Forum: Offtopic mTAN unsicher nach neuesten Meldungen? Man-In-The-Middle mit identischer SIM?


von Rolf R. (dankobum)


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Ich habe gerade bei heise.de einige Berichte über Sicherheitslücken 
gelesen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/SIM-Karten-Hack-Die-Kompromittierung-der-Mobilfunknetze-durch-NSA-GCHQ-2555714.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Geheimdienste-unterwandern-SIM-und-Kreditkarten-2555685.html

Was mir noch nicht so ganz klar ist:

Ist mTAN nach den neuesten Kerkenntnissen nicht sicher und es war auch 
noch nie sicher? Oder ist es unverändert sicher, wenn ich auf dem 
Computer die echte Seite der Bank und keine Phishingseite geöffnet habe?

Was ist mit der Kombination?: echte Webseite der Bank auf meinem 
Computer und zu meiner identische SIM im Handy eines Verbrechers?

von Timm T. (Gast)


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Spätestens seit dem Bericht über SS7 auf dem 31c3 kann mtan als tot 
angesehen werden.

http://www.youtube.com/watch?v=lQ0I5tl0YLY

Du brauchst keine Partner-Sim. Du brauchst die Telefonnummer - steht im 
Kundenprofil Deines Online-Zugangs - und einen SS7-Zugang - kann man 
kaufen. Dann leitest Du die Sms per SS7 auf ein anderes Handy um und 
kannst gemütlich Überweisungen tätigen, ohne dass der andere etwas 
mitbekommt.

Das ist viel bequemer, als mit Partner-Sim zu arbeiten, und Du brauchst 
letztlich vom Angegriffenen nur die Kontonummer, die meist auch 
Loginname ist, und das Login-Passwort, bei gewissen Banken 5stellig.

Da ist selbst itan sicherer, wenn man die Tanliste nicht gerade abtippt, 
weil eine Email dazu auffordert.

von Matthias L. (limbachnet)


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Timm Thaler schrieb:
> einen SS7-Zugang - kann man
> kaufen.

Neugierdehalber: Wie denn? Wo denn?

Auf einem Anlagenanschluss (PMX) läuft IIRC trotz gleicher 
Übertragungskapazität im Vergleich zu einem Übertragungsstrecken-Kanal 
immer noch D-Kanal-Protokoll und kein SS7, das ist also schon mal keine 
Lösung. Um sich mit einem anderen Netzbetreiber über SS7 
zusammenzuschalten, muss man wohl selbst Netzbetreiber sein. Das 
wiederum mag in bestimmten Staaten machbar sein, hierzulande gibt's da 
aber schon ein paar Hürden, z.B. die BNetzA.

Daher war ich bislang davon ausgegangen, dass der SS7-Hack für 
Geheimdienste und gut organisierte Kriminelle eine Option darstellt, für 
den engagierten Kleinkriminellen hingegen nicht. Liege ich da falsch?

von Timm T. (Gast)


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Bist Du jetzt echt damit überfordert, Dir das Video anzuschauen? Da 
wirds doch erklärt.

von Kai M. (kai_mauer)


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Timm Thaler schrieb:
> Bist Du jetzt echt damit überfordert, Dir das Video anzuschauen? Da
> wirds doch erklärt.

Bist Du echt damit überfordert, eine Frage zu beantworten, die Dir 
gestellt wurde? Nicht JEDER hat Lust, sich ein Video von >1h in 
englischer Sprache
anzusehen, nur um diese Behauptung zu verifizieren:

>> einen SS7-Zugang - kann man
>> kaufen.

>Neugierdehalber: Wie denn? Wo denn?

von (prx) A. K. (prx)


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Kai Mauer schrieb:
> Nicht JEDER hat Lust, sich ein Video von >1h in
> englischer Sprache anzusehen, nur um diese Behauptung
> zu verifizieren:

Hab mit ca. 1/2h angesehen. Es war wie meist bei Videopräsentationen und 
Videoblogs. Ich mag die nicht. Haufenweise prozedurale Details, die 
eigentlich nur für jene interessant sind, die es nachstellen wollen.

Aber man kann wohl sagen, dass da Protokolle aus grauer Vorzeit am Werk 
sind, ohne jede Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten. Waren damals 
nur wenige grosse Provider, man kannte sich.

