Forum: Offtopic Wozu gibt es eigentlich die Free Samples?


von Michael S. (rbs_phoenix)


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Hallo zusammen. Ich war neulich auf der Seite von Microchip und dort bin 
ich wieder an Free Samples erinnert worden (Im Menü "Samples&Buy" [nicht 
mal "Buy&Sample"]).

Die Samples sind ja ansich für Firmen gedacht, um sie bei Prototypen zu 
verwenden, und nicht für Hobbybastler, die einfach geil auf alles was 
kostenlos ist sind.

Doch ich frage mich dabei, wieso die Firmen auf solche Leistung 
"angewiesen" sind? Einen Prototypen zu entwickeln kostet doch allein von 
den Arbeitsstunden sehr viel Geld. Da jucken die 5-100€ (selbst wenn es 
200€ sind) keinen, oder? Ich meine, sparen ist ja nie verkehrt, aber in 
Relation stelle ich mir das so vor, als wenn mir jemand nen Liter Benzin 
schenkt, wenn ich von Berlin nach München fahren will, wenn überhaupt. 
Abgesehen davon kann man bestimmt nicht jedes einzelne Bauteil samplen, 
weshalb sowieso irgendwo bestellt werden muss.


Kann mich jemand erleuchten? Für wen ist das interessant? Oder ist das 
einfach nur Werbung?

von Korbinian G. (korbinian_g10)


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Ich denke mal, dass es ähnlich wie im Softwarebereich ist.
Da gibt es ja auch die Studentenversionen günstig (vor allem Adobe!) bis 
nachgeschmissen.

Auch werden Raubkopien nicht so stark verfolgt. Das Ziel ist, den 
Studenten/Auszubildenden anzufixen. Wer als Student mit Photoshop 
gearbeitet hat wird das auch später tun, wenn er genug Geld zu kaufen 
hat.


Schätze daher, dass sich die Samples an Hobbybastler richten. Mit dem 
Hintergedanken, dass der Hobbybastler vielleicht im Beruf dann wieder 
dasselbe IC nimmt, weil er es schon kennt. Und dann wird kassiert.

von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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IMO eine bessere und billigere Werbung als nervige Werbespots oder 
bescheuerte Werbemagazine per Post.

Ganz einfach deshalb, weil die Wahrscheinlichkeit gross ist, dass du 
dich eingehend mit den Samples beschäftigst, die Dinger danach gut 
kennst und sie beim nächsten Mal wieder benutzt. So ähnlich wie beim 
Drogendealer mit dem gratis Stoff. Wenn du das Projekt dann nämlich 
fertig hast, gibts keine gratis Samples mehr, dann muste kaufen oder das 
Design ändern, was normalerweise viel teurer ist.

von Lothar S. (loeti)


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> Oder ist das einfach nur Werbung?

Das ist Werbung aber gleichzeitig für den interessierten Entwickler 
auch sehr bequem, er braucht keinen Einkauf, keine Genehmigung, keinen 
Etat... .

Grüße Löti

von K. L. (trollen) Benutzerseite


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Rote Tomate schrieb:
> IMO eine bessere und billigere Werbung als nervige Werbespots oder
> bescheuerte Werbemagazine per Post.

Ja mich stört diese Werbung auch immer.

Erst gestern wieder einen Spot für den neuen Mikrocontroller von XYZ im 
Fernsehen gesehen. Immerhin weiß ich jetzt, dass er neue einen I²C-Kanal 
mehr hat. Nur keiner in der Umgebung hat die Werbung verstanden. :(

Im ernst: Wann hast du schon mal Werbung für Chips im Briefkasten 
gehabt?

Michael Skropski schrieb:
> Kann mich jemand erleuchten?

Denk an MS Office das neuen PC meist als Testversion beiliegt. Hier ist 
es nicht viel anders.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Michael Skropski schrieb:
> aber in Relation stelle ich mir das so vor, als wenn mir jemand nen
> Liter Benzin schenkt, wenn ich von Berlin nach München fahren will
Diese Denkweise ist m.E falsch, denn Benzin ist Benzin. Es ist eher wie 
die kostenlose Probefahrt beim Autohändler, wenn du aus vielen 
verschiedenen Autos das seine auswählen sollst. Es wäre ja doof, 
wenn du dir zur Probefahrt jedes Auto bei Hertz oder Sixt oder sonstwo 
kostenpflichtig ausleihen müsstest...

