Hallo allerseits, ich habe gerade über diese kleinen Camping-Gasheizungen (mit Kartusche, ca. 1-2 KW) nachgedacht. Mal angenommen, ich betreibe so ein Ding nicht im Zelt, sondern in einem kleinen, gut gedämmten Gartenhaus (Betrachtung wahlweise mit eniem Wohnwagen) Da das Teil mir den Sauerstoff "wegverbrennt", muss ich ja nach einiger Zeit lüften. Weil es draußen kalt ist, wird es doch auch beim Lüften wieder kalt. Ist das überhaupt sinnvoll, innen so zu "heizen"? Bisher nehme ich Strom und das reicht mir..
Es ist nicht sinnvoll, damit zu heizen. Nicht nur, weil das Ding Sauerstoff verbraucht, sondern auch, weil das Ding Abgase erzeugt ... die Dir das Leben in Deinem "gut gedämmten Gartenhaus" recht schnell verkürzen werden.
Danke für die Bestätigung - Also doch eher dafür da, sich im zugigen Zelt die Hände zu wärmen..?
Rufus Τ. Firefly schrieb: > auch, weil das Ding Abgase erzeugt ... Und diese Abgase bestehen nicht nur aus CO2 sondern auch aus jeder Menge H2O was sich als Kondenswasser an den Wänden niedeschlägt!
Das ist bei ausreichend schlechter Entlüftung wurscht, an CO2 erstickt man, so daß man das sich längerfristig entwickelnde Feuchtigkeits- und Schimmelproblem nicht wahrnehmen wird.
Hatte das gleiche Problem http://www.ebay.de/itm/Gamat-3000-Gasheizung-Wandheizung-fur-Wohnung-oder-Werkstatt-/301519320733?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item4633f3b69d mit so einer Heizung gelöst, inkl. 11k Propan außerhalb der Hütte Grüße falker
Rainer Unsinn schrieb: > aber die ist doch auch für "drinnen", oder? Ja, aber die hat ein nach außen zu führendes Abgasrohr, zumindest steht im Beschreibungstext, daß eins mitgeliefert wird.
Rainer Unsinn schrieb: > Da das Teil mir den Sauerstoff "wegverbrennt", muss ich ja nach einiger > Zeit lüften. Das ist nicht so das Problem. Denk mal dran, wieviele Haushalte einen Heizofen im Wohnzimmer stehen haben. Nur das was raus kommt muss ordentlich abgeführt werden.
Sinnvollerweise besteht die Heizung aus einem Rohr, das von aussen kommt und wieder nach draussen geht. Nur die Wandung ist im Haus. Das heisst das Rohr wird im Haus heiss, und es kommen keine Abgase ins Haus.
Jetzt Nicht schrieb: > Sinnvollerweise besteht die Heizung aus einem Rohr, das von aussen kommt > und wieder nach draussen geht. Nur die Wandung ist im Haus. Das heisst > das Rohr wird im Haus heiss, und es kommen keine Abgase ins Haus. Kommt drauf an, was man als sinnvoll bezeichnet :-) Jede klassische Ofenheizung (so auch mein Kachelofen daheim, jeder Kaminofen, ...) saugt die Frischluft aus dem Raum an, lässt das Abgas natürlich durch den Kamin ins Freie und heizt trotzdem ordentlich. Die Heizleistung wäre in der Tat etwas höher, wenn die angesaugte Luft von außen käme. Das würde aber einen der grössten Vorteile eines Ofens zunichte machen: die ständige Erneuerung der Raumluft. Bspw. saugt mein Kachelofen (14kW) pro Stunde mehrere Kubikmeter Luft aus dem Raum und zieht sie durch den Ofen. Während bei einer Heizung mit Heizkörpern o.ä. man immer im eigenen Dunst sitzt (ebenso bei Ansaugen der Luft von außen), hat man immer frische Luft und wesentlich weniger Luftfeuchtigkeit. Ich merke das extrem deutlich, wenn ich im großen Auto bin und über Nacht eine Ölheizung mit 2.2 kW laufen lasse. Da kann ich aussuchen, ob sie die Luft von außen nimmt oder von innen. Beim Ansaugen von außen läuft nach ein paar Stunden das Wasser von der Decke runter, beim Ansaugen von innen ist es angenehm trocken. Wer gute Luft und ein gesundes Raumklima will, schmeisst den ganzen Energiesparmist in die Tonne und heizt mit einem Ofen.
Klaus Wachtler schrieb: > Jede klassische Ofenheizung (so auch mein Kachelofen daheim, jeder > Kaminofen, ...) saugt die Frischluft aus dem Raum an, lässt das Abgas > natürlich durch den Kamin ins Freie und heizt trotzdem ordentlich. Solche Heizsysteme sind entwickelt worden, bevor luftdicht schließende Fenster (mit Gummilippendichtung etc.) eingeführt wurden. Die Kombination aus beidem kann durchaus lethal werden, wenn der entstehende Unterdruck in der Wohnung dafür sorgt, daß die Frischluft auch über den Schornstein angesaugt wird ... Hier ist eine Zwangsbelüftung erforderlich. (Das Thema wird durch den Betrieb von Dunstabzugshauben im Abluftbetrieb noch deutlich verschärft, aber dann ist ja wenigstens irgendwer wach ...)
