Hallo Condor,
die angegebenen Temperaturen beziehen sich auf die Umgebungstemperatur,
in der der Hersteller garantiert, dass sein Chip funktioniert.
Wenn der Hersteller alles richtig gemacht hat, dann hat er seinen Chip
in einem Klimaofen bei den Temperaturen längere Zeit getestet und auch
Temperaturzyklen durchfahren (also -40° für x Std. dann +85° für x Std.
und das mehrere male hintereinander). Danach sollte der Chip auf
funktionsfähigkeit überprüft worden sein und es sollte alles i.O.
gewesen sein.
Ich hatte mal Tests gemacht, in denen ich die Funktion von Bauteilen
bei höheren Umgebungstemperaturen als spezifiziert getestet hatte.
Einige Bauelemente können schon 110°C ab (d.h. sie funktionierten bis
dahin 12 Stunden lang, dann war die Testzeit für mich um) aber
Auswirkungen auf die Lebensdauer konnten nicht gemacht werden.
Ausserdem handelte es sich eher um ein Blitzlicht, da ich nur 4 Teile
getestet hatte (also keine statistische Aussage).
Meine persönliche Erfahrung ist, dass Bauelemente höhere
Umgebungstemperaturen schon aushalten, allerdings garantiert es Dir
keiner. Innherhalb der angegebenen Parametern kannste Dich eigentlich
auf den Hersteller verlassen. Ansonsten gilt der alte Satz "Versuch
macht kluch".
Interessantere Weise hatte ich bei meinen Versuchen mit anderen Teilen
wie Kabel (mussten aus Silikon sein) und Befestigungsklemmen mehr
Probleme als mit den Bauelementen selbst. Dort hat der Kunststoff oft
früher die Segel gestrichen als das Bauelement. Also vergiss nicht
daran zu denken.
Beda