Abend alle zusammen, wer ab und zu mal TV schaut (für diese Aussage schäme ich mich fast schon), kennt sicherlich die bdswiss Werbung. Angeblich soll man da bis zu 200€ (wenn ich mich recht erinnere) in einer Minute an Gewinn erzielen können. Dass das Abzocke vom feinsten ist, muss ich Euch ja wohl nicht sagen, da hilft der gesunde Menschenverstand. Nur wie funktioniert die Abzocke? Im Grunde ist es ja so weit wie ich es mir denken/herleiten kann, Aktienhandel für den "kleinen Mann". Liegt darin das Geheimnis? Unerfahrene verspielen bei Aktien gerne mal oft viel Geld. Und ich denke, dass bdswiss da einen Prozentualen Anteil des "Einsatzes" als Gebühr nimmt. Egal ob Gewinn oder Verlust, also eine win/win Situation für die recht fragwürdige "Organisation". Ist zwar sehr offtopic, aber um in ruhe zu sterben, muss dieses Geheimnis noch gelüftet werden. EDIT: Nach einigem googlen habe ich Interessante Sachen gefunden. Einige Bewertungen von bdswiss, dessen Webadresse www.bdswisstest... lautet, natürlich nur 100% positive Bewertungen. Und eine andere Testseite hat 10/10 Sternen für den Mist vergeben... Ist natürlich alles unabhängig!... Schönes Wochenende! :)
Na das war jetzt aber einfach: http://www.toptestsieger.de/die-bdswiss-abzocke-bdswiss-com-erfahrungen/
Hmm, mal angeschaut. 1. Sie erwecken mit "Swiss" im Namen den Eindruck von Seriösität, sitzen aber auf Zypern 2. Mindestauszahlung: alles was drunter bleibt, behalten sie direkt 3. Mindesteinzahlung: das Geld haben sie so oder so sicher. 4. Marge auf den Handel, schau Dir doch mal die Kurse an. Bei welchem kann man denn mehr als 100% (Break Even bei Zufallswetten) Gewinn machen? Viel interessanter ist aber die Möglichkeit, bei denen Geldwäsche zu betreiben! Man kauft im Netz einen Fake-Perso zB bei den Silk Road Nachfolgern. Den scannt man ein. Dazu fingiert man eine Rechnung, aus der hervorgeht, wo man "wohnt". Jetzt zahlt man per Kreditkarte ein, zockt rum, verliert ein Bisschen Geld, gewinnt ein Bisschen, und lässt sich in Western Union auszahlen. Das Geld holt man dan irgendwo bei den Tschechen mit dem gefälschten Ausweis ab. Tata! Geld aus dem Nichts!
Ich hatte mir den Spaß mal gegönnt, vor einem Jahr 50€ eingezahlt und binnen einer Woche 300€ daraus gemacht, allerdings mit externer Marktbeobachtung unter Einbeziehung langfristiger Chartverläufe und mit Vorprotokollierung typischer Tagesverläufe. Problem Nr.1, die einstellbaren Zeitbereiche sind bei bdswiss einfach zu klein um halbwegs einen Anhaltspunkt zu bekommen welche typischen Kehrtwenden die Arktie lang- und kurzfristig vollzieht. Man bekommt sozusagen ne Brille mit Tunnelblick-Effekt aufgesetzt. Danach wurde ich gierig und bdswiss auch. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt und fast alles verlohren, obwohl ich nach den ihren Standardchart aber gewonnen habe. Problem Nr.2, verliert man (obwohl man eigentlich gewonnen hat), dann zaubern die plötzlich ein hochdetailiertes Auswertechart herbei in denen die Aktie unglaubliche tolle Sprünge vollzieht, von denen man vorher garnichts wusste. Natürlich stellt sich dann die Frage warum der normale Einstiegs- und Verlaufs-Chart nicht so detailiert ist, wird mir so ein Mehrwert suggeriert, ein Trend angedeutet der garnicht der Wahrheit entspricht? Problem Nr.3, Spekulationen auf Zeiträume unter 1h sind aus meiner Sicht absolut 50:50, braucht man garnicht erst probieren. Ich weiß nicht mehr wie oft man bei bdswiss gewinnen muss um einen Verlust auszugleichen, aber auch Erfahrene sind dort zum Scheitern verurteilt. MfG
"Kurt" im Link oben fasst es treffend zusammen: Wenn man aber nur 80% gewinnen kann und im Verlustfall 100% verliert, dann ist es eine MATHEMATISCHE GEWISSHEIT, das der Anbiete IMMER gewinnt!
