Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wiederstände im seriellen Bus


von Christoph K. (christophkind)


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Hallo zusammen,

ich sehe es in Schaltungen immer wieder, dass zwischen den seriellen 
Leitungen RX und TX (z.B. wenn ein ATMEGA mit einem GPS-Modul verbunden 
ist) 1K Wiederstände geschaltet sind.

Mich würde mal interessieren, welchen Sinn die Dinger dort haben?

Danke & Gruß
Christoph

von Route_66 H. (route_66)


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Ich habe dort noch nie Wiederstände gesehen, nur manchmal Widerstände 
als Angst-Beschaltung gegen fehlerhafte Programmierung.

von #42 (Gast)


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Das sind keine Wiederstände.
Das ist was anderes.

#42

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Gibt es manchmal. Wenn sie da sind, sollen sie sehr steilflankige 
Signale ein wenig verrunden, was gerade bei HF Anwendungen nützlich sein 
kann - der MC strahlt dann keine HF in den GPS Empfänger ein (und 
umgekehrt). Man sieht solche Dämpfungswiderstände auch ab und zu mal in 
schnellen Bussystemen wie Adress- und Datenbus in PCs.

von Georg A. (georga)


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Könnten auch billige Pegelwanlder 5V->3.3V sein, wenn das GPS-Modul mit 
3.3V läuft. Durch die Widerstände wird dann der Strom über die 
CMOS-Schutzdioden im Chip begrenzt. Ist eigentlich unsauber, aber dafür 
billig ;)

von Joachim B. (jar)


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Christoph Kind schrieb:
> dass zwischen den seriellen
> Leitungen RX und TX (z.B. wenn ein ATMEGA mit einem GPS-Modul verbunden
> ist) 1K Wiederstände geschaltet sind.

in Reihe?
parallel?
zwischen Rx und TX?
nach GND?
nach VCC?

Christoph Kind schrieb:
> Mich würde mal interessieren, welchen Sinn die Dinger dort haben?

frage den Erfinder, mit so einer unbestimmten Frage kann man nur 
spekulieren, wir sehen nicht was du siehst.

in die Leitung Rx Leitung seriell und in die Tx Leitung seriell als 
Strombremse und zur Flankenverrundung mache ich auch wo es gebraucht 
wird.

von Christoph K. (christophkind)


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Das mit dem Pegelwandler hatte ich mir auch schon gedacht. Aber so wie 
ich euch verstehe, sollte man auf die Wiederstände verzichten?

Bei mir laufen alle Module generell immer mit 3.3 Volt.


Gruß

von Joachim B. (jar)


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Christoph Kind schrieb:
> ich euch verstehe, sollte man auf die Wiederstände verzichten?
> Gruß

sollte man nicht generell auf "Wiederstände" verzichten, nur bei Bedarf 
Widerstände mit maximal 2e einbauen?

von #42 (Gast)


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Christoph Kind schrieb:
> sollte man auf die Wiederstände verzichten?
                       ^
Der lernt es nicht...

#42

von isidor (Gast)


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Christoph Kind schrieb:
> Das mit dem Pegelwandler hatte ich mir auch schon gedacht. Aber so wie
> ich euch verstehe, sollte man auf die Wiederstände verzichten?

"Man soll nicht" sondern man tut das was für die eigene Anwendung
richtig ist, und dazu muss man einfach verstehen was die
Schaltelemente bweirken sollen.

von Ratgeber (Gast)


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Großes Kino!
2 Antworten, die helfen: Von Matthias und Georg

Der TO fragte:

Christoph Kind schrieb:
> Mich würde mal interessieren, welchen Sinn die Dinger dort haben?

isidor antwortete:
> "Man soll nicht" sondern man tut das was für die eigene Anwendung
> richtig ist, und dazu muss man einfach verstehen was die
> Schaltelemente bweirken sollen.

Das ist an Banalität nicht zu überbieten. Nimm Deinen Satz und kopiere
ihn ÜBERALL rein.

von Georg (Gast)


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Christoph Kind schrieb:
> welchen Sinn die Dinger dort haben?

Bei 2 Leitungen RxD und TxD gibt es zwar nur 2 Anschlussmöglichkeiten, 
aber das ist auch oft eine zuviel, und dann sind 2 Ausgänge miteinander 
verbunden. Oft ist auch nicht klar, ob auf der "seriellen Schnittstelle" 
im konkreten Fall 3,3 V, 5 V oder +-12 V Signale verwendet werden. Da 
bringt 1 kOhm einen gewissen Schutz ohne die normale Funktion zu 
behindern.