Lothar S. schrieb:
> er braucht keinen Einkauf, keine Genehmigung, keinen Etat... .
... keine Abrechnung, keinen Zoll ...

Korbinian G. schrieb:
> Schätze daher, dass sich die Samples an Hobbybastler richten
> Mit dem Hintergedanken, dass der Hobbybastler vielleicht im Beruf dann
> wieder dasselbe IC nimmt, weil er es schon kennt.
Das macht ST recht erfolgreich mit seinen Discovery Boards. Z.B. jetzt 
wieder auf der embedded world.

K. Laus schrieb:
> Denk an MS Office das neuen PC meist als Testversion beiliegt.
Huch, laufen die ICs, die man kostenlos als Muster bekommt, nur 40 Tage?

von Hannes J. (pnuebergang)


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Lothar Miller schrieb:
> ... keine Abrechnung,

Kommt drauf an. Manche verlangen ja die Versandkosten, bzw. dass man 
sein Firmenkonto bei einem Kurier angibt damit die Versandkosten da 
drüber laufen.

> keinen Zoll ...

Das entscheidet der Zoll ganz alleine, auch mal entgegen der 
deklarierten Incoterms.

Unser Einkauf ist immer begeistert, wenn plötzlich Versandkosten oder 
Zollgebühren auftauchen für die es keinen Auftrags-Beleg gibt. Alte 
buchhalterische Regel: "Keine Buchung ohne Beleg" ...

Der Hauptgrund für mich Free Samples zu vermeiden ist allerdings, dass 
ich der Verfügbarkeit nicht traue. Das reguläre Kaufen von Teile für 
Prototypen beim Distributor garantiert zwar nicht, dass sie für die 
spätere Serie verfügbar sein werden. Aber es ist ein kleiner Anhalt, 
dass es die Teile wenigstens zu einem Produktionslauf gebracht und in 
den Handel geschafft haben.

Korbinian G. schrieb:
> Schätze daher, dass sich die Samples an Hobbybastler richten
> Mit dem Hintergedanken, dass der Hobbybastler vielleicht im Beruf dann
> wieder dasselbe IC nimmt, weil er es schon kennt.

Hobbybastler sind eigentlich uninteressant. Gerade noch interessant sind 
Studenten, bei denen man hofft, dass sie sich im Beruf an Firmen 
erinnern.

Hobbybastler werden zwar in den letzten Jahren, wenn sie sich nicht 
Hobbybastler sondern Maker nennen, gezielt angesprochen. Weniger mit der 
Idee, dass sich daraus mal große Verkaufszahlen ergeben, sondern aus 
allgemeinen Image-Gründen und weil es gerade modern ist. Große 
Verkaufszahlen erhofft sich realistisch keine Firma.

von Peter D. (peda)


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Michael Skropski schrieb:
> Doch ich frage mich dabei, wieso die Firmen auf solche Leistung
> "angewiesen" sind?

Weil damit ein riesen Verwaltungsaufwand wegfällt.
Ein kostenpflichtiger Artikel muß im Buchungssystem angelegt werden, 
eine Kostenstelle ermittelt, ein Lagerfach eingerichtet, von 
verschiedenen Instanzen genehmigt, der günstigste Anbieter ermittelt 
werden usw. Grob geschätzt sind damit schnell >10 Personen beschäftigt 
und >100€ Lohnkosten generiert. Und mit viel Glück kann er schon nach 
nur 14 Tagen bestellt werden.

von Gerrit B. (reschef)


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Michael Skropski schrieb:
> Einen Prototypen zu entwickeln kostet doch allein von
> den Arbeitsstunden sehr viel Geld. Da jucken die 5-100€ (selbst wenn es
> 200€ sind) keinen, oder?

Lothar S. schrieb:
> er braucht keinen Einkauf, keine Genehmigung, keinen
> Etat... .