Im Laufe der Zeit wurde dieser Kram dann sukzessive erweitert um 
allerlei Mobilfunkkram mit abdecken zu können, wie etwa Roaming. Und 
genau da ist das offen wie ein Scheunentor und auch nicht abschaltbar, 
ohne wesentliche Mobilfunk-Funktionen gleich mit abzuschalten.

Ansonsten nach 31c3 SS7 suchen.

von Timm T. (Gast)


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Kai Mauer schrieb:
> Bist Du echt damit überfordert, eine Frage zu beantworten, die Dir
> gestellt wurde? Nicht JEDER hat Lust, sich ein Video von >1h in
> englischer Sprache
> anzusehen

Und deswegen muss ich die Sendung mit der Maus spielen? Bekomme ich 
dafür Rundfunkgebühren?

http://www.heise.de/newsticker/meldung/31C3-Mobilfunk-Protokoll-SS7-offen-wie-ein-Scheunentor-2506892.html

Lesen geht hoffentlich noch, oder?

Wundert mich nicht, dass die Geheimdienste und die Regierung sich einen 
Dreck drum scheren, wenn die Menschen, die es betrifft, nicht mal den 
Hintern hochbekommen, sich zu informieren, geschweige denn sich um die 
Folgen Gedanken zu machen.

von Stefan R. (srand)


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Timm Thaler schrieb:
> Wundert mich nicht, dass die Geheimdienste und die Regierung sich einen
> Dreck drum scheren, wenn die Menschen, die es betrifft, nicht mal den
> Hintern hochbekommen, sich zu informieren, geschweige denn sich um die
> Folgen Gedanken zu machen.

Wundert mich nicht, dass die Geheimdienste und die Regierung sich einen 
Dreck drum scheren, wenn Menschen wie Kai, die sich immerhin schonmal 
dafür interessieren, von Menschen wie dir gleich wieder abgeschreckt 
werden.

Die Äquivalenzklasse "du" ist das Problem, nicht die Äquivalenzklasse 
"Kai"!

von Kai M. (kai_mauer)


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Timm Thaler schrieb:
>... wenn die Menschen, die es betrifft, nicht mal den
> Hintern hochbekommen, sich zu informieren, geschweige denn sich um die
> Folgen Gedanken zu machen.

Und?!
Was sind denn für Dich die Konsequenzen? Kann ich ab sofort hier keine 
Beiträge mehr von Dir lesen, weil Dein Rechner verwanzt ist? 
Telefoniertst
Du nun mit Niemandem mehr? Fragst Du Deinen Kontostand nur noch mittels
Kontoauszug ab?

von Kai S. (hugstuart)


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Timm Thaler schrieb:
> Bist Du jetzt echt damit überfordert, Dir das Video anzuschauen? Da
> wirds doch erklärt.

Frech...

von Rolf R. (dankobum)


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Timm Thaler schrieb:
> ngesehen werden.
>
> Youtube-Video "SS7: Locate. Track. Manipulate. [31c3] by Tobias Engel
> (SnoopSnitch)"

Passt da dieser Beitrag von mir rein?:

Beitrag "niederländische T-Mobile Basisstationen auf deutschem Gebiet?"

Ich habe jetzt 36 min des Videos angeschaut.

von Reinhard S. (rezz)


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Wenn man das hier liest beantwortet sich die Frage...

http://www.heise.de/-2555685

von Matthias L. (limbachnet)


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Nein.

SIM-Karten mit beim Hersteller eingebauter Hintertür und SS7-Hacking 
sind zwei völlig verschiedene Dinge.


Timm Thaler schrieb:
> Bist Du jetzt echt damit überfordert, Dir das Video anzuschauen? Da
> wirds doch erklärt.

Bist Du jetzt echt überfordert, auf eine höflich gestellte Frage kurz zu 
antworten? Und um deine Frage zu beantworten: Ich bin damit zwar nicht 
intellektuell überfordert (SS7 und EDSS1 kenne ich nämlich), aber um die 
20s interessante Information zu bekommen, sehe ich mir äußerst ungerne 
eine stundenlange Videopräse an. Du hast sie offenbar gesehen, magst die 
Information aber nicht 'rausrücken. Das ist natürlich dein gutes Recht, 
aber ist "Ätsch, ich weiß was, aber ich sag's nicht" wirklich das 
Niveau, auf dem du diskutieren möchtest?

Timm Thaler schrieb:
> Lesen geht hoffentlich noch, oder?