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Solche Heizsysteme sind entwickelt worden, bevor luftdicht schließende > Fenster (mit Gummilippendichtung etc.) eingeführt wurden. klar, entweder ein energiesparendes Haus oder eines mit Ofen drin und Spalten rundrum. In letzterem ist halt die Luft deutlich gesünder. Daß die Frischluft rein kann, darauf achtet in jedem Fall der Schornsteinfeger.
Klaus Wachtler schrieb: > Daß die Frischluft rein kann, darauf achtet in jedem Fall der > Schornsteinfeger. Das sollte er zumindest. Wenn aber jemand sich selbst in seine Gartenlaube eine Gasheizung stellt, weiß der Schornsteinfeger davon und sieht sich die Angelegenheit an? Da liegt ein potentielles Problem.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Da liegt ein potentielles Problem. Dann liegt das eigentliche Problem aber an Dummheit, gepaart mit dem Unwillen, die Anleitung zu lesen. Das führt bei mir nur zu begrenztem Mitleid.
Rainer Unsinn schrieb: > Ist das überhaupt sinnvoll, innen so zu "heizen"? Ich würde es nicht als sinnvoll bezeichnen, an Kohlenmonoxidvergiftung zu sterben. http://www.badische-zeitung.de/vogtsburg/49-jaehriger-stirbt-in-achkarren-an-kohlenmonoxidvergiftung--100278780.html
Klaus Wachtler schrieb: > Wer gute Luft und ein gesundes Raumklima will, schmeisst den ganzen > Energiesparmist in die Tonne und heizt mit einem Ofen. aber nur, wenn dieser seine Luft von "außerhalb" bezieht. Meine Jugend war davon geprägt, dass im Winter der Kohleofen lief. Dabei saugte er durch alle Fenster- und Türritzen die eiskalte Luft von außen an, sodass sich die Füße immer im Kaltluftstrom zum Ofen befanden. Wirklich mollig wurde es in der Wohnung nur an Weihnachten, wenn die vielen Kerzen mithalfen. (Das machte Weihnachten übrigens so schön) Nach diesen Erfahrungen halte ich vom Frischluftaustausch per Ofen garnichts. Eine Fußbodenheizung mit luft- und wärmedichten Fenstern zusammen ist mir lieber. Rainer Unsinn schrieb: > Ist das überhaupt sinnvoll, innen so zu "heizen"? Bisher nehme ich Strom > und das reicht mir. Strom ist in diesem Spezialfall schon sinnvoll, nur gegenüber einer rationellen Direktheizung stellt das einen etwa dreifach so hohen Energieverbrauch dar. Also keine Dauerlösung. Für die Kilowattstunde Strom zahle ich hier 27 ct. für die Kilowattstunde Heizwärme (Fernheizung) 9 ct. Das entspricht zumindest grob dem unterschiedlichen Energieaufwand bei den beiden Heizverfahren..
Der Kostenunterschied aber für die Installation einer Heizung macht sich auch noch bemerkbar -- die (möglicherweise sogar nur gelegentlich genutzte) Gartenlaube ans Fernwärmenetz anzuschließen ist erheblich teurer als einen simplen Ölradiator an das dort sowieso vorhandene Stromnetz anzuschließen, auch wenn Ölradiatoren so ziemlich das widerwärtigste sind, was ich mir im Moment vorstellen mag.
Rainer Unsinn schrieb: > aber die ist doch auch für "drinnen", oder? das ist eine alte Badezimmerheizung aus der ehm. DDR mit d.6cm Abgasrohr nach Außen. Selbstverständlich Dauerbrand geeignet. Mein GH. mit ca.20qm, 5cm Styropordämmung inkl.Dampfsperre wurde z.B an Sylvester 10h mit ca.2kg Propangas befeuert. Grüße
Rainer Unsinn schrieb: > ich habe gerade über diese kleinen Camping-Gasheizungen (mit Kartusche, > ca. 1-2 KW) nachgedacht. Mal angenommen, ich betreibe so ein Ding nicht > im Zelt, sondern in einem kleinen, gut gedämmten Gartenhaus (Betrachtung > wahlweise mit eniem Wohnwagen) Da würde ich eher einen sog. Katalytofen mit Propangas nehmen. Die haben eine sog. Sauerstoffmangelsicherung und schalten sich bei Bedarf automatisch aus. Neben einem solchen Ofen zu schlafen würde ich mich da trotzdem nicht trauen. Gruss Harald
Rolf Berger schrieb: > Rainer Unsinn schrieb: >> aber die ist doch auch für "drinnen", oder? > > das ist eine alte Badezimmerheizung aus der ehm. DDR > mit d.6cm Abgasrohr nach Außen. > > Selbstverständlich Dauerbrand geeignet. > > Mein GH. mit ca.20qm, 5cm Styropordämmung inkl.Dampfsperre > wurde z.B an Sylvester 10h mit ca.2kg Propangas befeuert. > > Grüße War die nicht ursprünglich für Erdgas H gedacht? Wie hast Du das gemacht? Harald Wilhelms schrieb: > Da würde ich eher einen sog. Katalytofen ... In den USA gibt es schöne für Erdags: http://www.finesgas.com/details/space_heaters/vanguard_heaters/5067773404.html LG old.
lt dem Datenblatt des Gasofens, in Verbindung mit dem richtigen Druckminderer auch für Propan einsetzbar Grüße
Rolf Berger schrieb: > richtigen > Druckminderer Und welcher ist richtig? Gängig sind 50mbar bei Flüssiggas. LG old.
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