Jemin Kamara schrieb: > Wenn man aber nur 80% gewinnen kann und im Verlustfall 100% verliert, > dann ist es eine MATHEMATISCHE GEWISSHEIT, das der Anbiete IMMER > gewinnt! Aber wenn man überlegt, wie viele Millionen Leute ihr Geld zum (online) P*ker tragen, weiss man, daß es mit den mathematischen Grundkenntnissen der Bevölkerung, die im Matheunterricht nie aufgepasst hat, nicht weit her ist. Ob Aktienhandel oder Poker, bei Poker liegen die Karten wenigstens auf dem Tisch, im Aktienhandel nennt es sich Insiderinformation. Banken könne ihre Verluste wenigstens der Allgemeinheit aufhalsen, dem privaten Aktienspekulanten bleibt nur der Strick. Für mich gehört beides, Glückspiel und Börsenspekulation, verboten, aber die Fernsehnachrichten tun jeden Tag so als wäre die Börse seriös.
Michael Bertrandt schrieb: > Na das war jetzt aber einfach: Entschuldigt mir das bitte. Ich habe gesucht, jedoch nur Blödsinn gefunden. Ich muss mal lernen, mit google um zu gehen. Bin da etwas eingerostet. Danke für den Link. Und danke für die anderen, hilfreichen Antworten :).
Wer Geld bei solchen Sachen einsetzt, hat es nicht schwer genug verdient. MfG Paul
Paul Baumann schrieb: > Wer Geld bei solchen Sachen einsetzt, hat es nicht schwer genug > verdient. Das gilt freilich auch fürs Lotto.
A. K. schrieb: > Das gilt freilich auch fürs Lotto. Absolut richtig. Bei einer Gewinnwahrscheinlichkeit für die Klasse 1 bei Eins zu fast 1,4 Millionen empfiehlt es sich auch da, nicht mitzumachen. MfG Paul
Paul Baumann schrieb: > Bei einer Gewinnwahrscheinlichkeit für die Klasse 1 bei > Eins zu fast 1,4 Millionen empfiehlt es sich auch da, nicht mitzumachen. Gilt diese Gewinnwahrscheinlichkeit eigentlich nur für den Hauptgewinn oder auch für einen kleinen Gewinn? Denn Gewinn ist ja auch, wenn man einen Euro einsetzt und 3 Euro rausbekommt. Gustav
A. K. schrieb: >> Wer Geld bei solchen Sachen einsetzt, hat es nicht schwer genug >> verdient. > > Das gilt freilich auch fürs Lotto. Das ist natürlich absoluter Blödsinn. Lotto spielt man wegen der Varianz, nicht wegen des Erwartungswerts. Das verstehen nur die meisten Leuten schlicht nicht, die solche Sprüche absondern.
Stefan Rand schrieb: > Lotto spielt man wegen der Varianz, nicht wegen des Erwartungswerts. > > Das verstehen nur die meisten Leuten schlicht nicht, die solche Sprüche > absondern. Quatsch. Die Varianz ist am höchsten, wenn man nur ein mal im Leben spielt, dann mit hohem Einsatz. Aber die Leute spielen immer und immer wieder, jede Woche und mit unterschiedlichen Zahlen, tun also Alles, damit sie sich dem Erwartungswert der Rückspielquote annähern, die so weit ich weiss unter 50% liegt. Auch bei Roulette setzen die lieber auf die einfachen Chancen, an statt ein mal den Tausender auf 32 zu setzen und dann eben nie wieder ein Kasino auszusuchen Das verstehen nur die meisten Leuten schlicht nicht, die Glücksspiele spielen.
Natürlich nähert man sich dem Erwartungswert an. Das folgt direkt aus der Definition des Erwartungswerts. Aber das ist irrelevant. Und genau das verstehst du nicht. Wenn ich alle paar Wochen mal zwanzig Euro verspiele (Eurojackpot, ein Schein), dann sind statistisch gesehen etwa 10 Euro (oder auch knapp mehr) weg. Richtig. Aber die zehn Euro alle paar Wochen haben keine Auswirkung auf mein Leben. Da wäre es (auch in anderer Hinsicht) lohnenswerter, erstmal den Süßigkeitenkonsum runterzufahren. Aber wenn ich groß gewinne (mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit), dann verändert sich mein Leben massiv. Und das ist der Unterschied zwischen Varianz und Erwartungswert. Zusammen mit dem abnehmenden marginalen Nutzen von Geld.
