Camping-Gasheizung im Haus

OP #4007959
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Hallo allerseits,

ich habe gerade über diese kleinen Camping-Gasheizungen (mit Kartusche, 
ca. 1-2 KW) nachgedacht. Mal angenommen, ich betreibe so ein Ding nicht 
im Zelt, sondern in einem kleinen, gut gedämmten Gartenhaus (Betrachtung 
wahlweise mit eniem Wohnwagen)

Da das Teil mir den Sauerstoff "wegverbrennt", muss ich ja nach einiger 
Zeit lüften. Weil es draußen kalt ist, wird es doch auch beim Lüften 
wieder kalt.

Ist das überhaupt sinnvoll, innen so zu "heizen"? Bisher nehme ich Strom 
und das reicht mir..
#4008719
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Jetzt Nicht schrieb:
> Sinnvollerweise besteht die Heizung aus einem Rohr, das von aussen kommt
> und wieder nach draussen geht. Nur die Wandung ist im Haus. Das heisst
> das Rohr wird im Haus heiss, und es kommen keine Abgase ins Haus.

Kommt drauf an, was man als sinnvoll bezeichnet :-)

Jede klassische Ofenheizung (so auch mein Kachelofen daheim, jeder 
Kaminofen, ...) saugt die Frischluft aus dem Raum an, lässt das Abgas 
natürlich durch den Kamin ins Freie und heizt trotzdem ordentlich.

Die Heizleistung wäre in der Tat etwas höher, wenn die angesaugte Luft 
von außen käme.
Das würde aber einen der grössten Vorteile eines Ofens zunichte machen: 
die ständige Erneuerung der Raumluft.

Bspw. saugt mein Kachelofen (14kW) pro Stunde mehrere Kubikmeter Luft 
aus dem Raum und zieht sie durch den Ofen.
Während bei einer Heizung mit Heizkörpern o.ä. man immer im eigenen 
Dunst sitzt (ebenso bei Ansaugen der Luft von außen), hat man immer 
frische Luft und wesentlich weniger Luftfeuchtigkeit.

Ich merke das extrem deutlich, wenn ich im großen Auto bin und über 
Nacht eine Ölheizung mit 2.2 kW laufen lasse.
Da kann ich aussuchen, ob sie die Luft von außen nimmt oder von innen.
Beim Ansaugen von außen läuft nach ein paar Stunden das Wasser von der 
Decke runter, beim Ansaugen von innen ist es angenehm trocken.

Wer gute Luft und ein gesundes Raumklima will, schmeisst den ganzen 
Energiesparmist in die Tonne und heizt mit einem Ofen.
Persönliche Seite #4008741
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Klaus Wachtler schrieb:
> Jede klassische Ofenheizung (so auch mein Kachelofen daheim, jeder
> Kaminofen, ...) saugt die Frischluft aus dem Raum an, lässt das Abgas
> natürlich durch den Kamin ins Freie und heizt trotzdem ordentlich.

Solche Heizsysteme sind entwickelt worden, bevor luftdicht schließende 
Fenster (mit Gummilippendichtung etc.) eingeführt wurden.

Die Kombination aus beidem kann durchaus lethal werden, wenn der 
entstehende Unterdruck in der Wohnung dafür sorgt, daß die Frischluft 
auch über den Schornstein angesaugt wird ...

Hier ist eine Zwangsbelüftung erforderlich.

(Das Thema wird durch den Betrieb von Dunstabzugshauben im Abluftbetrieb 
noch deutlich verschärft, aber dann ist ja wenigstens irgendwer wach 
...)
#4008805
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Solche Heizsysteme sind entwickelt worden, bevor luftdicht schließende
> Fenster (mit Gummilippendichtung etc.) eingeführt wurden.

klar, entweder ein energiesparendes Haus oder eines mit Ofen drin und 
Spalten rundrum.
In letzterem ist halt die Luft deutlich gesünder.

Daß die Frischluft rein kann, darauf achtet in jedem Fall der 
Schornsteinfeger.
#4009077
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Klaus Wachtler schrieb:
> Wer gute Luft und ein gesundes Raumklima will, schmeisst den ganzen
> Energiesparmist in die Tonne und heizt mit einem Ofen.
aber nur, wenn dieser seine Luft von "außerhalb" bezieht.

Meine Jugend war davon geprägt, dass im Winter der Kohleofen lief. Dabei 
saugte er durch alle Fenster- und Türritzen die eiskalte Luft von außen 
an, sodass sich die Füße immer im Kaltluftstrom zum Ofen befanden. 
Wirklich mollig wurde es in der Wohnung nur an Weihnachten, wenn die 
vielen Kerzen mithalfen. (Das machte Weihnachten übrigens so schön)

Nach diesen Erfahrungen halte ich vom Frischluftaustausch per Ofen 
garnichts. Eine Fußbodenheizung mit luft- und wärmedichten Fenstern 
zusammen ist mir lieber.

Rainer Unsinn schrieb:
> Ist das überhaupt sinnvoll, innen so zu "heizen"? Bisher nehme ich Strom
> und das reicht mir.

Strom ist in diesem Spezialfall schon sinnvoll, nur gegenüber einer 
rationellen Direktheizung stellt das einen etwa dreifach so hohen 
Energieverbrauch dar. Also keine Dauerlösung.

Für die Kilowattstunde Strom zahle ich hier 27 ct. für die 
Kilowattstunde Heizwärme (Fernheizung) 9 ct.
Das entspricht zumindest grob dem unterschiedlichen Energieaufwand bei 
den beiden Heizverfahren..
Persönliche Seite #4010028
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Der Kostenunterschied aber für die Installation einer Heizung macht sich 
auch noch bemerkbar -- die (möglicherweise sogar nur gelegentlich 
genutzte) Gartenlaube ans Fernwärmenetz anzuschließen ist erheblich 
teurer als einen simplen Ölradiator an das dort sowieso vorhandene 
Stromnetz anzuschließen, auch wenn Ölradiatoren so ziemlich das 
widerwärtigste sind, was ich mir im Moment vorstellen mag.
#4010186
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Rainer Unsinn schrieb:

> ich habe gerade über diese kleinen Camping-Gasheizungen (mit Kartusche,
> ca. 1-2 KW) nachgedacht. Mal angenommen, ich betreibe so ein Ding nicht
> im Zelt, sondern in einem kleinen, gut gedämmten Gartenhaus (Betrachtung
> wahlweise mit eniem Wohnwagen)

Da würde ich eher einen sog. Katalytofen mit Propangas nehmen.
Die haben eine sog. Sauerstoffmangelsicherung und schalten sich
bei Bedarf automatisch aus. Neben einem solchen Ofen zu schlafen
würde ich mich da trotzdem nicht trauen.
Gruss
Harald
Gast #4010275
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Rolf Berger schrieb:
> Rainer Unsinn schrieb:
>> aber die ist doch auch für "drinnen", oder?
>
> das ist eine alte Badezimmerheizung aus der ehm. DDR
> mit d.6cm Abgasrohr nach Außen.
>
> Selbstverständlich Dauerbrand geeignet.
>
> Mein GH. mit ca.20qm, 5cm Styropordämmung inkl.Dampfsperre
> wurde z.B an Sylvester 10h mit ca.2kg Propangas befeuert.
>
> Grüße

War die nicht ursprünglich für Erdgas H gedacht?
Wie hast Du das gemacht?


Harald Wilhelms schrieb:
> Da würde ich eher einen sog. Katalytofen ...
In den USA gibt es schöne für Erdags:
http://www.finesgas.com/details/space_heaters/vanguard_heaters/5067773404.html

LG

old.

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