Frage zu Widerstandsbenutzung am OPV

Gast #4007028
Hallo,

ich würde gerne einen invertierenden oder auch einen 
nicht-invertierenden OPV aufbauen.

Nun kann ich für einen Verstärkungsfaktor von 10 entweder (im Falle des 
invertierenden OPVs) folgende Widerstandskombination:

10 Ohm zu 1 Ohm

100 Ohm zu 10 Ohm

10 kOhm zu 1 kOhm

100 kOhm zu 10 kOhm

usw....

Gibt es aber irgendwie Unterschiede ? Wenn ja, wo ? Vor- und Nachteile ?

Ist es besser einen großen oder kleinen Widerstandswert zu nehmen ?

Danke für eure Hilfe
Gast #4007034
Guck mal hier im uC.net unter Artikel:
"Operationsverstärker-Grundschaltungen".
Da sollte alles erklärt sein. Falls doch noch Fragen sind, melde dich 
gerne wieder.
Gruß,
wastl
#4007043
Nische schrieb:
> Gibt es aber irgendwie Unterschiede ? Wenn ja, wo

Im Strom der fliesst.
Siehe Ohmsches Gesetz.

Insofern sind beim invertierenden Verstärker und anfängergeeigneten 
NF-Schaltungen niedrige Widerstandswerte meist unsinnig.
Üblich sind Werte zwischen 10kOhm und 1MOhm. Brauchst man höhere 
Eingansgwiderstände macht man einen Impedanzwandler (nichtinvertierend) 
davor.
Gast #4007154
Udo Schmitt schrieb:
> Üblich sind Werte zwischen 10kOhm und 1MOhm. Brauchst man höhere
> Eingansgwiderstände macht man einen Impedanzwandler (nichtinvertierend)
> davor.

Alles klar, das mit den 1 Ohm war eig. nur ein Beispiel.

Doch wieder die Frage:

Gibt es einen Unterschied ob ich 100k Ohm nehme oder 1 MOhm ?

Außer, das es evtl. zu weniger Strom kommt....
#4007247
Nische schrieb:
>> Je hochohmiger, desto mehr verfälschen Eingangsströme des OPs das
>> Ergebnis.
>
> D.h. man muss letztlich ein Wert finden, der zwischen dem Hoch- und
> niederohmigen Liegt ?!

Richtig. Wobei es da gar viele Einflüsse gibt. Eingangsströme des OPV 
wurden ja schon genannt. Es gibt auch Kriechströme auf Platinen. Mit 
parasitären Kapazitäten bilden die Widerstände Tiefpässe. Rauschwerte 
sind abhängig von den Widerstandswerten. usw. usf.
#4007262
Nische schrieb:
> Gibt es aber irgendwie Unterschiede ? Wenn ja, wo ? Vor- und Nachteile ?

Ein kleiner Widerstand bedeutet einen hohen Stromfluss. Das will man 
nicht, also ist man gut beraten, den Widerstand sehr groß zu machen.
Ist der Widerstand aber sehr groß wird er empfindlich für z.B. den Input 
Bias Current eines OPVs aber auch für irgend welche Störgrößen um die 
Ecke (Masseschleife und Co), d.h. der Widerstand sollte also auch nicht 
zu groß werden. Oft genügen Widerstände im zweistelligen/dreistelligen 
Ohm-Bereich, es ist aber halt davon abhängig was man wie genau wo messen 
will.
Gast #4007263
Mathematisch gesehen ist das gehopst wie gehüpft.

Du solltest aber, ganz grob, folgende Grenzen im Auge behalten:

Nach unten hin: Die Belastung durch die fließenden Ströme.
Nach oben hin:  U. a. das Rauschen im Walde.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 11 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.