oder vom Inhalt her nichts ist, geht man zum naechsten
Sender. Sieh's von wichtigeren Uebertragungen her. zB der massiv
veraltete AM modulierte Flugfunk.
Zweitens ist Null Emission nicht zahlbar. Jeder will alles gratis und
das ist noch viel zu teuer.
Klasse, der alte Krieg ob Spread Spectrum nur Betrug ist wird wirklich
immer noch geführt.
Mir ist das vollkommen wurst wen oder was ich störe solange das EMI
Labor sagt das ich innerhalb der Grenzwerte liege und mir keinen Kopf
mehr machen muss.
Diskutieren wir jetzt über die emotionalen EMI Grenzen, oder die die ich
einhalten MUSS wenn ich vorhabe Geräte in Verkehr zu bringen ?
Peter Dannegger schrieb:> Militärische Störsender werden absichtlich gewobbelt, um eine bessere> Störwirkung zu erzielen.
Ja, oder als Kommunikationssender durch Ultra Wide Band so stark
aufgespreizt das der Sender im Rauschen untergeht und ohne den Decoder
Schlüssel nicht vom Rauschen zu unterscheiden und damit kaum zu orten
ist.
Peter Dannegger schrieb:> Bei einem Analogradio ist es mir wurscht, ob die Störung gepulst ist> oder dauernd, Störung bleibt Störung.
Die ist nicht einfach gepulst. Schau dir mal das Spektrum an, wie es mit
und ohne aussieht. Es kommt im Wesentlichen auf die Höhe der Nadel, die
man dort sieht, an, wenn es um die Stärke der Störung geht. Je höher
dein Nutzsignal darüber liegt, desto größer der Störabstand. Ohne Spread
Spectrum hast du eine extrem schmale und sehr hohe Nadel. Mit Spread
Spectrum wird sie breiter, aber auch niedriger, da die Leistung auf
einen breiteren Frequenzbereich verteilt wird. Damit erhöht sich der
Störabstand. Das Signal wird dabei aber nicht so breit gemacht, daß es
gleich viel mehr Kanäle parallel stört.
Siehe die Bilder unter http://www.comtec-crystals.com/docs/G/GFG2.htm> Im Gegenteil, durch das Wobbeln steigt sogar die Warscheinlichkeit, mein> Nutzsignal zu treffen und ich kann die Störung auch schlechter> ausblenden.
Wenn man sehr stark wobbelt, ja. Das tut man hier aber nicht.
> Militärische Störsender werden absichtlich gewobbelt, um eine bessere> Störwirkung zu erzielen.
Die wollen damit dann aber auch ein ganzes Frequenzband plattmachen.
Wenn man die Sendeleistung entsprechend erhöht, klappt das auch.
> Aber eine Ende von UKW ist noch nicht abzusehen
Laut aktuellem Gesetz:
(4) Frequenzzuteilungen für den analogen Hörfunk auf Ultrakurzwelle, die
zum 31. Dezember 2015 befristet sind, sollen entsprechend § 57 Absatz 1
Satz 8 von der Bundesnetzagentur bis zum Ende der Zuweisung von
Übertragungskapazitäten nach Landesrecht, längstens jedoch um zehn Jahre
verlängert werden, sofern der Inhalteanbieter dem zustimmt. Nicht zu
diesem Zeitpunkt befristete Zuteilungen sollen widerrufen werden, wenn
ein nach § 57 Absatz 1 Satz 8 vom Inhalteanbieter ausgewählter
Sendernetzbetreiber auf Antrag die Zuteilung an ihn verlangen kann. Für
die Widerrufsentscheidung gilt § 63 Absatz 1 Satz 4 entsprechend. Für
das Wirksamwerden des Widerrufs ist eine angemessene Frist von
mindestens drei Monaten, frühestens jedoch der 31. Dezember 2015
vorzusehen.