Forum: Offtopic Camping-Gasheizung im Haus


von Rainer U. (r-u)


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Hallo allerseits,

ich habe gerade über diese kleinen Camping-Gasheizungen (mit Kartusche, 
ca. 1-2 KW) nachgedacht. Mal angenommen, ich betreibe so ein Ding nicht 
im Zelt, sondern in einem kleinen, gut gedämmten Gartenhaus (Betrachtung 
wahlweise mit eniem Wohnwagen)

Da das Teil mir den Sauerstoff "wegverbrennt", muss ich ja nach einiger 
Zeit lüften. Weil es draußen kalt ist, wird es doch auch beim Lüften 
wieder kalt.

Ist das überhaupt sinnvoll, innen so zu "heizen"? Bisher nehme ich Strom 
und das reicht mir..

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Es ist nicht sinnvoll, damit zu heizen. Nicht nur, weil das Ding 
Sauerstoff verbraucht, sondern auch, weil das Ding Abgase erzeugt ... 
die Dir das Leben in Deinem "gut gedämmten Gartenhaus" recht schnell 
verkürzen werden.

von Rainer U. (r-u)


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Danke für die Bestätigung - Also doch eher dafür da, sich im zugigen 
Zelt die Hände zu wärmen..?

von Max M. (jens2001)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> auch, weil das Ding Abgase erzeugt ...

Und diese Abgase bestehen nicht nur aus CO2 sondern auch aus jeder Menge 
H2O was sich als Kondenswasser an den Wänden niedeschlägt!

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Das ist bei ausreichend schlechter Entlüftung wurscht, an CO2 erstickt 
man, so daß man das sich längerfristig entwickelnde Feuchtigkeits- und 
Schimmelproblem nicht wahrnehmen wird.

von Rolf B. (falker)


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Hatte das gleiche Problem

http://www.ebay.de/itm/Gamat-3000-Gasheizung-Wandheizung-fur-Wohnung-oder-Werkstatt-/301519320733?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item4633f3b69d

mit so einer Heizung gelöst, inkl. 11k Propan außerhalb der Hütte

Grüße falker

von Rainer U. (r-u)


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aber die ist doch auch für "drinnen", oder?

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Rainer Unsinn schrieb:
> aber die ist doch auch für "drinnen", oder?

Ja, aber die hat ein nach außen zu führendes Abgasrohr, zumindest steht 
im Beschreibungstext, daß eins mitgeliefert wird.

von K. L. (trollen) Benutzerseite


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Rainer Unsinn schrieb:
> Da das Teil mir den Sauerstoff "wegverbrennt", muss ich ja nach einiger
> Zeit lüften.

Das ist nicht so das Problem. Denk mal dran, wieviele Haushalte einen 
Heizofen im Wohnzimmer stehen haben.

Nur das was raus kommt muss ordentlich abgeführt werden.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Sinnvollerweise besteht die Heizung aus einem Rohr, das von aussen kommt 
und wieder nach draussen geht. Nur die Wandung ist im Haus. Das heisst 
das Rohr wird im Haus heiss, und es kommen keine Abgase ins Haus.

von Klaus W. (mfgkw)


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Jetzt Nicht schrieb:
> Sinnvollerweise besteht die Heizung aus einem Rohr, das von aussen kommt
> und wieder nach draussen geht. Nur die Wandung ist im Haus. Das heisst
> das Rohr wird im Haus heiss, und es kommen keine Abgase ins Haus.

Kommt drauf an, was man als sinnvoll bezeichnet :-)

Jede klassische Ofenheizung (so auch mein Kachelofen daheim, jeder 
Kaminofen, ...) saugt die Frischluft aus dem Raum an, lässt das Abgas 
natürlich durch den Kamin ins Freie und heizt trotzdem ordentlich.

Die Heizleistung wäre in der Tat etwas höher, wenn die angesaugte Luft 
von außen käme.
Das würde aber einen der grössten Vorteile eines Ofens zunichte machen: 
die ständige Erneuerung der Raumluft.

