Hallo,
mal eine ganz dumme Frage. Ich löte etwas auf einer Lochrasterplatine
und möchte zwei Lötstellen miteinander verbinden. Womit mache ich das?
Mit dem Lötzinn funktioniert es nicht...
Mit freundlichen Grüßen
ein blutiger Anfänger...
Jörg Wunsch schrieb:> Verzinnter Draht genügt, oder blanker Kupferdraht
Die Beinchen die man von Bauelementen abzwickt, eignen sich auch gut als
Drahtbrücken. Und wenn man auf Lochraster ist, kann man die vorhandenen
Beinchen der Bauteile auch gleich passend abbiegen und flach auf der
Kupferseite auflöten.
Okay, Silberdraht heißt hier das Zauberwort.
Wenn ich kleine Spannungsregler, Widerstände, IC's etc. löten möchte,
welcher Durchmesser wäre hierfür am besten?
Lötanfänger schrieb:> Okay, Silberdraht heißt hier das Zauberwort.> Wenn ich kleine Spannungsregler, Widerstände, IC's etc. löten möchte,> welcher Durchmesser wäre hierfür am besten?
Da wäre der Strom das Zauberwort, wenn es allerdings sowieso frei
verdrahtet wird nimm halt 0,6 oder 0,8mm
Lötanfänger schrieb:> welcher Durchmesser wäre hierfür am besten?
Der, den du gerade in der Bastelkiste hast.
Junge, fang lieber an zu löten statt noch weiter zu theoretisieren. ;-)
Wie geschrieben: abisolierter Klingeldraht genügt vollauf. Das
Verzinnen von Draht ist für einen Lötanfänger sowieso die erste
Übung, die er beherrschen muss.
Lötanfänger schrieb:> Mit dem Lötzinn funktioniert es nicht...
Tu mehr dran, irgendwann verbinden sich 2 Lötaugen miteinander.. ;)
Ich habe anfangs immer die abgeschnittenen Beinchen von eingelöteten
Bauteilen aufgehoben und als Brücken oder Leiter(auf der Lötseite)
benutzt.
dunno.. schrieb:> Tu mehr dran, irgendwann verbinden sich 2 Lötaugen miteinander.. ;)
Nö, solange noch genügend Flussmittel dabei ist, zieht es sich auf die
Lötinseln zurück. Wenn man so viel hat, dass es breitfließt, dann
wird es sich wohl über deutlich mehr als nur zwei Lötaugen breit
machen. ;)
Mit Lötzinn geht es meiner Meinung nach genauso gut.
Und ganz so viel Lötzinn braucht man auch nicht. Wenn man die Temperatur
einstellen kann und diese nicht voll aufdreht kann man wunderbar Brücken
löten.
Lötanfänger schrieb:> Ich löte etwas auf einer Lochrasterplatine> und möchte zwei Lötstellen miteinander verbinden. Womit mache ich das?> Mit dem Lötzinn funktioniert es nicht...
Doch, das geht schon mit Lötzinn, und zwar schneller und
änderungsfreundlicher als mit Draht, auch wenn manch ein
Berufsschullehrer das nicht weiss, Lötkolben ggf etwas kühler stellen.
http://www.oocities.org/mwinterhoff/lochrast.htm
MaWin schrieb:> http://www.oocities.org/mwinterhoff/lochrast.htm
Das ist meiner Meinung nach das klassische Negativbeispiel.
Mit einer Lötzinnwurst bringt man zu viel Hitze auf die Platine und an
das Bauteil (durch die Wärmekapazität auch viel zu lang). Beim
korrigieren muss die Entlötpumpe ran und es lösen sich fast immer
Lötaugen mit ab. Der Widerstand von Lötzinn kann zu Problemen führen.
Durch das Verheizen von viel Lötzinn entstehen natürlich auch vermehrt
Lötdömpfe.
MaWin schrieb:> Doch, das geht schon mit Lötzinn, und zwar schneller und> änderungsfreundlicher als mit Draht, auch wenn manch ein> Berufsschullehrer das nicht weiss, Lötkolben ggf etwas kühler stellen.
Wenn man vor dem Löten Silberdrahtstücke vorbereitet hat, tut sich da
nichts von der Geschwindigkeit. Und Änderungsfreundlicher bezweifele ich
doch stark. Wenn eine Leiterbahn nachträglich versetzt werden muss,
müssen bei der Drahtmethode 2-3 Lötpunkte erhitzt werden und bei der
Lötzinnwurst die ganze Bahn.
Mladen G. schrieb:> http://www.b-redemann.de/download/loeten.pdf
Genau so wurde das damals(tm) in meiner Ausbildung zum Elektroniker für
Geräte und Systeme vermittelt. Und zwar unabhängig vom Ausbilder!
Manche Prüfer haben sogar nachgeschaut, ob zwischen zwei benachbarten
Lötaugen ein Draht liegt.
Gruß,
ein Elektroniker