Und spätestens in einem großen Unternehmen mit Prozessen, die von einer 
Anlagenbestellung bis zum kleinsten Widerstand alle Einkäufe gleich 
behandeln könnte so eine Kleinbestellung einen immensen Aufwand nach 
sich ziehen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Gerrit B. schrieb:
> in einem großen Unternehmen
Da sind die großen Unternehmen zum Glück in der Minderzahl. Und oft 
darf da sowieso nichts wirklich "Neues" eingesetzt werden, sondern nur 
etwas, das von der zentralen Bauteileverwaltung freigegeben wurde...

von Lasst mich A. (ich_bin_durch)


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Wenn Sampels Geld kosten schaue ich mir garantiert ein anderes Bauteil 
an. Villeicht wisst ihr noch nicht wie das intern läuft. Ich bestelle 
für einen lächerlichen Betrag ein Bauteil welches es sonst bei keinem 
anderen Händler gibt. 10 min später ruft einer vom Einkauf an und fragt 
ob ich das nicht wo anders bestellen kann. Ich sage nein gibts nirgendwo 
sonst. Der oder Die vom Einkauf säufszt und sagt nagut dann muss ich 
eben den Händler erst im ERP System anlegen. Und ich sage Ok, was muss 
das muss. Der Anruf alleine nerft schon! Das haben die Chiphersteller 
auch schon herausgefunden und kommen mir in dieser hinsicht entgegen.

von Joachim B. (jar)


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Peter Dannegger schrieb:
> Weil damit ein riesen Verwaltungsaufwand wegfällt.

und weil der Chef dann fragt nicht mehr was dieser Chip soll, warum der 
gekauft wurde.

und statt 10 verschiedene Chips zu kaufen nur zum Probieren fallen keine 
Kosten für die Teile an.

Wenn Studenten Chips als Sample bestellen bauen sie vielleicht was 
tolles was später vermarktet wird und von dem "geschenkten" Chip 
tausende bestellt werden hat das Geschäft ja funktioniert

von Karl H. (kbuchegg)


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Michael Skropski schrieb:

> Doch ich frage mich dabei, wieso die Firmen auf solche Leistung
> "angewiesen" sind?

Wenn du mit Firmen die Anbieter meinst:

Weil es eben nicht nur eine einzige Chip-Schmiede gibt, sondern deren 
viele. Und jeder will was vom Kuchen abhaben. Also sorgt er dafür, dass 
die potentiellen Kunden da draussen, möglichst simpel an sein Zeugs 
kommen.

Der neue Erlkönig von China-Motors ist auch ein Ladenhüter, wenn du ihn 
bei keinem Händler probefahren kannst oder gar noch dafür zahlen 
müsstest ihn zu testen.

Die paar Hobbybastler, die sich auch Samples bestellen, fallen da nicht 
weiter ins Gewicht. Die zuverlässig auszusortieren würde mehr Geld 
kosten, als wie wenn man sie einfach mitnaschen lässt. Das verliert sich 
in der Mischkalkulation.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Hm. Die meisten Sample könnte man aber auch bei digikey ganz normal 
bestellen, da dort eh verfügbar. (Manche Hersteller liefern Sample eh 
über digikey aus!). Was digikey nicht auf Lager hat, ist schnomal 
suspekt und wird von mir gerne aussortiert, außer es hat 
Alleinstellungsmerkmale.

Da bleibt als Grund wirklich nur noch schnelles ich will haben und dann 
ätsch: angefixt!!

von Timm T. (Gast)


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K. Laus schrieb:
> Denk an MS Office das neuen PC meist als Testversion beiliegt. Hier ist
> es nicht viel anders.

Das erklärt, warum meine Schaltungen mit den Samples immer nach genau 30 
Tagen plötzlich nicht mehr gehen. Aber wie gebe ich den 25-stelligen 
Lizenzschlüssel ein?