Bspw. saugt mein Kachelofen (14kW) pro Stunde mehrere Kubikmeter Luft 
aus dem Raum und zieht sie durch den Ofen.
Während bei einer Heizung mit Heizkörpern o.ä. man immer im eigenen 
Dunst sitzt (ebenso bei Ansaugen der Luft von außen), hat man immer 
frische Luft und wesentlich weniger Luftfeuchtigkeit.

Ich merke das extrem deutlich, wenn ich im großen Auto bin und über 
Nacht eine Ölheizung mit 2.2 kW laufen lasse.
Da kann ich aussuchen, ob sie die Luft von außen nimmt oder von innen.
Beim Ansaugen von außen läuft nach ein paar Stunden das Wasser von der 
Decke runter, beim Ansaugen von innen ist es angenehm trocken.

Wer gute Luft und ein gesundes Raumklima will, schmeisst den ganzen 
Energiesparmist in die Tonne und heizt mit einem Ofen.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Klaus Wachtler schrieb:
> Jede klassische Ofenheizung (so auch mein Kachelofen daheim, jeder
> Kaminofen, ...) saugt die Frischluft aus dem Raum an, lässt das Abgas
> natürlich durch den Kamin ins Freie und heizt trotzdem ordentlich.

Solche Heizsysteme sind entwickelt worden, bevor luftdicht schließende 
Fenster (mit Gummilippendichtung etc.) eingeführt wurden.

Die Kombination aus beidem kann durchaus lethal werden, wenn der 
entstehende Unterdruck in der Wohnung dafür sorgt, daß die Frischluft 
auch über den Schornstein angesaugt wird ...

Hier ist eine Zwangsbelüftung erforderlich.

(Das Thema wird durch den Betrieb von Dunstabzugshauben im Abluftbetrieb 
noch deutlich verschärft, aber dann ist ja wenigstens irgendwer wach 
...)

von Klaus W. (mfgkw)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Solche Heizsysteme sind entwickelt worden, bevor luftdicht schließende
> Fenster (mit Gummilippendichtung etc.) eingeführt wurden.

klar, entweder ein energiesparendes Haus oder eines mit Ofen drin und 
Spalten rundrum.
In letzterem ist halt die Luft deutlich gesünder.

Daß die Frischluft rein kann, darauf achtet in jedem Fall der 
Schornsteinfeger.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Klaus Wachtler schrieb:
> Daß die Frischluft rein kann, darauf achtet in jedem Fall der
> Schornsteinfeger.

Das sollte er zumindest.

Wenn aber jemand sich selbst in seine Gartenlaube eine Gasheizung 
stellt, weiß der Schornsteinfeger davon und sieht sich die Angelegenheit 
an?

Da liegt ein potentielles Problem.

von Klaus W. (mfgkw)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Da liegt ein potentielles Problem.

Dann liegt das eigentliche Problem aber an Dummheit, gepaart mit dem 
Unwillen, die Anleitung zu lesen.

Das führt bei mir nur zu begrenztem Mitleid.

von Thomas E. (tmomas)


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Rainer Unsinn schrieb:
> Ist das überhaupt sinnvoll, innen so zu "heizen"?

Ich würde es nicht als sinnvoll bezeichnen, an Kohlenmonoxidvergiftung 
zu sterben.

http://www.badische-zeitung.de/vogtsburg/49-jaehriger-stirbt-in-achkarren-an-kohlenmonoxidvergiftung--100278780.html

von Peter R. (pnu)


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Klaus Wachtler schrieb:
> Wer gute Luft und ein gesundes Raumklima will, schmeisst den ganzen
> Energiesparmist in die Tonne und heizt mit einem Ofen.
aber nur, wenn dieser seine Luft von "außerhalb" bezieht.

