Hallo, Ich habe an meinem Arduino Mega zwei Schrittmotore angeschlossen. Wenn ich nur einen laufen habe, läuft er sehr ruhig. Laufen beide gleichzeitig, gibt es surrende Nebengeräusche. Die Geräusche kommen nicht von "unrunder" Abfolge der Steps bzw. Timing-Problemen, weil sie auch auftreten, wenn die beiden Motoren unter Strom in Halteposition sind. Ich denke, dass es sich evtl. um elektromagnetische Störfelder o. Ä. handelt. Jetzt frage ich mich, wie generell die Ströme hier zu handhaben sind. Ich habe bemerkt, dass sich die Geräusche ein klein wenig ändern, je nachdem, wo ich den GND -Pin meines Stepper-Treibers anschließe. Deshalb hier ganz allgemein einige Fragen: 1. Ich habe ein externes 12v-Netzteil. Dieses speist meine Stepper, aber auch den Arduino Mega. An den Mega sind zwei externe pololu-Steppertreiber angeschlossen. Macht es einen Unterschied, ob ich die GND-Pins des Arduino Mega für externe Steuerelektronik verwende, oder ist es generell besser, direkt den Minuspol des 12V-Netzteils zu verwenden, sozusagen als kleinster gemeinsamer GND? Oder ist das nicht ratsam, weil sonst vielleicht höhere Ströme des 12V-Netzteil irgendwie in die 5V-Steuerelektronik kommen? (Entschuldigung für diese laienhafte Frage;-) 2. Ist vielleicht generell irgendein Bauteil ratsam, den ich Beispielsweise an die Stromversorgung meines Steppers anhängen kann, um Störungen zu vermeiden? Pololu empfiehlt zum Schutz vor Spannungsspitzen einen Kondensator mit mindestens 47uF. Kann ich zusätzlich irgendetwas einbauen gegen Störungen? 3. Wie sieht es im Bezug auf Störungen denn mit der Motorspannung aus? Ich kann den Stepper ja mit unterschiedlichen Spannungen betreiben-ist da eine Verbesserung zu erwarten, wenn ich ihm z.b. statt derzeit mit 12V mit weniger, z.b.6V betreibe? 4. Wie sieht es generell mit Kabeln aus? Ich verwende für alle Leitungen die klassischen Dupont Verbinder. Kann es etwas bringen, manche Kabel durch dickere oder abgeschirmte zu ersetzen? Danke! Paul
Du sagst nichts zu Strömen, der Betriebsart der Schrittmotortreiber, und was für ein Netzteil du verwendest. Generell: Plus und Minus als parallele Leiter ausführen. Übergangswiderstände verringern. Großzügige Entkoppelkondensatoren vorsehen, besonders wenn du ein Schaltnetzteil verwendest. Falls "die klassischen Dupont Verbinder" diese billigen dünnen Jumperkabelchen sind, das ist nur gut für kleine Basteleien, aber nicht mehr, wenn nennenswerte Ströme fließen. Da ist Zwillingslitze angelötet sinnvoller für die Motortreiber-Versorgung.
Helge A. schrieb: > Du sagst nichts zu Strömen, der Betriebsart der Schrittmotortreiber, und > was für ein Netzteil du verwendest. Die Schrittmotortreiber laufen im Microstepping-Modus (1/32 step), das surren tritt aber auch auf, wenn ich sie im vollschrittmodus laufen lasse. beide Motoren laufen mit 12 V, bei einem Treiber ist der Spulenstrom auf ca. 0.6A, beim zweiten auf 1.7A eingestellt. ich verwende so ein led-netzteil: http://www.aliexpress.com/item/DC-LED-Power-Supply-Charger-Transformer-Adapter-12V-6A-110V-220V-to-12V-For-RGB-LED/1902339053.html ist das schlecht? > > Generell: Plus und Minus als parallele Leiter ausführen. was meinst du damit genau? vom gleichen ground immer eine neue Leitung für jede spannungsversorgung, also keine Verästelungen des ground? > Übergangswiderstände verringern. was kann ich da genau tun? kurze Leitungen? >Großzügige Entkoppelkondensatoren > vorsehen, besonders wenn du ein Schaltnetzteil verwendest. ist meines ein schaltnetzteil?? > > Falls "die klassischen Dupont Verbinder" diese billigen dünnen > Jumperkabelchen sind, das ist nur gut für kleine Basteleien, aber nicht > mehr, wenn nennenswerte Ströme fließen. Da ist Zwillingslitze angelötet > sinnvoller für die Motortreiber-Versorgung. ja, die meine ich. ist die zwillingslitze aus sicherheitsgründen besser, oder kann das tatsächlich Auswirkungen auf Störungen haben? wie verbinde ich denn am besten ein Kabel mit einer Platine, wenn auf dieser nur eine Bohrung vorhanden ist? bis jetzt habe ich immer einen männlichen jumper-pin aufgelötet, und in diesen das Kabel mit weiblichem ende gesteckt. direktes anlöten des Kabels an der Platine kommt mir nicht so ideal vor, weil das Kabel dann keinen Zug-befestigung hat.
Es ist immer gut, große offene Stromschleifen zu vermeiden. Eng parallel geführte Leiter wie z.B. bei Zwillingslitze sind da ein guter Weg. Mach dir um das Abfangen der Isolation keine Gedanken. Direkt anlöten ist eine sicherere Verbindung als dünne Steckkontakte. Die Isolation führt nicht zu mehr Stabilität, jedenfalls wenn der Aderquerschnitt groß genug ist. Nur bei diesen ganz dünnen Experimentierkabelchen ist das anders, weil da viel mehr Plastik als Kupfer in den Leitungen ist. Die verlinkten Netzteile sind Schaltnetzteile. Das ist OK, man sollte es nur beachten: Du hast mehrere Module, in denen schnell geschaltet wird. Es kann passieren, daß die einzelnen Kreise miteinander reagieren und dadurch Geräusche entstehen. Das können Regelschwingungen oder Schwebung sein. Wird der Aufbau besser, werden die Geräusche weniger. Auf meiner Werkbank wäre eine Standardmaßnahme je ein guter Elko ab 1000uF an den Versorgungspins jeder Schrittmotorplatine. Von da aus direkt zum Netzteil mit z.B. 0,5mm² Zwillingsleitung. Diese Leitungen sollen den Strom führen, und der soll nicht über andere Platinen laufen. Das kann nämlch gut irgendwas durcheinanderbringen.
Hallo Paul, > 1. Ich habe ein externes 12v-Netzteil. Dieses speist meine Stepper, aber > auch den Arduino Mega. An den Mega sind zwei externe > pololu-Steppertreiber angeschlossen. Häng mal ordentliche Elkos (ab 100µ/50V) parallel an die Versorgungspins der Pololus. Das sind nämlich keine richtigen Endstufen, sondern nur einfache "Break-out-boards". Das sollte das Problem deutlich entschärfen. Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
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