Hallo, ich schreibe bald meine erste klausur in elektrotechnik und hänge
bei einer einfachen aufgabe fest, die aufgabe findet ihr im anhang.
Ich möchte den strom I6 ausrechnen. Das funktioniert auch super, wenn
ich die knotengleichung für den rechten transistor aufstelle (I6=I5-I4).
Sobald ich dasselbe allerdings mit dem linken transistor versuche,
kriege ich nicht das richtige ergebnis (I6=I2-I3+I1). Dabei betrachte
ich die transistoren jeweils als knoten.
Lg
Student01 schrieb:> Hallo, ich schreibe bald meine erste klausur in elektrotechnik und hänge> bei einer einfachen aufgabe fest, die aufgabe findet ihr im anhang.> Ich möchte den strom I6 ausrechnen. Das funktioniert auch super, wenn> ich die knotengleichung für den rechten transistor aufstelle (I6=I5-I4).> Sobald ich dasselbe allerdings mit dem linken transistor versuche,> kriege ich nicht das richtige ergebnis (I6=I2-I3+I1). Dabei betrachte> ich die transistoren jeweils als knoten.> Lg
Ich denke, Du hängst nicht nur an dieser Aufgabe fest! Denn auch die
deutsche Sprache scheint Dir sehr Probleme zu bereiten. Stichwort: Gross
und Kleinschreibung.
Student01 schrieb:> Sobald ich dasselbe allerdings mit dem linken transistor versuche,> kriege ich nicht das richtige ergebnis (I6=I2-I3+I1).
Wieso nicht das richtige? Zeig mal. Setz mal die Zahlen ein und rechne
uns das vor. (Da kommt nämlich das richtige heraus)
>Wieso nicht das richtige? Zeig mal. Setz mal die Zahlen ein und rechne>uns das vor. (Da kommt nämlich das richtige heraus)
Ja, stimmt. Manchmal ist das richtige Abschreiben das größte Hinderniss
;)
Ich habe noch eine weitere Verständnisfrage, dieses mal aber zur
Graphentheorie. Den grundlegenden Ablauf um einen vollständigen Baum zu
finden habe ich verstanden, allerdings verstehe ich nicht, wie ich von
dort aus zu den unabhängigen Maschen komme. Bis jetzt habe ich die
Maschen immer intuitiv festgelegt, aber es würde mich auch
interessieren, wie ich diese anhand des vollständigen Baumes finden
kann.
Laut meinem Buch "Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik" gibt es
dazu 2 gängige Verfahren: die Auftrennmethode und das Suchen von
Fenstermaschen. Gerade die Auftrennmethode verstehe ich überhaupt nicht.
Im Buch wird diese folgendermaßen beschrieben:
1. Wähle einen neuen Maschenumlauf und kennzeichne den Zweig, der nicht
Teil einer neuen Maschen sein darf.
2. Gehe zu 1, bis keine Masche mehr erstellt werden kann.
Wie soll ich dies verstehen? Heisst das, dass es mehrere mögliche
unabhängige Maschen gibt?
Bei den Fenstermaschen verstehe ich nicht, wozu man überhaupt den
vollständigen Baum braucht. Wenn es lediglich darum geht "fensterartige"
Maschen zu finden, kann ich das auch direkt im Schaltplan eintragen ohne
vie darüber nachdenken zu müssen.
Guten Abend,
ich weiß dass pushen nur ungern gesehen wird, aber ich schreibe morgen
die Klausur und ich interessiert diese Problemstellung sehr. Ich denke
nicht, dass diese Info entscheidend sein wird, aber es würde mir helfen
den Grundgedanken dahinter besser zu fassen.
Freundliche Grüße, Student01
Student01 schrieb:> ... aber ich schreibe morgen die Klausur
Dann solltest du noch mal frische Luft schnappen und hinterher geht's ab
in die Falle. Viel Erfolg bei der Klausur.
Hi,
ich kenne das Buch nicht und habe mit Studium auch schon länger nichts
mehr am Hut. Das folgende kann also gerne ignoriert werden.
1. In einem Graphen gibt es sehr viele Schleifen (Maschen).
Die Kunst ist (n-1) unabhängige Schleifen zu finden.
2. Fenstermaschen
Falls der Graph planar ist, man also den gesamten Graph ohne
Überkreuzungen
zeichnen kann bilden alle "Fenster" einen Satz von unabhaegigen Maschen.
Das ist ein Sonderfall, aber natürlich sehr praktisch. Funktioniert aber
fast nur bei einfachen Schaltungen.
Dabei braucht man keinen Baum.
3. Auftrennmethode
a) Waehle eine Masche
b) Trenne die gefundene Masche an einer Stelle auf und gehe bei den
folgenden Maschen nicht über diese Trennstelle.
Gehe zu a)
Hier braucht man auch keinen Baum
5. Baummethode
Bilde einen vollständigen Baum
Die Kanten des Graphen bestehen jetzt aus zwei Gruppen:
Kanten die im Baum enthalten sind und Kanten die nicht im Baum enthalten
sind.
Um die Maschen zu bilden geht man jetzt über alle Kanten die nicht im
Baum enthalten sind und fügt genau eine der Kanten zum Baum hinzu.
Dadurch entsteht eine Schleife/Masche (und der Baum ist kein Baum mehr).
Alle so gebildeten Maschen sind unabhängig.
Als Richtung der Masche wird üblicherweise die Richtung der
hinzugefügten
Kante gewählt (Muss aber nicht).
Ich hoffe das ist einigermassen verständlich und am Abend vor der
Klausur
noch verdaubar.
Viel Erfolg
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