Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Gepulste IR LED, Kondensator nötig?!


von Sebastian K. (bastik)


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Hallo zusammen,

heute habe ich eine Frage, die ich einfach mal Frage, weil mir das Thema 
noch nie gelegen ist. Deshalb tappe ich hier etwas rum aber es sind eher 
klägliche Versuche mit meinem Unwissen.

Ausgangsituation:

1) Oszi hab ich leider gerade nicht.
2) Schaltung: mit 56kHz gepulste IR LED, 300mA

Die Schaltung funktioniert im Moment tadellos, dicht an der LED ist noch 
ein 100nF Kondensator geschaltet.

FRAGE:
Braucht man diesen Kondensator, 100nF erscheinen mir bei 300mA wenig. 
Oder und das wäre mir lieb, kann man diesen Kondensator 
weg-razionalisieren?

Irgendwie lässt sich das bestimmt über Columb oder so berechnen, aber 
ich hab das nie richtig verstanden und hab mich bei diesen Aufgaben eher 
durch die Prüfung schlau-ge-auswendig-lernt. Von echter 
Transfährleistung weit entfernt.

Vielleicht hat jmd schnellen Rat.

Vielen Dank!

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Sebastian Kreuzer schrieb:
> Die Schaltung funktioniert im Moment tadellos, dicht an der LED ist noch
> ein 100nF Kondensator geschaltet.
Und sonst? Woher kommt die Versorgung? Was ist da sonst noch mit drin?

von Conny G. (conny_g)


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Kompletter Schaltplan wäre vorteilhaft, so weiss man eigentlich nichts 
über das drumherum.
Hast Du die Schaltung selbst entworfen? Hast Du sie von "irgendwo" aus 
dem Internet? Ist eine bestehende Platine, die du modifizierst?

Für die 300mA bringen die 100nF gar nix. Ob der für andere Zwecke da 
ist, kann man nur mit einem Schaltplan beurteilen.

Üblicherweise verwendet man 100nFs an den Stromversorgungspins von 
ICs/uCs um ihre Schaltpeaks (wenn sie aufgrund der Taktung immer wieder 
Strombedarfsspitzen haben) direkt am IC zu puffern.

von Sensor (Gast)


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Sebastian Kreuzer schrieb:
> 100nF erscheinen mir bei 300mA wenig

Bei einem größeren Kondensator hast Du wahrscheinlich keine Impulse 
mehr, wenn der Kondensator parallel zur IR LED liegt, was wir ja nicht 
wissen können.

von Sebastian K. (bastik)


Angehängte Dateien:

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Ja ich habe die Schaltung vor Jahren mal entworfen, Platine erstellt und 
seitdem funktioniert das auch.

Und jetzt lief mir das Projekt wirklich nochmal über den Weg und ich 
möchte einen Teil der Schaltung wieder verwenden.

WARUM...

Ich habe damals schon den Kondensator einfach eingebaut, weil, so dachte 
ich schaden kann es ja nicht und ich hatte Angst, dass der Akku, LiPo 
vll die nicht schnell genug den Strom liefern könne.

Schaltplan habe ich angehängt.

Wie gesagt ich würde den jetzt gerne entfernen, da ich mir sowieso nicht 
sicher war.

von Sensor (Gast)


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Sebastian Kreuzer schrieb:
> Wie gesagt ich würde den jetzt gerne entfernen, da ich mir sowieso nicht
> sicher war.

Warum? Lass ihn doch drin, schaden kann er ja nichts, aber nützen wird 
er bei 300mA auch nicht viel.

von Thomas (kosmos)


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Der Transistor sollte so nah wie möglich an die LED. Parallel zum 
Transistor-LED Reihengespann der Elko. Wenn der Transistor sperrt lädt 
sich der Elko auf wenn der Transistor durchschaltet entlädt er sich über 
die LED. Widerstand aber nicht vergessen.

von Route_66 H. (route_66)


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Sebastian Kreuzer schrieb:
> mit 56kHz gepulste IR LED, 300mA

Wie ist das Tastverhältnis? Bei sehr schmalen Impulsen bringen die 100 
nF schon etwas!

von Ulrich H. (lurchi)


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Der 100 nF Kondensator ist wie vermutet eher klein, reicht aber immerhin 
aus um die hohen Frequenzen aus dem Puls zu puffern. Den Rest muss dann 
die Spannungsversorgung übernehmen. Den Kondensator sollte man nicht 
weglassen, sondern eher durch einen größeren (z.B. 1-10 µF) ersetzen, 
ggf. auch durch einen Kondensator und einen Low ESR Elko parallel. 1-10 
µF gibt es schon als kleine Keramische SMD Kondensatoren, dafür sollte 
immer noch Platz sein.

Wenn der Platz knapp ist, könnte man ggf. den OP einsparen und dafür den 
Teiler anpassen.

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