Macht man alles richtig, braucht man keine.

Georg

von isidor (Gast)


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Ratgeber schrieb:
> Das ist an Banalität nicht zu überbieten.

Selbst solche Banalitäten / Trivialitäten scheinen dem Fragesteller
nicht geläufig zu sein.

Im Übrigen beziehst du im Zitat meine Antwort auf eine Frage auf
die ich meine Antwort nicht gegeben habe. Wer lesen kann ist klar
im Vorteil.

von Michal P. (michal)


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Bei Versuchsaufbauten auf Lochrasterplatine verwende ich oft Widerstände 
als Verbindungsbrücken statt Drahtbrücken.
Zwischen Digitalen I/Os eben im kOhm-Bereich, in stromführenden Linien 
~100 Ohm oder je nachdem welche Ströme wo zu erwarten sind.

Passiert ein dummer Fehler bei Verdrahtung, raucht nichts ab.
Gestört hat es noch nie, es sei denn es geht um MHz.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Christoph Kind schrieb:
> Aber so wie
> ich euch verstehe, sollte man auf die Wiederstände verzichten?

Wo liest du das? Im Gegenteil, gerade als Angstwiderstände oder auch als 
Flenkenverrundung sind sie doch sehr nützlich. Es muss ja nicht gleich 
1k sein, aber 100-470 Ohm sind durchaus brauchbar. 33 Ohm sind z.B. oft 
in den o.a. Datenleitungen bei schnellen CPUs.

von Christoph K. (christophkind)


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Okay, Fragen wir mal anders herum. Kann es falsch sein, bzw. zu 
Problemen führen, ein paar 100 Ohm Widerstände in die Leitungen 
einzubauen?

von isidor (Gast)


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Christoph Kind schrieb:
> Kann es falsch sein, bzw. zu
> Problemen führen, ein paar 100 Ohm Widerstände in die Leitungen
> einzubauen?

Ja es kann auch falsch sein.

Ob richtig oder falsch entscheidet sich durch dein physikalisches
Design (Schaltung und Leitungslängen) und die Datenraten die
du übertragen willst. Ferner hast du nicht spezifiziert ob du
Längs- oder Quer- (Pullup/Pulldown) Widerstände "in die Leitungen"
einbauen willst.

Du merkst es schon: bei klaren Vorgaben bekommt man hier auch
klare Lösungen, ansonsten eben Wischi-Waschi .....

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Christoph Kind schrieb:
> Okay, Fragen wir mal anders herum. Kann es falsch sein, bzw. zu
> Problemen führen, ein paar 100 Ohm Widerstände in die Leitungen
> einzubauen?
Ohne zu wissen, wo man ihn einbaut kann so ein Serienwiderstand 
natürlich falsch oder auch richtig sein.
Gib eine konkrete Anwendung, dann kann man es verbindlicher sagen...

Sieh dir mal den Beitrag "Re: Signalproblem bei langem Kabel" an.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Christoph Kind schrieb:
> Okay, Fragen wir mal anders herum. Kann es falsch sein, bzw. zu
> Problemen führen, ein paar 100 Ohm Widerstände in die Leitungen
> einzubauen?

Wir wissen doch nicht mal, was du da verbinden möchtest. Du hast zwar im 
ersten Beitrag ein Beispiel angeführt, aber nie gesagt, was bei dir 
konkret verbunden werden soll.
Wenn es ein HF Modul ist, das an einem MC angeschlossen werden soll, 
würde ich erstmal die Innenschaltung des HF-Moduls überprüfen, denn 
evtl. hat der Hersteller schon einiges an HF Abblockung vorbereitet.

#42 schrieb:
> Christoph Kind schrieb:
>> sollte man auf die Wiederstände verzichten?
>                        ^
> Der lernt es nicht...
>
> #42

Aha, die Dudenpolizei ist wieder unterwegs, denn es ist Wochenende. Mein 
Gott, ja, er hat den bösen Fehler gemacht und 'Widerstände' mit 'ie' 
geschrieben. Kindisch ist es eher, sich darauf zu stürzen und den Thread 
zuzumüllen.

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