Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Prozessortakt spreizen, wie ist das gemeint?


von Thomy (Gast)


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Hallo Zusammen,

ich habe gelesen, dass aus Gründen von EMV der Prozessortakt möglichst 
zu spreizen ist (Spread Spektrum). Allerdings fand ich bisher keine 
genauere Erklärung, wie das gemeint ist. Also warum und wie 
durchzuführen?

Ich kann es mir eigentlich nur so erklären: Steile Taktflanken an der 
Clock -> hohe, potentiell störende Frequenzen im Spektrum. Um das 
Spektrum nun zu spreizen und diese hohen Frequenzen einzudämmen, müsste 
man also die Steilheit der Taktflanke reduzieren, soweit das eben 
möglich ist.

Ist das so korrekt? Oder denke ich falsch?

Schönen Abend noch,

Thomy

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Nein, es geht nicht um die Taktflanken, sondern um eine ständige leichte 
Variation der Frequenz, quasi ein "herumgeeiere" um die Sollfrequenz.

http://de.wikipedia.org/wiki/Spread_Spectrum_Clocking

von Thomy (Gast)


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Hallo Rufus,

vielen Dank! Dann wars doch etwas ganz anderes.

von Dussel (Gast)


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Quarzoszillator
100ppm
±1%

:-P

von Amateur (Gast)


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Eine tolle Art der Verar*ung.

Hat man eine ordentliche Ladung Gift, und schüttet eine Menge Wasser 
(wasserlöslich für die Erbsenzähler) hinzu, so ist das Zeug wesentlich 
ungiftiger.

Eine Tonne radioaktives Material, auf die Länge des Rheins verteilt, 
schadet der Wasserqualität nicht.

Bei der Störstrahlmessung geht es um den Bereich und das Maximum darin. 
Moduliere ich aber die Grundfrequenz, so wird der Störbereich breiter 
und was das Tolle ist: Niedriger.

Ein klarer Sieg der Messtechnik.

von Dampfnilp (Gast)


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Nicht so schnell. Wenn ich eine Uebertragung bei f0 habe und und der 
Stoerer sitzt genau da drauf, hat man ein viel schlechteres S/N. Wenn 
der Stoerer sich auf eine Bandbreite ausserhalb verteilt, verbessert 
sich der S/N, resp verschlechtert sich nicht so viel.
Der Ansatz ist daher hoechst pragmatisch.

von Peter D. (peda)


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Bei einem Analogradio ist es mir wurscht, ob die Störung gepulst ist 
oder dauernd, Störung bleibt Störung.
Im Gegenteil, durch das Wobbeln steigt sogar die Warscheinlichkeit, mein 
Nutzsignal zu treffen und ich kann die Störung auch schlechter 
ausblenden.
Militärische Störsender werden absichtlich gewobbelt, um eine bessere 
Störwirkung zu erzielen.

Nur bei Digitalradio kann durch Redundanz eine kurze Störung korrigiert 
werden.

Aber eine Ende von UKW ist noch nicht abzusehen und eine flächendeckende 
Versorgung mit DAB+ auch nicht.

: Bearbeitet durch User
von Dampfnilp (Gast)


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Es geht erstens nicht nur um Radio. Wenn der Sender, sei das von der 
Signal-Qualitaet oder vom Inhalt her nichts ist, geht man zum naechsten 
Sender. Sieh's von wichtigeren Uebertragungen her. zB der massiv 
veraltete AM modulierte Flugfunk.
Zweitens ist Null Emission nicht zahlbar. Jeder will alles gratis und 
das ist noch viel zu teuer.

von Michael K. (Gast)


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Klasse, der alte Krieg ob Spread Spectrum nur Betrug ist wird wirklich 
immer noch geführt.

Mir ist das vollkommen wurst wen oder was ich störe solange das EMI 
Labor sagt das ich innerhalb der Grenzwerte liege und mir keinen Kopf 
mehr machen muss.

Diskutieren wir jetzt über die emotionalen EMI Grenzen, oder die die ich 
einhalten MUSS wenn ich vorhabe Geräte in Verkehr zu bringen ?

Peter Dannegger schrieb:
> Militärische Störsender werden absichtlich gewobbelt, um eine bessere
> Störwirkung zu erzielen.
Ja, oder als Kommunikationssender durch Ultra Wide Band so stark 
aufgespreizt das der Sender im Rauschen untergeht und ohne den Decoder 
Schlüssel nicht vom Rauschen zu unterscheiden und damit kaum zu orten 
ist.

von Rolf M. (rmagnus)


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Peter Dannegger schrieb:
> Bei einem Analogradio ist es mir wurscht, ob die Störung gepulst ist
> oder dauernd, Störung bleibt Störung.

Die ist nicht einfach gepulst. Schau dir mal das Spektrum an, wie es mit 
und ohne aussieht. Es kommt im Wesentlichen auf die Höhe der Nadel, die 
man dort sieht, an, wenn es um die Stärke der Störung geht. Je höher 
dein Nutzsignal darüber liegt, desto größer der Störabstand. Ohne Spread 
Spectrum hast du eine extrem schmale und sehr hohe Nadel. Mit Spread 
Spectrum wird sie breiter, aber auch niedriger, da die Leistung auf 
einen breiteren Frequenzbereich verteilt wird. Damit erhöht sich der 
Störabstand. Das Signal wird dabei aber nicht so breit gemacht, daß es 
gleich viel mehr Kanäle parallel stört.
Siehe die Bilder unter http://www.comtec-crystals.com/docs/G/GFG2.htm

> Im Gegenteil, durch das Wobbeln steigt sogar die Warscheinlichkeit, mein
> Nutzsignal zu treffen und ich kann die Störung auch schlechter
> ausblenden.

Wenn man sehr stark wobbelt, ja. Das tut man hier aber nicht.

> Militärische Störsender werden absichtlich gewobbelt, um eine bessere
> Störwirkung zu erzielen.

Die wollen damit dann aber auch ein ganzes Frequenzband plattmachen. 
Wenn man die Sendeleistung entsprechend erhöht, klappt das auch.

> Aber eine Ende von UKW ist noch nicht abzusehen

Laut aktuellem Gesetz:

(4) Frequenzzuteilungen für den analogen Hörfunk auf Ultrakurzwelle, die 
zum 31. Dezember 2015 befristet sind, sollen entsprechend § 57 Absatz 1 
Satz 8 von der Bundesnetzagentur bis zum Ende der Zuweisung von 
Übertragungskapazitäten nach Landesrecht, längstens jedoch um zehn Jahre 
verlängert werden, sofern der Inhalteanbieter dem zustimmt. Nicht zu 
diesem Zeitpunkt befristete Zuteilungen sollen widerrufen werden, wenn 
ein nach § 57 Absatz 1 Satz 8 vom Inhalteanbieter ausgewählter 
Sendernetzbetreiber auf Antrag die Zuteilung an ihn verlangen kann. Für 
die Widerrufsentscheidung gilt § 63 Absatz 1 Satz 4 entsprechend. Für 
das Wirksamwerden des Widerrufs ist eine angemessene Frist von 
mindestens drei Monaten, frühestens jedoch der 31. Dezember 2015 
vorzusehen.

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