Hi, ich missbrauche derzeit ein China-Step-Up Modul um 12V auf 36V zu transformieren um mit dieser Konstantspannung dann quick'n'dirty eine Reihenschaltung aus 12 weißen LEDs auf meinem selbstgelöteten LED-Ring für meine kleine Platinenbohrmaschine zu versorgen. *geworfenen Tomaten ausweich* Der kleine SMD Elko da drauf ist aber nur bis 35V spezifiziert. Ich hab jetzt aber auch keine Lust den direkt auszutauschen. Wenn der allerdings irgendwann Peng macht verbohr ich mich bestimmt vor Schreck, also sollte ichs doch irgendwann tun. Wie viele Betriebsstunden wird der vorm großen Knall durchhalten? Oder verliert er einfach nach und nach Kapazität und es wird ungefär nichts passieren?
Also versteh ich das richtig, auf einem fest auf 36V eingestellten Wandlermodul wurde herstellerseitig ein Aluminiumelko für 35V als Ausgangskondensator verwendet?
Nein das Modul ist variabel einstellbar, aber dummerweise fangen die LEDs gerade erst bei 35V anständig an zu leuchten. Habe aber auch schon HV-Module gesehen die bis 40V einstellbar sind aber trotzdem nur einen 35V Ausgangselko hatten ;) Die Chinesen.
Die knallen immer, wenn man es gerade nicht gebrauchen kann und nicht nur, wenn sie unter Strom stehen! Bei einem meiner Fluke Calibratoren hat sich letzte Woche einer nach etwa 30 Jahren mit einem Mörderknall gemeldet, obwohl das Gerät etwa eine Woche stromlos stand. 2200uF/16V an 12V-Schiene. Will sagen, so einen Pfusch würde ich sofort beseitigen, nach Murphy passiert sonst noch mehr. Old-Papa
noch ne Tomate werf Der ist wahrscheinlich schon defekt :-) Wenn da 35V drauf steht, ist er vermutlich nur bis 25V brauchbar. Entweder teilst du die LED in 2 Reihen auf, oder wechselst gestern den Elko aus :-P
Paul H. schrieb: > Der kleine SMD Elko da drauf ist aber nur bis 35V spezifiziert. Die Elkos von seriösen Herstellern halten für 100ms 50% Überspannung aus. Bei geringer dauerhafter Überschreitung formierst Du die Oxidschicht nach. Du kannst den Elko auf diese Weise an höhere Spannungen gewöhnen. Alle zwei Tage ein Volt höherdrehen. Ob das aber auch mit Deinem China-Elko funktioniert, der schon bei Normalbetrieb durch den Ripplestrom kochendheiss wird, kann Dir so keiner sagen. Falls er kaputt geht, mach einen Nichicon WD mit 35V rein. Der hält das aus.
Wenn ein Kondensator bei der Kapazität +50% und -20% Toleranzbereich hat, wieso sollte er dann bei 3% Überspannung gleich kaputtgehen? Es ist doch keine Z-Diode. Da wird eher das oben schon genannte Nachformieren wirksam. Gegenfragen: Ist es wirklich so schwer, den Kondensator gegen z.B. einen 50V-Typ auszutauschen, wenn man Bedenken hat? Oder gehts auf diese Art "Ich weiß zwar, dass ich Mist baue, gebt mir aber bitte die Absolution dafür, dass ich mich wohler fühle und später Jemanden habe, auf den ich mit dem Finger zeigen kann."
"bei 3% Überspannung gleich kaputtgehen?" Evtl weil er genau auf die Nennspannung oder eine ganz bestimmte etwas höhrere Spannung formiert wurde - und der Formierprozess ein Dielektrikum erzeugt welches genau diese Spannung aushält - weil genau in dem Moment wo das Dielektrikum steht auch der Formierprozess aufhört?