Abdul K. schrieb:
> Da bleibt als Grund wirklich nur noch schnelles ich will haben

Was hast Du an "Es ist in manchen Firmen einfach unglaublich aufwendig, 
mal eben 2 Teile ausser der Reihe zu bestellen." jetzt nicht verstanden? 
Das kann man sich in einer Bude, wo der Chef mal eben sagt "Mach 
einfach, geht klar." oder wo man selbst der Chef ist, vielleicht nicht 
vorstellen. Aber so ein zentraler Einkauf kann schon zäh sein.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wenn ich als Entwickler sage ich brauche das, dann wird das gekauft. 
Wenn der Laden das nicht mitmacht, kündige ich. Denn das ist mein Job, 
die richtigen Bauelemente und sonstigen Utensilien auszusuchen. Das 
ich vorher in die interne Standardliste schaue, ist genauso klar. Wer 
will schon extra ein neues Bauelement anlegen müssen? Spätestens im CAD 
bleibt diese Arbeit am Entwickler hängen.
Ich hatte damit nie Probleme in der Industrie. Ich designe aber schon 
praktisch immer als Unternehmer und nicht als Spielkind.

Ich bleibe also dabei: Der Hauptgrund erscheint mir das Anfixen.

von Peter D. (peda)


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Abdul K. schrieb:
> Wenn der Laden das nicht mitmacht, kündige ich.

Dann nenn mal einen Laden >100 Mitarbeiter in D, wo der Einkauf noch auf 
Zuruf arbeiten darf und auch will.
In ner Klitsche mit max 10 Hanseln mag das vielleicht noch gehen.

von Wolfgang E. (Firma: janeeisklar) (whattheheck)


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Abdul K. schrieb:
> Wenn ich als Entwickler sage ich brauche das, dann wird das gekauft.
> Wenn der Laden das nicht mitmacht, kündige ich. Denn das ist mein Job,
> die richtigen Bauelemente und sonstigen Utensilien auszusuchen.

Für die "_richtigen_ Bauelemente" gibt es jedoch nicht nur technische 
Parameter, sondern auch logistische und finanzielle. Entwickler, die 
sich davor verschließen und nur ihre eigenen Anforderungen sehen, haben 
eine ziemlich eingeschränkte Sichtweise. Aber das dürfte dir als 
"Unternehmer" ja klar sein.

von Paul B. (paul_baumann)


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Nachdem ich einmal ein Seminar einer Halbleiterfirma besucht hatte, 
bekam
ich regelmäßig Kataloge mit Neuentwicklungen per Post. Es gelang mir 
aber
nicht, die für mich interessanten Schaltkreise über den hier ansässigen
Großhändler zu bekommen. Ich schrieb daraufhin eine Mail an die Firma,
daß ich diesen Schaltkreis gerne hätte, um PRIVAT für den Eigenbedarf
etwas zu bauen. Man zeigte dafür Verständnis und sandte mir 2 Exemplare.
Ich revanchierte mich mit Schaltbild, Platinenzeichnung und Fotos vom
Aufbau, weil ich diese Verhalten der Firma in Ordnung fand.

Merke, Wie man sich bettet, so schallt es heraus. (Oder so)

MfG Paul

von Joachim B. (jar)


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Abdul K. schrieb:
> Wenn ich als Entwickler sage ich brauche das, dann wird das gekauft.

ziemlich großes Mundwerk, der Entwickler ist nicht der der die 
Bauteilkosten bestimmt, aus der Industrie, Nachbau von DC Wandler, alle 
EL-Kondis wurden vom Einkauf zu einem anderen Lieferanten geändert, die 
gesparten 1/10 Pfennig wurden aufwändig im Prüfprogramm versenkt weil 
die gelieferten im Mittel mit -8% bei zulässigen -10% geliefert wurden, 
keine leichte Aufgabe für einen ICT der nun mal kein Präzisionsmeßgerät 
ist.

Es wurde gespart, koste es was es wolle :-)

von Bernd G. (Gast)


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> Was digikey nicht auf Lager hat, ist schnomal
> suspekt und wird von mir gerne aussortiert, außer es hat
> Alleinstellungsmerkmale.

So ist es. Wenn das Teil nicht normal gehandelt wird, hat es keinen 
Wert, weil die Beschaffung/Verfügbarkeit ungewiss ist.
Ich hatte ein einziges Mal irgendwelche Samples bei TI bestellt und 
wurde daraufhin mit endlosen Nachfragen/Surveys und sonstigem Müll 
belästigt.
Die Teile für Produktneuentwicklungen kann ich noch allemal selbst aus 
der Firmenkasse bezahlen.

von M.A. S. (mse2)


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Es kann sehr schwierig sein, gewisse Bauteile zu beschaffen. Beim Distri 
angefragt gibt es keine kleinen Stückzahlen, dafür aber teilweise 
immense Lieferzeiten.
Für den Prototypen brauche ich wenige Teile sehr schnell.

