max. Umgebungstemperatur ATtiny 2313

Gast #264370
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Hallo,
für mein Vorhaben wollte ich einen uC mit hoher Operating Temperature
einsetzen. Der ATtiny erfüllt das anscheinend. Die operating Temp. wird
im Datenblatt mit -55 -125°C angegeben.
Bezieht sich diese Angabe auf die max. Umgebungstemperatur oder die
Sperrschichttemperatur des uC? Oder gibt es noch eine Militärvariante,
die ich noch nicht gefunden habe? -- kaufen kann?
In der Ordering Information gibt es nur den Industrial Type  mit
-40...85°C?
Oder ist dieses Modell genau so temperaturstabil, wie alle anderen uC
auch? Also kein ATtiny, direkt was richtiges, an dem ich auch mit JTAG
arbeiten kann?

Danke Günter
Gast #264371
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Die maximalen Tempreaturen sollte man möglichst nicht erreichen, sonst
geht das Leben des µCs schnell zuende oder er vergißt Daten. Die 125°C
(die sich auf die Sperrschichttemperatur beziehen) sollte man möglichst
nie erreichen. 85° dürfte das Teil aber längere Zeit abkönnen. Der
ATMEGA16 hat die gleichen Werte. Willste den Prozessor kochen oder was
haste vor?!
Gast #264372
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Hallo Condor,

die angegebenen Temperaturen beziehen sich auf die Umgebungstemperatur,
in der der Hersteller garantiert, dass sein Chip funktioniert.
Wenn der Hersteller alles richtig gemacht hat, dann hat er seinen Chip
in einem Klimaofen bei den Temperaturen längere Zeit getestet und auch
Temperaturzyklen durchfahren (also -40° für x Std. dann +85° für x Std.
und das mehrere male hintereinander). Danach sollte der Chip auf
funktionsfähigkeit überprüft worden sein und es sollte alles i.O.
gewesen sein.
Ich hatte mal Tests gemacht, in denen ich die Funktion von Bauteilen
bei höheren Umgebungstemperaturen als spezifiziert getestet hatte.
Einige Bauelemente können schon 110°C ab (d.h. sie funktionierten bis
dahin 12 Stunden lang, dann war die Testzeit für mich um) aber
Auswirkungen auf die Lebensdauer konnten nicht gemacht werden.
Ausserdem handelte es sich eher um ein Blitzlicht, da ich nur 4 Teile
getestet hatte (also keine statistische Aussage).
Meine persönliche Erfahrung ist, dass Bauelemente höhere
Umgebungstemperaturen schon aushalten, allerdings garantiert es Dir
keiner. Innherhalb der angegebenen Parametern kannste Dich eigentlich
auf den Hersteller verlassen. Ansonsten gilt der alte Satz "Versuch
macht kluch".
Interessantere Weise hatte ich bei meinen Versuchen mit anderen Teilen
wie Kabel (mussten aus Silikon sein) und Befestigungsklemmen mehr
Probleme als mit den Bauelementen selbst. Dort hat der Kunststoff oft
früher die Segel gestrichen als das Bauelement. Also vergiss nicht
daran zu denken.

Beda
Gast #264373
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Nein, kochen nicht den Prozessor nicht. Aber der Einbauort liegt
unmittelbar am Kurbelwellengehäuse und es besteht die Gefahr das es
dort mal etwas wärmer wird, wenn das Motorrad im Stau steht.
Also die Elektronik aus dem Motorgehäuse rausführen und ein paar Kabel
bis zur Lichtmaschine ziehen.
Ach ja, einen Lichtmaschinenregler wollte ich für einen 52jährigen
Oldtimer bauen. Der sollte ins alte mech. Gehäuse rein, damit man ihn
nicht sieht, wegen der Orginalität.
Dann kann ich ja im Grunde jeden uC mit JTAG nehmen, weil alle
Anderen(PIC, MSP430...) auch nur mit Wasser kochen und ca.85°C
vertragen. Schade.
Gast #264374
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Na im Zweifelsfalle kannst Du die Temperatur ja mal mit ´nem Multimeter
mit T-Sensor (o.ä.) messen und noch ein paar Sicherheitsgrade
dazunehmen und dann siehst Du ja, wohin das führt. Wird´s zu viel, muß
eben ein anderer Einbauort gewählt werden. Ich würde mir auch über die
Erschütterungen Sorgen machen. Der Prozessor kann die zwar ab, aber die
Platine muß da schon recht robust sein, gerade die Anschlüsse.
Gast #264376
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@TravelREC.
Die Erschütterungen machen mir keine Sorgen, da ich die Platine in
Kunstharz eingießen wollte. Und bei einer 1,5mm dicken Platine auf
ca.40x60mm mache ich mir keine Sorgen. Aber die Temperatur beunruhigt
mich schon mehr, da der Wärmeübergang des MOSFET´s berücksichtig sein
will und auch der Prozessor erzeugt Wärme. Und wo will die Wärme hin?
Das Gehäuse des Ladereglers ist ein ALU-Blecher und sitzt auf der
Rückwand des Kurbelwellengehäuses und das Ganze unter einen Deckel der
alles gut verschließt. Also Stauwärme ist da reichlich.
Aber Du hast recht ich werde es messen, und dann weiß ich mehr.

@Barti
Die hatte ich mir nicht angesehen, da diese Bausteine eigentlich von
der Größe(Leistung/Speicher/Ports) zu groß sind. Aber shit happens
Platz habe doch genug und die Platine wird überwiegend in SMD
ausgeführt.


Nochmals Danke an alle die mir so schnell geholfen haben.

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