Der Kondensator ist in solchen Schaltungen nicht das einzige Bauteil das Spannungsgrenzen hat. Bei ihm ist es halt am einfachsten zu erkennen. Schau dir auch mal den Regler und die Diode an. Bis wieviel Volt sind diese spezifiziert? Ebenso könnte durch den größeren Eingangsstrom die Spule in die Sättigung gehen. Bis zu welcher Ausgangsspannung ist eigentlich die Schaltung gedacht? Wenn sie für 35V gedacht ist und du sie auf 36V änderst, dann sollte das eine gute Schaltung verkraften weil alle Bauteile mit Reserve ausgewählt wurden. Bei 50cent Chinaprodukten würde ich aber die Datenblätter der Bauteile mir ansehen. Anderes Thema: Ist die Schaltung Spannung oder Stromgeregelt? Leds solltest du nicht nach Spannung der Spannung steuern. Wenn du sie konstant mit 36V betreibst, dann führt der negative Spannungskoeffizient zu einem zu hohem Strom wenn sich die Led erwärmt.
Peter R. schrieb: > Gegenfragen: > Ist es wirklich so schwer, den Kondensator gegen z.B. einen 50V-Typ > auszutauschen, wenn man Bedenken hat? Nö, aber man muss es halt tun :D Da ich den Bohrständer selten verwende wär es doch ganz nett wenn mir jetzt jemand gesagt hätte, dass man das geringfügige Überschreiten der Maximalspannung unter gegebenen Umständen ruhig tolerieren kann, was ja quasi auch passiert ist (bei dem China Elko gehe ich allerdings nicht von einem "seriösen Hersteller" aus. Trotzdem werde ich ihn eher austauschen. Ein lauter Knall vor meinem Gesicht ist nicht so schön. Matthias xxx schrieb: > Der Kondensator ist in solchen Schaltungen nicht das einzige Bauteil das > Spannungsgrenzen hat. Bei ihm ist es halt am einfachsten zu erkennen. > Schau dir auch mal den Regler und die Diode an. Bis wieviel Volt sind > diese spezifiziert? Ebenso könnte durch den größeren Eingangsstrom die > Spule in die Sättigung gehen. Die LEDs wollen in Reihe nur 20..30mA. Der Eingangsstrom dürfte nicht mal 200mA betragen. Der Regler-Ausgang ist bis 40V Spannungsfest. Der Diode unterstelle ich bei einem Regler der bis 35V spezifiziert ist auch mal, dass sie bei 35,5V nicht gleich durchbricht (würde ja ansonsten relativ schnell relativ heiß werden) > Bis zu welcher Ausgangsspannung ist eigentlich die Schaltung gedacht? > Wenn sie für 35V gedacht ist und du sie auf 36V änderst, dann sollte das > eine gute Schaltung verkraften weil alle Bauteile mit Reserve ausgewählt > wurden. Von guter Qualität würde ich hier wie gesagt nicht aus gehen. > Anderes Thema: Ist die Schaltung Spannung oder Stromgeregelt? Leds > solltest du nicht nach Spannung der Spannung steuern. Wenn du sie > konstant mit 36V betreibst, dann führt der negative Spannungskoeffizient > zu einem zu hohem Strom wenn sich die Led erwärmt. Alter Hut. Ist Spannungsgeregelt, deswegen sag ich ja quick'n'dirty und bin mittlerweile etlichen Tomaten ausgewichen ;-) Jedenfalls funktioniert das so. Die Eigenerwärmung der LEDs (und die ist durchaus vorhanden) trägt jedenfalls nicht dazu bei, dass der Strom in schädliche Bereiche vordringt, da ist noch Reserve. Ansonsten wird das Ringlicht immer nur unter gleichen Bedingungen, d.h. bei Zimertemperatur betrieben.
Allenfalls waere mal ein Datenblatt zu einem Elko anzuschauen. Es gibt dort interessante Zahlen. zB Der Einfluss von Temperatur, Rippelstrom, Ueberspannung, usw auf die Lebensdauer.
Paul H. schrieb: > Wenn der allerdings > irgendwann Peng macht verbohr ich mich bestimmt vor Schreck, ...insbesondere, wenn der weggesprengte Elko in Deinem Auge landet...
Ich nehme mal an, dass der Peng macht... wenn er hochgeht ;-) Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen... Duck und Weg Schönen Abend noch
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