Forum: Offtopic Energieverbrauchsausweis


von A. B. (funky)


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Hi,

ich bin momentan auf Wohnungssuche und neuerdings(wie neu die Regelung 
wirklich ist, weiss ich nicht, da meine letzte Wohnungssuche in 
Deutschland bestimmt 10 Jahre her ist) ist es vorgeschrieben, einen 
Energieverbrauchsausweis bereit zu stellen.

So weit ich das bisher gesehen habe, bewegt sich das meist zwischen 
100-200kWh/(m²*a). Geht es dabei nur um Heizenergie? Oder fliesst da ein 
durchschnittlicher Festwert für Warmwasseraufbereitung mit ein?

Und wie kann es sein, dass Wohnungen mit Nachtspeicheröfen da auf Werte 
von unter  100 kWh/(m²*a)   kommen, während andere Wohnungen mit 
sicherlich günstigeren Heizmethoden(Ölheizung, Fernwärme, etc) da auf 
höhere Werte kommen? Was bringt mir dieser Wert dann überhaupt?

von Uhu U. (uhu)


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A. B. schrieb:
> So weit ich das bisher gesehen habe, bewegt sich das meist zwischen
> 100-200kWh/(m²*a). Geht es dabei nur um Heizenergie? Oder fliesst da ein
> durchschnittlicher Festwert für Warmwasseraufbereitung mit ein?

Es gibt zwei verschiedene Energieverbrauchsausweise: 
Energiebedarfsausweis und Energieverbrauchsausweis. Letzteren kannst du 
in der Pfeife rauchen und er ist der Normalfall.

Die Kategorisierung für den Energieverbrauchsausweis wird aus dem 
Energieverbrauch für Heizzwecke im ganzen Haus ermittelt. Das 
bedeutet, dass die Heizgewohnheiten der Hausbewohner ein u.U. 
ausschlaggebender Faktor sind.

> Und wie kann es sein, dass Wohnungen mit Nachtspeicheröfen da auf Werte
> von unter  100 kWh/(m²*a)   kommen, während andere Wohnungen mit
> sicherlich günstigeren Heizmethoden(Ölheizung, Fernwärme, etc) da auf
> höhere Werte kommen? Was bringt mir dieser Wert dann überhaupt?

Heizgewohnheiten, Dämmung des Hauses, Qualität der Fenster... Die 
Energieform, aus der die Wärme gewonnen wird und der spezifische Preis 
spielt keine Rolle.

von Paul B. (paul_baumann)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Energiebedarfsausweis und Energieverbrauchsausweis. Letzteren kannst du
> in der Pfeife rauchen und er ist der Normalfall.

Das erzeugt dann aber extra Wärme...

MfG Paul

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Die Art der Heizung hat nicht viel mit dem Verbrauch zu tun. 100kW/h 
elektrisch erzeugt geben genauso viel Wärme ab wie 100kW/h mit Gas 
erzeugt. Die Kosten werden da nicht berücksichtigt.

von Axel L. (axel_5)


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Uhu Uhuhu schrieb:

>
>> Und wie kann es sein, dass Wohnungen mit Nachtspeicheröfen da auf Werte
>> von unter  100 kWh/(m²*a)   kommen, während andere Wohnungen mit
>> sicherlich günstigeren Heizmethoden(Ölheizung, Fernwärme, etc) da auf
>> höhere Werte kommen? Was bringt mir dieser Wert dann überhaupt?
>

Ganz einfach. Ein Nachtspeicherofen hat einen Wirkungsgrad von 100%, 
eine Öl-/Gasheizung hat u. U. deutlich weniger.

Die Aussage kWh/m²a sagt ja nichts über die Kosten aus sondern gibt 
lediglich den Energieverbrauch an. Der ist bei einem Elektroofen 
niedriger als bei Gas/Öl, nur dass Du den deutlich teurer bezahlen 
musst.

Gruss
Axel

von Uhu U. (uhu)


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Axel Laufenberg schrieb:
> Ganz einfach.

Das Zitat stammt nicht von mir - lerne korrektes Zitieren!

von A. B. (funky)


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Ok, danke.
Ich bin prinzipiell davon ausgegangen, dass der Ausweis gleichzeitig 
eine Art Bewertung dafür ist, wie ökologisch die Wohnung ist und 
ökologisch unsinnige Heizmethoden zur Abwertung führen(was bei dem 
Energiebedarfsausweis ja gegeben wäre)

von Michael B. (laberkopp)


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A. B. schrieb:
> ökologisch unsinnige Heizmethoden zur Abwertung führen (was bei dem
> Energiebedarfsausweis ja gegeben wäre)

Das wäre mir neu.

A. B. schrieb:
> So weit ich das bisher gesehen habe, bewegt sich das meist zwischen
> 100-200kWh/(m²*a).

Für Mietwohnungen oder freistehende Einfamilienhäuser ?

Für Mietwohnungen im Wohnblock sind eher 76kWh/m2/a Durchschnitt.

A. B. schrieb:
> Geht es dabei nur um Heizenergie?

Nein.

> Oder fliesst da ein
> durchschnittlicher Festwert für Warmwasseraufbereitung mit ein?

Ja.

A. B. schrieb:
> Was bringt mir dieser Wert dann überhaupt?

Wenig, du willst die Kosten wissen.

von Uhu U. (uhu)


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A. B. schrieb:
> Ok, danke.
> Ich bin prinzipiell davon ausgegangen, dass der Ausweis gleichzeitig
> eine Art Bewertung dafür ist, wie ökologisch die Wohnung ist und
> ökologisch unsinnige Heizmethoden zur Abwertung führen(was bei dem
> Energiebedarfsausweis ja gegeben wäre)

Der Ausweis ist eine Nullnummer: Nutzlos, nichtssagend, unbrauchbar.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Nutzlos

Nein, die ihn erstellen verdienen daran. :-)

von Uhu U. (uhu)


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Jörg P. R. schrieb:
> Uhu Uhuhu schrieb:
>> Nutzlos
>
> Nein, die ihn erstellen verdienen daran. :-)

So ein Ding bekommt man für 20 € übers Internet, gültig für 10 Jahre. 
Die Kosten halten sich also wirklich im Rahmen...

Nichts desto Trotz ist die ganze Veranstaltung nutzlos.

von A. B. (funky)


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Michael Bertrandt schrieb:
> A. B. schrieb:
>> ökologisch unsinnige Heizmethoden zur Abwertung führen (was bei dem
>> Energiebedarfsausweis ja gegeben wäre)
>
> Das wäre mir neu.

Ok, hab da ein Brett vorm Kopf gehabt. Ob ich die 100kWh mit Öl, Gas 
oder Strom aufwende ist wurscht und sagt nix über die Kosten aus.

> A. B. schrieb:
>> So weit ich das bisher gesehen habe, bewegt sich das meist zwischen
>> 100-200kWh/(m²*a).
>
> Für Mietwohnungen oder freistehende Einfamilienhäuser ?
>
> Für Mietwohnungen im Wohnblock sind eher 76kWh/m2/a Durchschnitt.

Ernsthaft? Neubau? Altbau?
Bei mir gehts nur um Wohnungen, und so niedrige Werte wurden da noch 
nirgends angegeben...93kWh war glaub das niedrigste was ich bisher 
gesehen habe(mit dem Nachtspeicherofen ;) )

von Michael B. (laberkopp)


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A. B. schrieb:
> Ernsthaft? Neubau? Altbau?

Neuer oder sanierter (also nachträglich gedämmter) Geschosswohnungsbau, 
also nicht das 2-Familienhaus sondern der 100-Mietparteien Wohnblock.

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