Ja, bei mir schon, bei dir auch? Da steht's nämlich auch nicht. Und im 
weiter verlinkten Artikel der Huffington Post steht auch bloß:

"Any tin-pot dictator with enough money to buy the system could spy on 
people anywhere in the world"

Ja, das ist doch genau das, was ich oben schrieb - du musst 
Netzbetreiber spielen können.

von Timm T. (Gast)


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Matthias L. schrieb:
> Du hast sie offenbar gesehen, magst die
> Information aber nicht 'rausrücken.

Warum soll ich etwas beschreiben, was man mit den Stichworten SS7 und 
31C3 aus meinem Text seit fast 2 Monaten zigfach, z.B. bei Heise im 
Internet findet? Welchen Erkenntnisgewinn erhoffst Du Dir davon?

Matthias L. schrieb:
> Ja, das ist doch genau das, was ich oben schrieb - du musst
> Netzbetreiber spielen können.

Wenn jemand vom CCC dazu einen Zugang bekommen kann, muss man 
offensichtlich nicht Netzbetreiber spielen können. Man muss sich bei 
einer der 800 Firmen, die da beteiligt sind, einen Zugang kaufen. So wie 
das die "Dienste" machen, die Dir anbieten, das Handy Deiner Freundin zu 
tracken. Und da die Firmen weltweit verteilt sind, wird man sicher 
jemanden finden, der das gegen genügend Knete macht.

Das Tracking haben offenbar einige dt. Anbieter inzwischen weitgehend 
abgeschalten - was nicht heisst, dass das für gewisse Interessenten 
nicht trotzdem möglich ist. Die Anruf- und SMS-Weiterleitung kannst Du 
nicht unterbinden, weil dann kein Rooming und keine Rufumleitung mehr 
gehen.

Nicht der Geheimdienst, nicht der Netzbetreiber - JEDER, der sich so 
einen Zugang erschleicht, kann Deine Anrufe umleiten, Deine SMS 
abfangen, unter Deiner Nummer SMS verschicken, Dir falsche SMS schicken. 
Er braucht nur Deine Telefonnummer.

von Matthias L. (limbachnet)


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Jaaa, jaaaa.

Wie kannst Du_ oder _Ich nun so einen Zugang kaufen? Oder wie hat der 
CCC das hinbekommen? Erzähl doch mal! Wie kannst Du meine SMS 
umlenken?  Bislang kam dazu nur lauwarme Luft.

Timm Thaler schrieb:
> Warum soll ich etwas beschreiben, was man mit den Stichworten SS7 und
> 31C3 aus meinem Text seit fast 2 Monaten zigfach, z.B. bei Heise im
> Internet findet? Welchen Erkenntnisgewinn erhoffst Du Dir davon?

Zum Einen erhoffe ich mir davon endlich eine Erklärung, wie das 
beschriebene Szenario tatsächlich von jedermann ausgenutzt werden 
kann. Das habe ich nämlich in den bisherigen Veröffentlichungen nirgends 
gefunden. Und du offenbar auch nicht, sonst würdest du ja nicht so ein 
Geschiss drumherum machen.

Du kannst bei einem Netzanbieter, der es mit der Zusammenschaltung nicht 
so eng sieht, einen Zugang kaufen. OK. Dieser Netzanbieter dürfte im 
Ausland sitzen (Any tin-pot dictator...). An diesen Zugang kannst du 
einen Rechner dranhängen, der die beschriebenen Manipulationen ausführt. 
Auch OK. Und diesen Rechner kannst du von irgendwo anders (also auch von 
hier) seinerseits fernsteuern. Möglich ist das, keine Frage.

Aber nicht "jeder, der meine Rufnummer kennt" hat die Mittel, sich in 
Weitwegland den Netzzugang zu kaufen und dort vor Ort einen Rechner zu 
installieren, den Aufwand muss man erst mal treiben und bezahlen. Ein 
Geheimdienst kann das, kriminelle Organisationen können das auch und dem 
CCC traue ich das auch durchaus zu - aber die sind nicht "jeder".

Wenn das mal jemand tut und die gewonnenen Missbrauchsmöglichkeiten 
gegen Bezahlung dem interessierten Kleinkriminellen als Dienstleistung 
anbietet, hm, dann wird's fies. Könnte für den "bösen" Netzanbieter aber 
nach hinten losgehen, wenn die umliegenden "guten" ihn als 
Spoofing-Schleuder identifizieren und ihn ggf. isolieren...

