Hallo zusammen,
ich werfe mal ein paar Gedanken und Fragen in den Raum.
Ich möchte dieses Frühjahr gerne mal mein lange aufgeschobenes Projekt
"Satellitenfernsehen" neu angehen. Einige von Euch kennen mich vom
Schreiben und dass ich eigentlich aus dem Bereich stamme, nur bei
Satellit hat sich so viel getan seit meiner Berentung, dass ich den
Anschluss (im Wortsinn) verpasst habe.
"Früher" zu meiner Zeit gab es bei Sat (die Rede ist immer von Astra
19,2°E) die zwei Ebenen H und V welche man dann mittels
Multischalter auf beinahe beliebig viele Teilnehmer erweitern konnte.
Ich wohne im Erdgeschoss und habe z.zT. eine Selfsat Antenne für einen
Teilnehmer auf der Terrasse stehen. Die neue Antenne* soll auf das Dach
der Gartenhütte (auf dem Hausdach geht nicht), die Genehmigung habe ich.
Problem: Es gilt, drei Receiver zu versorgen. Einen Doppelreceiver im
Wohnzimmer und einen für Radio in der Werkstatt.
Jetzt müsste ich also zur Antenne mindestens 3 Leitungen legen, aber die
Entfernung beträgt 25m.
Da bietet sich dieses Unicable geradezu an, ich bräuchte nur eine
einzige Leitung legen, gerne auch hochwertig, aber nur 25m und keine
75m.
Die Receiver hängen dann eben "hintereinander" haben jeweils
Durchschleifausgänge.
Geht das so, oder habe ich etwas übersehen?
* meint ihr, dass 80cm für die Antenne ausreichen?
Früher hieß es, dass man für mehr als 2 Teilnehmer eher >100cm braucht,
aber das war in den späten 1980ern..
Danke für die Ratschläge, ich bin nicht mehr so "drin" in dem Thema.
Mfg, Wolle
Wolle R. schrieb:> * meint ihr, dass 80cm für die Antenne ausreichen?>> Früher hieß es, dass man für mehr als 2 Teilnehmer eher >100cm braucht,> aber das war in den späten 1980ern..
Die Anzahl der Teilnehmer hat mit dem Schüssel-Durchmesser genau nix zu
tun. Auch damals nicht. Da bist du wohl irgendeiner Fehl-Information
aufgesessen.
Was wichtig ist, ist der "Footprint" der Satteliten-Phalanx, die du
empfangen möchtest. Da wird Astra bzw. Hotbird sicherlich sehr gutmütig
sein und kleine Schüsselnn benötigen, wo hingegen z.B. Türksat eine eher
größere Schüssel braucht.
Astra 19 +Hotbird 13 bekommst du mit einer 80er Schüssel problemlos
empfangen. Mit möglicherweise etwas geringeren Leistungsreserven bei
Regen&Schnee geht durchaus auch eine 65er.
Danke. Ich hatte was im Hinterkopf, dass damals die LNBs noch nicht so
empfindlich waren. 80cm passen gut, muss ja auch die Windlast
berücksichtigen, nicht das mir die Schüssel samt Gartenhütte davon
fliegt.
Standort ist Süddeutschland, da kommt der Astra ja gut.
Was ich noch vergessen habe: Benötige ich spezielle (gar programmierbare
-gibts wirklich) Antennendosen oder kann ich direkt in die Receiver?
Also tauglich sind die Geräte für Unicable (nicht Einkabel!) laut Menü.
Würde halt viel Aufwand sparen wenn es klappt.
PS. Ich könnte auch einen Fachbetrieb beauftragen, aber ich möchte es
auch für mich lernen. Ist ja keine Gasheizung ;)
Ich hab hier 2mal Unicable mit jeweils zwei Teilnehmer (Doppeltuner)
laufen und bisher keine Probleme gehabt.
Nachträglich per Technisat Technirouter Mini nachgerüstet.
Dose brauchst du keine speziellen, höchsten einen Splitter, jenachdem
wie die Receiver durchschleifen bzw damit du davon unabhängig bist.
> Dose brauchst du keine speziellen,
An sich schon. Die Dosen haben eine Rückspeiseverhinderung, sodass die
LNB-Versorgung des einen Receivers nicht an einer anderen Dose
rauskommt. Ich kenne da eigentlich auch nur Durchschleifdosen (ähnlich
wie bei Kabel-TV), anders macht Unicable auch keinen Sinn. Den
programmierbaren Kram braucht man nicht, wenn man sichergehen kann, dass
alle Teilnehmer mit ihren Slot-IDs "koordiniert" sind und es keine zwei
identischen gibt. Für Eigennutzung oder "vertrauensvolle" Parteien kann
man das annehmen. Ansonsten braucht man eben eine Firewall, die nur die
festgelegte ID durchlässt... Die Dosen für 4EUR reichen jedenfalls.
Unicable geht so insgesamt ganz gut, da es aber kein Feedback und keine
Koordination der Messages gibt, kann es bei heftigem Zappen Kollisionen
geben. Dann geht der Umschaltbefehl verloren und der Receiver macht
(hoffentlich) nach ein paar Sekunden eine Wiederholung der Message. Das
kann das Zappen vereinzelt etwas verlangsamen.
Wolle R. schrieb:> Also tauglich sind die Geräte für Unicable (nicht Einkabel!) laut Menü.
Unicable ist eine Einkabeltechnik ;)
Aber es stimmt schon, in dem Menü wird "Einkabel" was anders bedeuten...
ja, SAT>Ip ist sicher interessant(er) wenn man KEIN Koax kabel hat..
dafür aber Netzwerkkabel..
(für Nachrüstung alter Koax "Infrastruktur" ist es ja untauglich)
aber weil wir ja schon dabei sind:
kann man SAT>IP + KODI + ORF (Sky+, HD+) betreiben???
imho eher nicht, oder ????
oder macht das der tvheadend server???
Wolle R. schrieb:> Früher hieß es, dass man für mehr als 2 Teilnehmer eher >100cm braucht,> aber das war in den späten 1980ern..
Für Analog-SAT brauchte man größere Schüsseln als es heute für Digital
nötig ist. 80cm reicht dicke. Ich würde 3 Leitungen legen, wozu der
unnötige Krampf mit nur einer? Kostet doch (fast) nix. Sehe den Vorteil
nicht wirklich.
Claus M. schrieb:> Sehe den Vorteil> nicht wirklich.
Deshalb frage ich ja hier im Forum. Einfach weil es eventuell auch
Lösungen gibt, die mir selber nicht eingefallen wären.
Wäre noch das Problem, wie ich die Koaxleitung zum Gartenhaus bekomme.
Müsste etwa 15m lang in der Erde (durch den Garten) verlegt werden. Nun
kann ich das Kabel aber sicher nicht einfach so verbuddeln, oder gibt es
(wie für Netzspannung) ein Erd-Koax-Kabel?
Dache mir erst, typisches Leer-rohr wie es in Wände kommt, ca. 15cm tief
einzugraben und das (oder die) Koaxkabel dann einzuziehen. Alles im
Frühjahr, bevor dann wieder Rasen gesät wird.
Robert L. schrieb:> kann man SAT>IP + KODI + ORF (Sky+, HD+) betreiben???
Aufnahmen kann tvheadend z.b. ... ich glaub kodi kann von haus auch kein
satip
Wie es rechtlich mit ORF (Sky+, HD+) aussieht kann ich dir nicht genau
sagen ... bei sky verstösst es definitv gegen die AGB weil kein
zertifizierter reciver ob es sowas gibt kann ich dir aktuell nicht
sagen.
Man liest im Internet das es gehen soll...