Stefan Rand schrieb: > Lotto spielt man wegen der Varianz, nicht wegen des Erwartungswerts. Interessante Hypothese... Dass Lottospieler wegen des Erwartungswertes spielen, ist aus zwei Gründen Unsinn: 1. wissen die in aller Regel nicht was das ist und 2. wenn sie es wüßten und verständen, würden sie den Betrug nicht mitmachen. Aber dass sie wegen der Varianz spielen sollen, ist noch abenteuerlicher: Angenommen, sie würden im Fall eines Gewinnes kein Geld bekommen, sondern nur Freispiele. Würden sie dann auch Lotto spielen? Nach deiner Hypothese müßten sie, denn die Varianz ist ja dieselbe, wie beim Lotto um Geld. Ich glaube nicht, dass so ein Freispiel-Lotto auch nur eine minimale Aussicht auf Verbreitung¹ hätte - man muss sich nur das Theater ansehen, das abgezogen wird, wenn mal wieder hunderttausende in die Schlacht ziehen, einen Jackpot zu "knacken". Zum Knacken eines Tresors braucht man Talent, zum "kancken" des Lotto-Jackpots nur Dusel und die Illusion, von irgend welchen Gespenstern dazu ausersehen zu sein, ihn zu haben... ----- ¹) Ohne Verbreitung funktioniert so eine Veranstaltung nicht, denn dann gibt es einfach nicht genug Idioten die mitmachen und so garantieren, dass "Hauptgewinne" nicht so selten sind, dass das mit der Illusion nicht mehr funktioniert.
Uhu Uhuhu schrieb: > Nach deiner Hypothese müßten sie, denn die Varianz ist ja dieselbe, wie > beim Lotto um Geld. Ach komm, jetzt wirds albern. Natürlich spielen sie nicht rein wegen der Varianz, sondern weil es Geld zu gewinnen gibt. Was ich sage, ist, daß es bei diesem Geldspiel primär um die Varianz geht. Oder gehen sollte. Eben wegen des abnehmenden Nutzens des Geldes. Dazu kommen natürlich noch viele weitere Aspekte, die das alles noch überlagern. Beispielsweise "erkaufen" sich Lottospieler eine viel realistischere, "greifbarere" Phantasie, was sie denn so alles tun könnten, wenn sie nur gewönnen. Und daß Spiel an sich Freude macht, sollte auch bekannt sein. Ich wehre mich nur gegen dieses "Lottospieler sind dumm". Das stimmt schon deshalb nicht, weil die Leute, die das behaupten, immer nur den pekuniären Aspekt betrachten. Aber eben auch, weil sie diesen grundfalsch betrachten. Und was wirklich dahintersteckt ist natürlich das alte "ich bin viel schlauer als der Pöbel". Und das widert mich an.
Gustav K. schrieb: > Gilt diese Gewinnwahrscheinlichkeit eigentlich nur für den Hauptgewinn > oder auch für einen kleinen Gewinn? Diese Wahrscheinlichkeit gilt nur für den "Hauptgewinn" d.h. beim Lotto 6 aus 49 für 6 Richtige und die richtige Superzahl. Hier ist eine Tabelle dazu zu finden: https://www.lotto.de/de/informationen/lotto-6aus49/gewinnwahrscheinlichkeit.html MfG Paul
Stefan Rand schrieb: > Was ich sage, ist, daß es bei diesem Geldspiel primär um die Varianz > geht. Oder gehen sollte. Eben wegen des abnehmenden Nutzens des Geldes. Das wäre ein Argument, wenn die besser gestellten Bevölkerungskreise die typischen Lotto-Kunden wären. Nur das ist nicht der Fall. Lotto spielen überwiegend die, die weit davon entfernt sind, in Geld zu schwimmen. Die, die im Geld schwimmen gehen ins Spielkasino, oder an die Börse, wenn sie um Geld spielen wollen. > Beispielsweise "erkaufen" sich Lottospieler eine viel > realistischere, "greifbarere" Phantasie, was sie denn so alles tun > könnten, wenn sie nur gewönnen. Die Phantasie gibts auch umsonst - die Gedanken sind frei - und von "realistisch" kann bei Lotto keine Rede sein. > Und daß Spiel an sich Freude macht, sollte auch bekannt sein. Der Spaß beim Lotto aber sehr begrenzt ist, es gibt deutlich spannendere Spiele. Ohne die illusionionäre Hoffnung, zum "Kreis der vom Glück Auserwählten" zu gehören, funktioniert es nicht.