Mit unter muss/möchte man sich zwischen vielen verschiedenen 
Alternativen entscheiden. Wenn man die alle mühsam bestellen müsste 
(siehe oben) ...

Zu diesem Zweck haben die Hersteller Musterservices. Das beantwortet 
noch nicht die Frage, warum kostenlos:
zum einen ist es natürlich Werbung.
Zum anderen macht es der großen Firma mehr Mühe als es ihr einbringt, 
für solche (aus ihrer Sicht) Fliegenschiss-Aufträge auch noch Rechnungen 
zu schreiben und den Geldfluss zu überwachen.

von Joachim B. (jar)


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Michael S. schrieb:
> Zum anderen macht es der großen Firma mehr Mühe als es ihr einbringt,
> für solche (aus ihrer Sicht) Fliegenschiss-Aufträge auch noch Rechnungen
> zu schreiben und den Geldfluss zu überwachen.

gilt auch für die Besteller!

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wolfgang Erbes schrieb:
> Für die "_richtigen_ Bauelemente" gibt es jedoch nicht nur technische
> Parameter, sondern auch logistische und finanzielle. Entwickler, die
> sich davor verschließen und nur ihre eigenen Anforderungen sehen, haben
> eine ziemlich eingeschränkte Sichtweise. Aber das dürfte dir als
> "Unternehmer" ja klar sein.

Genau! Natürlich macht man Erfahrungen mit plötzlich nicht mehr 
lieferbaren Bauelementen, zu teuren, falsche Specs, falsch eingeschätzte 
Specs usw. Wie gesagt, wenig Probleme damit gehabt.
Einmal mußte ich 500 Module mit jeweils 2x32 Stiftleisten ändern, weil 
ich die Kunden falsch einschätzte. Ich hatte die Anordnung geändert, 
weil technisch besser. Aber die Kunden wollten das dann nicht, also saß 
ich dann einige(!!) Zeit an der Entlötstation ;-) War noch zu 
Studentenzeiten. Hat meinen Chef damals aber auch wenig interessiert. 
Der wußte was er an mir hatte: Nämlich einen kompetenten Ansprechpartner 
für die Kunden.

Daher schrieb ich ja schon öfters: Was es bei digikey nicht lagermäßig 
gibt, wird schonmal nur widerwillig eingeplant. Immer damit gut 
gefahren. Andere Distris kann man sich sparen. Außer für die wenigen 
Spezialsachen.

Aber vergebt eure Sympathiepunkte nur fleißig weiter. ha ha.


Ach die Frage nach der Firma mit >100 Mitarbeitern:
Muß passen, war nur bei der Telekom so. Und da gabs NUR das Lager und 
sonst nix! Sonst war ich immer in kleineren Firmen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Joachim B. schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Wenn ich als Entwickler sage ich brauche das, dann wird das gekauft.
>
> ziemlich großes Mundwerk, der Entwickler ist nicht der der die
> Bauteilkosten bestimmt, aus der Industrie, Nachbau von DC Wandler, alle

Der Entwickler ist für die Minimierung der Kosten zuständig (u.a.). Das 
ist für mich ein Entwickler und kein Student oder Schüler.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Michael S. schrieb:
> Zum anderen macht es der großen Firma mehr Mühe als es ihr einbringt,
> für solche (aus ihrer Sicht) Fliegenschiss-Aufträge auch noch Rechnungen
> zu schreiben und den Geldfluss zu überwachen.

Zumindest amerikanische Firmen stellen Proforma-Rechnungen +x -x =0 aus. 
Hab gerade hier eine von Littelfuse reinbekommen.

von Paul B. (paul_baumann)


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Abdul K. schrieb:
> Zumindest amerikanische Firmen stellen Proforma-Rechnungen +x -x =0 aus.
> Hab gerade hier eine von Littelfuse reinbekommen.

Das ist aber für die Buchhaltung little konfuse

MfG Paul

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