Meine Jugend war davon geprägt, dass im Winter der Kohleofen lief. Dabei 
saugte er durch alle Fenster- und Türritzen die eiskalte Luft von außen 
an, sodass sich die Füße immer im Kaltluftstrom zum Ofen befanden. 
Wirklich mollig wurde es in der Wohnung nur an Weihnachten, wenn die 
vielen Kerzen mithalfen. (Das machte Weihnachten übrigens so schön)

Nach diesen Erfahrungen halte ich vom Frischluftaustausch per Ofen 
garnichts. Eine Fußbodenheizung mit luft- und wärmedichten Fenstern 
zusammen ist mir lieber.

Rainer Unsinn schrieb:
> Ist das überhaupt sinnvoll, innen so zu "heizen"? Bisher nehme ich Strom
> und das reicht mir.

Strom ist in diesem Spezialfall schon sinnvoll, nur gegenüber einer 
rationellen Direktheizung stellt das einen etwa dreifach so hohen 
Energieverbrauch dar. Also keine Dauerlösung.

Für die Kilowattstunde Strom zahle ich hier 27 ct. für die 
Kilowattstunde Heizwärme (Fernheizung) 9 ct.
Das entspricht zumindest grob dem unterschiedlichen Energieaufwand bei 
den beiden Heizverfahren..

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Der Kostenunterschied aber für die Installation einer Heizung macht sich 
auch noch bemerkbar -- die (möglicherweise sogar nur gelegentlich 
genutzte) Gartenlaube ans Fernwärmenetz anzuschließen ist erheblich 
teurer als einen simplen Ölradiator an das dort sowieso vorhandene 
Stromnetz anzuschließen, auch wenn Ölradiatoren so ziemlich das 
widerwärtigste sind, was ich mir im Moment vorstellen mag.

von Rolf B. (falker)


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Rainer Unsinn schrieb:
> aber die ist doch auch für "drinnen", oder?

das ist eine alte Badezimmerheizung aus der ehm. DDR
mit d.6cm Abgasrohr nach Außen.

Selbstverständlich Dauerbrand geeignet.

Mein GH. mit ca.20qm, 5cm Styropordämmung inkl.Dampfsperre
wurde z.B an Sylvester 10h mit ca.2kg Propangas befeuert.

Grüße

von Harald W. (wilhelms)


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Rainer Unsinn schrieb:

> ich habe gerade über diese kleinen Camping-Gasheizungen (mit Kartusche,
> ca. 1-2 KW) nachgedacht. Mal angenommen, ich betreibe so ein Ding nicht
> im Zelt, sondern in einem kleinen, gut gedämmten Gartenhaus (Betrachtung
> wahlweise mit eniem Wohnwagen)

Da würde ich eher einen sog. Katalytofen mit Propangas nehmen.
Die haben eine sog. Sauerstoffmangelsicherung und schalten sich
bei Bedarf automatisch aus. Neben einem solchen Ofen zu schlafen
würde ich mich da trotzdem nicht trauen.
Gruss
Harald

von oldeurope O. (Gast)


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Rolf Berger schrieb:
> Rainer Unsinn schrieb:
>> aber die ist doch auch für "drinnen", oder?
>
> das ist eine alte Badezimmerheizung aus der ehm. DDR
> mit d.6cm Abgasrohr nach Außen.
>
> Selbstverständlich Dauerbrand geeignet.
>
> Mein GH. mit ca.20qm, 5cm Styropordämmung inkl.Dampfsperre
> wurde z.B an Sylvester 10h mit ca.2kg Propangas befeuert.
>
> Grüße

War die nicht ursprünglich für Erdgas H gedacht?
Wie hast Du das gemacht?


Harald Wilhelms schrieb:
> Da würde ich eher einen sog. Katalytofen ...
In den USA gibt es schöne für Erdags:
http://www.finesgas.com/details/space_heaters/vanguard_heaters/5067773404.html

LG

old.

von Rolf B. (falker)


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lt dem Datenblatt des Gasofens, in Verbindung mit dem richtigen
Druckminderer auch für Propan einsetzbar

Grüße

von oldeurope O. (Gast)


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Rolf Berger schrieb:
> richtigen
> Druckminderer

Und welcher ist richtig?
Gängig sind 50mbar bei Flüssiggas.

LG

old.

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