Ich behaupte mal die meisten Spielen eher Lotto um ein "Hoffnungs-Abo" zu haben... es macht einen zu jemandem dem es passieren KÖNNTE dass man den ganz grossen Gewinn macht... und da heutzutage ein solcher Kult um Leute gemacht wird die einfach irgendwo Glück hatten (wohl weil da eben NICHT der Gewinn durch den Einsatz von viel Arbeit relativiert wird) ist diese Art von Hoffnung leicht zu verkaufen. Wenn das so weiter geht wird ehrliche Arbeit in 20 Jahren als Versuch, sich ein Glück zu verschaffen dass einem nicht zusteht, verschrien sein...
Meine Erfahrungen stammen im Wesentlichen vom Zusehen: Bei einem Einkaufszentrum aß ich freitags immer zu mittag und bekam da von der Lottoannnahme folgendes mit: Da kamen oft Mitglieder von Tippgemeinschaften und machten die "Wochenabrechnungen". Wegen der dabei relativ hohen Umsätze über 100 DM näherte sich das Erfolgserlebnis nahezu asymptotisch den 50%. Für den Betreiber der Tippgemeinschaft ist die Versuchung, da ein "parallel-Lotto" zu veranstalten recht hoch. (kam ja auch schon oft vor) Natürlich hab ich da auch Seitenblicke auf den großen Lottoveranstalter im Ruhrgebiet, um den es inzwischen stiller geworden ist.
Paul Baumann schrieb: > Diese Wahrscheinlichkeit gilt nur für den "Hauptgewinn" d.h. beim Lotto > 6 aus 49 für 6 Richtige und die richtige Superzahl. Vielen Dank für die Info und den Link. Ich muss leider gestehen, noch nie Lotto gespielt zu haben. Nach einem Blick in den Link ist der häufigste Gewinn der 3er mit einer Gewinnerwartung von 1:63. Bei einem Einsatz von 1 EUR pro Spiel und einem Gewinn von ca. 10 EUR kein wirklicher Anreiz. Wie allerdings schon von jemandem geschrieben, ruiniert es die Leute nicht und damit soll es doch recht sein. Sozusagen das Glückspiel des kleinen Mannes. Loriot hat das ja mal sehr schön in Szene gesetzt. Gustav
Eigentlich ist Lotto völlig bescheuert: Gewinnt man nicht, verlert man Geld für nix. Gewinnt man doch, ist die Chance sehr hoch, dass man danach nicht glücklicher ist als vorher, tendentiell unglücklicher und mit weniger Freude an den kleinen Dingen des Lebens. Das einzig positive am Lottospielen ist die Hoffnung auf den Gewinn an sich. Nix anderes. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/690806 "Adaptation level theory suggests that both contrast and habituation will operate to prevent the winning of a fortune from elevating happiness as much as might be expected. Contrast with the peak experience of winning should lessen the impact of ordinary pleasures, while habituation should eventually reduce the value of new pleasures made possible by winning. Study 1 compared a sample of 22 major lottery winners with 22 controls and also with a group of 29 paralyzed accident victims who had been interviewed previously. As predicted, lottery winners were not happier than controls and took significantly less pleasure from a series of mundane events."
M.a.W: Lottospieler, die verlieren, sind besser dran als jene, die gewinnen. Denn so lange sie nur verlieren, haben sie die Hoffnung. Haben sie mal viel gewonnen, haben sie zwar übergangsweise Geld, aber darüber hinaus nicht einmal mehr die Hoffnung. Das unterscheidet auch jene, die in Deutschland leben von denen, die unbedingt da hin wollen und dabei in Kauf nehmen, kläglich zu ersaufen. Den Deutschen gehts zwar vergleichsweise blendend, aber viele haben die Hoffnung verloren, es werde besser, und jammern was das Zeug hält.
