Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DAC-Erweiterung mit TDA1311/PT8211?


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von Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite


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Hallo zusammen!

Weil es den PT8211 so billig bei AliExpress gibt, würde ich ihn gern 
nehmen, um zusätzliche Analog-Ausgänge am µC zu erzeugen. Das wäre mir 
lieber als mit PWM und Tiefpass.

Leider habe ich nirgens gefunden, wie die Ansteuerung genau erfolgt. 
Siehe Bild: Es sieht so aus, als wird immer 9x das MSBit und dann die 15 
übrigen Bits übertragen, also 2 x (9 + 15) = 48 Clocks pro Sample. Kann 
das sein?

http://www.lampizator.eu/lampizator/LINKS%20AND%20DOWNLOADS/DATAMINING/tda1311_datasheet.pdf

http://www.princeton.com.tw/portals/0/product/pt8211_7.pdf

Weiss jemand, ob die analogen Ausgangspegel stabil bleiben, wenn man den 
Takt unterbricht?

Google schweigt sich aus. :-(

VG Torsten

: Bearbeitet durch User
von Joerg L. (Firma: 100nF 0603 X7R) (joergl)


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Das Ding ist offensichtlich für Digital Audio entwickelt worden.
Siehe den Hinweis im Datenblatt:
"Its digital input timing format is Least
Significant Bit Justified (LSBJ), or so called Japanese
input format. Digital code format is two’s complement
and MSB first."
Das sind die Stichworte für die Suchmaschine Deiner Wahl.
Außerdem ist im Datenblatt ein Chip von Philips erwähnt. Vermutlich ist 
dort das verwendete Protokoll auch beschrieben.
Da das Teil für den Takt keine Mindestfrequenz angibt, scheint man 
diesen unterbrechen zu dürfen.

: Bearbeitet durch User
von Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite


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Joerg L. schrieb:
> Da das Teil für den Takt keine Mindestfrequenz angibt, scheint man
> diesen unterbrechen zu dürfen.

Den Eindruck hatte ich auch.

Ich will damit u.A. eine veränderbare Offset-Spannung ausgeben, und nur 
sporadisch per SPI mal den Wert ändern.

Falls der Chip aus irgendwelchen Gründen 'Daten-Dauerfeuer' braucht, 
könnte ich nicht problemlos beliebig viele davon anschließen.

Im Datenblatt^^ ist im 'Basic application example' noch ein '3rd order' 
Tiefpass angegeben. Ich wüsste nicht, wozu man den braucht, wenn auf dem 
Ausgangssignal keine 'spikes' auftreten.

Da die 'Suchmaschine Deiner Wahl' sich ausschweigt, hatte ich gehofft, 
dass dazu jemand was sagen kann, bevor ich 8€ für 100 Stück in den Sand 
setze.

Falls keiner was weiß, bestelle ich einfach mal ein 'Lot' und kann hier 
berichten.

Ich bin doch nicht der erste hier, der so einen AUDIO-DAC einsetzen 
will, oder?

Bei dem Preis dürften die DACs ja auch für viele Andere hier interessant 
sein.

Bei 100 Stück kann ich heute noch nicht sagen, wofür ich die morgen auch 
noch benutzen will.

: Bearbeitet durch User
von Joerg L. (Firma: 100nF 0603 X7R) (joergl)


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Naja, da das Teil kein Sigma-Delta Wandler ist, und auch sonst keine 
Dezimation oder ein anderes Rechenwerk einsetzt, stattdessen aber als 
R-2R mit vorgeschaltetem Schieberegister beschrieben ist - wird er den 
Takt dauerhaft vermutlich nicht benötigen.
Das Tiefpaßfilter 3.Ordnung benötigt man gegen das Aliasing bei 
Audiowiedergabe. Bei statischen Ausgängen ist es nicht erforderlich.
8Eur für 100 ist auch kein allzugroßer Schaden. Nur Mut!
Wenn das Teil I2S statt dem asiatischen Format hätte, könnte ich einige 
brauchen...

von Nico D. (nico_d21)


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Hallo,

brauche für ein Projekt eine digitale Wasserwaage, habe allerdings 
nichts günstigeres als das gefunden:
Ebay-Artikel Nr. 201046095097
Irgendwas scheine ich falsch zu machen?

Gruß
Nico

: Bearbeitet durch User
von Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite


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Torsten C. schrieb:
> Es sieht so aus, als wird immer 9x das MSBit und dann die 15
> übrigen Bits übertragen, also 2 x (9 + 15) = 48 Clocks pro Sample.

Hmmm, weiss keiner? Wahrscheinlich ist eher die Zeichnung Murks, denn im 
Datenblatt steht auch:
> … only the first 16bit data (from MSB) is valid if the input data
> length is more than 16bits, other data bit will be truncated.

Aber für eine Anwendung als 'zusätzliche Analog-Ausgänge am µC'^^ muss 
ich wohl eine Kröte schlucken: Der Analog-Wert wird erst ausgegeben, 
wenn man das MSBit vom nächsten Sample kennt (Bild). Bei einer Regelung 
müsste das MSBit aber erst noch berechnet werden. :-(

Ich habe trotzdem welche bestellt. Für niedrigere Frequenzen sollte der 
DAC hoffentlich trotzdem brauchbar sein, dann muss man pro Sample eben 
64 Bits statt 32 schreiben.

: Bearbeitet durch User

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