Die großen Netzbetreiber sind durchaus in der Lage, an ihren 
Netzübergängen den SS7-Verkehr zumindest anteilig zu monitoren und die 
werden jetzt wohl verstärkt nach Auffälligkeiten suchen.

Deshalb war der Weckruf des CCC durchaus richtig und wichtig.

Matthias L. schrieb:
> aber ist "Ätsch, ich weiß was, aber ich sag's nicht" wirklich das
> Niveau, auf dem du diskutieren möchtest?

Eine Frage ist immerhin beantwortet, vielen Dank.

von Norbert M. (Gast)


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Matthias L. schrieb:
> Die großen Netzbetreiber sind durchaus in der Lage, an ihren
> Netzübergängen den SS7-Verkehr zumindest anteilig zu monitoren und die
> werden jetzt wohl verstärkt nach Auffälligkeiten suchen.

Haha, der war gut. Weshalb sollten sie das tun? Kostet nur und bringt 
nix.

Rolf R. schrieb:
> Ich habe gerade bei heise.de einige Berichte über Sicherheitslücken
> gelesen:

Its not a bug.

> Ist mTAN nach den neuesten Kerkenntnissen nicht sicher und es war auch
> noch nie sicher? Oder ist es unverändert sicher, wenn ich auf dem
> Computer die echte Seite der Bank und keine Phishingseite geöffnet habe?

Ich wuerd' mir nicht so in's Hemd machen und ich verstehe auch die 
neuerliche Panikmache der Medien in diesen Dingen nicht. Wenn Dich ein 
Dienst haben will, dann kriegt er Dich in der Regel auch (ausser Du bist 
selbst bei 'nem anderen Dienst). Und dann hast Du in der Regel andere 
Sorgen, als irgendeine Bankseitenumleitung.

Und als wenn das so was weltbewegendes wäre, daß die Dienste die 
GSM-Schlüssel haben, ist doch klar. Wäre auch das erste, das ich mir als 
Dienst besorgen würde. Die haben sicher auch die Private-keys für 
Kredit- und EC-Karten etc.

Einzig und alleine die Sache mit den Pässen ist etwas ungut, aber ist 
doch klar, daß dieses Spiel so gespielt wird. Das kommt halt davon, wenn 
die Chips nicht von einer hoheitlichen Paßchipfabrik kommt, aber das 
wäre wohl zu teuer (und selbst dann würde man wohl jemanden einschleusen 
können).

Es ist auch relativ wahrscheinlich, daß im Ernstfall die Amis das 
Verhalten der Schweizer FA-18 modifizieren können, oder die Italiener, 
Briten und Deutschen jenes der österreichischen Eurofighter.

Mein Gott, ach war das noch schön, als wir Ende der 90er im IRC 
anlässlich der damals aktuellen Echelon-Themas über solche Dinge von den 
Meisten einfach nur als Spinner abgetan wurden. Und heute ist dieser 
Snowden ein Held, nur weil er Binsenweisheiten ausplaudert. Und die 
Medienlandschaft hat endlich etwas, andem sie sich alle paar Monate mit 
"neuen Erkenntnissen" immer wieder auskotzen und Furcht erzeugen (deren 
Lieblingsbeschäftigung) kann und das arme Volk findet das natürlich 
alles so furchtbar und hätte sich die Ausmaße der Tätigkeiten der 
Dienste ja niemals vorstellen können. Wie armseelig, das Ganze!

Aber wenigstens Respekt an die Poltik, die deutsche Regierung bleibt 
wenigstens relativ souverän und macht nur dann kleine 
Beschwichtigsversuche oder beteuert handeln zu wollen, wenn's vom 
öffentlichen oder dem Druck der Medien einfach nicht mehr anders geht.
Genau so muß das laufen, immer nur ein bisschen klein zugeben wenn's gar 
nicht mehr anders geht aber geschehen tut natürlich nix. Genau so soll 
das sein, immerhin hat man ja selbst auch diverse Interessen...

N0R

von (prx) A. K. (prx)


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Norbert M. schrieb:
> Ich wuerd' mir nicht so in's Hemd machen und ich verstehe auch die
> neuerliche Panikmache der Medien in diesen Dingen nicht. Wenn Dich ein
> Dienst haben will, dann kriegt er Dich in der Regel auch

Es geht in der SS7 Diskussion überhaupt nicht um Dienste. Die würden da 
auch bis zum Hals drin stecken, wenn es abgesichert wäre.