A. K. schrieb: > Den Deutschen gehts zwar vergleichsweise blendend, aber viele haben die > Hoffnung verloren, es werde besser, und jammern was das Zeug hält. Das ist eben das Problem, daß man nur versucht, sich an den mikrigen paar % zu messen, die durch was auch immer, ganz oben stehen. Viele vergessen dabei, den Blick mal nach unten zu richten. Dann nämlich würden sie erkennen, daß sie, vom Rest der Weltbevölkerung, als auf dem Gipfel stehend betrachtet werden. Wenn man sich dessen mal richtig klar wird lebt man deutlich ruhiger, weil man erkennt, daß man prinzipiell nur noch reine Luxusprobleme zu bewältigen hat.
@laberkopp ob Überleben als Selbstzweck ein wünschenswerter Zustand ist ist eine andere Frage.
(um schnell von der Politik abzulenken) um beim ursprünglichen nicht-Thema zu bleiben: >Aber die Leute spielen immer und immer wieder, jede Woche und mit >unterschiedlichen Zahlen, tun also Alles, damit sie sich dem >Erwartungswert der Rückspielquote annähern, die so weit ich weiss unter >50% liegt. wo ist der unterschied zu "jede Woche mit den selben Zahlen" spielen??
Robert L. schrieb: > wo ist der unterschied zu "jede Woche mit den selben Zahlen" spielen?? Mit unterschiedlichen Zahlen bezieht sich auf eine Woche (Ziehung). Wenn man hohe Varianz haben will, füllt man den Lottoschein mit immer der gleichen Kombination aus, macht 10 oder 100 Spiele mit derselben Zahlenkombination. Das macht aber niemand, sondern jedes Spiel bekommt unterschiedliche Zahlen angekreuzt. Damit senkt er die Varianz. Das bezieht sich auf die falsche Vermutung von Stefan: Stefan Rand schrieb: > Lotto spielt man wegen der Varianz, nicht wegen des Erwartungswerts. und beweist, daß die Spieler eben NICHT auf die Varianz aus sind, sondern alles tun um sich dem Erwartungswert anzunähern.
>Damit senkt er die Varianz.
ja, aber meine Frage war eigentlich: WARUM
das wäre ja als würdest du behaupten, wenn man "immer auf ROT" setzt ist
das besser als andauernd (zufällig) zwischen rot und schwarz zu
wechseln..
Robert L. schrieb: > wenn man "immer auf ROT" setzt Darf ich noch mal wiederholen: Bezieht sich auf EINE Woche (Ziehung). Bei Roulette wäre das EIN Spiel. Alle Chips auf rot, und nicht die Hälfte der Chips auf Rot und die andere Hälfte auf gerade. Beim nächsten darf er es wieder anders machen.
Das scheitert aber daran, dass ich mit 10 Feldern mit den richtigen Zahlen nicht 10 x den Jackpot, sondern halt nur 10/(10 + X) davon bekomme. Die Varianz (im stochastischen Sinne) lässt sich nicht beeinflussen, da eine Lottoziehung eine statistisch unabhängige Zufallsvariable ist. Von daher würde ich eher sagen, dass man wegen der Streuung Lotto spielt - die beträgt schließlich etliche Millionen Euro. Dadurch kann ich eben nicht sagen, dass ich mit jedem Spiel näher an den Erwartungswert rücke. Sobald der große Gewinn dabei ist, bin ich weit darüber. Für diese Hoffnung wird gespielt.
>Darf ich noch mal wiederholen: Bezieht sich auf EINE Woche (Ziehung).
ok, bei uns sind in einer Woche 2 Ziehungen, deshalb die Verwirrung
du Behauptest also, es wäre sinnvoller 10x die selben zahlen ankreuzen?
um damit 10 * den Jackpot zu gewinnen (mit 100.000€ anstelle von
1.000.000€ .)
dafür aber 10 fachem Einsatz..
ja, klingt logisch..
Robert L. schrieb: > du Behauptest also, es wäre sinnvoller 10x die selben zahlen ankreuzen? Nicht ich behaupte, sondern wenn man wie Stefan Rand behauptet wegen der Varianz Lotto spielen würde, dann müsste man das so tun. Tun die Leute aber erfahrungsgemäss nicht, also verhalten sie sich nicht so wie Stefan das postuliert. Um den Jackpot geht es eher nicht, aber wenn, dann muss man sich auch nicht mit so vielen Teilen bzw. bekommt einen grösseren Anteil daran. Robert L. schrieb: > ok, bei uns sind in einer Woche 2 Ziehungen, deshalb die Verwirrung Deshalb schrieb ich extra (Ziehung) dahinter in Klammern, weil ich wusste, daß wieder so ein Depp neumalklug sein will.
