Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage bezüglich des Lötens


von Lötanfänger (Gast)


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Hallo,

mal eine ganz dumme Frage. Ich löte etwas auf einer Lochrasterplatine 
und möchte zwei Lötstellen miteinander verbinden. Womit mache ich das? 
Mit dem Lötzinn funktioniert es nicht...

Mit freundlichen Grüßen

ein blutiger Anfänger...

von Dennis (sixeck)


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von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Lötanfänger schrieb:
> Mit dem Lötzinn funktioniert es nicht...

Dafür hamm'se schon vor vielen Jahren den Draht erfunden …

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Dennis S. schrieb:
> Silberdraht

Verzinnter Draht genügt, oder blanker Kupferdraht („Klingeldraht“),
den man sich halt selbst verzinnt.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Verzinnter Draht genügt, oder blanker Kupferdraht

Die Beinchen die man von Bauelementen abzwickt, eignen sich auch gut als 
Drahtbrücken. Und wenn man auf Lochraster ist, kann man die vorhandenen 
Beinchen der Bauteile auch gleich passend abbiegen und flach auf der 
Kupferseite auflöten.

von Lötanfänger (Gast)


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Okay, Silberdraht heißt hier das Zauberwort.
Wenn ich kleine Spannungsregler, Widerstände, IC's etc. löten möchte, 
welcher Durchmesser wäre hierfür am besten?

von Dennis (sixeck)


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Lötanfänger schrieb:
> Okay, Silberdraht heißt hier das Zauberwort.
> Wenn ich kleine Spannungsregler, Widerstände, IC's etc. löten möchte,
> welcher Durchmesser wäre hierfür am besten?

Da wäre der Strom das Zauberwort, wenn es allerdings sowieso frei 
verdrahtet wird nimm halt 0,6 oder 0,8mm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Lötanfänger schrieb:
> welcher Durchmesser wäre hierfür am besten?

Der, den du gerade in der Bastelkiste hast.

Junge, fang lieber an zu löten statt noch weiter zu theoretisieren. ;-)

Wie geschrieben: abisolierter Klingeldraht genügt vollauf.  Das
Verzinnen von Draht ist für einen Lötanfänger sowieso die erste
Übung, die er beherrschen muss.

von dunno.. (Gast)


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Lötanfänger schrieb:
> Mit dem Lötzinn funktioniert es nicht...

Tu mehr dran, irgendwann verbinden sich 2 Lötaugen miteinander.. ;)

Ich habe anfangs immer die abgeschnittenen Beinchen von eingelöteten 
Bauteilen aufgehoben und als Brücken oder Leiter(auf der Lötseite) 
benutzt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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dunno.. schrieb:
> Tu mehr dran, irgendwann verbinden sich 2 Lötaugen miteinander.. ;)

Nö, solange noch genügend Flussmittel dabei ist, zieht es sich auf die
Lötinseln zurück.  Wenn man so viel hat, dass es breitfließt, dann
wird es sich wohl über deutlich mehr als nur zwei Lötaugen breit
machen. ;)

von M. M. (mrmcchicken)


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Mit Lötzinn geht es meiner Meinung nach genauso gut.
Und ganz so viel Lötzinn braucht man auch nicht. Wenn man die Temperatur 
einstellen kann und diese nicht voll aufdreht kann man wunderbar Brücken 
löten.

von Andreas D. (rackandboneman)


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@mrmcchicken dies richtig zu machen ist aber gar nicht sooo einfach, und 
evtl ist es besser wenn ein Einsteiger erstmal den konventionellen Weg 
übt...

von Mladen G. (mgira)


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von MaWin (Gast)


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Lötanfänger schrieb:
> Ich löte etwas auf einer Lochrasterplatine
> und möchte zwei Lötstellen miteinander verbinden. Womit mache ich das?
> Mit dem Lötzinn funktioniert es nicht...

Doch, das geht schon mit Lötzinn, und zwar schneller und 
änderungsfreundlicher als mit Draht, auch wenn manch ein 
Berufsschullehrer das nicht weiss, Lötkolben ggf etwas kühler stellen.

http://www.oocities.org/mwinterhoff/lochrast.htm

von Andreas D. (rackandboneman)


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@MaWin die Fotos zeigen dass es mit klassischen, nichteutektischem 
Bleilot geht und von erfahrener Hand geht...

von Elektroniker (Gast)


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MaWin schrieb:
> http://www.oocities.org/mwinterhoff/lochrast.htm

Das ist meiner Meinung nach das klassische Negativbeispiel.
Mit einer Lötzinnwurst bringt man zu viel Hitze auf die Platine und an 
das Bauteil (durch die Wärmekapazität auch viel zu lang). Beim 
korrigieren muss die Entlötpumpe ran und es lösen sich fast immer 
Lötaugen mit ab. Der Widerstand von Lötzinn kann zu Problemen führen.
Durch das Verheizen von viel Lötzinn entstehen natürlich auch vermehrt 
Lötdömpfe.

MaWin schrieb:
> Doch, das geht schon mit Lötzinn, und zwar schneller und
> änderungsfreundlicher als mit Draht, auch wenn manch ein
> Berufsschullehrer das nicht weiss, Lötkolben ggf etwas kühler stellen.

Wenn man vor dem Löten Silberdrahtstücke vorbereitet hat, tut sich da 
nichts von der Geschwindigkeit. Und Änderungsfreundlicher bezweifele ich 
doch stark. Wenn eine Leiterbahn nachträglich versetzt werden muss, 
müssen bei der Drahtmethode 2-3 Lötpunkte erhitzt werden und bei der 
Lötzinnwurst die ganze Bahn.


Mladen G. schrieb:
> http://www.b-redemann.de/download/loeten.pdf

Genau so wurde das damals(tm) in meiner Ausbildung zum Elektroniker für 
Geräte und Systeme vermittelt. Und zwar unabhängig vom Ausbilder!
Manche Prüfer haben sogar nachgeschaut, ob zwischen zwei benachbarten 
Lötaugen ein Draht liegt.

Gruß,
ein Elektroniker

von Stefan F. (Gast)


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Ich komme mit 0,25mm Silberdraht oder verzinntem Draht gut klar.

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