Die meisten Gauner sind nicht bei Diensten angestellt, sondern sind 
einfach nur Gauner - hoffe ich jedenfalls noch. Und es geht in dieser 
Sache (SS7) primär um Umleitung von mTANs. Banken und Gerichte pflegen 
Verfahren so lange für absolut sicher zu erklären, bis es dermassen zum 
Himmel stinkt, dass die Existenzgrundlage wegzubrechen drohnt. Wem bis 
dahin das Konto abgeräumt wurde, der gilt praktisch stets als selbst 
schuld.

Oder machst du dein Banking noch immer wie Oma, indem du Formulare zur 
Bank trägst und ein nettes Pläuschchen mit dem Typ vom Schalter hältst? 
Danach wär das vermutlich eine Option, also nachdem dein Geld zwar nicht 
weg ist, aber bei jemand anders.

von Christian R. (supachris)


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mTAN war doch schon immer unsicher, nicht erst seit SS7, aber die Banken 
pushen es trotzdem, weil es billiger ist und die Beweislast im 
Betrugsfall auf Seite des Kunden liegt. Zum Glück bietet meine Bank noch 
iTAN an, da ich am Rechner auch keine Webcam habe, wirds schwer die TAN 
auszuspionieren die in der Schublade liegen. Bei der Verbindung zur Bank 
im Browser muss man halt auf korrekte SSL Daten achten. Aber das muss 
man ja bei allen anderen Verfahren auch.

von Reinhard S. (rezz)


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Matthias L. schrieb:
> Nein.
>
> SIM-Karten mit beim Hersteller eingebauter Hintertür und SS7-Hacking
> sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Korrekt, aber beides hat schon für sich gesehen Auswirkungen auf die 
Sicherheit von mTAN.

von Matthias L. (limbachnet)


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Ja, völlig einverstanden. Dass mTAN derzeit als kompromittiert angesehen 
werden muss, ist ja auch unstrittig.

Du hast allerdings das Ursprungsposting nicht gelesen, stimmt's?

Nur die Hysterie drumherum ist kontraproduktiv, weil sie ein immer 
wiederkehrendes Verhaltensmuster fördert: Die Hysteriker jodeln sowas 
wie "JEDER kann ALLE SMS sonstwohin umleiten und damit ALLE 
Überweisungen manipulieren". Darauf antworten die Banken sowas wie "Das 
beschriebene Szenario haben wir geprüft und dabei festgestellt, dass die 
beschriebenen Manipulationen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen 
möglich sind." Soll heißen: "Ist doch alles gar nicht so schlimm." Und 
was wird geändert? Nix.

Wenn in der Kommunikation doch mal das konkrete Missbrauchsszenario 
ohne Nebelkerzen drumherum aufgezeigt würde, dann wären die Ausreden der 
Banken hinfällig. Und dann müssten sie reagieren und auf andere 
Verfahren umsteigen - RSA-Token, Zertifikate, die alte iTAN, 
Kombinationen davon...

Dass Kommunikation grundsätzlich abgehört und manipuliert werden kann, 
ist doch ein alter Hut, Norbert hat oben an das Echelon-Thema erinnert.

Norbert M. schrieb:
> Matthias L. schrieb:
>> Die großen Netzbetreiber sind durchaus in der Lage, an ihren
>> Netzübergängen den SS7-Verkehr zumindest anteilig zu monitoren und die
>> werden jetzt wohl verstärkt nach Auffälligkeiten suchen.
>
> Haha, der war gut. Weshalb sollten sie das tun? Kostet nur und bringt
> nix.

Doch, das bringt den Schutz der eigenen Infrastruktur. Deshalb wird 
jeder ernstzunehmende Netzbetreiber auf Auffälligkeiten im 
Zeichengabenetz achten. Der Kundenschutz ist eher ein netter 
Nebeneffekt.

Als vor ein paar Jahren diverse TK-Anlagen gehackt wurden, hat 
beispielsweise die Telekom die betroffenen Kunden nach wenigen Tagen 
über den Missbrauch informiert. Sowas geht mittels 
Zeichengabe-Monitoring. Es würde zugegebenerweise auch über das 
Monitoring der aufgelaufenen Telefonkosten gehen.

http://hipath.userboard.org/hipath-3000-5000-f20/hipath-3500-wurde-gehackt-und-fuhrte-auslandsgesprache-t1878.html

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