Jemin Kamara schrieb: > Gewinnt man doch, ist die Chance sehr hoch, dass man danach nicht > glücklicher ist als vorher, tendentiell unglücklicher und mit weniger > Freude an den kleinen Dingen des Lebens. vielleicht für einfache Gemüter, denen nichts besseres einfällt als sich nen Ferrari und ne Jacht zu kaufen. Mich würde es glücklich machen. Nicht mehr den Zwang zu haben Brötchen verdienen zu MÜSSEN, sondern sich auf die schönen Dinge konzentrieren...
Michael Bertrandt schrieb: > Das bezieht sich auf die falsche Vermutung von Stefan: Mir tut es ja leid, daß du meinen Post nicht verstehend lesen kannst oder willst, aber mach mich bitte nicht doof von der Seite an. Ich habe keine Aussage über konkrete Personen getroffen (wie auch? ich kenne die ja nicht!), sondern eine Aussage der Form "wenn man rational spielt, dann nicht, weil man aufgrund des Erwartungswertes auf lange Sicht etwas zu gewinnen glaubt, sondern weil man hofft, auf kürzere Sicht 'dem Erwartungswert voraus' zu sein" getätigt.
Michael Bertrandt schrieb: > Nicht ich behaupte, sondern wenn man wie Stefan Rand behauptet wegen der > Varianz Lotto spielen würde, dann müsste man das so tun. Du hast unrecht. > Tun die Leute aber erfahrungsgemäss nicht, also verhalten sie sich nicht > so wie Stefan das postuliert. Und hier legst du mir wieder Aussagen in den Mund, die ich nicht gemacht habe. Verstehend lesen ist wohl nicht das Problem, sondern du willst offensichtlich einfach nur stänkern. Warum sonst ständig meinen Namen fallen lassen?
Paul Baumann schrieb: > Bei einer Gewinnwahrscheinlichkeit für die Klasse 1 bei > Eins zu fast 1,4 Millionen empfiehlt es sich auch da, nicht mitzumachen. Aber das ist von vornherein Glückspiel und hat einen gewissen Reiz. Ein Spiel eben. Oder auf Pferde wetten... Es ist der Nervenkitzel. Das ist doch mal ganz lustig. Aber nicht mehr und nicht weniger. Jedenfalls keine Geldanlagemöglichkeit oder ein Einkommensmodell.
Claus M. schrieb: > vielleicht für einfache Gemüter, denen nichts besseres einfällt als sich > nen Ferrari und ne Jacht zu kaufen. Mich würde es glücklich machen. > Nicht mehr den Zwang zu haben Brötchen verdienen zu MÜSSEN, sondern sich > auf die schönen Dinge konzentrieren... Der letzte Satz könnte eben von mir sein. Ob man jedoch bei der sehr viel frei gestaltbaren Zeit und vor allem den fin. Möglichkeiten nicht doch früher oder später zu spinnen anfängt und einen Ferrari anschleift? Gustav
Gustav K. schrieb: > Ob man jedoch bei der sehr > viel frei gestaltbaren Zeit und vor allem den fin. Möglichkeiten nicht > doch früher oder später zu spinnen anfängt und einen Ferrari anschleift? Hängt von den eigenen Wertemaßstäben ab, das Erste wäre eine Überweisung der Hälfte an meine Familie. Ich würde nach wie vor weiter entwickeln, aber dann mehr an meinen eigenen Projekten und Ideen. Die einzig größere Ausgabe, die ich aber vermutlich nach Recherche eher zeitnah durchführen würde, ist mir ein Häuschen zu kaufen und etwas frequenter essen gehen. Ansonsten bin ich jetzt schon ganz zufrieden wies ist, da gibt es für mich persönlich nicht viel zu optimieren. Edit: Achja und Bafög würde ich direkt wegbezahlen ;)
D. I. schrieb: > Ich würde nach wie vor weiter entwickeln, > aber dann mehr an meinen eigenen Projekten und Ideen. Ich würde auch weiter entwickeln: 1. Mich selbst und 2. selbst fotografierte Filme. ;-) MfG Paul
Uhu Uhuhu schrieb: > Wer macht das noch? Ich weiß nicht, ob Du mit Namen und Adressen der Leute etwas anfangen könntest... ;-) MfG Paul
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